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1. WO2010031617 - VORRICHTUNG ZUM TRENNEN FERROMAGNETISCHER PARTIKEL AUS EINER SUSPENSION

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Vorrichtung zum Trennen ferromagnetischer Partikel aus einer Suspension

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen ferromag-netischer Partikel aus einer Suspension umfassend einen rohr-förmigen Reaktor und mehrere außerhalb dieses Reaktors angeordnete Magnete.

Zur Gewinnung ferromagnetischer Bestandteile aus einem Ausgangsmaterial ist es bekannt, eine magnetische Separation einzusetzen. Hierzu wird ein oder werden mehrere Magnete vorgesehen, die ein Magnetfeld erzeugen, das in Wechselwirkung zu den in dem Ausgangsmaterial enthaltenen ferromagnetischen Partikeln tritt und diese anzieht, worüber grundsätzlich die Trennung möglich ist. Ein Beispiel für den Einsatz einer solchen magnetischen Separation ist die Rückgewinnung ferromag-netischer Fe3θ4-Partikel aus einer Suspension, wie sie bei-spielsweise im Rahmen der Gewinnung von Cu2S-Partikeln aus gemahlenem Erz anfällt. Hierbei wird als Grundstoff das Erz zunächst fein gemahlen, es enthält neben wesentlichen anderen Bestandteilen (Sand etc.) auch in geringem Maße CU2S. Um dieses nichtmagnetische Material abzuscheiden, wird das gemahle-ne Erzpulver mit einer Trägerflüssigkeit zu einer Suspension verarbeitet, wobei dieser Suspension Fe3θ4 (Magnetit) zugegeben wird, zusammen mit einem oder mehreren chemischen Mitteln, die für eine Hydrophobierung durch organische Molekülketten, die sich sowohl an den Cu2S-Teilchen als auch an den Fe3θ4-Teilchen anlagern, sorgen. Über diese organischen Molekülketten kommt es nun zu einer Agglomerisierung, bei der sich Fe3θ4-Teilchen an ein oder mehrere Cu2S-Teilchen lagern, diese also quasi umhüllen. Über eine magnetische Separation ist es nun möglich, diese größeren, mehrteiligen Agglomerate abzusondern.

Im Nachfolgenden werden alle für diesen Zweck geeigneten mag-netisierbaren Stoffe stellvertretend mit „Fe3θ4" bezeichnet, womit auch alle anderen, chemisch ausreichend inerten Ferri-te, Oxide und metallischen Verbindungen und Legierungen gemeint sind. Dementsprechend steht die Bezeichnung „CU2S" stellvertretend für alle im Bergbau gewonnenen Werterze und umfasst somit auch reine Edelmetalle und deren Verbindungen sowie alle sulfidischen, oxidischen und sonstigen Metallverbindungen .

An diesen Trennprozess schließt sich im Fortgang ein weiterer möglicher magnetischer Separationsprozess an, nachdem es im Folgenden erforderlich ist, diese ausgebildeten Agglomerate, die lediglich dazu gebildet wurden, überhaupt eine magnetische Trennung des unmagnetischen CU2S zu erwirken, aufzutrennen, da einerseits das Fe3θ4 rückzugewinnen ist, andererseits Ziel der Verarbeitung die Abscheidung des CU2S ist. Hierzu werden über verschiedene Techniken die organischen Verbindungen innerhalb der Agglomerate, über die die Cu2S-Teilchen und die Fe3θ4-Teilchen miteinander verbunden sind, aufgebrochen, so dass in der Suspension die separaten, gelösten Teilchen vorliegen, aus denen nachfolgend wiederum über eine magnetische Trennvorrichtung die Fe3θ4-Teilchen abgetrennt und nachfolgend wieder verwendet werden können, während die nichtmagnetischen Cu2S-Teilchen in der Suspension verbleiben und aus dieser nachfolgend abgeschieden werden können.

