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1. WO2010031693 - AXIALTURBOMASCHINENROTOR MIT EINEM SCHAUFELSCHLOSS UND VERFAHREN ZUM HERSTELLEN DESSELBEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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Beschreibung

Axialturbomaschinenrotor mit einem Schaufelschloss und Verfahren zum Herstellen desselben

Die Erfindung betrifft einen Axialturbomaschinenrotor mit einer Welle, an der einen Laufschaufelkranz bildend Laufschaufein montiert sind, von denen eine der Laufschaufein mit einem Schaufelschloss an der Welle verriegelt ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen des Axialturbinenmaschinenrotors mit dem Schaufelschloss .

Eine Turbomaschine in Axialbauweise weist eine Welle auf, auf der eine Mehrzahl an Laufschaufelkränzen aufgereiht ist. Die Laufschaufelkränze sind jeweils von einer Mehrzahl von über den Umfang der Welle nebeneinander angeordneten Laufschaufein gebildet, die jeweils ein aerodynamisch wirksames Schaufelblatt, das von der Oberfläche der Welle radial vorsteht, und einen Schaufelfuß aufweisen, an dem das Schaufelblatt befestigt ist.

Für jeden Laufschaufelkranz ist in der Oberfläche der Welle eine umlaufende und hinterschneidende Nut vorgesehen, mit der jeder Schaufelfuß des Laufschaufelkranzes in Eingriff steht, so dass jede Laufschaufel des Laufschaufelkranzes formschlüssig an der Welle in Radialrichtung befestigt ist. Ist die hinterschneidende Nut beispielsweise als eine T-Nut ausgebildet, so ist hierzu passend der Schaufelfuß als ein Hammerkopffuß geformt. Der Hammerkopffuß weist zwei einander abgewandte Vorsprünge auf, die in entsprechend ausgebildete Einbuchtungen der T-Nut formschlüssig eingreifen. In der Oberfläche der Welle ist eine Montageaussparung vorgesehen, die seitlich an der T-Nut angeordnet ist und die T-Nut freilegt. Bei der Montage der Laufschaufein des Laufschaufelkranzes an die Welle wird jede Laufschaufel des Laufschaufelkranzes mit ihrem Schaufelfuß in die Montageaussparung eingesetzt und in Axialrichtung der Welle in die T-Nut hinein versetzt. Ist der Schaufelfuß der jeweiligen Laufschaufel in der T-Nut angeordnet, wird diese Laufschaufel in Umfangsrichtung der Welle verschoben, so dass der Schaufelfuß in der T-Nut in Umfangsrichtung der Welle gleitet. Auf diese Art und Weise werden in die T-Nut alle Laufschaufeln, die den Laufschaufelkranz bilden, eingesetzt. Die letzte den Laufschaufelkranz bildende Laufschaufel kann in Umfangsrichtung in der T-Nut nicht mehr bewegt werden, da mit ihr alle den Laufschaufelkranz bildenden Laufschaufein in der T-Nut eingesetzt sind. Eine Seite des Schaufelfußes dieser zuletzt montierten Laufschaufel ist in der

Montageaussparung freigelegt. In die Montageaussparung wird zum in Eingriff Stehen mit der freigelegten Seite des Schaufelfußes ein Schaufelschloss eingesetzt, das mit der Welle befestigt wird.

Die an dem Schaufelfuß in der T-Nut der Welle ausgebildete, formschlüssige Verbindung hat bei Rotation des Axialturbomaschinenrotors Fliehkräften zu widerstehen. Eine moderne Konstruktion eines Axialturbomaschinenrotors, insbesondere eines Rotors eines Axialverdichters, ist dahingehend ausgelegt, dass der Axialturbomaschinenrotor einen hohen aerodynamischen Wirkungsgrad bei geringen Herstellungskosten und einen geringem Wartungsaufwand hat. Daraus ergibt sich, dass der Axialverdichterrotor eine möglichst geringe Anzahl an Laufschaufein pro

