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1. (WO1995017275) WERKZEUGHALTER
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Werkzeughalter

Beschreibung :

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Halterung von Werkzeugen oder dergleichen.

Es ist eine Werkzeugaufnahme bekannt (DE 34 36 733 C2) , bei der ein als Spannzapfen bezeichneter Teil aus einem im we-sentlichen zylindrischen, einen Flansch aufweisenden Schaft und einer darauf aufgezogenen, außenseitig eine Führungsfläche bildenden -sogenannten Konusdruckhülse besteht. Die letztere soll zwischen dem Flansch und einem Sicherungselement am hinteren Ende des Schaftes unbeweglich gehaltert sein und hat eine an die Konusbohrung eines Spindelkopfes angepaßte konische Mantelfläche, mit der sie formschlüssig in die Konusbohrung paßt . Am größeren Ende der Konusdruckhülse sind Ringnuten vorhanden, um an diesem am Flansch des Schaftes liegenden Ende einen elastischen Verformungsbereich zu bilden. Beim Spannen eines Werkzeuges wirkt ein Anzugsmechanismus auf den Schaf . Der Flansch kommt bei einer Axialbewegung an der Stirnfläche des Spindelkopfes zur Anlage. In dieser Anlagestellung soll die Konusdruckhülse von dem Flansch axial ge- preßt werden, wobei ihr Verformungsbereich gestaucht und in der Konusbohrung des Spindelkopfes so deformiert werden soll, daß eine radiale Kraftkomponente auf einen zylindrischen Bund des Schaftes wirkt, um das Werkzeug zu zentrieren. Hierbei bestehen Widersprüche und einander entgegengesetzte Forderungen, die sich nicht gleichzeitig erfüllen lassen.

Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, einen Vorrichtung zur Halterung eines Werkzeuges bzw. einen Werkzeughalter oder dergleichen zu schaffen, der bei der Eignung für automatischen Werkzeugwechsel eine große Steifigkeit und zugleich eine hohe Rundlaufgenauigkeit aufweist. Der Werkzeughalter soll vorteilhafte Eigenschaften, wie sie bei einer neuen Norm angestrebt werden, auch bei Ausführungen nach bisher angewendeten Normen bieten können, ohne daß Veränderungen an Spindeln und Werkzeugen vorgenommen werden müssen. Weitere mit alledem zusammenhängende Probleme, mit denen sich die

Erfindung befaßt, ergeben sich aus der jeweiligen Erläuterung der aufgezeigten Lösung.

Die Lösung des Problems ist in den Ansprüchen 1 und 3 angege-ben. Weiterbildende Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt .

Bei einer Vorrichtung der genannten Art sieht die Erfindung vor, daß ein die zur Plananlage bestimmte Ringfläche aufwei-sender Flanschteil aus einem Stück mit einem in die Aufnahme einfügbaren Hülsenkörper besteht, der bei einer der Form der Aufnahme angepaßten äußeren Form wenigstens eine elastische, belastbare Partie aufweist, die zwischen einem dem Flanschteil benachbarten Bereich und einem seinem hinteren Ende be-nachbarten Bereich gelegen ist.

Ein solcher Werkzeughalter zeichnet sich durch eine Anzahl wesentlicher Vorteile aus. Beim Einfügen in die Aufnahme einer Arbeitsspindel oder eines anderen Maschinenteils wird bei sicherer Plananlage eine Einspannung des Ansatzes in der Aufnahme erreicht, und zwar nur durch Druckaufbau und ohne nachteilige Bewegungen. Auch bei Wärmedehnungen wird ein vollwer- tiger radialer Kontakt aufrechterhalten. Es werden äußerst günstige Kraftwirkungen erzielt, ohne daß es etwa einer Verriegelung wie bei sonstigen Ausführungen bedürfte. Mit der Erfindung ist somit eine Schnittstelle, d.h. die Verbindung zwischen einem Kegelteil und einer Aufnahme, insbesondere der Spindel einer Werkzeugmaschine, geschaffen, die auch hohen Anforderungen an Genauigkeit und Stabilität genügt . Die nach langen Untersuchungen und Beratungen zustande gekommene Hohlschaft-Ausführung nach neuer Norm erfordert nicht nur werk-zeugseitig, sondern natürlich auch maschinenseitig grundsätzlich veränderte Ausbildungen, was einen entsprechenden Aufwand und Neuanschaffungen bedingt . Die Erfindung bietet Vorteile, die mit der genannten Hohlschaft-Schnittstelle angestrebt werden, für die bisher üblichen und in großer Zahl im Einsatz befindlichen Schnittstellen, insbesondere mit Steil -kegel, ohne daß dazu auf der Maschinenseite neue Teile oder auch nur Modifikationen notwendig sind.

