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1. WO1994002256 - STREICHEINRICHTUNG MIT ZWISCHEN EINER AUFTRAGSWALZE UND EINER GEGENWALZE GEBILDETEM AUFTRAGSSPALT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Streicheinrichtung mit zwischen einer Auftragswalze
und einer Geqenwalze gebildetem Auftraqsspalt

Die Erfindung betrifft eine Streicheinrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine solche
Streicheinrichtung ist bekannt aus EP 403845. Hierbei wird oft auch die Auftragswalze als Schöpfwalze bezeichnet, weil sie die Streichmasse aus einem Reservoir sozusagen
herausschöpft und zur Gegenwalze im Bereich des
Auftragsspalt fördert, wo die Gegenwalze die zu
beschichtende Warenbahn, im allgemeinen Papier oder Karton, führt. Dabei findet in dem Auftragsspalt nur eine
Vordosierung statt, so daß später ein Rakelelement im allgemeinen noch an derselben Gegenwalze an der Warenbahn vorgesehen ist, um die endgültige Dosierung zu bewirken. Die Nachteile dieser Einrichtung werden besonders deutlich bei hohen Bahngeschwindigkeiten von etwa mehr als 800 m/min. , so da/3 in der genannten Schrift eine verbesserte Anordnung beschrieben ist, die auf die Auftragswalze verzichtet. Die hierbei entstehenden Probleme sind jedoch z.Zt. auch noch nicht vollständig gelöst.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung gemä/3 dem Oberbegriff des Patentanspruchs so auszubilden, da/3 auch hohe Bahngeschwindigkeiten von 1000 m/min. ,
insbesondere mehr als 1200 m/min. , möglich sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

Dabei wird die sich schnell bewegende, auf die Bahn
aufgetragene Beschichtungs asse zwischen dieser und der flexiblen Wand durch die Druckdifferenz auf eine bestimmte Dicke verringert bzw. eingeengt, und ferner wird durch den Coanda-Effekt bewirkt, da/3 diese Schicht an der Warenbahn trotz der wirkenden Fliehgeschwindigkeit auf der Bahn als gleichmäßiger Film verbleibt, der dann auch ebenso
gleichmäßig durch das nachgeschaltete Rakelelement die endgültige Schichtdicke abgerakelt werden kann.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figur der
Zeichnung erläutert, die die Einrichtung prinzipiell in einer Seitenansicht zeigt.

In der Figur ist mit 1 die Auftragswalze, mit 4 die
Gegenwalze und die Warenbahn mit C bezeichnet. Es ist eine Halterung 13 für das flexible Wandelement 2 hier im Bereich der Achse der Auftragswalze 1 gelagert. Dabei besteht zwischen der flexiblen Wand 2, der Auftragswalze 1 und der Gegenwalze 4 bzw. Warenbahn C ein Raum 8, aus welchem überschüssige Streichmasse wieder dem Reservoir 16 oder auch einem anderen Reservoir zuführbar ist. Für den
Anfahrvorgang ist eine Spritzdüse 5 vorgesehen, die vorzugsweise eine Flüssigkeit, die auch die Streichmasse sein kann, in den Raum 8 hineinspritzt.

Die Streichmasse gelangt also aus dem Reservoir 16, gefördert von dem Mantel der Auftragswalze 1 zum
Auftragsspalt 10 über den Raum 8 in den Spalt 7, der zwischen der flexiblen Wand 2 und der Gegenwalze 4 bzw.

Warenbahn C gebildet ist. Hier erfolgt eine Einengung der Streichmasse auf eine geringe Filmdicke bzw. geringerer Filmdicke als im Auftragsspalt 10, die auf der Warenbahn zunächst weiterläuft und zu dem endgültigen Dosierelement, welches hier eine Rakel in Form einer Streichklinge 6 ist, gelangt. Diese Streichklinge wird von einer Halterung 9 getragen, an welcher ein Ableitblech 12 befestigt ist, um abgerakelte Streichmasse in eine Wanne 15 zu leiten.

Spalt 7 ist mindestens etwa 50 mm lang und die
Enddosierstelle der Rakel 6 folgt spätestens nach 30 mm nach dem Ende von Spalt 7, so daß die Streichmasse nicht durch die Zentrifugalkraft vom Walzenmantel weggeschleudert wird.

Die flexible Wand 2 ist sehr biegsam, so daß durch den Differenzdruck, der zwischen der Außenseite der Wand -nämlich dem Atmosphärendruck - und dem Druck im an der Warenbahn von der flexiblen Wand gebildeten Kanal herrscht, letztere an die Warenbahn gedrückt wird und so die
Spaltweite dort einstellt. Eine Unterstützung dieser
Anlagekraft ist möglich durch von einem Düsensystem 3 hervorgerufenen, schleierartigen Düsenstrahl, was
insbesondere für das Anlegen der flexiblen Wand im
Anfahrzeitraum erforderlich ist. Dieser Schleierstrahl kann aus Luft oder auch einer anderen Flüssigkeit, wie z.B.
Wasser bestehen. Vorzugsweise wird jedoch Luft gewählt.

Die flexible Wand ist dabei so dünn bzw. so flexibel, z.B. eine Folie, daß sie bei einem Differenzdruck von 0,1 bar an ihren beiden Seiten mindestens eine Auslenkung von 3 mm an ihrem freien Ende erfährt. In den Figuren sind noch die einzelnen Bewegungsrichtungen der verschiedenen Bauteile und Streichmasse durch Pfeile gekennzeichnet.

Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird ein sehr gleichmäßiger Film von Streichmasse auf der Warenbahn vordosiert, welcher dann ebenso gleichmäßig durch die
Streichklinge fertigdosiert wird.

Das Material, aus dem die flexible Wand 2 hergestellt werden kann, kann sehr verschieden sein, wie z.B.
rostfreier Stahl, eventuell mit Antikorrosionsschicht versehen, Stahl mit einer aufgespritzten Keramikschicht auf der Seite, welche der Bahn zugewandt ist, eine
Kohlenstoff-Faser-Verbundfolie usw.