Laufschaufelkranz hat. Dadurch fallen verglichen mit älteren Konstruktionen die Laufschaufein größer aus, wodurch die Laufschaufein einen großen Schaufelfuß aufweisen. Somit ist das für diese Laufschaufein vorgesehene Schaufelschloss entsprechend groß und schwer ausgebildet, wodurch eine entsprechend hohe Zugbelastung aufgrund von Fliehkräften beim Betrieb des Axialverdichters resultiert. Dadurch kann das Problem auftreten, dass beim Betrieb des Axialturbomaschinenrotors die maximal zulässige Belastung und/oder die maximal zulässige Flächenpressung an dem

Schaufelfuß und/oder dem Schaufelschloss überschritten wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Axialturbomaschinenrotor mit einem Schaufelschloss und ein Verfahren zum Herstellen des Axialturbomaschinenrotors mit dem Schaufelschloss zu schaffen, wobei der Axialturbomaschinenrotor eine hohe Festigkeit hat.

Der erfindungsgemäße Axialturbomaschinenrotor weist eine Welle, in deren Oberfläche eine umlaufende T-Nut vorgesehen ist, und einen Laufschaufelkranz bildende Laufschaufein mit jeweils einem Schaufelfuß auf, der mit der T-Nut in Eingriff steht. Dadurch sind die Laufschaufein an der Welle radial befestigt, wobei an der T-Nut seitlich angrenzend eine Montageaussparung vorgesehen ist, durch die die T-Nut an einer Seite freigelegt ist und die derart dimensioniert ist, dass bei einer Montage der Laufschaufein an die Welle jeder einzelne Schaufelfuß durch die Montageöffnung in die T-Nut einführbar ist, wobei die letzte montierte Laufschaufel mit der einen Seite ihres Schaufelfußes in die Montageöffnung ragt. Ferner weist der erfindungsgemäße Axialturbomaschinenrotor ein Schaufelschloss auf, das ein

Blockageelement und eine Verriegelungsschraube aufweist. Das Blockageelement ist in die Montageöffnung einsetzbar und in Axialrichtung der Welle an den Schaufelfuß hinführbar, so dass das Blockageelement mit seiner einen Seite, die dem Schaufelfuß der zuletzt montierten Laufschaufel benachbart angeordnet ist und die dem durch das Vorsehen der Montageaussparung der T-Nut fehlenden Konturabschnitt nachgebildet ist, mit dem Schaufelfuß der zuletzt montierten Schaufel in Eingriff steht und an seiner der einen Seite abgewandten, anderen Seite mit der Montageaussparung einen Hohlraum bildet, in den die Verriegelungsschraube einbaubar ist, so dass mit der Verriegelungsschraube das Blockageelement zwischen der Verriegelungsschraube und dem Schaufelfuß in Position haltbar ist und der Hohlraum nach außen verschließbar ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen des Axialturbomaschinenrotors weist die Schritte auf: Herstellen eines Rohteils eines Blockageelements mit einem Tragboden; Herstellen einer Montageaussparung in einer Welle, wobei der Grund der Montageaussparung mit der Achse der Welle einen Spitzenwinkel einschließt; Einsetzen des Rohteils in die Montageöffnung, so dass der Tragboden am Grund der

Montageöffnung sitzt; Fertigen eines Lochs in die Welle für eine Verriegelungsschraube, wobei das Loch einen Abschnitt zum Versenken eines Schraubenkopfs der Verriegelungsschraube aufweist, wobei der Abschnitt zumindest teilweise in dem Rohteil ausgebildet ist; Fertigen in der Oberfläche der Welle eine umlaufende T-Nut, die durch das Rohteil sich erstreckt, so dass das Rohteil zum Blockageelement ausgebildet wird, wobei in einem Querschnitt der T-Nut das Blockageelement die T-Nut seitlich begrenzt.