Unter einem elastischen, belastbaren Teil des Hülsenkörpers sind alle Ausführungen zu verstehen, die es ermöglichen, bei fester Plananlage des mit dem Hülsenkörper verbundenen
Flanschteiles an dessen Gegenfläche einen sicheren Kontakt zwischen dem Hülsenkörper und der kegeligen Aufnahme herzustellen und aufrechtzuerhalten. Weitere Einzelheiten dazu werden weiter unten noch erläutert.

Der Flanschteil des Hülsenkörpers und ein Flanschteil am Vorderteil des Werkzeughalters können zusammen den Flansch bilden. Es kann sich dabei um einen aus einem Stück bestehenden Flansch oder um miteinander verbundene oder zusammengefügte Flanschteile handeln. Die letzteren können insbesondere miteinander verschraubt, verschweißt, verklebt sein. Zwischen den Flanschteilen läßt sich eine Einlage, insbesondere aus schwingungsdämpfendem Material vorsehen.

Bei einer sehr zweckmäßigen Ausführung der Erfindung bildet der Hülsenkörper selbst den Ansatz des Werkzeughalters, wobei er am hinteren Ende zum Angriff einer äußeren Spannvorrichtung ausgebildet ist. Es kann z.B. eine Gewindebohrung aufweisen, in die ein maschinenseitiges Spannorgan einschraubbar ist .

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführung des Werkzeughalters erstreckt sich ein mit dessen Vorderteil verbundener oder mit diesem aus einem Stück bestehender Schaft in den Hülsenkδrper hinein, der dann zusammen mit dem letzteren den in die Aufnahme einfügbaren Ansatz bildet. Der Schaft und der Hülsenkörper können im Bereich ihrer hinteren Enden miteinander verbunden sein, wobei verschiedene Möglichkeiten bestehen. Es kann sich um eine feste oder um eine reibschlüssige Verbindung handeln. Insbesondere läßt sich zwischen dem
Schaft und dem Hülsenkörper ein dauerelastisches oder dauerplastisches Material vorsehen. Dadurch wird eine Abdichtung und zugleich Dämpfung erreicht.
Der Hülsenkörper und ein in ihn hineinragender Teil des Vorderteiles sind zweckmäßig im Bereich des Flansches innen mit-einander verbunden. Die Verbindung kann fest oder lösbar sein.
Bei einer vorteilhaften Ausführung ist zwischen dem Vorderteil oder einem mit diesem verbundenen Schaft und dem Hülsenkörper eine Gewindeverbindung vorhanden, so daß sich beide Teile miteinander verschrauben lassen. Es gibt verschiedene

Stellen, an denen sich eine solche Gewindeverbindung befinden kann. Insbesondere ist die Gewindeverbindung innen im Bereich des Flansches vorgesehen.

Für die Ausbildung des Hülsenkörpers mit seiner elastisch belastbaren Partie bestehen verschiedene Möglichkeiten. So kann der Hülsenkörper bei einer vorteilhaften Ausführung im Bereich seiner elastisch belastbaren Partie ein Übermaß im Vergleich zum Sollmaß bezüglich der kegeligen Aufnahme für den Ansatz haben. Über eine gewisse Länge des Hülsenkörpers, insbesondere in dessen mittlerem Bereich, kann dieser einen Durchmesser haben, der geringfügig größer ist als derjenige Durchmesser, der bei einem exakten, dem Innenkegel der Aufnahme entsprechenden Außenkegel vorhanden sein würde. Vorteilhaft ist der Hülsenkörper im Bereich des Übermaßes ballig ausgebildet . Beim Einfügen des Werkzeughalters in die Aufnah-me erfährt die elastische Partie eine Verformung im Sinne einer Anpassung an das vorhandene Maß der Aufnahme.