Bisher ist es üblich, zur Trennung einen rohrförmigen Reaktor zu verwenden, durch den das magnetisch zu behandelnde Material strömt. An der Reaktoraußenwand sind lokal feststehend ein oder mehrere Magnete angeordnet, die das enthaltende ferro-magnetische Material anziehen, das Material wandert an die

Reaktorwand und wird vom benachbarten Magneten gehalten. Dies ermöglicht zwar eine wirksame Separation, lässt jedoch nur einen diskontinuierlichen Trennvorgang zu, nachdem nach Anlagerung einer hinreichenden Agglomeratmenge die Suspension dem Reaktor entnommen werden muss und die ferromagnetischen Agglomerate, die bis dahin an der Wand über die Magneten fixiert waren, erst gewonnen werden können. Sodann kann ein neuer Abscheidezyklus begonnen werden.

Der Erfindung liegt damit das Problem zugrunde, eine Vorrichtung für eine kontinuierliche Trennung ferromagnetischer Ag-glomerate und/oder Partikel, also magnetischen Materials, insbesondere aus einem Produkt einer magnetischen Erztrennung oder Wasserreinigung oder dergleichen, wo auch immer die Suspension herstammt, anzugeben.

Zur Lösung dieses Problems ist in einer Vorrichtung der ein-gangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Magnete mittels einer umlaufenden Fördereinrichtung entlang zumindest eines Teils der Länge des Reaktors bis nahe eines Partikelabzugs bewegbar sind. Im Nachfolgenden wird der Begriff Partikelabzug auch synonym für den Abzugsbereich magne-tisierbarer Agglomerate verwendet.

Die Erfindung schlägt eine bewegliche Anordnung der benachbart zur Reaktoraußenseite vorgesehenen Magnete vor. Die Magnete werden über eine umlaufende Fördereinrichtung entlang der Reaktoraußenwand bewegt, wobei die Bewegungsstrecke sich zumindest über einen Teil der Reaktorlänge erstreckt, gegebenenfalls auch über nahezu die gesamte Reaktorlänge. In jedem Fall erstreckt sich diese Magnetbewegungsstrecke bis in den Bereich eines Partikelabzugs am Reaktor. Die wandernden Mag-nete erzeugen ein wanderndes Magnetfeld, das sich entlang der Reaktorlängsachse bewegt. Hierüber ist es möglich, das sich über die Reaktorlänge aufkonzentrierende ferromagnetische Material aktiv entlang des Reaktors zum Partikelabzug zu fördern. Im Bereich des Partikelabzugs endet die Magnetförder-strecke, das heißt, über die umlaufende Fördereinrichtung werden dort die Magnete aus ihrer Nachbarschaft zum Reaktor entfernt, so dass sich dort das vom jeweiligen Magneten erzeugte Magnetfeld soweit abschwächt, dass die zuvor hierüber fixierten ferromagnetischen Partikel freigegeben und über den Partikelabzug abgezogen werden können, wobei dieser Abzug üblicherweise über die Strömung des Trägerfluids der Suspension erfolgt, das heißt, die Partikel werden quasi weggespült, sind jedoch von den sonstigen Bestandteilen, die in der verbleibenden Suspension enthalten sind, getrennt. Alternativ kann durch zusätzliche Pumpen am Partikelabzug der Spülstrom gesteuert, insbesondere auch erhöht werden.

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Bewegung der Magnete und damit die daraus resultierende Erzeugung eines längs der Reaktorlängsachse bewegten wandernden Magnetfelds lässt mit besonderem Vorteil eine kontinuierliche Beschickung zu. Denn es ist über dieses Wanderfeld möglich, zum einen über die Reak-torlänge die Separation der ferromagnetischen Agglomerate vorzunehmen, zum anderen ist ein aktiver Transport der ferro-magnetischen Agglomerate bis zum Partikelabzug möglich, anders als bei bisher bekannten Techniken, wo die ferromagnetischen Agglomerate und/oder Partikel lokal an der Wand haften und nicht aktiv bis zum Partikelabzug transportiert werden können. Infolgedessen ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine kontinuierliche Nachführung der Suspension möglich, da der Trennvorgang nicht wie im Stand der Technik zum Abziehen der ferromagnetischen Partikel unterbrochen werden muss.

