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1. WO2008025435 - VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR UMSCHALTUNG DER AUSLEUCHTCHARAKTERISTIK EINES SCHEINWERFERS FÜR LINKS- BZW. RECHTSVERKEHR

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verfahren und Vorrichtung zur Umschaltung der Ausleuchtcharakteristik eines Scheinwerfers für Links- bzw. Rechtsverkehr

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Umschaltung der Ausleuchtcharakteristik einer Scheinwerfereinrichtung für Links- bzw. Rechtsverkehr.

Aus der DE 196 37 053 C 2 sind ein Verfahren sowie eine darauf beruhende Vorrichtung bekannt zur automatischen Erkennung, ob in einer Verkehrssituation oder in einem Verkehrsumfeld Rechts- oder Linksverkehr vorherrscht. Das genannte Verfahren wird bei einem Fahrzeug im Rahmen einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung eingesetzt. Die vorherrschende Ausrichtung des Verkehrsflusses wird anhand von weiteren Fahrzeugen bestimmt, die dem genannten Fahrzeug entgegenkommen. Dazu wird eine Häufigkeitsverteilung in Abhängigkeit eines seitlichen, vorzugsweise richtungsbehafteten Abstandes gebildet, ein Schwerpunkt dieser Häufigkeitsverteilung bestimmt und überprüft, auf welcher Seite des geregelten Fahrzeuges dieser Schwerpunkt liegt.

Bei modernen Scheinwerfern für Kraftfahrzeuge, insbesondere bei Xenon-Scheinwerfern, ist es möglich, diese über einen Steuerbefehl zwischen Ausleuchtcharakteristiken für Rechtsoder Linksverkehr sowie einer symmetrischen Ausleuchtcharakteristik umzuschalten. Dabei besteht das Problem, dass diese Umschaltung möglicherweise durch eine Fehlbedienung des Fahrers durchgeführt wird, und dadurch andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Aus diesem Grunde ist die Umschaltung üblicherweise nur in der Werkstatt durchzuführen. Jedoch darf die Ausleuchtcharakteristik nicht auf den anderen Verkehrsraum umgestellt werden, bevor dieser erreicht ist, um keine anderen Verkehrsteilnehmer zu blenden. Aus diesem Grund wird gegenwärtig die Ausleuchtcharakteristik bei dem Werkstattbesuch auf eine Neutralstellung gebracht, in der weder bei Rechts-noch bei Linksverkehr andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Nachteilig ist dabei die schlechtere Straßenausleuch-tung. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass weiterführende, automatische Lichtfunktionen, bei denen für das Abblendlicht fahrsituationsabhängig verschiedene Leuchtweiten gewählt werden, nicht verwendet werden können, denn diese Leuchtweiteneinstellungen könnten gegebenenfalls zu Blendungen führen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mittels derer eine Ausleuchtcharakteristik einstellbar ist, die eine Blendung anderer Verkehrsteilnehmer weitgehend vermeidet.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und durch eine Vorrichtung mit den in Anspruch 7 angegebenen Merkmalen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung sieht ein Verfahren und eine Vorrichtung vor, mittels derer ermittelt wird, ob sich ein Fahrzeug in einem Verkehrsraum mit Rechts- oder Linksverkehr befindet, und mittels derer in Abhängigkeit von dem ermittelten Verkehrsraum die Einstellung einer Scheinwerfereinrichtung des Fahrzeuges automatisch zwischen Ausleuchtcharakteristiken für Rechts- oder Linksverkehr umschaltbar ist. Die Erkennung eines
Rechts- oder Linksverkehrsraumes basiert beispielsweise auf einer Erfassung und statistischen Analyse des Gegenverkehrs, mittels derer erkennbar ist, an welcher Seite des Fahrzeuges entgegenkommende Verkehrsteilnehmer vorbeifahren. Durch die automatische Umschaltbarkeit der Ausleuchtcharakteristik ist insbesondere vor, wahrend oder nach einer Fahrt von einem Land mit Rechtsverkehr in ein Land mit Linksverkehr kein Werkstattbesuch zur Umschaltung der Ausleuchtcharakteristik notig.