Das erfindungsgemäße Schaufelschloss besteht lediglich aus zwei Bauteilen, nämlich der Verriegelungsschraube und dem Blockageelement. Dadurch kann das Schaufelschloss verglichen mit einen herkömmlichen Schaufelschloss klein ausgeführt werden, wodurch an dem Schaufelschloss beim Betrieb des Axialturbomaschinenrotors eine entsprechend niedrigere Fliehkraft angreift. Außerdem ist durch die kleinen Abmessungen des erfindungsgemäßen Schaufelschlosses beim Vorsehen desselben in der Welle diese weniger stark geschwächt. Durch die erzielte maximal mögliche Abdeckung der Kontaktfläche zwischen dem Schaufelschloss und dem Schaufelfuß wird eine geringe Flächenpressung an dem Schaufelfuß vorteilhaft erreicht. Die Verriegelungsschraube und das Blockageelement können vorteilhaft aus demselben Material wie die Welle hergestellt sein, so dass aufgrund von gegebenenfalls auftretenden Dichteunterschieden bei unterschiedlichen Materialien der Welle und des Schaufelschlosses keine Unwucht erzeugt wird. Ein herkömmliches Schaufelschloss weist in der Regel mehr als zwei Bauteile auf, so dass die Montage des erfindungsgemäßen Schaufelschlosses mit lediglich zwei Bauteilen einfach und schnell bewerkstelligbar ist.

Das Blockageelement weist bevorzugt eine parallel zur Achse der Welle verlaufende Haltefläche auf, die an einer Verriegelungsfläche des Schaufelfußes anliegt, so dass die Laufschaufel an ihrem Schaufelfuß in Radialrichtung in der T-Nut gehalten ist. Dadurch ist mit dem Blockageelement die Schaufel an ihrem Schaufelfuß symmetrisch in der T-Nut gehalten, so dass der Kraftfluss in dem Schaufelfuß vorteilhaft gleichmäßig ist.

Das Blockageelement weist ferner bevorzugt eine Einbuchtung auf, die von der Haltefläche, einer Anliegefläche und einem zwischen der Haltefläche und der Anliegefläche angeordneten Radiusabschnitt gebildet ist, wobei die Anliegefläche mit der Haltefläche einen spitzen Öffnungswinkel einschließt. Das Blockageelement weist ferner einen Tragboden auf, mit dem das Blockageelement in der Montageaussparung abgestützt ist und der mit der Haltefläche einen Winkel einschließt, der kleiner als der Öffnungswinkel ist. Der Tragboden ist bevorzugt von zwei ein Zylindersegment bildenden Tragflächen gebildet, so dass der Tragboden zylinderförmig mit einem Scheitel an der Unterseite ausgebildet ist.

Das Blockageelement weist bevorzugt eine Aufnahmefläche auf, die einer Nabenplatte der Laufschaufel benachbart und dem Tragboden abgewandt angeordnet ist, wobei die der Welle zugewandete Seite der Nabenplatte und die Aufnahmefläche zueinander parallel verlaufen. Bevorzugt verlaufen die der Welle zugewandte Seite der Nabenplatte und der von den Tragflächen gebildete Scheitel des Tragbodens zueinander parallel.

Aus Festigkeitsgründen ist die Abstützfläche an der Nabenplatte schräg angeordnet, wobei die Abstützfläche parallel zu dem von den Tragflächen gebildeten Scheitel verläuft. Dadurch, dass der Winkel, der von der Anliegefläche mit der Achse der Welle eingeschlossen ist, größer ist, als der Winkel, der von der Abstützfläche bzw. dem von den Tragflächen gebildeten Scheitel mit der Achse der Welle eingeschlossen ist, gleitet beim Einbau des Blockageelements dieses entlang der Abstützfläche und der Tragflächen. Wird das Blockageelement in Richtung zu dem Schaufelfuß geschoben, stößt es schließlich mit der Haltefläche an den Schaufelfuß an und ist mit der Anliegefläche zum Schaufelfuß benachbart angeordnet. Dadurch wird eine maximale Überdeckung zwischen dem Blockageelement und dem Schaufelfuß erreicht.