Die Fördereinrichtung ist zweckmäßigerweise ein Transportband oder eine Transportkette, an dem oder der die Magnete über geeignete Aufnahmen oder Halterungen befestigt sind. Das Transportband oder die Transportkette läuft um 360° um, so dass eine kontinuierliche Magnetbewegung gewährleistet ist.

Wenngleich es grundsätzlich möglich ist, die Magnete parallel zur Reaktorlängsachse zu fördern, also parallel bzw. im gleichen Abstand benachbart zur Rohraußenseite zu bewegen, ist es auch denkbar, die Magnete zumindest im Einlaufabschnitt, wo sie also über die Fördereinrichtung erstmals zum Reaktor hin gefördert werden, längs einer schräg zur Reaktorlängsachse verlaufenden Bahn unter zunehmender Annäherung an den Reaktor in Förderlängsrichtung zu bewegen. Das heißt, dass letztlich die Magnetbewegungsbahn schräg zur Reaktorlängsachse respektive Reaktoraußenseite verläuft und sich über die Förderlänge die Magnete immer näher zur Reaktorwand hin oder weiter davon weg bewegen. Das heißt, dass der Magnetabstand zum Reaktor über die Förderstrecke variiert. Dies ist dann vorteilhaft, wenn beabsichtigt ist, das zu separierende ferromagnetische Material, also beispielsweise Fe3θ4-Teilchen, zunächst nahe an die Wand zu bringen, was über die infolge des großen Ab-Stands etwas schwächeren Felder im Einlaufbereich möglich ist, und man erst danach den eigentlichen Transport unmittelbar entlang der Wand vornehmen möchte, um ein mögliches Festsetzen des Materials an der Reaktorwand („anbacken") zu vermeiden .

Für eine möglichst großflächige Felderzeugung, um also über eine möglichst große Fläche das ferromagnetische Material an die Reaktorwand zu ziehen, ist es zweckmäßig, wenn die Magnete eine der Außenkontur des Reaktors angepasste Formgebung an der zum Reaktor weisenden Seite aufweisen. Die Magnetfläche ist also entsprechend der Form eines zylindrischen Rohrs gebogen, so dass eine möglichst große felderzeugende Fläche, die nahezu überall gleich zur Reaktorwand beabstandet ist, gegeben ist. Grundsätzlich ist es denkbar, die Magnete so groß zu machen, dass sie quasi eine Halbkreisform aufweisen, sie also beispielsweise als halbkreisförmige segmentpolarisierte Magnete auszugestalten. Bei Rohren mit rechteckförmi-gem Querschnitt können besonders einfach herzustellende quaderförmige Magneten eingesetzt werden.

Wenngleich grundsätzlich die Möglichkeit besteht, nur eine Reihe von Magneten vorzusehen, mithin also nur eine Fördereinrichtung mit mehreren Magneten, ist es selbstverständlich denkbar, zwei oder mehr Reihen aus vorzugsweise einander ge-genüberliegenden und über separate Fördereinrichtungen bewegbaren Magneten vorzusehen. Beispielsweise können zwei Fördereinrichtungen verwendet werden, die um 180° versetzt zueinander sind. Die Polung der jeweiligen Magnete der Fördereinrichtungen ist so zu wählen, dass sich eine optimale Feldaus-bildung im Reaktorinneren ergibt, die es ermöglicht, möglichst intensiv und wirkungsvoll auf die ferromagnetischen Partikel einwirken zu können, um diese an die Reaktorwand zu ziehen. Dabei ist es selbstverständlich auch denkbar, bei- spielsweise vier solche Fördereinrichtungen vorzusehen, die dann um jeweils 90° versetzt sind. Die Magnete können grundsätzlich entsprechend der Reaktoraußenform ausgeformt sein, so dass sich letztlich die jeweils in einer Ebene liegenden Magnete der mehreren Fördereinrichtungen quasi ringförmig zu vertikal bewegten, aus den Einzelmagneten gebildeten „Magnetringen" ergänzen. Um dies zu ermöglichen ist vorteilhafterweise eine gemeinsame Steuerungseinrichtung zum Steuern des Förderbetriebs der mehreren Fördereinrichtungen derart vorge-sehen, dass die in einer gemeinsamen Ebene liegenden Magnete der mehreren Fördereinrichtungen unter Beibehaltung ihrer Anordnung relativ zueinander, also unter Beibehaltung der Ebene und damit der „Ringform", gemeinsam bewegt werden.