Ferner ist erfindungsgemaß eine Erweiterung des oben genannten Verfahrens vorgesehen, wobei im Falle eines erkannten Rechtsverkehrs zusatzlich ermittelt wird, ob sich auf einer benachbarten Fahrspur oder Fahrbahn rechts von dem Fahrzeug fahrende Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kraftfahrzeuge und/oder Fahrrader, befinden. Werden solche Verkehrsteilnehmer erkannt, wird die Scheinwerfereinstellung auf eine Neutralstellung geschaltet. Entsprechend wird bei Linksverkehr verfahren. Dadurch wird bei Rechtsverkehr verhindert, dass durch eine Ausleuchtcharakteristik für Rechtsverkehr Verkehrsteilnehmer geblendet werden, die sich beispielsweise bei einer Fahrt auf einer mehrspurigen Fahrbahn auf einer Fahrspur rechts von dem eigenen Fahrzeug, oder die sich auf einem benachbarten Fahrweg, z. B. einem Radfahrweg oder einer benachbarten Fahrbahn, rechts von der Straße befinden. Entsprechendes gilt für Linksverkehr.

Des Weiteren sieht die Erfindung vor, dass die Ausfuhrung des erfindungsgemaßen Verfahrens durch Starten der Zündung des Fahrzeuges aktivierbar ist. Dies hat den Vorteil, dass bei jedem neuem Zundungslauf automatisch eine Prüfung des Verkehrsraumes auf Rechts- oder Linksverkehr durchfuhrbar ist und insbesondere eine fehlerhafte Einstellung der Ausleuchtcharakteristik: erkannt und korrigiert werden kann. Ferner ist vorgesehen, nach einem Start des Fahrzeuges die Scheinwerfereinrichtung zunächst auf eine neutrale oder auf eine der vorangegangenen, d.h. der letzten verwendeten, Scheinwerfereinstellung entsprechende Ausleuchtcharakteristik einzustellen. Dies hat den Vorteil, dass bei Fahrtantritt nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 schematisch eine Ausleuchtcharakteristik für
Rechtsverkehr,

Fig. 2 ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Verkehrsanalyse und Umschaltung einer Scheinwerfereinrichtung, und

Fig. 3 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Verkehrsanalyse und Erzeugung eines Steuersignals zur Umschaltung eines Scheinwerfersystems.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Figur 1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf ein Fahrzeug 1, das sich in Pfeilrichtung mit einer Geschwindigkeit vi bewegt, und eine Ausleuchtcharakteristik 2 für einen Verkehrsraum mit Rechtsverkehr. Diese Ausleuchtcharakteristik 2 sieht vor, den Bereich rechts vor dem Fahrzeug 1 stärker auszuleuchten als den Bereich links vor dem Fahrzeug 1, so dass ein entgegenkommender Verkehrsteilnehmer 3 nicht geblendet wird. Eine Ausleuchtcharakteristik 2 für einen Verkehrsraum mit Linksverkehr sieht entsprechend eine stärkere Ausleuchtung des Bereiches links als des Bereiches rechts vor dem Fahrzeug 1 vor.

