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1. WO2017157734 - VERFAHREN ZUM ERZEUGEN VON DATEN FÜR DIE VALIDIERUNG VON ENTGLEISUNGSDETEKTIONSSYSTEMEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

PATENTANSPRÜCHE

1 . Verfahren (100) zum Erzeugen von Daten (1 18) für die Validierung (124) von Entgleisungsdetektionssystemen (122) von Schienenfahrzeugen,

gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:

Auswählen eines anhand von Messungen validierten Simulationsmodells (1 12) zur Simulation der Fahrt des Schienenfahrzeugs auf einem bestimmten Fahrweg, das ein Teilmodell (1 16) für den Kontakt zwischen Rad und Fahrweg enthält,

Ersetzen des Teilmodells (1 16) für den Kontakt zwischen Rad und Fahrweg durch ein Rad-Oberflächen-Kontaktmodell (1 10) für einen anderen Fahrweg,

Herstellen eines Versuchsträgers, der ein vereinfachtes Modell des Fahrzeugs bildet,

Durchführen von Versuchen (101 ) mit dem Versuchsträger, bei denen Fahrten (102) auf dem anderen Fahrweg durchgeführt werden,

Anpassen (1 1 1 ) der Parameter des Rad-Oberflächen-Kontaktmodells (1 10) anhand von bei den Versuchen (101 ) aufgenommenen Messdaten (104),

Erzeugen von Daten (1 18) für die Validierung (124) von Entgleisungsdetektionssystemen (122) durch das Durchführen von Simulationen mit dem Simulationsmodell (1 12).

2. Verfahren (100) nach Anspruch 1 ,

wobei das Teilmodell (1 16) für den Kontakt zwischen Rad und Fahrweg des ausgewählten validierten Simulationsmodells (1 12) durch ein Rad-Oberflächen-Kontaktmodell (1 10) ersetzt wird, welches verschiedenartige Materialien und Oberflächenstrukturen beschreibt.

3. Verfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2,

wobei das Teilmodell (1 16) für den Kontakt zwischen Rad und Fahrweg des ausgewählten validierten Simulationsmodells (1 12) einen Rad-Schiene-Kontakt für einen Schotteroberbau oder einen Rad-Schiene-Kontakt für eine feste Fahrbahn modelliert.

4. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei das Teilmodell (1 16) für den Kontakt zwischen Rad und Fahrweg durch ein Rad-Beton-Kontaktmodell oder ein Rad-Asphalt-Kontaktmodell ersetzt wird.

5. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Anpassung (1 1 1 ) der Parameter des Rad-Oberflächen-Kontaktmodells (1 10) anhand der bei den Versuchen (101 ) aufgenommenen Messdaten (104) mittels eines weiteren Simulationsmodells (106) erfolgt, das aus einem Mehrkörpersystem-Modell (108) des Versuchsträgers sowie dem Rad-Oberflächen-Kontaktmodell (1 10) für den anderen Fahrweg besteht.

6. Verfahren (100) nach Anspruch 5 ,

wobei das Mehrkörpersystem-Modell (108) des Versuchsträgers aus einer Masse, der Masse eines Einzelrades sowie einer Feder und einem Dämpfer, die zwischen der Masse und der Masse des Einzelrades angeordnet sind, gebildet wird.

7. Verfahren (100) nach Anspruch 6,

wobei im Mehrkörpersystem-Modell (108) des Versuchsträgers die Masse anhand der Masse des Wagenkastens und des Drehgestells des Schienenfahrzeugs, die Federkonstante anhand der Federkonstanten zwischen Wagenkasten und Drehgestell sowie zwischen Drehgestell und Rad und die Dämpferkonstante anhand der Dämpferkonstanten zwischen Wagenkasten und Drehgestell sowie zwischen Drehgestell und Rad bestimmt wird.

8. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,

wobei das Rad-Oberflächen-Kontaktmodell (1 10) nach der Anpassung (1 1 1 ) seiner Parameter mittels des weiteren Simulationsmodells (106) und der Messdaten (104) in das Simulationsmodell (1 12) zur Simulation der Fahrt des Schienenfahrzeugs auf dem Fahrweg integriert wird, um durch das Durchführen von Simulationen mit dem Simulationsmodell (1 12) die Daten (1 18) für die Validierung (124) von Entgleisungsdetektionssystemen (122) zu erzeugen.

9. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei der Versuchsträger ein System aus einer Masse, Feder und Dämpfer sowie einem Einzelrad ist und Masse, Federkonstante und Dämpferkonstante des Versuchsträgers so gewählt werden, dass der Versuchsträger für die durchgeführten Versuche (101 ) näherungsweise das gleiche Verhalten zeigt wie das Schienenfahrzeug bzw. ein Teilmodell (1 14) für das Schienenfahrzeug aus dem Simulationsmodell (1 12).

10. Verfahren (100) nach Anspruch 9,

wobei zum Herstellen des Versuchsträgers die Masse anhand der Masse des

Wagenkastens und des Drehgestell des Schienenfahrzeugs, die Federkonstante anhand der Federkonstanten zwischen Wagenkasten und Drehgestell sowie zwischen Drehgestell und Rad und die Dämpferkonstante anhand der Dämpferkonstanten zwischen Wagenkasten und Drehgestell sowie zwischen Drehgestell und Rad bestimmt werden und Feder und Dämpfer zwischen der Masse und der Masse des Einzelrades angeordnet werden.

1 1 . Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Versuche (101 ) auf einem Fahrweg durchgeführt werden, der mindestens zwei unterschiedliche Schwellenhöhen aufweist.

12. Verfahren zum Erkennen einer Entgleisung eines Schienenfahrzeugs auf einem vorbestimmten Fahrweg,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Entgleisung anhand von Daten erkannt wird, die gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 validiert worden sind.

13. Vorrichtung zum Erkennen einer Entgleisung eines Schienenfahrzeugs auf einem vorbestimmten Fahrweg,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorrichtung so gestaltet ist, dass sie ein Verfahren nach Anspruch 12 durchführen kann.