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1. WO2003033510 - NEUE CHIRALE LIGANDEN UND DEREN ÜBERGANGSMETALLKOMPLEXE SOWIE DEREN KATALYTISCHE ANWENDUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]
Patentansprüche:

1. Chiralen Liganden der Formel
(I)



wobei in der Formel I

R1 einen Wasserstoff-, Alkyl-, Alkenyl- aromatischen oder
heteroaromatischen Aryl-, O-Alkyl, NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, wobei die beiden Alkylreste auch direkt oder über eine Sauerstoffbrücke
miteinander verknüpft sein können, O-(Aryl), NH-(Aryl), N- (Alkyl)(Aryl) -Rest darstellen,

R2 bis R9 unabhängig voneinander die Bedeutung von R1 besitzen, oder für einen Rest ausgewählt aus der Gruppe O-CO-Alkyl, O-CO-Aryl, F,
Cl, Br, OH, N02l Si(Alkyl)3, CF3, CN, CO2H, COH, SO3H, CONH2,
CONH(Alkyl), CON(Alkyl)2, S02(Alkyl), SO(Alkyl), SO(Aryl),
S02(Aryl), SO3(Alkyl), SO3(Aryl), S-Alkyl, S-Aryl, NH-CO(Alkyl),
CO2(Alkyl), CONH2, CO(Alkyl), NHCOH, NHCO2(Alkyl), CO(Aryl),
CO2(Aryl), CH=CH-C02(Alkyl), CH=CH-C02H, PO(Aryl)2,
PO(Alkyl)2, PO3H, PO(O-Alkyl)2 stehen,
wobei jeweils zwei oder mehr benachbarte Reste jeweils
unabhängig voneinander auch miteinander verknüpft sein können, so dass ein kondensiertes Ringsystem vorliegt und

wobei in R1 bis R9 Alkyl für einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 C-Atomen und Alkenyl für einen ein- oder mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis
4 C-Atomen steht, die jeweils linear oder verzweigt und die mit Cl, F,
Alkyl-(Cι-Cι2), 0-Alkyl-(Cι-C12), (C5-Cιo)-Aryl, O-(C5-Cιo)-Aryl, NH2, 5 NH(Alkyl-(Cι-Cι2)), N(Alkyl-(Cι-Cι2))2 substituiert sein können und
Aryl für einen 5 bis 10 gliedrigen aromatischen Rest steht, der mit Cl, F, Br,
Alkyl-(Cι-Cι2), 0-Alkyl-(Cι-Cι2), (C5-Cι0)-Aryl, O-(C5-Cιo)-Aryl, NH2,
NH(Alkyl-(Cι-Cι2)), N(Alkyl-(Cι-Cι2))2, substituiert sein kann, wobei ein bis vier Kohlenstoffatome des aromatischen Rests auch durch o Heteroatome aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel
ersetzt sein können, so dass ein 5 bis 10 gliedriger heteroaromatischer
Arylrest vorliegt.

2. Chirale Liganden nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen 5 Rest aus der Gruppe der Alkyl, Aryl oder Heteroaryl -Reste darstellt.

3. Chirale Liganden nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen
Rest aus der Gruppe der O-Alkyl oder O-(Aryl) -Reste darstellt.

0 4. Chirale Liganden nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen
Rest aus der Gruppe der NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, wobei die beiden Alkylreste
auch direkt oder über eine Sauerstoffbrücke miteinander verknüpft sein
können, NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl)-Reste darstellt.

5 5. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass R2 bis R9 unabhängig voneinander Reste ausgewählt
aus der Gruppe O-CO-Alkyl, O-CO-Aryl, Br, CONH2, CONH(Alkyl),
CON(Alkyl)2, SO(Alkyl), SO(Aryl), SO2(Alkyl), SO2(Aryl), SO3(Alkyl), SO3(Aryl), NH-CO(Alkyl), CO2(Alkyl), CONH2, CO(Alkyl), NHCOH, NHC02(Alkyl), 0 CO2(Aryl), PO(Alkyl)2, PO(O-Alkyl)2, Wasserstoff, Alkyl-, Aryl- oder
Heteroaryl-, O-Alkyl, NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, O-(Aryl), NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl), F, Cl, OH, C02H, SO3H, CO(Alkyl), CO(Aryl), PO(Aryl)2, PO3H darstellen.

6. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass in R1 bis R9 für ein oder mehrere dieser Reste Alkyl und Alkenyl für einen Kohlenwasserstoff rest mit 1 bis 4 C-Atomen steht, wobei die Alkenylgruppe eine Doppelbindung besitzt und Aryl für einen 5 bis 7
gliedrigen aromatischen Rest steht.

7. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass heteroaromatische Arylreste in R2 bis R9 ein oder zwei Stickstoffatome, ein Stickstoff- und ein Sauerstoffatom oder ein Schwefel oder ein Sauerstoffatom enthalten.

8. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass zwei oder mehr benachbarte Reste R2 bis R9
miteinander verknüpft vorliegen.

9. Chirale Liganden nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei
benachbarte Reste R2 bis R9 derart miteinander verknüpft sind, dass ein 5 bis 7 gliedriger gesättigter oder ungesättigter cycloaliphatischer oder ein 6
gliedriger aromatischer Ring vorliegt.

10. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass

R1 einen Alkyl-, Aryl- oder Heteroarylrest, O-Alkyl, NH-Alkyl, N- (Alkyl)2, O-(Aryl), NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl) darstellt,

R2 bis R9 unabhängig voneinander die Bedeutung von R1, Wasserstoff, F,
Cl, OH, CO2H, SO3H, CO(Alkyl), CO(Aryl), PO(Aryl)2, PO3H
besitzen, wobei jeweils zwei oder mehr benachbarte Reste
jeweils unabhängig voneinander auch miteinander verknüpft sein
können, so dass ein kondensiertes Ringsystem vorliegt wobei die Alkyl-, Alkenyl-, aromatischen oder heteroaromatischen
Arylgruppen wie in Anspruch 1 definiert sind, wobei diese Gruppen die in
Anspruch 1 genannten Substituenten tragen können.

11. Katalysatoren erhältlich durch Umsetzung eines Metallsalzes oder eines
Metallvorkomplexes mit Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10.

12. Katalysatoren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der
Katalysator ein Metall aus der Gruppe Palladium, Platin, Rhodium,
Ruthenium, Osmium, Iridium, Kobalt, Nickel oder Kupfer enthält.

13. Verfahren zur Herstellung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 wobei enantiomerenreine Dimethylverbindungen der Formel II


mit Alkyllithiumverbindungen lithiiert werden und danach mit
Aminophosphordichloriden, Alkyl- oder Arylphosphordichloriden umgesetzt werden.

14. Verfahren nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass der Rest R1
nachträglich ausgetauscht wird, wobei ausgehend von einem 4-Amino- phosphepin durch HCI/Et2N-Austausch in 4-Chlor-phophepin überführt wird und anschließend durch Reaktion mit einem Amin oder einem Alkohol und einer Grignard-Reagenz ein neuer Rest R1 eingeführt wird.

15. Verwendung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder von Katalysatoren nach einem der Ansprüche 11 oder 12 für katalytisch
asymmetrische Reaktionen.

16. Verwendung von chiralen Liganden oder Katalysatoren nach Anspruch 15 für Hydrosilylierungen, Aminierungen, Allylsubstitutionen, Grignard-Kupplungen, Heck- und Suzuki-Reaktionen, Hydrocyanierungen, Hydrovinylierungen,
Hydroformylierungen, Hydroacylierungen und Hydrocarboxylierungen.

17. Verwendung von chiralen Liganden oder Katalysatoren nach Anspruch 15 für katalytisch asymmetrische Hydrierungen.

18. Verwendung von chiralen Liganden oder Katalysatoren nach einem der
Ansprüche 15 bis 17 in Kombination mit SDS.

19. Verwendung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Herstellung von Katalysatoren.