Figur 2 zeigt ein Blockdiagramm einer Vorrichtung zur Verkehrsanalyse und Umschaltung einer Scheinwerfereinrichtung eines Fahrzeuges 1. Die Vorrichtung umfasst ein Sensorsystem 4, mittels dessen ermittelbar ist, an welcher Seite des Fahrzeuges 1 ein diesem entgegenkommender Verkehrsteilnehmer 3 vorbeifährt. Ein geeignetes Sensorsystem 4 ist beispielsweise ein Kamera-, Radar- oder Lidarsystem, mittels dessen die Geschwindigkeitsrichtung eines Verkehrsteilnehmers 3, der sich vor dem Fahrzeug 1 befindet, sowie ein Abstand des Verkehrsteilnehmers 3 zum Fahrzeug 1 und ein Winkel, unter dem der Verkehrsteilnehmer 3 relativ zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges 1 von diesem aus gesehen wird, ermittelbar sind. Insbesondere kann das Sensorsystem 4 Sensoren eines Systems zur automatischen Fernlichtumschaltung und/oder einer Leuchtweitenregelung umfassen, sofern das Fahrzeug 1 ein derartiges System aufweist, wobei anhand der Sensoren die aktuelle Einstellung des Fernlichts und/oder des Abblendlichts sowie die aktuell eingestellte Leuchtweite bestimmt werden .

Die Signale des Sensorsystems 4 werden an eine Auswertungseinheit 5 übertragen und von dieser mittels eines nachfolgend näher beschriebenen Verfahrens ausgewertet. Das Sensorsystem 4 und die Auswertungseinheit 5 sind beispielsweise durch Starten einer Zündung 6 und/oder manuell durch den Fahrer des Fahrzeuges 1 aktivierbar. Sofern das Fahrzeug 1 ein Navigationsgerät 7 aufweist, sind ferner optional Signale des Navigationsgerätes 7 an die Auswertungseinheit 5 sendbar. Die Auswertungseinheit 5 erzeugt ein Steuersignal für eine Scheinwerfereinrichtung 8 des Fahrzeuges 1, das zur Umschaltung der Scheinwerfereinrichtung 8 zwischen verschiedenen Ausleuchtcharakteristiken 2 verwendbar ist.

Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Verkehrsanalyse und Erzeugung des Steuersignals zur Umschaltung der Scheinwerfereinrichtung 8. In dem Verfahren wird in einem ersten Schritt Sl ermittelt, ob sich das Fahrzeug 1 in einem Verkehrsraum mit Rechts- oder Linksverkehr befindet. Dazu werden bevorzugt Signale des Sensorsystems 4 ausgewertet, um festzustellen, an welcher Seite des Fahrzeuges 1 entgegenkommende Verkehrsteilnehmer 3 vorbeifahren. Beispielsweise wird aus Signalen eines oder mehrerer Geschwindigkeitssensoren ermittelt, ob ein sich vor dem Fahrzeug 1 befindender Verkehrsteilnehmer 3 dem Fahrzeug 1 entgegenkommt, und aus Signalen eines oder mehrerer winkelauflösender Abstandssensoren für einen als entgegenkommend eingestuften Verkehrsteilnehmer 3 ermittelt, an welcher Seite dieser an dem Fahrzeug 1 vorbeifährt oder sich vorbeibewegt. Um Einflüsse von Messfehlern und Störeffekten zu begrenzen, wird über die Ergebnisse einer derartigen Analyse des Gegenverkehrs bevorzugt eine Statistik geführt und erst dann auf Rechts- oder Linksverkehr geschlossen, wenn eine ausreichende statistische Signifikanz erreicht wird, die beispielsweise durch Schwellwerte für die Gesamtanzahl und für das Verhältnis der als rechts und links am Fahrzeug 1 vorbeifahrend eingestuften Verkehrsteilnehmer 3 vorgebbar ist. Diese Schwellwerte sind beispielsweise derart vorgebbar, dass ein geringerer Schwellwert notwendig ist, um die zuletzt verwendete Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechts- oder Linksverkehr erneut zu wählen, als für eine Umschaltung auf die jeweils andere Ausleuchtcharakteristik 2.

Ergänzend oder alternativ zu einer derartigen Analyse des Gegenverkehrs sind Signale des Navigationsgerätes 7 auswertbar, um festzustellen, ob sich das Fahrzeug 1 in einem Land mit Rechts- oder Linksverkehr befindet.

