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1. WO2008077531 - TISCHTRIEB FÜR MIKROSKOPE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Tischtrieb für Mikroskope

Die Erfindung betrifft einen Tischtrieb für Mikroskope zur Verschiebung eines Mikroskoptisches in mindestens einer Richtung in einer senkrecht zur optischen Achse des Mikroskopstrahlenganges verlaufenden Ebene.

Bei den üblichen Kreuztischen an aufrechten und inversen Mikroskopen werden die beiden Koordinatenbewegungen X und Y des das Objekt tragenden Tisches durch einen Koaxialtrieb über entsprechende Übertragungsmittel realisiert. Dabei bleibt der Koaxialtrieb für die X-Bewegung ortsfest. Bei der Y-Bewegung wandert der Koaxialtrieb in der Y-Richtung mit, was ergonomisch ungünstig ist. Dieses bedeutet für den Benutzer, dass sich beim Bewegen des Objektes der Abstand zwischen dem Tischtrieb und dem Fokussiertrieb ständig ändert. Dadurch ist es u.a. kaum möglich, beide Elemente mit einer Hand zu bedienen. Ergonomisch optimal ist wäre also ein Tischtrieb, dessen Position durch den Benutzer einstellbar ist, der danach bei X- und Y-Bewegungen des Mikroskoptisches aber ortsfest bleibt.

Aus der DE 195 32 008 C2 ist ein Koaxialtrieb für einen als Kreuztisch ausgebildeten Objekttisch eines Mikroskops bekannt. Er umfasst eine ortsfeste Führung für zwei horizontal in orthogonalen Verschieberichtungen zueinander verschiebbaren Tischelementen und mit diesen wirkverbundene Bedienelemente, die um eine koaxiale Achse drehbar sind und die bei einer Verschiebung der beiden Tischelemente in X-und/oder Y-Richtung ihre Lage im Raum beibehalten. Zur Verschiebung eines Tischelements sind Kraftübertragungsmittel im Form von Zahnriemen, Seilzügen oder Zahnrad- oder Reibradketten tragende Hebel vorgesehen, die das von dem, zuge- ordneten Bedienelement erzeugte Drehmoment auf dieses eine Tischelement zu dessen Verschiebung in der zugeordneten Verschieberichtung übertragen. Bei diesem Objekttisch ist die ortsfeste Anordnung der Bedienelemente für die Tischbewegung zwar gegeben, eine individuelle Positionierung des Bedienelementes ist jedoch nicht möglich.

Bei einem in der DE 35 14 431 beschriebenen Mikroskoptischantrieb sind zwei senkrecht zueinander und zur optischen Achse bewegliche Schlitten und zugeordnete Antriebselemente vorgesehen, deren Abtriebsglieder koaxial gelagert sind. Die Kraftübertragung zwischen den Abtriebsgliedern der Antriebselemente und den zugeordneten Schlitten erfolgt durch Zugmittel, welche über Umlenkrollen laufen.

Auch bei der in der DE 10 2004 056 531 Al offenbarten Probensteuerung an einem Mikroskop ist das zur Bewegung des Mikroskoptisches vorgesehene Bedienungsmittel ortsfest angeordnet .

Bei diesen bekannten Lösungen mit ortsfesten Tischtrieben bleiben die genannten Abstände zwar konstant, aber mit dem Nachteil, dass herstellerseitig eine feste Position für die Tischtriebachse vorgegeben wird. Damit ist eine Anpassung des Abstandes zwischen dem Tischtrieb und der Stirnseite des Gerätes oder eine Anpassung des Abstandes zwischen dem Tischtrieb und dem Fokussiertrieb an persönliche Bedürfnisse nicht realisierbar. Vorteilhaft wäre dagegen eine gleichbleibende Position des Koaxialtriebs und damit ein fester Abstand zu einem Z-Trieb in Richtung der optischen Achse z.B. des Strahlenganges des betreffenden Gerätes, wenn dieser Abstand durch den Benutzer an seine individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann, welche meist die Position des Fokussiertriebes am Mikroskop zum Fokussieren sition des Fokussiertriebes am Mikroskop zum Fokussieren in Richtung der optischen Achse ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Tischtrieb mit Antriebs- und Abtriebselementen für Mikroskope zu schaffen, dessen Position entsprechend persönlichen Bedürfnissen und/oder ergonomischen Erfordernissen des Bedienenden in X- Richtung und Y-Richtung verstellbar und ortsfest fixierbar ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Hauptanspruchs ausgebildeten Tischtrieb für Mikroskope mit den im kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs offenbarten Mitteln gelöst. In den Unteransprüchen sind Einzelheiten und weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung dargelegt.

Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung ergibt sich, wenn in dem Basiselement in Führungen ein erster Schlitten in einer ersten Richtung verschiebbar und feststellbar gelagert ist, wenn im ersten Schlitten in Führungen ein zweiter Schlitten in einer zur ersten Richtung orthogonal verlaufenden zweiten Richtung verschiebbar und feststellbar angeordnet ist und wenn am zweiten Schlitten der Tischtrieb angeordnet ist.

Eine weitere Ausführung der Erfindung ergibt sich ferner, wenn im Basiselement ein erster Hebel um eine vertikale erste Drehachse drehbar angeordnet und am anderen, der ersten Drehachse gegenüberliegenden Ende des ersten Hebels in einem Drehgelenk ein zweiter Hebel drehbar und feststellbar gelagert ist, an welchem an seinem, dem Drehgelenk gegenüberliegende Ende der Tischtrieb angeordnet ist.

- A -

Um durch Betätigung des Antriebs- bzw. des Abtriebselementes des Tischtriebs spielfrei und leichtgängig eine Bewegung des das Objekt tragenden Tisches zu realisieren, ist es vorteilhaft, zur Kraftübertragung bzw. zur Übertragung von Drehmomenten vom Abtriebselement auf das erste und auf das zweite Tischelement Zugmittelgetriebe, Zahnradgetriebe, Reibradgetriebe oder aus diesen Getrieben kombinierte Getriebe vorzusehen.

Mit dem erfindungsgemäß ausgeführten Tischtrieb kann der Anwender den Tischtrieb in einfacher Weise in die für ihn ergonomisch günstigste Position bringen und in dieser Position arretieren.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigen:

Fig.l eine Ansicht auf eine mit einem erfindungsgemäßen Tischtrieb ausgestatteten Mikroskoptisch,
Fig.2 eine Draufsicht auf den Tisch mit abgenommenem oberen Tischelement, und
Fig.3 eine Ansicht des Tisches von unten mit Antriebselementen.

In Fig.l ist in einer Ansicht von oben ein mit einem erfindungsgemäßen Tischtrieb versehener, als Kreuztisch ausgebildeter, verstellbarer Mikroskoptisch dargestellt. Dieser Mikroskoptisch umfasst ein erstes Tischelement 1, mit welchem das zu beobachtende Objekt in geeigneter Weise bewegt werden kann. Dieses Tischelement 1 ist in Führungen an einem zweiten Tischelement 2 in einer X-Richtung verschiebbar gelagert. Das zweite Tischelement 2 ist in Führungen eines Basiselementes 3 in einer zur X-Richtung senkrechten Y- Richtung verschiebbar gelagert, welches am Mikroskopstativ in Richtung der optischen Achse des Mikroskopstrahlenganges, beispielsweise zwecks Fokussierung, verstellbar ist. Die Koordinaten X und Y liegen in einer zur optischen Achse des Mikroskopstrahlenganges senkrecht verlaufenden Ebene. Zur Verschiebung des ersten Tischelementes 1 und des zweiten Tischelementes 2 ist der erfindungsgemäße Tischtrieb 4 vorgesehen.

Dieser Tischtrieb 4 umfasst ein erstes Antriebselement 5, welches mit einem ersten Abtriebselement 6 wirkverbunden ist, und ein zweites Antriebselement 7, welches mit einem zweiten Abtriebselement 8 wirkverbunden ist, wobei diese Antriebselemente 5 und 7 sowie die Abtriebselemente 6 und 8 in vorteilhafter Weise koaxial angeordnet sind. Das erste Abtriebselement 6 ist mit dem ersten Tischelement 1 durch erste Übertragungsmittel 11 und das zweite Abtriebselement 8 ist mit dem auf dem ersten Tischelement 1 gelagerten zweiten Tischelement 2 des Kreuztisches durch zweite Übertragungsmittel 12 wirkverbunden.

