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1. WO2017021016 - FORTBEWEGUNGSMITTEL, ANORDNUNG UND VERFAHREN ZUR ENTWÄRMUNG EINER TRAKTIONSBATTERIE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Fortbewegungsmittel, Anordnung und Verfahren zur Entwärmung einer Traktionsbatterie

Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fortbewegungsmittel, eine Anordnung sowie ein Verfahren zur Entwärmung einer Traktionsbatterie mit einem Kühlkörper und einem Batteriemodul. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine

Maßnahme zur zeitgleichen elektrischen Isolation und thermischen

Leitfähigkeitserhöhung.

Die Elektrifizierung des Personenindividualverkehrs schreitet derzeit rasch voran. Gemäß einem Ansatz werden elektrochemische Energiespeicher verwendet, welche die zum Betrieb einer elektrischen Traktionsmaschine erforderliche elektrische Energie abgeben. Hierbei entsteht Verlustwärme, welche aus den verwendeten Energiespeichern abgeführt werden muss. Mitunter werden fluidführende Kühlkörper zwischen den Einheiten elektrochemischer Zellen (nachfolgend„Batteriemodul") vorgesehen und über Wärmeleitpaste thermisch mit diesen verbunden. Dies bedingt jedoch das Erfordernis einer zusätzlichen elektrischen Isolation (z. B. in Folge einer elektrisch isolierenden Lackschicht).

Der Boden der Batteriemodule ist üblicherweise durch die Positionstoleranzen der Zellen innerhalb des Moduls uneben. Dadurch ist der durchgängige

Wärmeübergang vom Boden des Batteriemoduls zur Kühlplatte nicht über die gesamte Fläche gewährleistet. Gleichzeitig muss eine elektrische Isolation zur Erhöhung der Durchschlagsfestigkeit vorgesehen sein. Üblicherweise werden nach dem Stand der Technik sogenannte„Gapfilier" verwendet, um die Wärme zu übertragen und um Toleranzen zwischen den Bauteilen auszugleichen. Die üblichen zur Wärmeübertragung verwendeten Gapfilier sind nicht per se im geforderten Maße elektrisch isolierend, sodass die Kühlplatten zusätzlich mit einer Schutzschicht (z. B. eine aufgeklebte Folie) zur Gewährleistung der

Durchschlagsfestigkeit versehen werden müssen. Diese elektrische Isolierung ist für die Entwärmung der elektrochemischen Zellen kontraproduktiv, da sie einen sehr schlechten Wärmeübergang aufweist und das Kühlen der Batteriemodule

nicht im geforderten Maße gewährleistet werden kann. Gapfilier haben überdies den Nachteil, dass sich die Batteriemodule nicht ohne Beschädigung von den Kühlplatten ablösen lassen. Das genaue Dosieren, insbesondere bei einer

Nacharbeit, ist nicht prozesssicher gegeben. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Nachteile auszuräumen. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Montage beziehungsweise Fertigung von Batteriemodulen für Traktionsbatterien zu vereinfachen.

Offenbarung der Erfindung

Die vorstehend identifizierte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zur Entwärmung einer Traktionsbatterie, umfassend einen Kühlkörper und ein Batteriemodul, gelöst. Die Traktionsbatterie kann beispielsweise zum Antrieb eines Elektrofahrzeuges ausgestaltet sein. Als elektrisch angetriebenes Fahrzeug kommen beispielsweise ein PKW, ein Transporter, ein LKW, ein Motorrad, ein Luft-und/oder ein Wasserfahrzeug in Betracht. Zunächst wird eine Wärmeleitmatte zugeschnitten. Mit anderen Worten wird eine vorgefertigte Wärmeleitmatte auf Format gebracht. Anschließend wird die Wärmeleitmatte zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul für die Traktionsbatterie angeordnet. Erfindungsgemäß entfällt also ein Auftragen einer zähflüssigen Wärmeleitpaste. Anschließend wird die Wärmeleitmatte über eine Verringerung eines Abstandes zwischen dem

Kühlkörper und dem Batteriemodul gepresst. Hierbei wird sichergestellt, dass eine bestmögliche Anlage der Wärmeleitmatte an den Oberflächen des Kühlkörpers sowie des Batteriemoduls gewährleistet ist. Sofern die Wärmeleitmatte elastisch ausgestaltet ist, können Unebenheiten auf den Oberflächen des Kühlkörpers sowie des Batteriemoduls ausgeglichen werden und eine bestmögliche

Wärmeübertragungsfläche bereitgestellt werden. Auf diese Weise wird die

Entwärmung des Batteriemoduls mittels des Kühlkörpers verbessert und eine zusätzliche elektrische Isolation des Batteriemoduls und des Kühlkörpers erübrigt sich.

