WIPO logo
Mobil | Englisch | Español | Français | 日本語 | 한국어 | Português | Русский | 中文 | العربية |
PATENTSCOPE

Suche in nationalen und internationalen Patentsammlungen
World Intellectual Property Organization
Optionen
Recherchensprache
Trunkierung
Ordnen nach:
Listenlänge
Einige Inhalte dieser Anwendung sind momentan nicht verfügbar.
Wenn diese Situation weiterhin besteht, kontaktieren Sie uns bitte unterFeedback&Kontakt
1. (WO1992019219) HAARBEHANDLUNGSMITTEL
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Beschreibung

Haarbehandlungsmitte1

Gegenstand der Erfindung ist ein aniontensidhaltiges Haarbehandlungsmittel , das eine physiologisch verträgliche Säure, Stärke sowie eine Öl- und/oder Wachskomponente enthält .

Durch wiederholtes Bleichen, Dauerwellen oder Färben, aber auch durch häufiges Waschen der Haare mit entfettenden Haarreinigungsmitteln, kommt es zu einer Schädigung der Haarstruktur. Das Haar wird spröde und verliert seinen Glanz. Weiterhin lädt sich das Haar beim Kämmen elektrostatisch auf und die aufgerauhte Haaroberfläche verursacht Verfilzungen und Verknotungen des Haares. Hierdurch wird das Kämmen erheblich erschwert.

Haarbehandlungsmittel mit einer kämmbarkeitsverbessern-den und pflegenden Wirkung haben daher eine erhebliche Bedeutung erlangt.

Die Haarbehandlungsmittel liegen in der Regel als mit Wasser leicht ausspülbare Öl-in-Wasser-Emulsionen vor.

Als Wirkstoffe zur Verbesserung der Haarstruktur werden hauptsächlich kationische Tenside, insbesondere quater-näre Ammoniumverbindungen, wie zum Beispiel Cetyltrime-thylammoniumchlorid, in Kombination mit verschiedenen wachsartigen Zusätzen, wie zum Beispiel Vaseline, Fettalkoholen oder Fettsäureestern eingesetzt.

Kationische Haarbehandlungsmittel auf der Basis der vorstehenden konditionierenden Wirkstoffe zeigen jedoch nur bei der Behandlung von trockenem und porösem Haar zufriedenstellende Ergebnisse. Für die Behandlung von rasch nachfettendem Haar sind sie weniger gut geeignet, da durch ihre Anwendung die natürliche Nachfettung der Haare noch verstärkt wird, wodurch sich wiederum die Haltbarkeit der Frisur verschlechtert.

Die Ursachen der starken Nachfettung der Haare sind zum einen die nach dem Ausspülen im Haar verbleibenden Reste des Haarbehandlungsmittels , zum anderen die in diesen Mitteln enthaltenden kationischen Emulgatoren. Die vom Haar adsorbierten kationischen Emulgatoren bewirken eine Hydrophobierung der Haaroberfläche, wodurch sich die Absonderungen der Taldrüsen rascher im Haar verteilen können.

Anionische Haarpflegemittel besitzen die vorstehend geschilderten Nachteile zwar nicht in dem Maße wie kationische Haarpflegemittel, jedoch sind ihre haarpflegenden Eigenschaften deutlich schlechter.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Haarbehandlungsmittel auf der Basis von besser geeigneten haapflegenden und haarkonditionierenden Wirkstoffen zur Verfügung zu stellen und dadurch die vorstehend geschilderten Nachteile zu vermeiden.

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß ein aniontensidhaltiges Haarbehandlungsmittel, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es eine Kombination von (a) 0,1 bis 12 Gewichtsprozent Stärke,
(b) 0,1 bis 10 Gewichtsprozent einer physiologisch verträglichen Säure und
(c) einer Öl- und/oder Wachskomponente enthält, die gestellte Aufgabe in hervorragender Weise löst.

Insbesondere ermöglicht das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel eine kostengünstige und zugleich sehr wirkungsvolle Verbesserung der Kämmbarkeit, des Griffes, des Glanzes und der Entwirrbarkeit der Haare.

