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1. WO1995014415 - VORRICHTUNG ZUM DISKONTINUIERLICHEN ZUBEREITEN VON PORTIONIERTEN TEIGWAREN UND VORRICHTUNG ZUM PORTIONIEREN EINER VORGEBBAREN MENGE LANGSTIELIGER TEIGWAREN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Vorrichtung zum diskontinuierlichen Zubereiten von portionierten Teigwaren und Vorrichtung zum Portionieren
einer vorgebbaren Menge langstieliger Teigwaren

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum diskontinuier-liehen Zubereiten von portionierten Teigwaren, insbesondere Spaghetti, mit einem Vorratsbehälter zur Aufnahme der Rohteigwaren, einer Kochkammer und einer Entwässerungskammer, wobei die Kochkammer und die Entwässerungskammer jeweils in ihrem Einlaßbereich und Auslaßbereich durch Ventile ver-schließbar sind, und darüber hinaus eine Vorrichtung zum Portionieren einer vorgebbaren Menge langstieliger Teigwaren, insbesondere Spaghetti, und Zuführen in die Kochkammer der erstgenannten Vorrichtung.

Vorrichtungen zum diskontinuierlichen Zubereiten von portionierten Teigwaren sind in vielerlei Ausführungen bekannt. Sie dienen dazu, eine portionierte Menge roher Teigwaren in möglichst kurzer Zeit zuzubereiten und finden daher in entsprechenden Automaten Anwendung. Eine solche be-kannte Vorrichtung ist in der WO 90/04345 beschrieben.
Dort werden oberhalb einer Kochkammer befindliche Rohteigwaren portioniert in die Kochkammer gegeben, die Kochkammer wird verschlossen, und die Teigwaren werden unter vorbestimmter Temperatur und entsprechendem Druck in relativ kurzer Zeitspanne gekocht. Anschließend verlassen die gekochten Teigwaren mit dem Kochwasser die Kochkammer und werden in einer sich anschließenden Entwässerungskammer vom Wasser befreit. Schließlich erfolgt die Ausgabe in ein geeignetes Behältnis, wie beispielsweise einen Teller.

Die Kochkammer wird in ihrem Einlaß- und Auslaßbereich von jeweils einem Kugelventil verschlossen, welches einerseits ein Befüllen und Entleeren der Kochkammer gewährleistet und andererseits - während des Kochvorganges - eine sichere Abdichtung der Kochkammer garantiert. Aufgrund der relativ hohen Reibung von Kugelventilen sind diese jedoch äußerst schwergängig und ihr Antrieb bedarf daher einer gewissen Kraft, so daß in der Regel pneumatische Antriebe zum Einsatz kommen. Kugelventile haben jedoch den weiteren Nachteil, daß sie eine relativ große Bauhöhe besitzen und daher die Gesamthöhe der eingangs genannten Vorrichtung ver-größern. Schließlich ist die Verwendung eines Kugelventils im Auslaßbereich der Kochkammer nicht optimal, da die
- gekochten und damit empfindlichen - Teigwaren beim
Passieren des Kugelventils beschädigt werden können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum diskontinuierlichen Zubereiten von portionierten Teigwaren der eingangs genannten Art so auszugestalten und weiterzubilden, daß die vorstehend beschriebenen Nachteile vermieden werden und insbesondere die Bauhöhe der ge-samten Vorrichtung, welche im wesentlichen durch die übereinander angeordneten Elemente Vorratsbehälter, Kochkammer und Entwässerungskammer bestimmt wird, möglichst gering zu halten. Des weiteren ist erwünscht, daß die gekochten Teigwaren möglichst unbeschädigt an den Konsumenten weitergege-ben werden. Schließlich soll die Vorrichtung einen konstruktiv einfachen Aufbau besitzen, der sicherstellt, daß nach einem Kochvorgang keine Teigwarenreste im Inneren der Kammern verbleiben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in einer ersten Ausgestaltung dadurch gelöst, daß als Ventile im Einlaßbereich der Kochkammer und im Auslaßbereich der Entwässerungskammer quer zur Einlaß bzw. Auslaßrichtung verfahrbare Schließklappen vorgesehen sind, welche mit Abstand zur jeweiligen die Öffnung enthaltenden Kammerwandung linear bewegbar sind, und daß die Schließklappen zum Verschließen am Ende der Linearbewegung mittels eines Hebelgetriebes senkrecht auf die Öffnungsebene der jeweiligen Kammer gepreßt werden. Hinsichtlich der Vorrichtung zum Portionieren einer
vorgebbaren Menge langstieliger Teigwaren besteht die erfindungsgemäße Lösung darin, daß die Teigwaren in wenig-stens einem trichterförmigen Behälter horizontal gelagert sind, daß am Boden jedes trichterförmigen Behälters eine höhenverstellbare Dosierplatte angeordnet ist, daß zum Portionieren mit einer oberhalb jeder Dosierplatte angeordneten Trennplatte eine gewünschte Menge vom Teigwarenvorrat abgesondert wird und daß im Bereich unterhalb jeder Dosierplatte eine zur Beschickung der Kochkammer dienende um 90° schwenkbare Übergabeschale angeordnet ist.