Mit anderen Worten wird also anstatt eines Gapfillers eine Wärmeleitfolie verwendet, welche bevorzugt relativ weich und insbesondere elastisch ist, sodass sie Toleranzen auszugleichen und trotzdem die Anforderungen der elektrischen Durchschlagsfestigkeit zu erfüllen vermag. Wärmeleitfolien haben üblicherweise eine haftende Eigenschaft (Silikon- beziehungsweise Acrylatbasis), sodass sie prozesssicher auf die Batteriemodule aufgetragen (z. B. aufgerollt) werden können.

Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.

Die Wärmeleitmatte kann bevorzugt auf den Kühlkörper oder das Batteriemodul aufgewalzt werden. Über den Walzvorgang können Lufteinschlüsse minimiert werden. Hierbei ist es unerheblich, ob das Walzen nach einem Auftragen der Wärmeleitmatte auf den Kühlkörper beziehungsweise das Batteriemodul erfolgt oder das Walzen mit dem Auftragen der Wärmeleitmatte einhergeht.

Beispielsweise kann die Wärmeleitmatte bereits vor dem Walzen auf dem

Kühlkörper beziehungsweise dem Batteriemodul positioniert werden, bevor der Walzvorgang Lufteinschlüsse vermeidet und eine Verringerung des

Wärmeübergangswiderstandes bewirkt.

Das Anordnen der Wärmeleitmatte auf dem Batteriemodul kann derart erfolgen, dass eine selbsthaftende Schicht der Wärmeleitmatte aktiviert wird, indem beispielsweise eine Schutzschicht von der selbsthaftenden Schicht der

Wärmeleitmatte abgezogen wird, bevor die selbsthaftende Schicht auf das

Batteriemodul oder den Kühlkörper aufgebracht wird. Auf diese Weise erübrigt sich ein Auftragen eines fluiden/viskosen Klebstoffes, welches zu Verunreinigungen mechanischer Komponenten der Traktionsbatterie (z. B. Gewinde, elektrische Anschlüsse etc.) führen kann.

Die Wärmeleitmatte kann beispielsweise unmittelbar an dem Batteriemodul und/oder an dem Kühlkörper anliegen. Mit anderen Worten befindet sich keine weitere Zwischenschicht zwischen der Wärmeleitmatte und dem Batteriemodul beziehungsweise zwischen der Wärmeleitmatte und dem Kühlkörper. Insbesondere kann eine eigens zum Zwecke einer elektrischen Isolation übliche Schicht (z. B. Lackschicht, Folie o.ä.) erfindungsgemäß entfallen.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Anordnung für eine Traktionsbatterie vorgeschlagen, welche einen Kühlkörper, ein Batteriemodul und eine zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul angeordnete

Wärmeleitmatte umfasst. Das Batteriemodul enthält elektrochemische Zellen, über welche elektrische Energie an eine Traktionsmaschine eines Fortbewegungsmittels ausgegeben werden kann. Selbstverständlich wird erfindungsgemäß nicht ausgeschlossen, dass mehrere Kühlkörper und/oder mehrere Batteriemodule und/oder mehrere Wärmeleitmatten innerhalb der Traktionsbatterie zum Einsatz kommen. Die Merkmale, Merkmalskombinationen und die sich aus diesen ergebenden Vorteile entsprechen derart ersichtlich denjenigen des erstgenannten Erfindungsaspektes, dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die obigen Ausführungen verwiesen wird.