Zweckmäßigerweise sind jedoch bevorzugt zwei aneinander gegenüberliegende Reihen von Magneten vorgesehen, die jeweils eine halbkreisförmige Seitenflächenform aufweisen, derart, dass sich zwei benachbarte, also in einer Ebene liegende Magnete zu einer Kreisform ergänzen. Das heißt, die beiden halb-kreisförmigen segmentpolarisierten und einander gegenüberliegenden Magnete der beiden Fördereinrichtungen bilden eine gemeinsame Magnetanordnung, die sich bis auf einen geringen Abstand um fast den gesamten Reaktorumfang erstreckt, so dass quasi nahezu über die gesamte Reaktoraußenfläche das Feld eingekoppelt werden und die Separation über den gesamten Umfang erfolgen kann. In diesem Fall ist der Partikelabzug vorzugsweise als Ringspalt (bei zylindrischen Rohren) ausgebildet.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Magnete an dem

Transportband oder der Transportkette hintereinander und beabstandet zueinander anzuordnen, so dass jeder Magnet sein eigenes separates Feld ausbildet. Eine Alternative hierzu sieht vor, die Magnete in einer Halbach-Anordnung an der För-dereinrichtung anzuordnen. Bei dieser Ausgestaltung sind jeweils zwei Magnete mit unterschiedlicher Polarisationsrichtung benachbart und beabstandet zueinander am Transportband oder der Transportkette angeordnet, wobei zwischen ihnen, den magnetischen Kreis quasi nach Art eines Joches schließend, ein weiterer Magnet angeordnet ist, dessen Polarisationsrichtung so gewählt ist, dass sich der magnetische Schluss ergibt. Das Magnetfeld bildet sich nun zwischen den beiden be-nachbarten, jedoch entgegengesetzt zueinander polarisierten Magneten aus. Die Kopplung dieser beiden Magnete über den zwischengeordneten jochartigen Schlussmagneten ist nicht starr, das heißt, diese Magnete sind nicht starr miteinander verbunden, was erforderlich ist, um das Magnetfeld im Bereich der Umlenkung der Magnete nahe des Partikelabzugs zu öffnen bzw. abreißen zu lassen. Die Verwendung einer solchen Fördereinrichtung mit einer Halbach-Magnetanordnung ist dahingehend von Vorteil, als ein magnetischer Schluss der Feldlinien, also dergestalt stattfindet, dass nur auf einer Seite der Anordnung magnetische Felder auftreten, während die andere Seite nahezu feldfrei ist, das heißt, dass letztlich nur auf einer Reaktorseite eine solche Fördereinrichtung anzuordnen ist. Hierdurch wird die magnetische Feldstärke erhöht und die Felder werden periodisch auf die Bereiche der senkrecht zur Reaktoranordnung polarisierten Magnete konzentriert, so dass sich ein periodisches Magnetfeld entlang der Längsachse ergibt .