Erfindungsgemäß ist nun das bekannte Kugelventil durch eine linear verschiebliche Schließklappe ersetzt worden, welche zunächst seitlich verfährt und erst danach gegen die entsprechende Kammeröffnung gepreßt wird. Dabei erfolgt die Pressung mittels eines Hebelgetriebes, so daß die Antriebs-leistung sowohl für die Linearbewegung als auch für die He-belbewegung äußerst gering dimensioniert werden kann. Damit ergibt sich eine sehr günstige Bauhöhe der Ventile der er- findungsgemäßen Vorrichtung, so daß die Gesamthöhe der Vorrichtung so gering ausfällt, daß eine bequeme Handhabbarkeit der mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen ausge-rüsteten Automaten ermöglicht wird. Dabei ist es möglich, eine Bauhöhe zu erreichen, die einen Meter Höhe kaum übersteigt.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zur Bewegung der Schließklappen in beide Richtungen, also in horizontaler Linearverschiebung und in senkrechter Preßrichtung, nur ein einziger Motor vorgesehen. Dazu hat es sich nach einer weiteren Lehre der Erfindung als besonders vorteilhaft erwiesen, daß eine Rutschkupplung vorgesehen ist, damit beim Verschließen nach Erreichen der Endstellung der Schließklappe die Schließklappe selbst in ihrer Position verharrt, jedoch die Antriebsmittel für das Hebelgetriebe durch die weitere Linearbewegung des Antriebes erfolgt. Auf diese Weise kann mit geringem konstruktivem Aufwand ein schnelles und sicheres Verschließen gewährleistet werden.

In weiterer Ausbildung der Erfindung ist im Auslaßbereich der Kochkammer und im Einlaßbereich der Entwässerungskammer ein einziges Ventil vorgesehen, welches als schwenkbare Schließklappe ausgebildet ist und mittels eines Linearantriebes und eines Kniehebelgetriebes verschlossen und ver-riegelt wird. Dazu ist zweckmäßigerweise die Klappe innerhalb der Entwässerungskammer angeordnet, um ein vollständiges Entleeren der Kochkammer zu gewährleisten. Der entsprechende Linearantrieb ist dazu bevorzugt außerhalb der Entwässerungskammer angeordnet.

Die Verwendung eines Kniehebelgetriebes ist besonders wichtig, da auch hier ein relativ schwach dimensionierter An-triebsmotor eingesetzt werden soll und die in der Kochkammer beim Kochvorgang auftretenden hohen Drücke von einigen Bar aufgrund der Kniehebelkonstruktion nicht auf den Motor wirken.

Es hat sich gezeigt, daß die mit den beschriebenen Schließklappen verschlossenen Kochkammern Drücken bis 50 bar standhalten, auch wenn im späteren Betrieb solch hohe
Drücke keinesfalls auftreten. Als Linearantrieb ist in bevorzugter Ausgestaltung eine Kolben/Zylinder-Einheit vorgesehen.

Zum Erreichen einer optimalen Abdichtung sind erfindungsgemäß alle Schließklappen und/oder Öffnungsebenen der Kammern mit Dichtelementen versehen. Dazu weist zweckmäßigerweise jeder Öffnungsbereich der Kammern ein Dichtelement auf, das in seiner Form der Öffnungskontur angepaßt ist.