Das Blockageelement weist bevorzugt eine Positionierfläche auf, die senkrecht zur Achse der Welle verläuft und unterhalb der T-Nut angesiedelt ist sowie mit der die Axialposition des Blockageelements im Montagezustand definiert ist. Die Verriegelungsschraube weist bevorzugt einen Gewindeabschnitt und einen Schraubenkopf auf, der unter Ausbildung eines Absatzes von dem Gewindeabschnitt radial vorsteht, an dem das Blockageelement an einer an ihm ausgebildeten Stufe radial nach außen abgestützt ist, so dass von der

Verriegelungsschraube das Blockageelement unter Einwirkung der Fliehkraft der Laufschaufel bei der Rotation der Welle in der T-Nut gehalten ist. Das Blockageelement ist ferner an dem Schraubenkopf in Axialrichtung weg von der Laufschaufel abgestützt, wobei das Blockageelement ferner an der Tragbodenfläche und an der Positionierfläche abgestützt ist. Dadurch ist das Blockageelement sowohl in Radialrichtung als auch in Axialrichtung der Welle von der Verriegelungsschraube stabil gehalten.

In dem Schraubenkopf ist an seiner Stirnseite über den Umfang verteilt eine Mehrzahl von Löchern ausgebildet, mit denen ein Werkzeug zur Montage und Demontage der Verriegelungsschraube eingreifbar ist. Dadurch ist mit dem Werkzeug an der Verriegelungsschraube ein hohes Anzugsmoment aufbringbar, wodurch die Verriegelungsschraube mit einer großen Vorspannkraft versehen werden kann. Beim Anziehen der Verriegelungsschraube wird das Blockageelement in eine gewünschte Stellung an die Welle gedrückt, so dass bei der Herstellung der T-Nut sich hohe Fertigungsgenauigkeiten im Bereich des Schaufelschlosses erzielen lassen.

Alternativ weist das Blockageelement an der der Haltefläche abgewandten Seite ein Rückenteil auf, das zwei, einander abgewandt vorstehende Vorsprünge aufweist, die an ihren der Haltefläche zugewandten Seiten jeweils eine Positionierfläche aufweisen, durch die die Axialposition des Blockageelement im Montagezustand definiert ist. Ferner ist bevorzugt in dem Blockageelement ein Verriegelungsschraubenloch zur Aufnahme der Verriegelungsschraube ausgebildet.

Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Axialturbomaschinenrotors anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen Längsschnitt des Axialturbomaschinenrotors mit einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen SchaufelSchlosses,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Verriegelungsschraube,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der ersten Ausführungsform eines Blockageelements,

Fig. 4 eine Seitenansicht des Blockageelements aus Fig. 3,

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Blockageelements,

Fig. 6 einen Längsschnitt des Axialturbomaschinenrotors in einem ersten Fertigungsschritt und

Fig. 7 einen Längsschnitt des Axialturbomaschinenrotors in einem zweiten Fertigungsschritt.

Wie es aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist, weist ein Axialturbomaschinenrotor 1 eine Welle 2 auf, deren Oberfläche eine Nabenkontur 3 beschreibt. Der Axialturbomaschinenrotor 1 weist ferner einen Laufschaufelkranz auf, der von einer Mehrzahl von gleich geformten und über den Umfang nebeneinanderliegenden Laufschaufein 4 gebildet ist, von denen in Fig. 1 eine der Laufschaufein 4 gezeigt ist. Die Laufschaufel 4 weist ein Schaufelblatt 5 und einen

Schaufelfuß 6 auf, an dem das Schaufelblatt 5 befestigt ist. Das Schaufelblatt 5 hat in Fig. 1 gesehen links ihre Saugseite und rechts ihre Druckseite. Zwischen dem Schaufelfuß 6 und dem Schaufelblatt 5 weist die Laufschaufel 4 eine Nabenplatte 7 auf, deren Außenoberfläche mit der

Nabenkontur 3 fluchtend angeordnet ist. Die Nabenplatte 7 steht an dem Schaufelfuß 6 saugseitig und druckseitig vor, wobei an der Unterseite der Nabenplatte 7 druckseitig eine erste Abstützfläche 8 und saugseitig eine zweite Abstützfläche 9 vorgesehen ist. Die Abstützflächen 8, 9 sind zur Nabenkontur 3 geneigt angeordnet, wobei die Abstützflächen 8, 9 mit der Oberseite der Nabenplatte 7 jeweils einen spitzen Winkel einschließen.