Ein weiterer wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel ist schließlich seine gegenüber üblichen Mitteln auf der Basis von kationischen haarkonditionierenden Wirkstoffen wesentlich bessere Augen-und Hautverträglichkeit.

Aus der Literatur Hugo Janistyn "Handbuch der Kosmetika und Riechstoffe"- Bank I, 2. Auflage (1975), Seite 944 und 945 ist es bekannt, Stärke als Pudergrundlage zu verwenden. Ebenfalls ist aus der DE-OS 2 319 240 die Verwendung von Stärke zur Verdickung von alkalischen Dauerwellmitteln auf Thioglykolsäure/Thioglykolat-Basis bekannt. Stärkehaltige anionische Haarkurmittel, die gleichzeitig eine wasserlösliche organische Säure enthalten, sind jedoch aus der Literatur ebensowenig bekannt, wie die haapflegenden Eigenschaften der erfindungsgemäßen Kombination .

Als Stärke kann beispielsweise handelsübliche Kartoffelstärke, Maisstärke, Reisstärke, Weizenstärke oder Hirsestärke verwendet werden.

Die Stärke wird in. dem erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 7
Gewichtsprozent verwendet.

Beispiele für geeignete, in den hier beschriebenen Mitteln enthaltene physiologisch verträgliche Säuren sind zum Beispiel Phosphorsäure und wasser- oder wasser-al- kohollösliche, von Aminogruppen freie , nicht-aromatische organische Säuren, wie zum Beispiel Zitronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Ascorbinsäure, Mandelsäure, Glyoxyl- säure, Malonsäure Milchsäure, Essigsäure, Fumar- säure, Maleinsäure, Ameisensäure und Adipinsäure; wobei die folgenden Säuren besonders bevorzugt sind: Zitronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Ascorbinsäure, Mandel-säure, Glyoxylsäure, Malonsäure und Milchsäure.

Die physiologische verträgliche, wasserlösliche
Säure ist in dem erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel vorzugsweise in einer Menge von 0,3 bis 5,0 Gewichtsprozent, enthalten.

Für die Verwendung in dem erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel geeignete anionische Tenside sind zum Beispiel Alkali-, Erdalkali-, Ammonium- oder Alkaminsalze von Alkansulfonaten, Alkylbenzolsulfonaten, Alkylsulfa-ten, Alkylethersulfaten und Alkylethercarboxylaten, wie beispielsweise C3.2- bis Ci8-Alkylsulfatnatriumsalze,
insbesondere Natriuirtcetylstearylsulfat und Natriumlau-rylsulfat.

Vorzugsweise beträgt die Menge an anionischem Tensid
0,1 bis 2 Gewichtsprozent, wobei eine Menge von 0,2 bis 1,5 Gewichtsprozent besonders bevorzugt ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittel handelt es sich vorzugsweise um eine Öl-in-Wasser-Emulsion, welche insbesondere als Haarkur, Cremerinse, Haarspülung oder Haarpflegeemulsion vorliegt.

Die Menge an Öl- und/oder Wachskomponente beträgt in diesen Mitteln vorzugsweise 1 bis 16 Gewichtsprozent, wobei eine Menge von 2 bis 10 Gewichtsprozent besonders bevorzugt ist.

Als Olkomponente können alle in Öl-in-Wasser-Emulsionen verwendbaren natürlichen und synthetischen Öle und Wachse, sowohl alleine als auch in Kombination miteinander, eingesetzt werden. Geeignete Öle oder Wachse sind beispielsweise Paraffinöle und Isoparaffinöle; Siliconöle und Siliconwachse, insbesondere lineare Poly-dimethylsiloxane; Vaseline; Praffinwachse und Ceresin-wachse; höhere Fettalkohole, wie zum Beispiel Cetylal-kohol und Stearylalkohol; Fettalkoholester, wie beispielsweise Cetyl- oder Stearylpalmitat; Fettsäureester, wie zum Beispiel Glycerinester von Palmitin-, Stearin- und Ölsäure; Lanolin; Lanolinöle; Lanolinalkohole sowie Bienenwachs .

Der Wassergehalt dieser Öl-in-Wasser-Emulsion beträgt vorzugsweise 59,5 bis 95 Gewichtsprozent, wobei ein Gehalt von 72 bis 93,6 Gewichtsprozent besonders bevorzugt ist.