Bei einer anderen Ausführung des Werkzeughalters ist innerhalb des Hülsenkörpers eine Einrichtung vorgesehen, mittels derer eine Festspannkraft auf den Hülsenkörper ausübbar ist, wobei die Einrichtung mit einem am hinteren Ende des Werkzeughalters befindlichen Angriffsteil für eine äußere Spannvorrichtung in Verbindung steht und durch diese betätigbar ist. Die äußere Spannvorrichtung kann insbesondere eine ma-schinenseitige Vorrichtung bekannter Art sein.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Einrichtung einen mit dem Angriffsteil für die äußere Spannvorrichtung verbundenen Spannbolzen auf, der ein Widerlager für wenig-stens ein am Hülsenkörper angreifendes Spannelement trägt.

Der Spannbolzen kann sich insbesondere in einen Hohlraum eines Schaftes des Vorderteils des Werkzeughalters hinein erstrecken.

Zur inneren Belastung des Hülsenkörpers für die Erzielung des Spannzustandes wird mit besonderem Vorteil ein mit seinem Außenumfang am Hülsenkörper angreifendes Spannelement vorgesehen. Dies ergibt eine sehr gleichmäßige Einwirkung auf den Hülsenkörper. Das Spannelement kann insbesondere ein Teller-federpaket oder dergleichen sein.

Die Einrichtung zur inneren Belastung des Hülsenkörpers kann auch in regelmäßigen Winkelabständen über den Umfang eines Spannbolzens verteilt angeordnete Spannelemente aufweisen, wobei das Widerlager und die mit diesem in Berührung stehenden inneren Enden der Spannelemente abgeschrägt oder konisch sind.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung von Ausführungsbeispielen, aus der zugehörigen Zeichnung und aus den Ansprüchen.

Die Figuren 1 bis 7 zeigen verschiedene Ausführungen von Werkzeughaltern gemäß der Erfindung, teils im Schnitt, teils in Ansicht. Gleiche oder einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Der in Fig. 1 gezeigte Werkzeughalter weist einen nur zum Teil wiedergegebenen Vorderteil V, einen in eine kegelige Aufnahme K einer nur auf einer Seite der Figur strichpunktiert angedeuteten Arbeitsspindel S einer Werkzeugmaschine einfügbaren Ansatz A und einen zwischen Vorderteil und Ansatz A gelegenen Flansch F mit einer Greiferrille 10 für eine Werkzeugwechseleinrichtung auf . Der Vorderteil V kann in vielfältiger bekannter Weise ausgebildet sein, um ein Werkzeug aufzunehmen, z.B. ein Bohrwerkzeug, ein Ausdrehwerkzeug, einen Fräser oder dergleichen oder auch ein Meßwerkzeug.

Der Flansch F besteht bei dieser Ausführung aus zwei miteinander verbundenen Flanschteilen 14 und 15, von denen der Flanschteil 14 zum Vorderteil V und der Flanschteil 15 zum Ansatz A gehört. Beide Flanschteile 14 und 15 sind durch eine geeignete Anzahl von über den Umfang verteilt angeordneten Schrauben 16 (nur eine ist dargestellt) starr miteinander verbunden. Statt miteinander verschraubt, können die
Flanschteile 14 und 15 auch miteinander verschweißt, verklebt oder auf andere geeignete Weise miteinander verbunden sein. Zwischen den Flanschteilen 14 und 15 kann eine Zwischenlage 17 aus schwingungsdämpfendem Material vorhanden sein, wie auf der linken Seite der Fig. 1 angedeutet ist. Dies gilt entsprechend auch für andere Ausführungen.

Der Vorderteil V greift mit einem Kragen 19 in den Flanschteil 15 des Ansatzes A ein, wobei zwischen beiden Teilen eine enge Passung oder eine feste Verbindung auch an dieser Stelle bestehen kann.