Der Schaufelfuß 6 ist als ein Hammerkopffuß 10 ausgebildet, der an seiner Unterseite druckseitig einen ersten Vorsprung 11 und saugseitig einen zweiten Vorsprung 12 aufweist. Die Oberseite des ersten Vorsprungs 11 ist von einer ersten Verriegelungsfläche 13 und die Oberseite des zweiten Vorsprungs 12 ist von einer zweiten Verriegelungsfläche 14 gebildet, wobei die Verriegelungsflächen 13, 14 parallel zu der Achse der Welle 2 verlaufen. An der Unterseite des ersten Vorsprungs 11 ist eine erste Neigungsfläche 15 und an der Unterseite des zweiten Vorsprungs 12 ist eine zweite Neigungsfläche 16 vorgesehen, wobei die erste Neigungsfläche 15 mit der ersten Abstützfläche 8 einen spitzen Öffnungswinkel und die zweite Neigungsfläche 16 mit der zweiten Abstützfläche 9 ebenfalls einen spitzen Öffnungswinkel einschließen.

Der Hammerkopffuß 10 ist in eine T-Nut 17 eingesetzt, die umlaufend in der Welle 2 ausgebildet ist. Die T-Nut 17 hat einen Grund 18, an dem druckseitig eine erste Einbuchtung 19 und saugseitig eine zweite Einbuchtung 20 vorgesehen sind. Der ersten Neigungsfläche 15 unmittelbar benachbart angeordnet ist in der ersten Einbuchtung 19 eine erste Anliegefläche 21 und der zweiten Neigungsfläche 16 unmittelbar benachbart angeordnet ist in der zweiten

Einbuchtung 20 eine zweite Anliegefläche 22 vorgesehen, wobei die Anliegefläche 21 parallel zu der ersten Neigungsfläche 15 und die zweite Anliegefläche 22 parallel zu der zweiten Neigungsfläche 16 verlaufen.

Der ersten Anliegefläche 21 zugewandt ist in der ersten Einbuchtung 19 eine erste Haltefläche 23 und der zweiten Anliegefläche 22 zugewandt ist in der zweiten Einbuchtung 20 eine zweite Haltefläche 24 ausgebildet, wobei die Halteflächen 23, 24 parallel zu der Achse der Welle 2 angeordnet sind. An der ersten Haltefläche 23 liegt die erste Verriegelungsfläche 13 und an der zweiten Haltefläche 24 liegt die zweite Verriegelungsfläche 14 an, so dass der Hammerkopffuß 10 und somit die Laufschaufel 4 in der T-Nut 17 radial festgelegt sind.

Durch das Vorsehen der ersten Einbuchtung 19 ist ein erster Steg 25 und der durch das Vorsehen der zweiten Einbuchtung 20 ist ein zweiter Steg 26 ausgebildet. Zwischen der ersten Haltefläche 23 und der ersten Anliegefläche 21 ist ein erster Radiusabschnitt 27 und zwischen der zweiten Haltefläche 24 und der zweiten Anliegefläche 22 ist ein zweier Radiusabschnitt 28 ausgebildet. An der Außenseite des ersten Stegs 25 ist der ersten Abstützfläche 8 zugewandt eine erste Aufnahmefläche 29 und an der Außenseite des zweiten Stegs 26 ist der zweiten Abstützfläche 9 zugewandt eine zweite Aufnahmefläche 30 ausgebildet, wobei die erste Aufnahmefläche 29 parallel zu der ersten Abstützfläche 8 und die zweite Aufnahmefläche 30 parallel zu der zweiten Abstützfläche 9 verlaufen.

Die T-Nut 17 ist in der Welle 2 umlaufend ausgebildet und mit einer Mehrzahl von Laufschaufeln 4 bestückt, die nebeneinanderliegend mit ihren Hammerkopffußen 10 in die T-Nut 17 eingreifen. Die Laufschaufeln 4, die in Fig. 1 gezeigt ist, ist mit einem Schaufelschloss 31 in der T-Nut 17 verriegelt. Das Schaufelschloss 31 weist ein Blockageelement 32 auf, das in eine in der Welle 2 vorgesehene Montageaussparung 33 eingesetzt ist.