Ein Wärmeübergangswiderstand zwischen der Wärmeleitmatte und dem

Kühlkörper beziehungsweise dem Batteriemodul kann beispielsweise derart verringert werden, dass eine, insbesondere dauerhafte, mechanische Vorspannung zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul erzeugt wird. Dies kann beispielsweise eine Schraubverbindung umfassen, mittels welcher der Kühlkörper und das Batteriemodul miteinander mechanisch verbunden werden. Insbesondere bevorzugt ist die Schraubverbindung in Wärmeleitrichtung orientiert, sodass ein Anziehen der Schraube eine Verringerung eines Abstandes beziehungsweise eine Erhöhung einer Druckkraft zwischen dem Batteriemodul und dem Kühlkörper bewirkt. Auf diese Weise kann die Schraubverbindung zusätzlich erfindungsgemäß verwendet werden, um Lufteinschlüsse zu reduzieren und

Oberflächenunebenheiten des Kühlkörpers beziehungsweise des Batteriemoduls auszugleichen.

Die Ränder der Wärmeleitmatte können entsprechend einer wärmeleitfähigen Fläche zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul zugeschnitten sein. Mit anderen Worten korrespondieren die Konturen der Wärmeleitmatte in Form einer Schnittkante mit den Konturen derjenigen Flächen, welche in einem montierten Zustand zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul einander

gegenüberliegen. Insbesondere kann die Wärmeleitmatte derart zugeschnitten sein, dass sie weder über die Kontaktfläche des Kühlkörpers noch über die Kontaktfläche des Batteriemoduls hinausragt. Die Wärmeleitmatte kann

Ausschnitte aufweisen, welche zur Befestigung (z. B. mittels einer

Schraubverbindung) des Kühlkörpers am Batteriemodul erforderlich sind.

Die Wärmeleitmatte kann eine Polyester-Schicht und/oder eine Acryl-Elastomer-Schicht (englisch: acrylic elastomer) und/oder eine weiche Acryl-Elastomer-Schicht (englisch: soft acrylic elastomer) und/oder eine Außenlage (englisch: film liner) in Form einer selbsthaftenden Schicht aufweisen. Insbesondere die selbsthaftende Schicht kann eine Silikonbasis und/oder eine Acrylatbasis aufweisen. Die vorstehend beschriebenen Bestandteile der Wärmeleitmatte haben sich als

vorteilhaft zur Gewährleistung einer hohen Wärmeleitfähigkeit und zeitgleich einer hohen elektrischen Isolation herausgestellt.

Der Kühlkörper kann beispielsweise eingerichtet sein, ein Kühlmittel zu führen. Hierzu kann der Kühlkörper Fluidanschlüsse und eine Fluidführung aufweisen. Die Fluidführung kann eingerichtet sein, dass Fluid in geordneter Form durch den Kühlkörper zu leiten, um eine möglichst gleichmäßige Entwärmung sämtlicher, von der Wärmeleitmatte kontaktierter Oberflächenbereiche des Kühlkörpers zu gewährleisten. Auf diese Weise wird auch die Oberfläche des Batteriemoduls gleichförmig entwärmt. Die Verwendung eines flüssigen Kühlmittels ermöglicht eine besonders gute Wärmeabfuhr und somit eine besonders hohe Leistungsfähigkeit und Dauerhaltbarkeit der Traktionsbatterie.

Der Kühlkörper kann beispielsweise eine metallische Oberfläche aufweisen.

Entsprechendes gilt für die Oberfläche des Batteriemoduls. Bevorzugt besteht die erfindungsgemäß vorgesehene Wärmeleitmatte unmittelbar mit der metallischen Oberfläche beziehungsweise mit den metallischen Oberflächen in Kontakt. Mit anderen Worten ist keine Lackschicht zur Erhöhung einer elektrischen

Durchschlagsfestigkeit beziehungsweise elektrischen Isolation vorgesehen.

Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein

Fortbewegungsmittel (z. B. PKW, Transporter, LKW, Motorrad, Luft- und/oder Wasserfahrzeug) vorgeschlagen. Das Fortbewegungsmittel ist elektrisch antreibbar und weist hierzu eine elektrische Traktionsmaschine auf, welche eingerichtet ist, über eine erfindungsgemäß ausgestaltete Traktionsbatterie mit einer

erfindungsgemäßen Anordnung mit elektrischer Energie versorgt zu werden.