Besonders vorteilhaft ist es, daß die Öffnungen einen runden Querschnitt aufweisen und daß als Dichtelemente O-Ringe vorgesehen sind. Die so eingesetzten O-Ringe haben eine relativ lange Lebensdauer, da die Schließklappen sämtlich nahezu senkrecht auf die Öffnungen aufgebracht werden und daher ein Abscheren, Einklemmen oder Verrutschen nicht ein-treten kann. Des weiteren lassen sich O-Ringe bei geöffneten Schließklappen leicht austauschen.

Es wurde bereits erwähnt, daß auch die erfindungsgemäße Portioniervorrichtung eine äußerst geringe Bauhöhe auf-weist. Denn die horizontal gelagerten rohen Teigwaren, wie z. B. Spaghetti oder dergleichen, werden mittels einer Übergabeschale aus der horizontalen Lage in die senkrechte Position gebracht, und zwar seitlich der Wandung des
Vorratsbehälters. Nach einer weiteren Lehre der Erfindung sind zwei Vorratsbehälter vorgesehen, so daß zwei parallele Wände jedes Vorratsbehälters mit Abstand zueinander derart angeordnet sind, daß ein Freiraum zum Verschwenken der Übergabeschale zwischen den beiden λforratsbehältern entsteht.

Dadurch wird auch bei langen Teigwaren, wie z. B.
Spaghetti, sichergestellt, daß der Boden des bzw. der Vorratsbehälter (s) nur wenig oberhalb der Öffnung der Kochkammer angeordnet sein kann.

Da nun beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung die in der Kochkammer herrschende Wärme nicht vollständig abgeführt werden kann, kann es vorkommen, daß die normalerweise relativ starren Teigwaren eine etwas weichere Konsistenz bekommen. Um dennoch ein bestimmtes Mengenvolumen von
Rohteigwaren ohne deren Zerstörung oder Beschädigung abtrennen zu können, ist nach einer weiteren Lehre der Erfindung vorgesehen, daß eine Trennplatte ein ballige Form aufweist und daß die ballige Kante der in den Vorratsbehalter eingeschobenen Trennplatte oberhalb eines Vorsprunges ruht, ohne die Behälterwandung zu berühren.

Auf diese Weise kann ein Zerquetschen oder Abbrechen durch die mechanische Einwirkung der Trennplatte zuverlässig vermieden werden. Es hat sich gezeigt, daß es nicht nötig ist, daß die Trennplatte die gegenüberliegende Wandung oder aber den Vorsprung an dieser Wandung berührt, vielmehr ist es besonders zweckmäßig, daß der Abstand zwischen der in den Vorratsbehalter eingeschobenen Trennplatte und dem Vorsprung in etwa dem Durchmesser der verwendeten Teigwaren entspricht. Ein Nachrutschen weiterer Teigwaren wird näm-lieh zuverlässig dadurch vermieden, daß die auf dem Vor-εprung ruhenden Teigwaren den zwischen Vorsprung und Trennplatte existierenden Spalt zuverlässig "verstopfen".

Die Erfindung wird nachfolgend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile sowie anhand von bevorzugten Ausfüh-rungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Darstellung,

Fig. 2 ein Verschließventil der erfindungsgemäßen Vorrich- tung in perspektivischer Darstellung,

Fig. 3 die Verschlußvorrichtung aus Fig. 2 in schematischer Darstellung,
/ Fig. 4 das Verschlußventil zwischen Kochkammer und Entwässerungskammer in schematischer Darstellung,

Fig. 5 die Schließklappe und das Kniehebelgetriebe aus
Fig. 4 in detaillierter Darstellung,

Fig. 6 eine erfindungsgemäße Portioniervorrichtung im
Querschnitt entlang der Linie VI-VI aus Fig. 7 und Fig. 7 eine Aufsicht auf die Portioniervorrichtung gemäß
Fig. 6 in schematischer Darstellung.

Mit Hilfe von Figur 1 soll die erfindungsgemäße Vorrichtung näher erläutert werden. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Kochkammer 1 mit einem Kochkammereinlaß 1E und einem Kochkammerauslaß 1A. Nicht dargestellt ist, daß oberhalb der Kochkammer 1 eine Portioniervorrichtung zum Beschicken der Kochkammer 1 vorgesehen ist. Unterhalb der Kochkammer 1 befindet sich eine Entwässerungskammer 2, deren Einlaß mit dem Kochkammerauslaß 1A identisch ist. Am Boden der Entwässerungskammer 2 befindet sich ein Entwässe-rungskammerauslaß 2A. Erfindungsge äß ist nun die Kochkam- er 1 in ihrem Einlaßbereich 1E durch eine linear verfahrbare Schließklappe 3 und der Auslaßbereich 2A der Entwässerungskammer 2 durch eine linear verfahrbare Schließklappe 4 verschließbar.