Zum Montieren der Laufschaufein 4 an die Welle 2 wird die erste der Laufschaufein 4 in die Montageaussparung 33 mit ihrem Schaufelfuß 6 eingesetzt und in Fig. 1 gesehen in Axialrichtung der Welle 2 nach rechts in die T-Nut 17 verschoben. Dann wird diese Laufschaufei 4 in Umfangsrichtung der Welle in der T-Nut 17 verschoben, bis die Montageaussparung 33 wieder zum Einsetzen einer weiteren der Laufschaufein 4 frei ist. Zum vollständigen Bestücken des

Laufschaufelkranzes mit der letzten der Laufschaufein 4 wird diese Laufschaufel 4 in die Montageaussparung 33 eingesetzt und ebenfalls in Axialrichtung der Welle 2 in die T-Nut 17 eingeschoben, bis, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, die erste Verriegelungsfläche 13 an der ersten Haltefläche 23 anliegt, wobei der erste Vorsprung 11 in die erste Einbuchtung 19 eingreift .

Das Blockageelement 32 ist derart ausgebildet, dass mit dem in die Montageaussparung 33 eingesetzten Blockageelement 32 die von der Montageaussparung 33 ausgesparten Kontur der T-Nut 17 nachgebildet ist. So ist in Fig. 1 gesehen an der rechten Seite des Blockageelements 32 die zweite Anliegefläche 22, die zweite Haltefläche 25 ausgebildet, die den zweiten Steg 26 formen. Außerdem ist in dem

Blockageelement 32 zweite Einbuchtung 20 ausgebildet, die von der zweiten Haltefläche 24, dem zweiten Radius 28 und der zweiten Aufnahmefläche 30 gebildet ist. Dadurch ist mit dem Blockageelement 32 die vollständige Kontur der T-Nut 17 geformt.

In Fig. 1 gesehen unterhalb der zweiten Anliegefläche 22 ist senkrecht zur Achse der Welle 2 eine Positionierfläche 34 ausgebildet, mit der die Axialposition des Blockageelements 32 definiert ist. An der Unterseite des Blockageelements 32 ist dieses begrenzt durch eine erste Tragefläche 35 und eine zweite Tragefläche 36, die gemeinsam ein Zylindersegment ausbilden, das an seiner Unterseite einen Scheitel des

Blockageelements 32 aufweist. Der Scheitel verläuft parallel zu der zweiten Aufnahmefläche 30 und schließt mit der Achse der Welle 2 einen ersten spitzen Winkel ein. Die zweite Anliegefläche 22 schließt ebenfalls mit der Achse der Welle 2 einen zweiten spitzen Winkel ein, wobei bei der zweite spitze Winkel größer als der erste spitze Winkel ist. Seitlich begrenzt ist das Blockageelement von einer ersten Führungsfläche 37 und einer der ersten Führungsfläche 37 abgewandten zweiten Führungsfläche 38, wobei die Achse der Welle 2 auf den Verlängerungen der ersten Führungsfläche 37 und der zweiten Führungsfläche 38 liegt.

In die Welle 2 ist an dem Blockageelement 32 anliegend eine Verriegelungsschraube 42 eingesetzt. An der dem Schaufelfuß 6 abgewandten Seite des Blockageelements 32 ist eine Stufe 39 zwischen einer ersten Aussparung 40 und einer zweiten Aussparung 41 ausgebildet. An der Stufe 39 liegt die Verriegelungsschraube 42 mit einem Absatz 44 an, der an einem Schraubenkopf 43 der Verriegelungsschraube 42 ausgebildet ist. Die Stufe 39 und der Absatz 44 verlaufen parallel zur

Achse der Welle 2, wobei an dem Absatz 44 das Blockageelement 42 radial in der Montageaussparung 33 gehalten ist. An dem Schraubenkopf 43 schließt sich ein Gewindeabschnitt 45 an, mit dem die Verriegelungsschraube 42 in die Welle 2 eingeschraubt ist.

