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1. EP1604029 - VERFAHREN ZUR ERHÖHUNG DER RESISTENZ GEGEN STRESSFAKTOREN IN PFLANZEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.
Ansprüche

1. Verfahren zur Erzeugung oder Erhöhung der Resistenz gegen mindestens einen biotischen Streßfaktor in Pflanzen, wobei nachfolgende Arbeitsschritte umfasst sind

a) Erhöhung der Proteinmenge mindestens eines Bax Inhibitor-1 (BI1) Proteins in mindestens einem pflanzlichen Gewebe mit der Maßgabe, dass die Expression in der Blattepidermis im wesentlichen unverändert bleibt oder reduziert wird, und

b) Auswahl der Pflanzen, bei denen im Vergleich zur Ausgangspflanze eine Resistenz gegen mindestens einen biotischen Stressfaktor besteht oder erhöht ist;
und
wobei der Streßfaktor ein pflanzliches Pathogen ist.


  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Streßfaktor ein nekrotrophes oder hemibiotrophes Pathogen ist.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei das BI-1 Protein mindestens eine Sequenz umfaßt, die eine Homologie von mindestens 50% aufweist zu mindestens einem BI1-Konsensusmotiv ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

a) H (L/I) KXVY,

b) AXGA (Y/F) XH,

c) NIGG,

d) P (V/P) (Y/F) E (E/Q) (R/Q) KR,

e) (E/Q) G (A/S) S (V/I) GPL,

f) DP(S/G)(L/I)(I/L),

g) V (G/A) T (A/S) (L/I) AF (A/G) CF (S/T),

h) YL (Y/F) LGG,

i) L (L/V) SS (G/W) L (S/T) (I/M) L (L/M) W, und

j) DTGX(I/V) (I/V)E.


  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das BI1-Protein kodiert wird durch ein Polypeptid, das mindestens eine Sequenz umfaßt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:

a) den Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38, und

b) Sequenzen, die eine Identität von mindestens 50% zu einer der Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38 aufweisen,

c) Sequenzen die mindestens eine Teilsequenz von mindestens 10 zusammenhängenden Aminosäureresten einer der Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38 umfassen.


  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Erhöhung der Proteinmenge mindestens eines BI1-Proteins durch rekombinante Expression des besagten BI1-Proteins unter Kontrolle eines wurzel-, knollen- oder mesophyll-spezifischen Promotors realisiert wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend

(a) stabile Transformation einer pflanzlichen Zelle mit einer rekombinanten Expressionskassette enthaltend eine für ein BI-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz in funktioneller Verknüpfung mit einem gewebespezifischen Promotor, wobei der Promotor im wesentlichen keine Aktivität in der Blattepidermis aufweist und wobei der Promotor in Bezug auf die besagte das BI-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz heterolog ist,

(b) Regeneration der Pflanze aus der pflanzlichen Zelle, und

(c) Expression besagter für ein BI-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz in einer Menge und für eine Zeit hinreichend um eine Pathogenresistenz in besagter Pflanze zu erzeugen oder zu erhöhen.


  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Pflanze aus den monokotyledonen und dikotyledonen Pflanzen ausgewählt ist.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Pflanze ausgewählt ist aus der Gruppe der monokotyledonen Pflanzen bestehend aus Weizen, Hafer, Hirse, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Buchweizen, Sorghum, Triticale, Dinkel, Leinsamen oder Zuckerrohr.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Expression des Bax Inhibitor-1 (BI-1) im Mesophyll erhöht wird.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Pflanze einen mlo-resistenten Phänotyp aufweist, oder die Expression oder Funktion von MLO, RacB und/oder NaOx mindestens in der Epidermis inhibiert oder im Vergleich zu einer Kontrollpflanze reduziert ist und/oder die Expression oder Funktion von PEN2, SNAP34 und/oder PEN1 mindestens in der Epidermis erhöht wird im Vergleich zu einer Kontrollpflanze.