Der eigentliche Zubereitungsvorgang gestaltet sich wie folgt:

Nachdem die vorgegebene Menge von Teigwaren in die in ihrem Auslaßbereich 1A verschlossene Kochkammer 1 eingefüllt wor- den ist, wird die in ihrem unteren Bereich bereits verschlossene Kochkammer 1 mit Hilfe der linear verfahrbaren Schließklappe 3 verschlossen. Von einer Friεchwasserzufuhr 5 wird über eine Leitung 6 und ein geöffnetes Absperrventil 7 Frischwasser in einen Vorratsbehalter 8 eingelassen. Von dort gelangt das Wasser über eine Leitung 9 mittels einer Pumpe 10 durch ein Rückschlagventil 11 mit einem über ein Manometer 12 ablesbaren vorgegebenen Druck in die Heizkammer 13, welche die Kochkammer 1 ringspaltartig umgibt. In der Zwiεchenwandung zwischen Kochkammer l und Heizkammer 13 sind Heizstäbe 14 angeordnet.

Bevor der eigentliche Heizvorgang beginnt, wird die gesamte Heizkammer 13 mit Wasser gefüllt und darüber hinaus eine vorgegebene Menge Wasser über eine Fülleitung 15, welche mit einem Überdruckventil 16 ausgestattet ist in die Koch-kammer 1 eingefüllt. Nachdem nun der gewünschte Füllstand innerhalb der Kochkammer 1 erreicht ist, wird ein Absperrventil 15A in der Fülleitung 15 verschlossen, so daß die Kochkammer 1 hermetisch verschlossen ist. In ihrem Auslaßbereich 1A dient dazu eine weiter unten noch näher erläu-terte Schließklappe 17.

Der nach dem eigentlichen Kochvorgang in der Kochkammer 1 herrschende Überdruck wird mittels einer Druckentlastungs-leistung 18, die einerseits über ein Absperrventil 19 mit einer Abwasse leitung 20, welche in einer Abwasserabfuhr 21 endet, und andererseits über ein Absperrventil 22 und eine Leitung 23 mit der Entwässerungskammer 2 verbunden ist, durch Öffnen des Absperrventils 22 abgebaut. Nunmehr befinden sich Kochkammer 1 und Entwässerungskammer 2 auf etwa gleichem Druckniveau. Nach dem Schließen des Absperrventils 22 kann die Schließklappe 17 geöffnet werden, und die gekochten Teigwaren fallen mit dem restlichen Kochwasser in die Entwässerungskammer 2.

Ein im Bodenbereich der Entwässerungskammer 2 vorgesehenes Sieb 24 bildet den Durchlaß zur Leitung 23. Nach Schließen des Absperrventils 22 und Öffnen des Absperrventils 25 sorgt eine Abwasserpumpe 26 für die Entwässerung der in der Entwässerungskammer 2 vorhandenen Teigwaren. Dabei sorgt das Sieb 24 dafür, daß die Teigwaren die Entwässerungskammer 2 nicht verlassen. Gleichzeitig wird der in der Entwässerungskammer noch vorhandene Überdruck abgebaut. Dazu dient eine Leitung 27, welche mittels eines Absperrventils 28 mit der Frischwasserleitung 6 verbunden ist und in der Nähe ihrer Einmündung in die Entwässerungskammer 2 ein Belüftungsventil 29 aufweist. Aus der Entwässerungskammer 2 gelangt heißer Dampf durch eine Vorwärmleitung 30 in den Vorratsbehalter 8 und wärmt dort das später durch die Heizstäbe 14 aufzuheizende Frischwasser zusätzlich auf. Die Vorwärmleitung 30 endet in der Wasserleitung 20 und somit in der Abwasserabfuhr 21.

Nachdem die Teigwaren vom Kochwasser getrennt worden sind, läßt sich die fertig zubereitete Portion Teigwaren mittels der linear verschiebbaren Schließklappe 4 auf einen unterhalb der Entwässerungskammer 2 befindlichen Teller oder dergleichen ausgeben.