An der Stirnseite des Schraubenkopfs 43 sind sechs Passlöcher 46 kreisförmig über den Umfang des Schraubenkopfs 43 verteilt angeordnet, in die ein Werkzeug zum Anziehen und/oder Lösen der Verriegelungsschraube 42 eingreifen kann. Ferner ist die Stirnseite des Schraubenkopfs 42 mit der Nabenkontur 3 und der Oberseite der Nabenplatte 7 fluchtend ausgebildet.

In Fig. 5 ist eine alternative Ausführungsform eines Blockageelements 48 gezeigt, das statt der Positionierfläche 34 des Blockageelements 32 gemäß Fig. 1 bis 4 ein Rückenteil 49 aufweist. Das Rückenteil 49 ist gebildet von einem ersten Vorsprung 50 und einem den ersten Vorsprung abgewandten zweiten Vorsprung 51, wobei die Vorsprünge 50, 51 jeweils seitlich von dem Blockageelement 48 vorstehen. An dem dem zweiten Steg 26 zugewandten Seiten der Vorsprünge 50, 51 sind die Positionierflächen 52, 53 ausgebildet, die eine Axialposition des Blockageelements 48 definieren. In dem Blockageelement 48 ist ein Verriegelungsschraubenloch 54 gefertigt, durch das die Verriegelungsschraube 42 gesteckt mit der Welle 2 verschraubt ist.

Zum Herstellen des Blockageelements 32 gemäß Fig. 1 bis 4 ist gemäß Fig. 6 und 7 ein Rohteil des Blockageelements 32 in die in der Welle 2 vorgesehene Montageaussparung 33 eingesetzt. Das Rohteil des Blockageelements 32 weist die Tragflächen 36, 37, den vom ihnen gemeinsam gebildeten Scheitel und die Positionierfläche 34 auf. Parallel zu dem Scheitel verlaufend ist an der Oberseite des Rohteils des Blockageelements 32 ein Halteschraubenloch 47 vorgesehen, in das eine Halteschraube 55 eingesetzt ist, die mit der Welle 2 verschraubt ist. Die Welle 2 ist in dem in Fig. 6 gezeigten Fertigungsstadium noch nicht mit der T-Nut 17 versehen, sondern lediglich mit der Montageaussparung 33, die im Bereich der dann noch zu fertigenden T-Nut 17 sich erstreckt.

In einem nächsten Fertigungsschritt, der in Fig. 7 gezeigt ist, ist in die Welle 2 und in das Rohteil des

Blockageelements 32 ein Loch für die Verriegelungsschraube 42 gefertigt, das ein Gewinde für den Gewindeabschnitt 45 und eine zylindrische Aussparung für den Schraubenkopf 43 aufweist. Dabei wird an dem Rohteil des Blockageelements 32 die erste Aussparung 40, die zweite Aussparung 41 und die

Stufe 39 ausgebildet. Dadurch, dass mit der Halteschraube 55 das Rohteil des Blockageelements 32 bei der Herstellung des Lochs für die Verriegelungsschraube 42 in Position gehalten ist, sind eventuelle Fertigungsungenauigkeiten minimiert.

Die Halteschraube 55 wird aus dem Halteschraubenloch 47 entfernt. In einem letzten Fertigungsschritt ist mit einem geeigneten Werkzeug, beispielsweise einem Drehmeißel, die T-Nut in die Welle 2 zu fertigen, wobei das Rohteil des Blockageelements 32 bearbeitet wird. Dadurch entsteht in der Welle 2 die Kontur der T-Nut 17, die unter Ausbilden der zweiten Anliegefläche 22, des zweiten Radiusabschnitts 28, der zweiten Halterfläche 34 und der zweiten Aufnahmefläche 30 an dem Rohteil des Blockageelements 32 ausgebildet ist. Beim Fertigen der T-Nut 17 wird das Material um das Halteschraubenloch 47 abgetragen.