Der Ansatz A wird bei dieser Ausführung durch einen weitge-hend hohlen Hülsenkörper 11 gebildet, der mit dem Flanschteil 15 aus einem Stück besteht . Der Hülsenkörper 11 weist auf seiner Außenseite einen dem Flanschteil 15 benachbarten Bereich 11a, einen seinem hinteren Ende benachbarten Bereich 11c und dazwischen eine elastisch verformbare Partie 11b auf. Diese hat gegenüber einem Solldurchmesser, d.h. einem auf den Innenkegel K der Spindel S abgestimmten Außendurchmesser, ein Übermaß im Sinne eines etwas größeren Durchmessers. Die Ausbildung ist dabei vorteilhaft so, daß die Partie 11b leicht ballig ist, wobei also das Durchmesser-Übermaß über einen Längsabschnitt unterschiedlich ist. Der vordere Bereich 11a kann, wie hier gezeigt, vorteilhaft zylindrisch sein. Der hintere Bereich 11c ist zweckmäßig konisch. Dies ist jedoch nicht einschränkend zu verstehen. Die gewünschte Elastizität der Partie 11b läßt sich durch geeignete Dimensionierung, insbesondere Wahl der Wandstärke und/oder Wahl eines geeigneten Werkstoffes erreichen. Als Material kommt in erster Linie Stahl in Betracht, obgleich auch andere Materialien nicht ausgeschlossen sind.

Der hintere Teil des Hülsenkörpers 11 ist zum Angriff einer äußeren, maschinenseitigen Spannvorrichtung, die von üblicher Art sein kann, ausgebildet. Dies kann in verschiedener Weise der Fall sein und richtet sich nach der betreffenden Ausbildung der Spannvorrichtung bzw. ihres am Werkzeughalter an-greifenden Organs. Als Beispiel weist der Hülsenkörper 11 in Fig. 1 eine Ausdrehung mit anschließender Gewindebohrung 18 auf, die dem Angriff eines Einzugs- oder Spannorgans dient.

Beim Hineinziehen des Werkzeughalters mit seinem Ansatz in die Aufnahme K kommt die ringförmige ebene Rückseite 12 des Flanschteils 15 zur Anlage an der stirnseitigen Planfläche P der Arbeitsspindel S, und der Hülsenkörper 11 erfährt in sei- ner balligen Partie 11b eine äußere Belastung, die zu einer elastischen Verformung radial nach innen führt. Dadurch ergibt sich ein sicherer und fester Sitz des vom Hülsenkörper 11 gebildeten Ansatzes A des Werkzeughalters in der Aufnahme K.

Am Übergang des Hülsenkörpers 11 bzw. seines Bereiches 11a zum Flanschteil 15 ist vorteilhaft eine Hinterschneidung oder ringförmige Ausnehmung 13 vorhanden.

Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 1 dadurch, daß ein mit dem Vorderteil V aus einem Stück bestehender Schaft 22 sich in den Hülsenkörper 21 hinein erstreckt und zusammen mit diesem den in die Aufnahme K einfügbaren Ansatz A bildet. Der Schaft 22 und der Hülsenkörper 21 können im Bereich 23 ihrer hinteren Enden miteinander verbunden sein, z.B. durch Verschweißen oder durch einen Preßsitz oder dergleichen. Es läßt sich aber zwischen beiden Teilen auch nur eine das Zusammenfügen ermöglichende Passung bzw. ein Reibschluß vorsehen, insbesondere so, daß eine Dämpfungswirkung vorhanden ist. Im Bereich 23 läßt sich zwischen dem Schaft 22 und dem Hülsenkörper 21 vorteilhaft auch ein dauerelastisches oder dauerplastisches Material als Verbindung zwischen beiden Teilen vorsehen, wie es bei 24 angedeutet ist. Dadurch wird eine Abdichtung bei gleichzeitiger Schwingungsdämpfung erreicht.

Eine Gewindebohrung 28 im Schaft 22 dient dem Angriff eines Spannorgans oder dergleichen, wie bei der Ausführung nach Fig. 1 erläutert wurde.

Der Vorderteil weist im Bereich des Flansches einen Bund 29 auf, der an einer Zylinderfläche im Inneren des Flanschteiles

15 anliegt, wobei eine enge Passung oder auch eine feste Ver-bindung vorhanden sein kann.