Bezüglich der Merkmale, Merkmalskombinationen und Vorteile wird auf die obigen Ausführungen verwiesen.

Eine erfindungsgemäß verwendbare Wärmeleitmatte wird derzeit beispielsweise von der Firma 3M (TM) als„Thermally Conductive Acrylic Interface Päd 5590HP-12" angeboten. Diese Wärmeleitmatte wird im Stand der Technik beispielsweise in Fernsehern, Bildschirmen, Scheinwerfern und Computern verwendet.

Erfindungsgemäß kann die Wärmeleitmatte mit der selbsthaftenden Seite von unten an das Batteriemodul angepresst und mit diesem verklebt werden, bevor das gegebenenfalls eingeschlossene Luftvolumen zwischen der Wärmeleitmatte und

dem Batteriemodul über einen Walzvorgang verringert beziehungsweise entfernt wird, um eine gute thermische Kontaktierung zu gewährleisten.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen im Detail beschrieben. In den Zeichnungen ist:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen elektrisch antreibbaren Fortbewegungsmittels mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Traktionsbatterie;

Figur 2 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäß ausgestalteten

Anordnung für eine Traktionsbatterie;

Figur 3 eine geschnittene Darstellung der in Figur 2 gezeigten Anordnung;

Figur 4 eine perspektivische Darstellung eines Montageschrittes beim

Zusammensetzen einer erfindungsgemäßen Anordnung;

Figur 5 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäß ausgestalteten

Anordnung;

Figur 6 ein Montageschritt bei der Herstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Traktionsbatterie;

Figur 7 eine perspektivische Darstellung eines Ergebnisses eines erfolgreichen, in Figur 6 veranschaulichten Montageschrittes zur Herstellung einer Traktionsbatterie;

Figur 8 eine perspektivische Ansicht einer nahezu vollständig montierten

erfindungsgemäßen Traktionsbatterie mit einer Detailansicht zur Befestigung eines Batteriemoduls in einer Bodenwanne aus Aluminium- Druckguss eines Gehäuses der Traktionsbatterie; und

Figur 9 eine schematische Darstellung der Schichten einer erfindungsgemäß verwendbaren Wärmeleitmatte.

Ausführungsformen der Erfindung

Figur 1 zeigt einen PKW 10 als Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgestalteten elektrisch antreibbaren Fortbewegungsmittels. Eine elektrische Traktionsmaschine 2 ist eingerichtet, über eine erfindungsgemäß ausgestaltete Traktionsbatterie 1 mit elektrischer Energie versorgt zu werden.

Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Anordnung 20, welche einen modularen Bestandteil einer in Figur 1 gezeigten Traktionsbatterie 1 bilden kann. Zwei Batteriemodule 3 enthalten (nicht dargestellte) elektrochemische Zellen, welche die jeweiligen eigentlichen Energiespeicher darstellen. Eine Stromschiene 6 verbindet korrespondierende elektrische Pole der Anordnung miteinander. Ein Kühlkörper 4 ist zwischen den zwei Batteriemodulen 3 angeordnet. Der Kühlkörper 4 weist einen Anschluss 22 für eine Kühlmittelzufuhr und einen Anschluss 23 für eine Kühlmittelabfuhr auf. Modulträger 7 sind mit den Batteriemodulen 3 verschraubt, um die Anordnung 20 in der Traktionsbatterie mechanisch

festzulegen. Entlang einer strichpunktierten Linie A-A wurde die nachfolgend in Verbindung mit Figur 3 gezeigte Schnittdarstellung erzeugt.

Figur 3 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der strichpunktierten Linie A-A (siehe Figur 2) eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anordnung 20. Aus der Schnittdarstellung ist erkennbar, dass sich zwischen den Batteriemodulen 3 und dem Kühlkörper 4 jeweilige erfindungsgemäß vorgesehene Wärmeleitmatten 5 befinden, welche eine besonders effektive Entwärmung der Batteriemodule 3 beziehungsweise der in diesen enthaltenen elektrochemischen Zellen und somit einen besonders effizienten Betrieb der Anordnung 20 gewährleisten.