Das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel kann weiterhin alle für ein derartiges Mittel üblichen und bekannten Zusätze enthalten. Als übliche Bestandteile von Haarbehandlungsmitteln kommen insbesondere niedere ali- phatische Alkohole, wie zum Beispiel Ethanol, Propanol und Isopropanol; mehrwertige Alkohole, wie Glycerin und Propylenglykol; nichtionogene Tenside sowie außerdem Pflegestoffe wie zum Beispiel Lanolinderivate,
Cholesterin und Pantothensäure; weiterhin Farbstoffe; Pigmente; Parfümöle; Antioxidanten; Verdicker; Konservierungsmittel; Wirkstoffe gegen Kopfschuppen und
Kräuterextrakte in Betracht.

Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Verbesserung des Zustandes der Haare, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß auf dem Haar eine ausreichende Menge, im allgemeinen etwa 20 bis 50 Gramm des vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmittels verteilt wird und nach einer Einwirkungszeit von 2 bis 20 Minuten das Haar mit warmen Wasser gespült und wie üblich weiterbehandelt wird.

Das erfindungsgemäße Haarbehandlungsmittel wird in der üblichen Weise hergestellt. Beispielsweise indem man die nicht wasserlöslichen Bestandteile bei etwa 70 °C schmilzt und sodann die wasserlöslichen Bestandteile in Wasser löst und die erhaltene wäßrige Lösung auf etwa 70 βC erhitzt. Anschließend rührt man die Stärke ein und rührt noch etwa 15 Minuten. Danach wird diese wäßrige Phase in die Schmelze eingerührt und in der üblichen Weise kaltgerührt.

Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern.

Beispiel 1: Cremerinse

3,0 g Kartoffelstärke
2,0 g Cetylstearylalkohol
1,0 g Zitronensäure
0,4 g Natriumlaurylsulfat
93,6 g Wasser, vollentsalzt

100,0 g

35 g der obigen Cremerinse werden nach der Haarwäsche auf dem handtuchtrockenen stark verfilzten, sehr porösen Haar verteilt . Bereits während des Auftragens der Haarspülung ist eine deutliche Entwirrung der Haare festzustellen. Nach einer kurzen Einwirkungszeit von 2 Minuten wird das Haar mit warmem Wasser gründlich gespült. Durch diese Behandlung wird ein sehr glatter, kosmetisch angenehmer Griff des Haares und eine sehr gute Naßkämmbarkeit erreicht.

Beispiel 2: Haarkur (pastös,

Cetylstearylalkohol
Lanolin
Glycerin-mono-distearat
Kartoffelstärke
Natriumcetylstearylsul fat
Zitronensäure
Cholesterin
Wasser, vollentsalzt


100,00 g 20 g der obigen Haarkur werden in dem zuvor gewaschenen, handtuchtrockenen Haar verteilt. Nach einer Einwirkungszeit von 10 Minuten wird das Haar mit Wasser gespült und sodann getrocknet. Das so behandelte Haar besitzt sowohl im warmen als auch trockenen Zustand eine ausgezeichnete Kämmbarkeit, einen sehr guten Griff sowie einen ansprechenden Glanz .

Beispiel 3: Cremerinse

2,5 g Reisstärke
2,0 g Cetylstearylalkohol
1,5 g Weinsäure
0,4 g Natriumlaurylsulfat
93,6 g Wasser, vollentsalzt

100,0 g

Die Anwendung erfolgt wie in Beispiel 1 ,

Beispiel 4: Haarkur (pastös ,



100,0 g

ie Anwendung erfolgt wie in Beispiel 2 Beispiel 5: Haartönende Haarpfleqeemulsionen

Kartoffelstärke
Cetylstearylalkohol
Vaseline
Weinsäure
Natriumcetylstearylsulfat
Disperse Blue 3 (C.1.61505)
2-Amino-4-nitro-phenol
Wasser, vollentsalzt


100,00 g

Die Anwendung erfolgt wie in Beispiel 2, jedoch beträgt die Einwirkungsdauer 15 Minuten.

Beispiel 6: Cremerinse



100,0 g

Die Anwendung erfolgt wie in Beispiel 1