In einem zweiten Schritt S2 wird gemäß Figur 3 im Falle eines im ersten Schritt Sl erkannten Verkehrsraumes mit Rechtsverkehr ermittelt, ob sich innerhalb eines vorgebbaren Bereiches in Fahrtrichtung rechts von dem Fahrzeug 1 fahrende Verkehrsteilnehmer 3 befinden. Dies wird beispielsweise ebenfalls durch eine statistische Auswertung von Signalen von Geschwindigkeits- und winkelauflösenden Abstandssensoren des Sensorsystems 4 ermittelt. Entsprechend wird in dem zweiten Schritt S2 im Falle eines im ersten Schritt Sl erkannten Verkehrsraumes mit Linksverkehr ermittelt, ob sich innerhalb eines vorgebbaren Bereiches in Fahrtrichtung links von dem Fahrzeug 1 fahrende Verkehrsteilnehmer 3 befinden.

In einem dritten Schritt S3 wird ein Steuersignal zur Umschaltung der Scheinwerfereinrichtung 8 in Abhängigkeit von den Ergebnissen der ersten beiden Schritte Sl und S2 erzeugt. Dies ist ein Steuersignal zur Umschaltung auf die Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechtsverkehr, falls im ersten
Schritt Sl ein Verkehrsraum mit Rechtsverkehr und im zweiten Schritt S2 keine innerhalb des vorgebbaren Bereiches rechts von dem Fahrzeug 1 fahrenden Verkehrsteilnehmer 3 festgestellt wurden. Entsprechend wird ein Steuersignal zur Umschaltung auf die Ausleuchtcharakteristik 2 für Linksverkehr erzeugt, falls im ersten Schritt Sl ein Verkehrsraum mit Linksverkehr und im zweiten Schritt S2 keine innerhalb des vorgebbaren Bereiches links von dem Fahrzeug 1 fahrenden Verkehrsteilnehmer 3 festgestellt wurden. In allen anderen Fällen wird im dritten Schritt S3 ein Steuersignal zur Umschal-tung auf eine Neutralstellung der Scheinwerfereinrichtung 8 mit einer symmetrischen Ausleuchtcharakteristik 2 erzeugt. In der Neutralstellung der Scheinwerfereinrichtung 8 werden die Bereiche rechts und links vor dem Fahrzeug 1 gleich ausgeleuchtet, so dass andere Verkehrsteilnehmer weder bei Links-noch bei Rechtsverkehr geblendet werden. Insbesondere wird ein Steuersignal zur Umschaltung auf die Neutralstellung der Scheinwerfereinrichtung 8 erzeugt, falls im ersten Schritt Sl nicht eindeutig festgestellt wird, ob sich das Fahrzeug in einem Verkehrsraum mit Rechts- oder Linksverkehr befindet.

Bevorzugt wird das beschriebene Verfahren zur Umschaltung der Ausleuchtcharakteristik 2 durch Starten der Zündung des Fahrzeuges 1 aktiviert, wobei die Ausleuchtcharakteristik 2 nach jedem Zündvorgang zunächst auf die Neutralstellung eingestellt wird. Alternativ wird die zuletzt verwendete Ausleuchtcharakteristik 2 gespeichert, und nach dem Zündvorgang wird die zuletzt verwendete Ausleuchtcharakteristik 2 eingestellt oder eine ihr angepasste Neutralstellung, deren Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechts- oder Linksverkehr eine geringere Asymmetrie als die übliche Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechts- oder Linksverkehr aufweist.

Zudem kann das erfindungsgemäße Verfahren derart erweitert werden, dass die eingestellte Ausleuchtcharakteristik, also die entsprechende Scheinwerfereinstellungen, auf eine symmetrische Lichtverteilung geschalten wird, während die Blendung eines entgegenkommenden Fahrzeugs detektiert wird.

Vorteilhafterweise kann das Verfahren vom jederzeit vom Fahrer und/oder in der Werkstatt aktiviert werden. Hierbei ist dann auch ein Überstimmen, also ein manuelles Setzen, des von der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgeschlagenen Zustandes möglich.