Nur εchematisch ist dargestellt, daß der Querschnitt der Kochkammer 1 nach unten konisch auseinanderläuft. Auf diese Weise wird in diesem Bereich zuverlässig ein Hängenbleiben gekochter Teigwaren verhindert. Es versteht sich von selbst, daß die Kammern 1 und 2 eine glatte, nicht haftende Oberfläche haben oder mit einer geeigneten Antihaft-Be- εchichtung versehen sind. Zur Reinigung der Entwässerungskammer 2 wird nach der Ausgabe der Teigwaren und dem erneuten Verschließen der Schließklappe 4 Frischwaεεer über die Leitung 6 durch Öffnen des Absperrventils 28 in die Entwässerungskammer 2 geleitet. Nach dem Füllen der Entwässerungskammer 2 und Verschließen des Absperrventils 28 wird das Absperrventil 25 geöffnet und die Pumpe 26 aktiviert, so daß das Abwasser durch das Sieb 24 über die Abwasserleitung 20 zur Abwasserabfuhr 21 gelangt, bis die Entwässerungskammer 2 vollständig entleert iεt.

Da im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungs- beispiel die Schließklappen 3 und 4 nahezu identisch aufgebaut sind, soll anhand der Figuren 2 und 3 die Funktionsweise lediglich am Beispiel der Schließklappe 3 erläutert werden. Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist beim bevorzugten Auεführungsbeispiel zur Bewegung der Schließklappe 3 in beide Richtungen ein einziger Motor 31 vorgesehen. Dieser treibt über ein Ritzel 32 und eine nicht näher bezeichnete Zahnstange einen Schlitten 33 linear an.

Damit wird die Schließklappe 3 über den in Figur 2 geöffnet dargestellten Kochkammereinlaß 1E bewegt.

Nach Erreichen der Endposition bewirkt eine im Schlitten 33 vorgesehene Rutschkupplung 34, daß die weitere Linearbewegung des Motors 31 zur Betätigung eines Hebelgetriebes ausgenutzt wird. Dazu sind in zwei zur Führung des Schlittens 33 dienenden Schienen 35A und 35B, welche in geeigneter Weise starr miteinander verbunden sind, Mittel zur Führung und zum Verschließen vorgesehen. Am Schlitten 33 in Richtung der Schienen 35A und 35B weisende Verriegelungsbolzen 36 werden unter die Keilflächen von an jeder Schiene 35A und 35B angeordneten Keilhebeln 37A und 37B gebracht.

Nach Beendigung der Linearbewegung der Schließklappe 3 wird nun die Rutschkupplung 34 aktiviert, so daß die
Verriegelungsbolzen 36 unter die Keilflächen der in einem Lagerungspunkt L oberhalb des Kochkammereinlasseε 1E εchwenkbar gelagerten Keilhebel 37A und 37B gepreßt werden. Auf diese Weise kann mit einer äußerst geringen Antriebsleistung ein sicheres Verschließen und festes Verspannen der Schließklappe 3 mit der Kochkammer 1 erfolgen.

In Figur 3 ist nun noch einmal der Verεchließvorgang εche-matisch dargestellt. Zur besseren Übersicht ist lediglich eine Schiene 35A in Seitenansicht oberhalb der Aufsicht des Schlittens 33 dargestellt. Es wird deutlich, daß die
Schließklappe 3 mittels Führungsstiften 38 in in den Schienen 35A und 35B vorgesehenen Langlöchern 39 geführt bewegt werden können. Die Schließklappe 3 ist in Figur 3 in ihrer Schließstellung dargestellt. Dort befindet sich der Füh- rungεεtift 38 am Anεchlag des Langloches 39, welches jedoch zur Kochkammer 1 hin eine wiederum langlochartige Ausnehmung 40 aufweist.

Die Funktionsweise der Rutschkupplung 34 ist mittels nicht näher bezeichneten von Schraubenfedern in Ausnehmungen ei- nes Bolzens gepreßten Kugeln angedeutet. Es ist klar, daß auch andere bekannte Arten von Rutschkupplungen verwendet werden können. Nachdem nun die Schließklappe 3 ihre Endstellung erreicht hat, die Bewegung des Schlittens 33 über den Motor 31 jedoch noch nicht endet, wird die Federkraft der Schraubfedern überwunden, so daß der Schlitten 33 mit den Verriegelungsbolzen 36 solange weiterbewegt wird, bis die Verriegelungsbolzen 36 in die strichpunktiert eingezeichnete Lage geraten.