Schließlich kann vorgesehen sein, im Bereich des Partikelab-zugs eine die magnetisch abgetrennten Partikel bzw. Agglome-rate von dem Rest der Suspension trennende Blende oder einen Pumpabzug vorzusehen, der eine sichere Abscheidung der abgetrennten Partikel ermöglicht. Bei Verwendung zylindrischer Anordnungen ist die Trennblende als Rohrende, das heißt, ebenfalls zylindersymmetrisch, ausgebildet.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung einer zweiten Ausführungsform,

Fi. 3 eine vergrößerte Teilschnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 2, und

Fig. 4 eine erfindungsgemäße Vorrichtung einer dritten

Ausführungsform mit Magneten in Halbach-Anordnung.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfassend einen rohrförmigen Reaktor 2, dem über eine nicht näher gezeigte Zuführung eine Suspension 3 bestehend aus einem Trä-gerfluid und in diesem befindlichen Partikeln kontinuierlich zugeführt wird. Unter diesen Partikeln befinden sich auch wie hier gezeigt ferromagnetische Teilchen 4, beispielsweise

Fe3θ4-Teilchen . Am unteren Ende des Reaktors 2 befindet sich ein Partikelabzug 5, dem eine ringförmige Blende 6 zugeordnet ist. In diesem Bereich werden die abzuscheidenden ferromagne-tischen Partikel 4 vom Rest der Suspension 3 endgültig ge-trennt.

Um die Trennung der ferromagnetischen Agglomerate bzw. Partikel 4 zu ermöglichen sind im gezeigten Beispiel zwei Magnettrenneinrichtungen 7 vorgesehen, die jeweils eine Förderein-richtung 8 beispielsweise in Form eines Transportbandes oder einer Transportkette umfassen, an welche Fördereinrichtung 8 eine Vielzahl einzelner Magnete 9 angeordnet ist. Die Fördereinrichtung 8 läuft um 360° um, so dass eine kontinuierliche Bewegung der Magnete 9 längs der Förderstrecke möglich ist.

Die Trenneinrichtungen 7 sind so angeordnet, dass sie sich längs des Reaktors 2 erstrecken, so dass die Förderstrecke, längs welcher die Magnete 9 benachbart zur Außenwand 10 des Reaktors bewegt werden, sich über den wesentlichen Teil der Reaktorlänge erstreckt. Die Förderrichtungen sind jeweils durch die Pfeile P angegeben, das heißt, dass hier die Magnete bei vertikal stehendem Reaktor am oberen Ende der Trenn- einrichtung 7 an die Reaktorwand heranbewegt werden und längs der Reaktoraußenwand 10 nach unten bewegt werden. Ersichtlich stehen die Trenneinrichtungen 7 leicht verkippt zum Reaktor 2, das heißt, dass der Abstand der Magnete 9 im oberen Reak-torbereich größer ist als im unteren. Dies führt dazu, dass das zu separierende Material, hier also die ferromagnetischen Partikel 4, im oberen Bereich zunächst nur in Richtung der Reaktorwand bewegt werden, ohne unmittelbar an der Wand anzuliegen, nachdem die dortigen Felder infolge des größeren Ab-Stands der Magneten etwas schwächer sind. Erst bei hinreichender Nähe der Magnete zu der Reaktorwand sind die Felder stark genug, dass die ferromagnetischen Partikel 4 direkt an die Reaktorwand gezogen werden. Infolge der beabstandeten Anordnung der Magnete 9 ergeben sich letztlich lokale Magnet-felder, die infolge der Vertikalbewegung der Magnete 9 auch vertikal nach unten bewegt werden, das heißt, dass letztlich wandernde Magnetfelder erzeugt werden, über die die ferromag-netischen Partikel 4 aktiv nach unten bewegt werden, wie durch die beiden Pfeile P' dargestellt ist. Ersichtlich wer-den die Partikel 4 mit zunehmendem Bewegungsweg in Richtung des Partikelabzugs 5 immer weiter zur Reaktorwand bewegt, bis sie sich nahezu vollständig an der Reaktorwand befinden, in der Reaktormitte befinden sich keine ferromagnetischen Partikel mehr, dort ist lediglich Trägerflüssigkeit und etwaige andere nicht-ferromagnetische Partikel, so in der Suspension 3 enthalten, vorhanden. Abhängig von den physikalischen Eigenschaften der zu trennenden Suspension kann die Neigung der Magnetanordnung relativ zum Reaktor 10 auch umgekehrt sein, das heißt, mit kleinstem Abstand im oberen Bereich und größtem Abstand im Abzugsbereich. Die Neigungsrichtung hängt insbesondere von der Viskosität der Suspension 3, der Konzentration des Feststoffanteils und der maximal zulässigen Magnetpartikelkonzentration für ein optimales Separationsergebnis ab.