Insbesondere läßt sich, abweichend von der Darstellung, an dieser Stelle 29 auch eine Verschraubung vorsehen, wie sie in Figur 7 gezeigt ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist innerhalb eines mit einem Flanschteil 15 aus einem Stück bestehenden Hülsenkörpers 31 eine Einrichtung 30 vorhanden, mittels derer von innen her eine FestSpannkraft auf den Hülsenkörper 31 ausübbar ist. Letzterer hat an seinem hinteren Ende eine Bohrung 34 als Gleitführung für einen zylindrischen Teil 33a eines Spannbol-zens 33, der an seinem hinteren, aus dem Hülsenkörper 31 hinausragenden Ende einen üblichen Spannpilz 33b als Angriffsteil für eine äußere Spannvorrichtung aufweist. Der Spannbolzen 33 erstreckt sich mit einem Gewindeteil 33c in einen Hohlraum 32a eines in den Hülsenkörper 31 hineinragenden Schaftes 32 des Vorderteils V hinein. Auf den Gewindeteil 33c ist ein Mutter 38b als Abstützung eines Widerlagers 38a für ein mit seinem Außenumfang innenseitig am Hülsenkörper 31 angreifende Spannelement aufgeschraubt und gesichert . Das Spannelement ist bei dieser Ausführung von einem Tellerfeder-paket 37 gebildet, 'das auf einem Hals des Widerlagers 38a angeordnet ist und sich an dem letzteren abstützt und das außen an einem von einer Schulter 39a begrenzten Sitz 39 des Hülsenkörpers 31 angreifen kann. Der Schaft 32 ragt mit seinem Ende bis in den Sitz 39 hinein.

Beim Hineinziehen des Werkzeughalters mit seinem Ansatz A in die Aufnahme K der Spindel S mittels einer am Pilz 33b angreifenden, maschinenseitigen Spannvorrichtung kommt die Ringfläche 12 des Flanschteiles 15 zur Anlage an der Planflä-ehe P der Arbeitsspindel S, und es wird durch die über den

Spannbolzen 33 und das Widerlager 38a auf das Tellerfederpaket 37 ausgeübte Kraft auch der Hülsenkörper 31 von innen her belastet und infolge der bei ihm vorhandenen Elastizität fest an den Innenkegel der Aufnahme K angepreßt. Das Tellerfeder-paket 37 wirkt dabei an der Stelle des Sitzes 39 auf den ganzen inneren Umfang des Hülsenkörpers 31.

Mit seinem vorderen Ende greift der Spannbolzen 33 in eine Bohrung 35 des Schaftes 32 ein. Er ist gegenüber der Wand dieser Bohrung durch einen oder mehrere Dichtungsringe 36 abgedichtet, so daß es möglich ist, durch eine durch den gan- zen Spannbolzen 33 hindurchgehende Bohrung B ein Kühl- oder Schmiermedium in den Vorderteil V des Werkzeughalters und zu einem von ihm aufgenommenen Werkzeug zu leiten.

Die Ausführung nach Fig. 4 entspricht weitgehend derjenigen nach Fig. 3, nur ist der Schaft 42 des Vorderteils V hier kürzer gehalten.

Die Darstellung in Fig. 5 dient zur Veranschaulichung dafür, daß die Erfindung nicht nur für Arbeitsspindeln oder andere Maschinenteile mit kegeliger Aufnahme in Betracht kommt und anwendbar ist, seien es kurze oder lange Kegel, sondern auch für Aufnahmen mit ganz oder teilweise zylindrischer Innenform. So ist in Fig. 5 ein Werkzeughalter mit einem zumindest außen zylindrischen Hülsenkörper 51 gezeigt, der in eine zy-lindrische Aufnähme' K in einer Spindel S einsetzbar ist. Die Einrichtung 30 zum Ausüben einer FestSpannkraft entspricht derjenigen nach Fig. 4 bzw. Fig. 3, so daß die Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie dort bezeichnet sind.

Auch läßt sich bei einer zylindrischen Aufnahme die Ausführung so oder ähnlich treffen, wie es in Verbindung mit den Fign. 1 und 2 erläutert worden ist. Alles dies fällt in den Rahmen der Erfindung.