Dadurch werden die Keilhebel 37A und 37B um den Lagerungspunkt L verschwenkt, so daß eine große Kraft auf die
Schließklappe 3 wirkt, welche mittels ihrer Führungsstifte 38 nunmehr in die Ausnehmung 40 bewegt werden. Dieεe Art des Verεchluεεes ist besonders zweckmäßig, da um die Einlaßöffnung angeordnete (nicht dargestellte) Dichtelemente niemals abgeschert oder ungleichmäßig belastet werden können. Vielmehr bewegt sich die Schließklappe 3 zunächst mit Abstand über die Öffnung der entεprechenden Kammer, so daß die Dichtelemente erst bei der dazu senkrechten Schließbewegung gleichmäßig belastet werden.

Figur 4 zeigt schematisch, daß im Auslaßbereich 1A der Kochkammer 1 und im Einlaßbereich der Entwässerungskammer 2 das Verschließen mittels der Schließklappe 17 und einem Kniehebelgetriebe erfolgt, welches nachfolgend näher beschrieben wird, zum Verriegeln der Schließklappe 17 dient ein Linearantrieb, welcher lediglich schematisch durch eine Kolben/Zylinder-Einheit dargestellt ist. Ein in einem La- ger L innerhalb der Entwässerungskammer 2 schwenkbar befestigter Kniehebel 42 weist an seinem dem Lager L abgewandten Ende eine Klemmrolle 43 auf. Die Verbindung von Kolben 41K und Kniehebel 42 erfolgt mittels eines in einer Kulisse 44 gelagerten Kulissensteins 45. Durch Betätigung des Kolbens wird der Kniehebel in die gestrichelte Position gebracht, wobei die Klemmrolle 43 die Schließklappe 17 in die Verεchlußpoεition bringt und der beim Kochvorgang ent- stehende und auf die Schließklappe 17 wirkende Druck durch das Lager L abgefangen wird, ohne daß der Antrieb Schaden nimmt.

In Figur 5 ist nun der zuvor beschriebene Kniehebelmechanismus zum Verschließen der Schließklappe 17 detailliert dargestellt. Es ist erkennbar, daß die Schließklappe 17 nicht nur einen Schließkeil K zum Zusammenwirken mit der Klemmrolle 43 aufweist, sondern zu ihrer Lagerung L hin mit einer Schulter 46 ausgestattet ist, welche bei der Rückziehbewegung des Kolbens 41K in Verbindung mit der Klemmrolle 43 dafür sorgt, daß die Schließklappe 17 zuverlässig zwangsgeöffnet wird. Die Bewegung von Schließklappe 17, Kniehebel 42 und Klemmrolle 43 ist dabei durch Pfeile ange-deutet, bis die Schließklappe 17 in der gestrichelten Poεi-tion verharrt.

Zu beiden Seiten des Kolbens 41K angeordnete Abdeckungen 47 (von denen nur die hintere dargestellt ist) sorgen dafür, daß der gesamte Kniehebel 42 mit Klemmrolle 43 und Kulissenführung 44, 45 im Inneren der Abdeckungen 47 liegen und von der Unterseite der Schließklappe 17 verdeckt sind, so daß eine Berührung mit den Teigwaren zuverlässig ausge-schlossen ist. Ferner ist dargestellt, daß die Klemmrolle 43 an einem Anschlag 48, welcher im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeiεpiel durch eine nicht näher bezeichnete Schraube gebildet wird, mit der die Öffnungsstellung der Schließklappe 17 einstellbar fixiert wird, um wiederum den Kolben 41K nicht zu belasten.

Es wurde bereits erwähnt, daß zum Erreichen einer optimalen Abdichtung entsprechende Dichtelemente und zur vorteilhaften Ausgestaltung O-Ringe 49 verwendet werden, welche in entsprechenden Nuten in den verschiedenen Kammeröffnungsbe- reichen einsitzen. Aus Figur 5 geht deutlich hervor, daß die O-Ringe 49 - wie bei den Schließklappen 3 und 4 - nur senkrecht zur O-Ring-Ebene belastet werden. Dies führt ei- I 0

nerseits zu einer langen Lebensdauer der O-Ringe und ermöglicht andererseits ein leichtes Austauschen bei geöffneten Schließklappen 3, 4 und 17.