Am unteren Ende der Fördereinrichtungen 8 werden infolge der Umlenkung die Magnete 9 wieder von der Reaktoraußenwand 10 wegbewegt, das heißt, dass das Magnetfeld sehr stark abfällt.

Folglich werden die zuvor hierüber angezogenen ferromagneti-schen Partikel 4 freigegeben. Nachdem diese bereits in unmittelbarer Nähe zum Partikelabzug 5 sind, werden sie vorteilhaft über die weitere Strömung der Suspension ausgetragen, wobei sie in den Bereich, der zwischen der ringförmigen Blende 6 und der Reaktorwand gebildet ist, eintreten, während der Rest der Suspension im Bereich des mittleren Abzugs 11 abgezogen wird.

Ersichtlich ist hier eine kontinuierliche Beschickung möglich, nachdem eine über die Reaktorlänge kontinuierlich erfolgende Separation der ferromagnetischen Partikel möglich ist .

Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, wobei, soweit gleiche Teile vorgesehen sind, die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Auch hier sind ein Reaktor 2 vorgesehen, in den eine Suspension 3 enthalten ferromagnetische Partikel 4 gegeben wird. Am unteren Ende ist wiederum ein Partikelabzug 5 mit einer Blende 6 vorgesehen, um die abgeschiedenen ferromagnetischen Partikel 4 abzutrennen .

Vorgesehen sind ebenfalls zwei magnetische Trenneinrichtungen 7, die einander gegenüberliegend an beiden Seiten des Reaktors 2 vorgesehen sind, wobei jede Fördereinrichtung 8, beispielsweise ein Transportband oder eine Transportkette, die über geeignete Antriebsmotoren um 360° umlaufend angetrieben werden, sowie an diesen angeordnete Magnete 9 umfasst.

Wie der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 zu entnehmen ist, sind die Magnete 9 hier als segmentpolarisierte halbkreisförmige Magnete ausgeführt, die über geeignete, hier nicht näher gezeigte Halterungen an der Fördereinrichtung 8, also bei-spielsweise dem Transportband, fixiert sind. Die benachbart zum Reaktor 2 gezeigten Magnete 9 liegen großflächig um die Reaktoraußenwand 10 herum, das heißt, dass sie quasi einen Magnetring bilden, der um den gesamten Umfang des Reaktors 2 greift. Dies ist möglich, nachdem die inneren Flächen 12 der Magnete 9 halbkreisförmig ausgeführt sind.

Diese Ausgestaltung ermöglicht es, quasi um den gesamten Um-fang des Reaktors 2 die magnetische Separation vorzunehmen, und nicht nur lokal, wie dies bei der Ausgestaltung nach Fig, 1 der Fall ist.

An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass selbstverständ-lieh auch bei der Vorrichtung nach Fig. 2 die Trennvorrichtungen 7 schräg zur Reaktorlängsachse verlaufend angeordnet sein können, wie natürlich auch bei der Ausgestaltung nach Fig. 1 die Trenneinrichtungen 7 parallel zur Reaktorlängsachse arbeiten können.