Zusätzlich kann die Vorrichtung über eine Anzeige im Fahrzeug, beispielsweise im Kombi-Display des Fahreres, verfügen. Es kann angezeigt werden, ob die Steuerungseinheit aktiviert ist, welche Detektion erfolgt ist, welche Lichtcharakteristik aktuell gewählt ist, ob eine Funktionsstörung vorliegt usw.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wechselt bei Funktionsstörungen und/oder bei Zwischenzuständen in denen noch keine eindeutige Aussage vom System getroffen werden kann, automatisch auf die symmetrische Lichtverteilung, um unnötiges Blenden anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.

Vorzugsweise betreibt die erfindungsgemäße Vorrichtung, sofern kein Umfeldverkehr geblendet wird, den linken Scheinwerfer im Linksverkehrbetrieb und den rechten Scheinwerfer im Rechtsverkehrbetrieb, um eine erhöhte Seitenausleuchtung zu erzielen .

Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens sieht im Einzelnen wie folgt aus :

Eine Funktion Lichtumschaltung zwischen Rechts- und
Linksverkehr für die Scheinwerfereinrichtung 8 wird vom Fahrer oder in der Werkstatt aktiviert.
o Das Fahrzeug 1 fährt daraufhin bei jedem Zündungslauf zunächst in der Neutralstellung der Scheinwer- fereinrichtung 8. In dieser Einstellung kann eine
Funktion „automatisches Fernlicht" aktiviert sein, eine fahrsituationsabhangige Leuchtweiteneinstellung im Abblendlicht ist deaktiviert.
o Nach einer sicheren Detektion, ob sich das Fahrzeug 1 in einem Verkehrsraum mit Rechts- oder
Linksverkehr befindet, wird die Scheinwerfereinrichtung 8 auf die entsprechende Ausleuchtcharakteristik 2 umgeschaltet.
o Nach Einstellung einer Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechts- oder Linksverkehr sind auch die fahrsituationsabhangige Leuchtweiteneinstellung und die
Funktion „automatisches Fernlicht" wieder aktiv. o Bei einer Scheinwerfereinrichtung 8, bei der die
Umschaltung zwischen den Ausleuchtcharakteristiken 2 für Rechts- und Linksverkehr über die Fernlichtstellung erfolgt,
wird die jeweils letzte Einstellung der
Scheinwerfereinrichtung 8 bzgl. Rechts- oder
Linksverkehr gespeichert und beim nächsten
Zundungslauf eine dieser letzten Einstellung
entsprechende Neutralstellung der Scheinwerfereinrichtung 8 eingestellt,
wird die Umschaltung erst durchgeführt, wenn
• das Fahrzeug steht
und/oder
• keine weiteren Verkehrsteilnehmer vorhanden sind.

Wenn das Fahrzeug 1 aus einem Verkehrsraum mit Rechtsverkehr in einen Verkehrsraum mit Linksverkehr oder umgekehrt fahrt oder transportiert wird, oder/und wenn der Fahrer vergisst, die Scheinwerfereinrichtung 8 dem Verkehrsraum entsprechend umzuschalten, werden folgende Schritte durchgeführt:
o Wenn mittels des beschriebenen Verfahrens sicher festgestellt wird, dass die aktuelle Einstellung der Scheinwerfereinrichtung 8 bzgl. Rechts- oder
Linksverkehr falsch ist, wird die Scheinwerfereinrichtung 8 in die Neutralstellung gebracht, o Danach wird das oben beschriebene Verfahren zur A- nalyse der Verkehrssituation und Erzeugung eines
Steuersignals zur Umschaltung der Scheinwerfereinrichtung 8 ausgeführt und die Scheinwerfereinrichtung 8 wird entsprechend dem erzeugten Steuersignal auf die Ausleuchtcharakteristik 2 für Rechts- oder Linksverkehr umgeschaltet eingestellt oder dem Fahrer wird über eine Anzeigevorrichtung eine entsprechende Umschaltung vorgeschlagen.