Figur 4 zeigt einen Montageschritt eines Zusammenbaus eines

Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anordnung 20, in welchem Schraubbolzen 9 in Bohrungen 21 der Batteriemodule 3 eingeführt werden und mit in den Modulträgern 7, 8 angeordneten Gewinden in Eingriff gebracht werden. Die Schraubbolzen 9 sind parallel zur Hauptwärmeleitrichtung zwischen den

Batteriemodulen 3 und dem Kühlkörper 4 orientiert. In den Modulträgern 8 angeordnete Gewindebuchsen 12 dienen der mechanischen Festlegung der Anordnung 20 innerhalb einer (in Figur 4 nicht dargestellten) Bodenwanne eines Gehäuses einer erfindungsgemäßen Traktionsbatterie.

Figur 5 zeigt eine Explosionsdarstellung der in Figur 4 veranschaulichten

Anordnung 20. In dieser sind Bohrungen 19 innerhalb des Kühlkörpers 4 erkennbar, welche im Zuge einer vorstehend beschriebenen Verschraubung durchdrungen und somit zur mechanischen Positionierung des Kühlkörpers 4 zwischen den Batteriemodulen 3 verwendet werden. Gewindebuchsen 16 an den Modulträgern 7 sind eingerichtet, mit den Gewinden der Schraubbolzen 9 in Eingriff gebracht zu werden, um die Batteriemodule 3 miteinander zu verspannen und hierbei die Wärmeleitmatten 5 gegen den Kühlkörper 4 zu pressen. Schrauben 1 1 sind vorgesehen, eine elektrische und mechanische Festlegung der Stromschiene 6 an den (nicht dargestellten) Polen der Batteriemodule 3 vorzunehmen. Laschen mit Bohrungen 13 dienen der mechanischen Festlegung einer (nicht dargestellten) elektrischen Leitung an der Traktionsbatterie. Im Wesentlichen horizontal orientierte Laschen mit Bohrungen 14 dienen der mechanischen Festlegung der Anordnung 20 in der (nicht dargestellten) Bodenwanne der Traktionsbatterie Die Modulträger 7 sind als Stanzteile gefertigt und über Prägungen 15 mechanisch versteift. Auch die Modulträger 8 weisen in Wärmeleitrichtung orientierte

Gewindebuchsen 16 und Schraublaschen mit Bohrungen 18 auf, welche von den Schraubbolzen 9 in vollständig montiertem Zustand durchdrungen werden. Die Modulträger 8 weisen von den Batteriemodulen 3 abgewandt orientierte Laschen 17 auf, welche eine provisorische mechanische Festlegung der Anordnung 20 in der Batteriewanne ermöglichen, sodass eine anschließende Verschraubung der Modulträger 7, 8 mit der (nicht dargestellten) Bodenwanne einfach erfolgen kann. Auch die Modulträger 8 weisen Prägungen 15 zur mechanischen Versteifung auf. Insbesondere die Position einer Lasche, welche im Wesentlichen vertikal orientierte Gewindebuchsen 12 aufweisen, wird durch die Prägungen 15 versteift.

Figur 6 zeigt einen Montageschritt einer in Figur 5 beschriebenen Anordnung 20 in eine Bodenwanne 30 einer Traktionsbatterie. Schrauben 28 werden von einer Unterseite der Bodenwanne 30 in Eingriff mit vertikal orientierten Gewindebuchsen 12 der Modulträger 8 gebracht. Anschließend werden die Schrauben 28 mittels Gummistopfen 29 kaschiert, um Korrosion zu vermeiden. Die Schrauben 28 weisen selbst einen Flansch 28a, der eine umlaufende Dichtung 28b aufweist. Die umlaufende Dichtung 28b wird bei vollständig erfolgter Verschraubung mit einer Unterseite der Bodenwanne 30 verpresst. Schraubdome 28d sind in einem Bereich der Bodenwanne 30 erkennbar, in welchem noch keine erfindungsgemäßen Anordnungen 20 platziert sind.

Figur 7 zeigt eine vollständig bestückte Bodenwanne 30, in welcher vier

Anordnungen 20 platziert worden sind.