Fig. 4 zeigt schließlich eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, wobei auch hier für gleiche Elemente die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Vorgesehen ist wiederum ein Reaktor 2, den eine Suspension 3 kon-tinuierlich zugegeben wird, die unter anderem ferromagneti-sche Partikel 4 enthält. Auch dieser Reaktor weist einen Partikelabzug 5 mit einer Blende 6 auf, die hier jedoch als nur teilweise umlaufende Wand oder dergleichen ausgebildet ist, resultierend aus dem Arbeitsprinzip dieser Vorrichtung 1.

Vorgesehen ist wiederum eine magnetische Trenneinrichtung 7 umfassend eine Fördereinrichtung 8 in Form eines Transportbands oder einer Transportkette, an der davon abstehende Magnete 9 vorgesehen sind. Diese Magnete 9 sind von ihrer magne-tischen Polarisation, die über die in die Magnete 9 eingezeichneten Pfeile dargestellt ist, jeweils einander abwechselnd ausgerichtet, das heißt, die Polarisationen zweier benachbarter Magnete 9 sind jeweils entgegengesetzt gerichtet. Zwischen jeweils zwei solcher Magnete 9 sind weitere jochar-tig wirkende Magnete 13 gesetzt, deren magnetische Polarisation derart ist, dass sich das über jeweils zwei benachbarte Magnete 9 und den dazwischen gesetzten Magneten 13 geführte Feld zwischen den beiden Magneten 9 schließt, wie durch die Pfeile P in Fig. 4 dargestellt ist. Die Anordnung der Magnete 9 und 13 ist derart, dass sie nicht fest miteinander verbunden sind, sondern, siehe die oberen und die unteren Enden der Trennvorrichtung 7, beim Umlenken, wenn sie also auf die Um-lenkrollen 14 auflaufen, voneinander getrennt werden. Hierüber wird erreicht, dass das jeweils zwischen zwei benachbarten Magneten 9 ausgebildete Magnetfeld B infolge der Öffnung der Kopplung über die Magnete 13 abgeschwächt wird respektive abreißt. Die hier gezeigte Magnetanordnung ist als Halbach-Anordnung bekannt.

Diese Anordnung führt dazu, dass infolge des magnetischen Schlusses der Feldlinien die magnetische Feldstärke erhöht wird und die Felder auf die Bereiche der Magnete 9 konzent-riert werden, so dass sich ein periodisches Magnetfeld entlang der Längsachse des Reaktors 2 ergibt. Auch hier kommt es durch die kontinuierliche Bewegung der Magnete 9 und 13 entlang des Reaktors 2 zur Ausbildung eines periodischen magnetischen Wanderfelds. Am Ende, also im Bereich der unteren, im Bereich des Partikelabzugs 5 stattfindenden Umlenkung, wo die Ausleitung der ferromagnetischen Partikel 4 stattfindet, wird die Halbach-Anordnung durch das Wegklappen des jeweils letzten Magneten 9 bzw. 13 geöffnet, so dass dort das magnetische Feld geschwächt und das vom Magnetfeld festgehaltene magneti-sierte Partikelkonzentrat freigegeben wird. Dieses wird ohne weitere Maßnahmen aus dem Flüssigkeitsstrom abgezweigt, z. B. durch den ausgebildeten Abflusskanal, über den gegebenenfalls durch Abpumpen eine Zwangsströmung erzeugt wird, und/oder durch die die Flüssigkeitsströme teilende Blende 6.

Nachdem hier die Trenneinrichtung 7 nur auf einer Seite angeordnet ist, wandern die Partikel 4 ersichtlich nur zu dieser Seite, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Es kommt zu einer starken Partikelkonzentration im Wandbereich und im Bereich der ein-zelnen Magnete 9, wo es wie gesagt zu dieser Feldüberhöhung infolge der Halbach-Anordnung kommt, wie durch die in ihrer Konzentration erhöhten Bereiche 15 dargestellt ist.