Das gleiche gilt auch für die Ausführung nach Fig. 6. Hier ist wiederum im Inneren eines mit einem Flanschteil 15 aus einem Stück bestehenden Hülsenkörpers 61 eine Einrichtung 30 vorhanden, mittels derer von innen her eine Festspannkraft auf den Hülsenkδrper 61 ausübbar ist. Der Schaft 62 reicht bis zum Ende des Hülsenkörpers 61 und hat an seinem hinteren Ende eine Bohrung 64 als Gleitführung für den zylindrischen Teil 63a eines Spannbolzens 63, der an seinem hinteren, aus dem Hülsenkörper 61 hinausragenden Ende einen üblichen Spannpilz 63b als Angriffsteil für eine äußere Spannvorrichtung aufweist. Der Spannbolzen 63 erstreckt sich mit einem Gewindeteil 63c in einen Hohlraum 62a des Schaftes 32 hinein. Auf den Gewindeteil 63c ist ein Widerlager 68a verteilt angeordnete Spannelemente 67 in Form von radial in Ausnehmungen des Schaftes 62 geführten Druckstücken vorhanden, die mit konischen Flächen 66 an einer Außen-Konusflache 65 anliegen. Das Widerlager 68a steht unter der Wirkung einer Druckfeder 69, die mit ihrem hinteren Ende Anlage an einem Ring 69a und mit ihrem vorderen Ende Anlage an einer Büchse 69b hat, die ihrerseits am Widerlager 68a anliegt.

Die Spannelemente 67 greifen mit ihren radial äußeren Enden an dem Hülsenkörper 61 an. Der Spannvorgang ist im Grunde so, wie er weiter oben in Verbindung mit Fig. 3 beschrieben wur-de, wobei hier die elastische Verspannung mittels der Spannelemente 67 anstelle des Tellerfederpakets 37 bewirkt wird.

Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungen setzt sich der Flansch F jeweils aus einem mit dem Vorderteil V verbundenen Flanschteil 14 und einem mit dem Hülsenkörper 11, 21, 31, 41, 51 bzw. 61 verbundenen hinteren Flanschteil 15 zusammen.
Statt dessen kann der Flansch F, wie Figur 7 zeigt, auch als einheitliches Element am Hülsenkörper 21 befinden, insbesondere mit diesem aus einem Stück bestehen.

Der Vorderteil V liegt bei solchen Ausführungen mit einer ringförmigen Planfläche 20 auf einer Gegenfläche an der Vor-derseite des Flansches F an. Dabei kann der Vorderteil V auf verschiedene Weise mit dem Flansch F des Hülsenkörpers 21 oder mit einer anderen Stelle des letzteren fest oder lösbar verbunden sein.
Insbesondere ist zwischen dem Vorderteil oder einem mit die-sem verschraubbaren Schaft eine Gewindeverbindung vorgesehen, so daß beide Teile miteinander verschraubt werden können.

Eine vorteilhafte Ausführung in diesem Sinne veranschaulicht Figur 7. Hier ist ein in seiner Grundform zylindrischer Ansatz 25 des Vorderteiles V vorhanden, an den sich der Schaft 22 anschließt und der auch als Übergang zwischen dem Vorder-teil und dem Schaft angesehen werden kann. Der Absatz ist mit einem Außengewinde 26 versehen, das in ein Innengewinde im Flansch F eingeschraubt ist. Die Ringfläche 20 hat sich dabei fest an die Vorderseite des Flansches F angelegt. Die Ver-schraubung kann zusätzlich gesichert sein, sei es durch Ver-kleben, durch einen oder mehrere Stifte oder auf andere geeignete Weise.
Eine solche Gewindeverbindung kann auch bei anderen Ausbildungen des Werkzeughalters vorgesehen werden. Bei geteiltem Flansch, so z.B. bei den Ausführungen nach den Figuren 1 bis 6, kann sich das Innengewinde im Flanschteil 15 befinden, während das Außengewinde an einer geeigneten Stelle am Vor-derteil V, etwa an einem Bund 19 oder 29, vorgesehen ist. Die

Schrauben 16 können dann wegfallen. Die Flanschteile 14 und

15 lassen sich durch die Gewindeverbindung miteinander ver-spannen .

Die Mittel zur drehenden Mitnahme des betreffenden Werkzeughalters durch eine ihn aufnehmende Spindel und damit zur Drehmomentübertragung sind nicht im einzelnen dargestellt. Sie können von bekannter Art sein.

Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten bzw. in der Zeichnung dargestellten Merkmale sollen, sofern der bekannte Stand der Technik es zuläßt, für sich allein oder auch in Kombinationen als unter die Erfindung fallend angesehen werden.