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1. EP3671535 - VERFAHREN ZUM ZUSAMMENSTELLEN EINER BAUTEILSAMMLUNG SOWIE ENTSPRECHENDE ANLAGE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]
Ansprüche

1. Verfahren zum Zusammenstellen einer Bauteilsammlung, insbesondere einer anwenderspezifischen Bauteilsammlung von bei der Montage in der Luft- und der Raumfahrt oder in der Automobilindustrie oder in anderen Industrien verwendeten Bauteilen (2), wobei eine Kollektion mehrerer Bauteile (2) in einer Verpackungseinheit oder in einem Tray (1) zusammengestellt wird, und wobei den einzelnen Bauteilen der Bauteilsammlung jeweils ein die Rückverfolgung des entsprechenden Bauteils (2) ermöglichender Identifikator zugeordnet ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei zum Zusammenstellen der Bauteilsammlung ein bereitgestellter Tray (1) mit Bauteilen (2) bestückt wird, und wobei den Bauteilen (2), mit denen das Tray (1) bestückt ist, jeweils ein die Rückverfolgung des entsprechenden Bauteils (2) ermöglichender Identifikator zugeordnet ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2,
wobei die Zuordnung des Identifikators erfolgt, nachdem das Tray (1) mit dem entsprechenden Bauteil (2) bestückt wurde.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Zuordnung des Identifikators erfolgt, bevor die Kollektion der mehreren Bauteile (2) in der Verpackungseinheit oder in dem Tray (1) zusammengestellt wird, und insbesondere während oder im Anschluss an die Fertigung des Bauteils (2).
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei zur Zuordnung des Identifikators eine Oberflächen-Mikrostruktur des entsprechenden Bauteils (2) als Unterscheidungsmerkmal verwendet wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5,
wobei auf Basis der für jedes Bauteil (2) individuellen Oberflächen-Mikrostruktur eine charakteristische Bitfolge generiert wird, welche dem Identifikator oder zumindest einen Teil des Identifikators bildet oder, welcher den Identifikator zugeordnet wird, und wobei vorzugsweise an einer vorab festgelegten oder festlegbaren definierten Bauteilposition die Oberflächen-Mikrostruktur hochauflösend aufgenommen wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei vor dem Zusammenstellen der Kollektion in der Verpackungseinheit oder in dem Tray (1) diese bzw. dieser vollständig geleert ist; oder wobei vor dem Zusammenstellen der Kollektion in der Verpackungseinheit oder in dem Tray (1) diese bzw. dieser noch teilweise Bauteile (2) einer früher zusammengestellten Kollektion aufweist, und wobei jedem Bauteil (2) der früheren Kollektion ein entsprechender Identifikator zugeordnet ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 7,
wobei zur Identifizierung eines Bauteils (2) einer früheren Kollektion an einer vorab festgelegten oder festlegbaren Bauteilposition eine Oberflächen-Mikrostruktur hochauflösend aufgenommen und auf Basis der aufgenommenen Oberflächen-Mikrostruktur eine charakteristische Bitfolge generiert wird, über welche der Identifikator des Bauteils (2) ermittelt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei jeder Identifikator eine unverwechselbare Bauteile-ID darstellt, und wobei jeder Bauteile-ID alle zur Rückverfolgung des entsprechenden Bauteils (2) notwendigen Informationen zugeordnet werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9,
wobei jeder Bauteile-ID weitere Informationen zugeordnet werden, insbesondere im Laufe der Bauteilfertigung oder nach Bauteilfertigung gewonnene Daten, insbesondere technische Spezifikationsdaten.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei zur Montage eines Bauteils (2) der in der Verpackungseinheit oder in dem Tray (1) zusammengestellten Kollektion, dieses der Verpackungseinheit bzw. dem Tray (1) entnommen wird, und wobei zur Rückverfolgung des der Verpackungseinheit bzw. dem Tray (1) entnommenen Bauteils (2) ein definierter Bereich des Bauteils (2) ausgewählt und hochauflösend aufgenommen wird, wobei aus der Bildaufnahme mit der spezifischen Oberflächen-Mikrostruktur und deren Position eine nummerische Kennung errechnet und einer Bauteile-ID zugeordnet wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei für jedes Bauteil (2) die errechnete Kennung und zugeordnete Bauteile-ID als Paarung in einer Datenbank hinterlegt wird, vorzugsweise zusammen mit weiteren Daten, insbesondere Mess- und/oder Herstellungsdaten.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
wobei zur Rückverfolgung des der Verpackungseinheit bzw. dem Tray (1) entnommenen Bauteils (2) ein Datenabgleich in einer Datenbank, in welcher für jedes Bauteil (2) die errechnete Kennung und zugeordnete Bauteile-ID als Paarung hinterlegt wurde, die Bauteile-ID und vorzugsweise weitere individuellen Merkmale des Bauteils (2) zurückliefert.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
wobei das Bauteil (2) ein Verbindungselement aus Metall ist, insbesondere Titan, Aluminium, Stahl, Nickel und/oder eine Legierung hiervon, welches in der Luft- und Raumfahrt und/oder Automobilindustrie genutzt wird.
  15. Anlage (100) zum Zusammenstellen einer Bauteilsammlung, insbesondere einer anwenderspezifischen Bauteilsammlung von bei der Montage in der Luft- und der Raumfahrt oder in der Automobilindustrie oder in anderen Industrien verwendeten Bauteilen (2), wobei die Anlage (100) eine Bauteilversorgungsstation (10) optional mit einem Bestückungsroboter (11) oder einem Handarbeitsplatz aufweist zum automatisierten oder manuellen Zusammenstellen einer Kollektion mehrerer Bauteile (2) in einer Verpackungseinheit oder in einem Tray (1), und wobei die Anlage (100) und ein System (20) zum eindeutigen Identifizieren, Authentifizieren und/oder Rückverfolgen der Bauteile (2) aufweist,
wobei das System (20) zum eindeutigen Identifizieren, Authentifizieren und/oder Rückverfolgen der Bauteile (2) eine Kamera (21) aufweist, welche ausgebildet ist, zur Rückverfolgung eines Bauteils (2) einen definierten Bereich des Bauteils (2) auszuwählen und hochauflösend aufzunehmen,
wobei das System (20) zum eindeutigen Identifizieren, Authentifizieren und/oder Rückverfolgen der Bauteile (2) ferner eine Auswerteeinrichtung aufweist, welche ausgebildet ist, aus der Bildaufnahme mit der spezifischen Oberflächen-Mikrostruktur des Bauteils (2) und deren Position eine nummerische Kennung zu errechnen und eine Bauteile-ID zuzuordnen, und wobei die Auswerteeinrichtung ferner ausgebildet ist, über einen Datenabgleich in einer Datenbank, in welcher für jedes Bauteil (2) die errechnete Kennung und zugeordnete Bauteile (2)-ID als Paarung hinterlegt wurde, die Bauteile-ID und vorzugsweise weitere individuelle Merkmale des Bauteils (2) zurückzuliefern.