Fig.2 zeigt eine Draufsicht auf den Tisch bei abgenommenem oberen ersten Tischelement 1. Das zweite Tischelement 2 besitzt eine in X-Richtung verlaufende Führung 9, auf welcher ein Zwischenteil 10 verschiebbar gelagert ist, mit welchem das erste Übertragungsmittel 11 fest verbunden ist. An diesem Zwischenteil 10 ist das erste Tischelement 1 fest angeordnet. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2 ist das erste Übertragungsmittel 11 beispielsweise ein Seil- oder Band, welches über Rollen 13 geführt und in geeignete Weise umgelenkt wird. Durch Drehung des als Drehknopf ausgebildeten ersten Antriebselementes 5 kann über das erste Abtriebsele- ment 6 und das erste Übertragungsmittel 11 das Zwischenteil 10 und damit auch das erste Tischelement 1 entlang der Führung 9 in X-Richtung verschoben werden.

Wie aus Fig.3 ersichtlich, ist das zweite Tischelement 2 in Führungen 16 des Basiselementes 3 in Y-Richtung verschiebbar gelagert. Durch Drehung des ebenfalls als Drehknopf ausgebildeten zweiten Antriebselementes 7 kann über das zweite Abtriebselement 8 und das zweite Übertragungsmittel 12, welches beispielsweise mit einem Reib- oder Zahnrad 15 eines Reibgetriebes oder eines Zahnstangengetriebes verbunden ist, welche mit einer Reibfläche des zweiten Tischelementes 2 oder mit einer am zweiten Tischelement 2 vorgesehenen Zahnstange 16 zusammenwirkt.

Das Basiselement 3 besitzt eine Ausnehmung 17 mit Führungen 18, in welchen ein erster Schlitten 19 in der Y-Richtung verschiebbar und feststellbar angeordnet ist. Dieser erste Schlitten 19 besitzt in einer Ausnehmung 20 in X-Richtung verlaufende Führungen 21, in denen ein zweiter Schlitten 22 ebenfalls verschiebbar und feststellbar gelagert ist. An diesem zweiten Schlitten 22 ist der Tischtrieb 4 angeordnet. Durch Verschiebung dieser Schlitten 19 und 22 in den ihnen zugeordneten Führungen 18 und 21 kann innerhalb eines bestimmten Bereiches entsprechend den ergonomischen Erfordernissen des Anwenders die Position des Tischtriebes 4 eingestellt und fixiert werden.

Eine weitere, nicht dargestellte Ausführung der Erfindung, ergibt sich ferner, wenn in einem Basiselement ein erster Hebel um eine vertikale erste Drehachse drehbar angeordnet und am anderen, der ersten Drehachse gegenüberliegenden Ende des ersten Hebels in einem weiteren Drehgelenk ein zwei- ter Hebel drehbar und feststellbar gelagert ist, an welchem an seinem, dem Drehgelenk gegenüberliegende Ende der Tischtrieb angeordnet ist. Die Kraft- und Drehmomentübertragung von dem ersten und dem zweiten Abtriebselement auf das erste und zweite Tischelement kann bei dieser Ausführung mit den im Zusammenhang mit den Fig.l bis 3 beschriebenen Mitteln und der dargelegten Art und Weise erfolgen.

Bezugszeichenliste

1 erstes Tischelement
2 zweites Tischelement

3 Basiselement
4 Tischtrieb
5 erstes Antriebselement

6 erstes Abtriebselement

7 zweites Antriebselement

8 zweites Abtriebselement

9 Führung
10 Zwischenteil
11 erste Übertragungsmittel

12 zweite Übertragungsmittel

13, 14 Rolle
15 Zahnrad
16 Zahnstange
17 Ausnehmung
18 Führung
19 erster Schlitten
20 Ausnehmung
21 Führung
22 zweiter Schlitten