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1. DE000010150335 - Neue chirale Liganden und deren Übergangsmetallkomplexe sowie deren katalytische Anwendung

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche

  1. 1. Chirale Liganden der Formel I
    wobei in der Formel I
    R1 einen Wasserstoff-, Alkyl-, aromatischen oder heteroaromatischen Aryl-, O-Alkyl, NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, O-(Aryl), NH-(Aryl), N- (Alkyl)(Aryl)-Rest darstellen,
    R2 bis R9 unabhängig voneinander die Bedeutung von R1 besitzen, oder für einen Rest ausgewählt aus der Gruppe O-CO-Alkyl, O-CO-Aryl, F, Cl, Br, OH, NO2, Si(Alkyl)3, CF3, CN, CO2H, COH, SO3H, CONH2, CONH(Alkyl), CON(Alkyl)2, SO2(Alkyl), SO(Alkyl), SO(Aryl), SO2(Aryl), SO3(Alkyl), SO3(Aryl), S-Alkyl, S-Aryl, NH-CO(Alkyl), CO2(Alkyl), CONH2, CO(Alkyl), NHCOH, NHCO2(Alkyl), CO(Aryl), CO2(Aryl), CH=CH-CO2(Alkyl), CH=CH-CO2H, PO(Aryl)2, PO(Alkyl)2, PO3H, PO(O-Alkyl)2 stehen,
    wobei jeweils zwei oder mehr benachbarte Reste jeweils unabhängig voneinander auch miteinander verknüpft sein können, so dass ein kondensiertes Ringsystem vorliegt und
    wobei in R1 bis R9
    Alkyl für einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 12 C-Atomen und Alkenyl für einen ein- oder mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 4 C-Atomen steht, die jeweils linear oder verzweigt und die mit Cl, F, Alkyl-(C1-C12), O-Alkyl-(C1-C12), Phenyl, O-Phenyl, NH2, NH(Alkyl-(C1- C12)), N(Alkyl-(C1-C12))2 substituiert sein können und
    Aryl für einen 5 bis 10 gliedrigen aromatischen Rest steht, der mit Cl, F, Br, Alkyl-(C1-C12), O-Alkyl-(C1-C12), Phenyl, O-Phenyl, NH2, NH(Alkyl-(C1- C12)), N(Alkyl-(C1-C12))2, substituiert sein kann, wobei ein bis vier Kohlenstoffatome des aromatischen Rests auch durch Heteroatome aus der Gruppe Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel ersetzt sein können, so dass ein 5 bis 10 gliedriger heteroaromatischer Arylrest vorliegt.
  2. 2. Chirale Liganden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen Rest aus der Gruppe der Alkyl, Aryl oder Heteroaryl-Reste darstellt.
  3. 3. Chirale Liganden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen Rest aus der Gruppe der O-Alkyl oder O-(Aryl)-Reste darstellt.
  4. 4. Chirale Liganden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R1 einen Rest aus der Gruppe der NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl)- Reste darstellt.
  5. 5. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass R2 bis R9 unabhängig voneinander Reste ausgewählt aus der Gruppe O-CO-Alkyl, O-CO-Aryl, Br, CONH2, CONH(Alkyl), CON(Alkyl)2, SO(Alkyl), SO(Aryl), SO2(Alkyl), SO2(Aryl), SO3(Alkyl), SO3(Aryl), NH-CO(Alkyl), CO2(Alkyl), CONH2, CO(Alkyl), NHCOH, NHCO2(Alkyl), CO2(Aryl), PO(Alkyl)2, PO(O-Alkyl)2, Wasserstoff, Alkyl-, Aryl- oder Heteroaryl-, O-Alkyl, NH-Alkyl, N-(Alkyl)2, O-(Aryl), NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl), F, Cl, OH, CO2H, SO3H, CO(Alkyl), CO(Aryl), PO(Aryl)2, PO3H darstellen.
  6. 6. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in R1 bis R9 für ein oder mehrere dieser Reste Alkyl und Alkenyl für einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 4 C-Atomen steht, wobei die Alkenylgruppe eine Doppelbindung besitzt und Aryl für einen 5 bis 7 gliedrigen aromatischen Rest steht.
  7. 7. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass heteroaromatische Arylreste in R2 bis R9 ein oder zwei Stickstoffatome, ein Stickstoff- und ein Sauerstoffatom oder ein Schwefel oder ein Sauerstoffatom enthalten.
  8. 8. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr benachbarte Reste R2 bis R9 miteinander verknüpft vorliegen.
  9. 9. Chirale Liganden nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Reste R2 bis R9 derart miteinander verknüpft sind, dass ein 5 bis 7 gliedriger gesättigter oder ungesättigter cycloaliphatischer oder ein 6 gliedriger aromatischer Ring vorliegt.
  10. 10. Chirale Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass
    R1 einen Alkyl-, Aryl- oder Heteroarylrest, O-Alkyl, NH-Alkyl, N- (Alkyl)2, O-(Aryl), NH-(Aryl), N-(Alkyl)(Aryl) darstellt,
    R2 bis R9 unabhängig voneinander die Bedeutung von R1, oder Wasserstoff, F, Cl, OH, CO2H, SO3H, CO(Alkyl), CO(Aryl), PO(Aryl)2, PO3H besitzen, wobei jeweils zwei oder mehr benachbarte Reste jeweils unabhängig voneinander auch miteinander verknüpft sein können, so dass ein kondensiertes Ringsystem vorliegt
    wobei die Alkyl-, Alkenyl-, aromatischen oder heteroaromatischen Arylgruppen wie in Anspruch 1 definiert sind, wobei diese Gruppen die in Anspruch 1 genannten Substituenten tragen können.
  11. 11. Katalysatoren erhältlich durch Umsetzung eines Metallsalzes oder eines Metallvorkomplexes mit Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
  12. 12. Katalysatoren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator ein Metall aus der Gruppe Palladium, Platin, Rhodium, Ruthenium, Osmium, Iridium, Kobalt, Nickel oder Kupfer enthält.
  13. 13. Verfahren zur Herstellung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 wobei enantiomerenreine Dimethylverbindungen der Formel II
    mit Alkyllithiumverbindungen lithiiert werden und danach mit Aminophosphordichloriden, Alkyl- oder Arylphosphordichloriden umgesetzt werden.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass der Rest R1 nachträglich ausgetauscht wird, wobei ausgehend von einem 4-Aminophosphepin durch HCl/Et2N-Austausch in 4-Chlor-phosphepin überführt wird und anschließend durch Reaktion mit einem Amin oder einem Alkohol und einer Grignard-Reagenz ein neuer Rest R1 eingeführt wird.
  15. 15. Verwendung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder von Katalysatoren nach einem der Ansprüche 11 oder 12 für katalytisch asymmetrische Reaktionen.
  16. 16. Verwendung von chiralen Liganden und Katalysatoren nach Anspruch 15 für Hydrosilylierungen, Aminierungen, Allylsubstitutionen, Grignard-Kupplungen, Heck- und Suzuki-Reaktionen, Hydrocyanierungen, Hydrovinylierungen, Hydroformylierungen, Hydroacylierungen und Hydrocarboxylierungen.
  17. 17. Verwendung von chiralen Liganden und Katalysatoren nach Anspruch 15 für katalytisch asymmetrische Hydrierungen.
  18. 18. Verwendung von chiralen Liganden nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Herstellung von Katalysatoren.