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1. DE102010028902 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung zellulärer und/oder extrazellulärer, insbesondere makromolekularer Anteile von Flüssigkeiten, vorzugsweise von Körperflüssigkeiten von Lebewesen

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche  



1. Verfahren zur Bestimmung zellulärer und/oder extrazellulärer, insbesondere makromolekularer Anteile von Flüssigkeiten, vorzugsweise von Körperflüssigkeiten von Lebewesen, mit den Schritten:
– Einkoppeln eines Messsignals durch eine elektrisch nicht-leitende Wandung hindurch in die zu messende Flüssigkeit ( 3);
– Auskoppeln einer dadurch in der zu messenden Flüssigkeit ( 3) hervorgerufenen elektrischen Messgröße;
– Erfassen der ausgekoppelten elektrischen Messgröße bei einer Mehrzahl von Frequenzen des elektrischen Messsignals;
– Bestimmung der zellulären und/oder extrazellulären, insbesondere makromolekularen Anteile der zu messenden Flüssigkeit mittels Auswertung der erfassten elektrischen Messgröße bei einer Mehrzahl von Frequenzen des Messsignals.
 
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsignal ein elektrisches, magnetisches und/oder elektromagnetisches Wechselfeld ist, wobei die Frequenz des Wechselfeldes veränderlich, vorzugsweise modulierbar ist.
 
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Einkoppeln des Messsignals in die zu messende Flüssigkeit ( 3), vorzugsweise das Einkoppeln des Messsignals in die zu messende Flüssigkeit ( 3) und das Auskoppeln der dadurch in der zu messenden Flüssigkeit hervorgerufenen elektrischen Messgröße kapazitiv und/oder induktiv erfolgt.
 
4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Anteil des Messsignals kapazitiv in die zu messende Flüssigkeit eingekoppelt wird und zumindest ein Anteil der dadurch in der zu messenden Flüssigkeit ( 3) hervorgerufenen elektrischen Messgröße kapazitiv ausgekoppelt wird.
 
5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das kapazitive Einkoppeln des elektrischen Messsignals in die zu messende Flüssigkeit ( 3) mittels eines Einkoppelelektrodenpaars ( 1, 2) und das Auskoppeln der dadurch in der zu messenden Flüssigkeit hervorgerufenen elektrischen Messgröße mittels eines Auskoppelelektrodenpaars ( 11, 12) vorzugsweise als Vierpunktmessung erfolgt.
 
6. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einkoppeln des elektrischen Messsignals in die zu messende Flüssigkeit ( 3) und das Auskoppeln der dadurch in der zu messenden Flüssigkeit hervorgerufenen elektrischen Messgröße kapazitiv und/oder induktiv erfolgt.
 
7. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der zellulären und/oder extrazellulären Anteile von Flüssigkeiten die Erfassung der elektrischen Impedanz der zu messenden Flüssigkeit ( 3) bei einer Mehrzahl verschiedener Frequenzen des elektrischen Messsignals vorzugsweise nach Amplitude und Phase umfasst.
 
8. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der zellulären und/oder extrazellulären, insbesondere makromolekularen Anteile von Flüssigkeiten eine Auswertung nach dem Cole-Modell umfasst.
 
9. Vorrichtung zur Bestimmung zellulärer und/oder extrazellulärer, insbesondere makromolekularer Anteile von Flüssigkeiten, vorzugsweise von Körperflüssigkeiten von Lebewesen, mit
– einer Einkoppelvorrichtung ( 1, 2),
– einem Messsignalerzeuger ( 13), dessen Messsignal über die Einkoppelvorrichtung ( 1, 2) durch eine elektrisch nicht-leitende Wandung hindurch in die zu messende Flüssigkeit ( 3) eingekoppelt werden kann,
– einer Auskoppelvorrichtung ( 11, 12) durch welche eine durch das eingekoppelte Messsignal in der zu messenden Flüssigkeit ( 3) hervorgerufenen elektrischen Messgröße durch die elektrisch nicht-leitende Wandung ( 16) hindurch ausgekoppelt werden kann,
– einer Erfassungseinrichtung ( 14), mittels derer die ausgekoppelte elektrische Messgröße erfasst werden kann,
– einer Auswerteeinrichtung zur Bestimmung der zellulären und/oder extrazellulären, insbesondere makromolekularen Anteile der Flüssigkeit mittels Berechnung aus einer Mehrzahl bei verschiedenen Frequenzen des elektrischen Messsignals hervorgerufener, von der Erfassungseinrichtung ( 14) erfasster Messgrößen.
 
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelvorrichtung ( 1, 2) und/oder die Auskoppelvorrichtung ( 11, 12) Flächenelektroden zur kapazitiven Einkopplung des Messsignals und zur kapazitiven Auskopplung der in der zu messenden Flüssigkeit ( 3) hervorgerufenen elektrischen Messgröße und/oder mindestens eine Spule zur induktiven Einkopplung des Messsignals und/oder mindestens einen Sensor zur Messung eines durch die in der zu messenden Flüssigkeit hervorgerufenen elektrischen Größe beeinflussten Magentfelds aufweisen.
 
11. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkoppelvorrichtung mindestens ein Einkopplungselektrodenpaar ( 1, 2) und die Auskoppelvorrichtung mindestens ein Auskopplungselektrodenpaar ( 11, 12) aufweisen, wobei die Auskopplungselektroden ( 11, 12) vorzugsweise im Wesentlichen zwischen den Einkopplungselektroden ( 1, 2) angeordnet sind.
 
12. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein- und Auskopplungselektroden ( 1, 2, 11, 12) an der Außenseite einer Flüssigkeitsleitung, vorzugsweise eines Flüssigkeitsschlauches, insbesondere eines extrakorporalen Blutschlauchs, durch welche(n) die Flüssigkeit ( 3) mit den zu bestimmenden zellulären und/oder extrazellulären, insbesondere makromolekularen Anteilen transportierbar ist, angeordnet sind.
 
13. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung ( 14) eine Einrichtung zur Erfassung der Impedanz nach Amplitude und Phase vorzugsweise mit hoher zeitlicher Auflösung der Amplitude und Phase aufweist.
 
14. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auswerteeinrichtung die ausgekoppelten elektrischen Messgrößen nach dem Cole-Modell auswertbar sind.
 
15. Dialyseeinrichtung mit mindestens einer Vorrichtung zur Bestimmung zellulärer und/oder extrazellulärer Anteile von Flüssigkeiten, vorzugsweise von Körperflüssigkeiten von Lebewesen gemäß einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei die Dialyseeinrichtung in Abhängigkeit von mindestens einem bestimmten zellulären und/oder extrazellulären Anteil der Flüssigkeit steuerbar oder regelbar ist.
 
16. Dialyseeinrichtung gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung stromabwärts des Dialysators angeordnet und zur Bestimmung des Wasseranteils geeignet ist, wodurch ein transmembranaler Druck in der Dialyseeinrichtung steuerbar oder regelbar ist.
 
17. Dialyseeinrichtung gemäß einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Detektierung von Luftblasen und/oder zur Detektierung von Hämolyse geeignet ist, und vorzugsweise dass durch die Vorrichtung im Falle einer Detektierung von Luftblasen und/oder einer Detektierung von Hämolyse ein Warnsignal auslösbar ist und/oder die Dialyse unterbrechbar ist.
 
18. Dialyseeinrichtung gemäß einem der Ansprüche 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die zellulären und/oder extrazellulären, insbesondere makromolekularen Anteile der Flüssigkeit bestimmbar sind.
 
19. Dialyseeinrichtung mit mindestens einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14.