Die Figuren 6 und 7 zeigen schließlich eine erfindungsgemäße Portioniervorrichtung 50 zum Portionieren einer vorgebbaren Menge langstieliger Teigwaren und Zuführen in die Kochkammer 1. Die Portioniervorrichtung 50 ist dabei in Figur 6 im Querschnitt dargestellt. Sie besteht im wesentli-chen aus zwei trichterförmigen Behältern 51A und 51B, welche in ihrem Bodenbereich eine höhenverstellbare Dosierplatte 52 aufweisen, wobei die Höhenverstellbarkeit bei-εpielεweiεe in einem Langloch 53 erfolgen kann. Die Pfeile und gestrichelten Darstellungen der Dosierplatten 52 erläu-tern deren Funktionsweise.

Die in den Behältern 51A und 51B horizontal gelagerten und nicht dargestellten Teigwaren werden zum Dosieren mittels linear beweglicher Trennplatten 54 jeweils in zwei Mengen geteilt, die eigentliche Portion und die weitere Vorratsmenge. Nach Herunterschwenken der Dosierplatten 52 rutschen die Teigwaren über Leitbleche 52 ' in eine im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeiεpiel einen U-förmi-gen Querschnitt aufweisende Übergabeschale 55. Zur Be- Schickung der Kochkammer 1 wird nun die Übergabeschale 55 um 90° hochgeschwenkt, wie strichpunktiert angedeutet ist, und die Teigwaren gelangen in die Kochkammer 1.

Dadurch wird erfindungsgemäß erreicht, daß die Portionier- Vorrichtung 50 unmittelbar oberhalb des Kochkammereinlasses 1E angeordnet sein kann. Auf diese Weise wird die gewünscht niedrige Bauhöhe abermals reduziert. Es versteht sich von selbst, daß auch eine Portioniervorrichtung mit einem einzigen Vorratsbehalter ausgestattet sein kann, neben dem die Schwenkbarkeit der Übergabeschale gewährleistet sein muß.

Aus Figur 6 geht deutlich hervor, daß die Behälter 51A und 51R nicht näher bezeichnete parallele Seitenwände aufweisen, welche mit wenigstenε einem solchen Abstand zueinander derart angeordnet sind, daß ein Freiraum F entsteht, wel-eher in seinen Abmessungen der Breite der Übergabeschale 55 entspricht, um deren Verschwenkbarkeit zu ermöglichen.

Schließlich geht aus Figur 7 hervor, daß in weiterer Ausgestaltung der Erfindung jede Trennplatte 54 eine ballige Form aufweist und daß die balligen Kanten der in die Vorratsbehalter 51A und 51B eingeschobenen Trennplatten 54 oberhalb von Vorsprüngen 56 ruhen, ohne die parallelen Behälterwandungen zu berühren. Verεuche haben ergeben, daß dieε eine äußerst wirksame, und vielleicht sogar die ein-zige Möglichkeit ist, insbesondere die Portionierung von Spaghetti oder Makkaroni vorzunehmen, ohne daß einzelne Teigwaren beschädigt werden.

Dabei ist die Balligkeit in Fig. 7 stark überhöht darge-stellt, zur ordnungsgemäßen Funktion reichen einige Millimeter "Versatz" aus. Dies ist besonders deshalb wichtig, weil die Teigwaren im unteren Bereich der Vorratsbehalter durch die von der Kochkammer 1 aufsteigende Wärme eine weichere Konsistenz erhalten. Ein Einquetschen oder gar Ab- scheren von Teigwaren, insbesondere Spaghetti, zwischen Behälterwand und Trennplatte 54 ist nicht möglich.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn zwischen den in den Vorratsbehältern 51A und 51B eingeschobenen Trennplatten 54 und den darunter angeordneten Vorsprüngen 56 ein Spalt _S vorhanden ist, der in etwa dem Durchmesser der verwendeten Teigwaren entspricht. Auf diese Weise können auch dort befindliche rohe Teigwaren nicht von einer Trennplatte 54 in

Mitleidenschaft gezogen werden.