Figur 8 zeigt einen sich an die Darstellung in Figur 7 anschließenden

Montageschritt, bei welchem Zugstreben 31 oberhalb der Anordnungen 20 angeordnet und sowohl mit den Kühlkörpern 4 als auch mit der Bodenwanne 30 verschraubt sind. In einer Detailansicht (rechts im Bild) eines Montagebereiches ist dargestellt, wie die Gewindebuchse 12 des Montageträgers 8 vom Gewinde einer Schraube 28 durchdrungen wird. Der Flansch 28a der Schraube 28 liegt an einer Unterseite eines Schraubdoms 28d der Bodenwanne 30. Der Gummistopfen 29 verschließt die Kavität des Schraubdoms 28d, in welcher der Flansch 28a angeordnet ist. Auf diese Weise können Fluide weder aus der Bodenwanne 30 austreten noch in die Bodenwanne 30 gelangen.

Figur 9 zeigt einen schematischen Aufbau einer erfindungsgemäß verwendbaren Wärmeleitmatte 5. Eine erste Schicht ist vergleichsweise dünn und umfasst einen Polyester 24. Eine sich an die erste Schicht anschließende zweite Schicht ist erheblich dicker und als Acryl-Elastomer-Schicht 25 ausgestaltet. Zwischen der zweiten Schicht und einer vierten äußeren Schicht, welche als selbsthaftende Schicht 27 ausgestaltet ist und eine Silikonbasis und/oder eine Acrylatbasis aufweist, ist eine dritte Schicht gefügt, welche die größte Schichtdicke im Verbund aufweist und als weiche Acryl-Elastomer-Schicht 26 ausgestaltet ist. Insbesondere die dritte Schicht ist daher eingerichtet, die gegebenenfalls auf den Oberflächen des Kühlkörpers beziehungsweise des Batteriemoduls vorhandenen Unebenheiten auszugleichen und für eine gute und homogene Wärmeleitfähigkeit der

Wärmeleitmatte 5 zu sorgen. Um schaumige Elemente zu vermeiden, welche die Wärmeleitfähigkeit durch prinzipbedingt vorhandene Lufteinschlüsse verringern würden, kann die Wärmeleitmatte 5 eine begrenzt fließfähige Schicht (z.B. eine Gelschicht) aufweisen, wodurch Material, welches zuvor an Engstellen zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul angeordnet war, in einen Bereich mit einem größeren Abstand zwischen dem Kühlkörper und dem Batteriemodul ausweichen kann. Bevorzugt werden die Schnittkanten der Wärmeleitmatte vor einem Verpressen der Wärmeleitmatte zwischen dem Kühlkörper und dem

Batteriemodul miteinander verschweißt. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass das fließfähige Material an ungeeigneter Stelle austreten kann. Hierzu kann an der Wärmeleitmatte auch ein Reservoir beziehungsweise ein Überlaufbehälter vorgesehen sein.

Auch wenn die erfindungsgemäßen Aspekte und vorteilhaften Ausführungsformen anhand der in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsfiguren erläuterten Ausführungsbeispiele im Detail beschrieben worden sind, sind für den Fachmann Modifikationen und Kombinationen von Merkmalen der dargestellten

Ausführungsbeispiele möglich, ohne den Bereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, deren Schutzbereich durch die beigefügten Ansprüche definiert wird.

Bezugszeichenliste

Traktionsbatterie

elektrische Traktionsmaschine

Batteriemodul

Kühlkörper

Wärmeleitmatte

Stromschiene

, 8 Modulträger

Schraubbolzen

0 PKW

1 Schraube

2 Gewindebuchse

3, 14 Bohrung

5 Prägung

6 Gewindebuchse

7 Lasche

8, 19 Bohrung

0 Anordnung

1 Bohrung

2, 23 Anschlüsse Fluidzufuhr/-abfuhr

4 Polyesterschicht

5 Acryl-Elastomer-Schicht

6 weiche Acryl-Elastomer-Schicht

7 selbsthaftende Schicht (Außenlage) 8 Schraube

8a Schraubenflansch

8b Gummidichtung

8d Schraubdom

9 Gummistopfen

0 Bodenwanne

1 Zugstrebe