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1. WO2010022939 - KOMPOSTER

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Titel: Komposter

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf einen Komposter mit zumindest einer verschließbaren Einfüllöffnung an der Oberseite, mit drei übereinander angeordneten Kammern im Inne-ren, einem oberen Zwischenboden zwischen oberer und mittlerer Kammer, einem unteren Zwischenboden zwischen mittlerer und unterer Kammer und mit zumindest einer verschließbaren seitlichen Entnahmeöffhung im Bereich der unteren Kammer.

Stand der Technik

Komposter für den Privathaushalt sind zumeist zylindrische, kubische oder pyrami-denformige, nach unten offene Behälter. Die zu kompostierenden, organischen Abfälle, wie Gemüseabfälle und Obstabfälle, werden in den Behälter eingebracht und verrotten im Inneren des Behälters unter Sauerstoffzutritt und unter Zuhilfenahme von Bodenbakterien und Kleinstlebewesen. Dabei werden die organischen Abfälle in erdige Bestandteile wie Humus umgewandelt. Bekannte Komposter werden aus vorgefertigten Elementen, die aus Kunststoff, Holz oder Metall bestehen, aufgebaut und sind mit entsprechenden Belüftungsöffhungen ausgestattet, um die Kompostierung zu erleichtern.

Bei den bekannten, im Privathaushalt verwendeten Kompostern besteht das Problem, dass der durch die gelochte oder mit anderen Zuluftöffnungen ausgestattete Wand mögli-che Luftaustausch nur mit den unmittelbar an der Wand anliegenden Abfällen möglich ist, während der übrigen Inhalt des Komposters weder über den für die Kompostierung notwendigen Sauerstoffzutritt verfügt, noch die bis zu 70 % Feuchtigkeit dampfförmig abgeben kann, die in frischen Grünabfällen enthalten ist.

Die Folge ist, dass das Kompostgut ohne genügend Sauerstoff übel riechend verfault, was neben der an sich bekannten Geruchsbelästigung auch noch zu einem minderwertigen Kompost als Endprodukt führt.

Um diesem Zustand abzuhelfen, sind bekannte Komposter mit Klappen, entnehmbaren Wänden oder ähnlichem ausgestattet, wobei der Benutzer des Komposters angehalten ist, das im Komposter enthaltene Kompostgut im Rhythmus von 4 bis 6 Wochen umzu-setzen.

Dieses Umsetzen ist mit einer Reihe von manuellen Tätigkeiten verbunden. Zuerst ist beim Komposter eine Klappe zu öffnen oder ein Wandelement zu entnehmen. Dann ist durch die entstandene Öffnung das gesamte Kompostgut aus dem Komposter zu entnehmen und neben dem Komposter aufzuhäufen. Dies geschieht zumeist nach und nach mit Hilfe einer Schaufel. Mit Hilfe der Schaufel kann das entnommene Kompostgut durch eine Sieb geworfen werden, um die bereits zu Rohkompost gewordenen kleineren Bestandteile aus dem Kompostgut auszusieben und so vom restlichen Kompostgut zu trennen, das wieder in dem Komposter eingefüllt werden muss, damit es dort weiter kompostieren kann. Nach dem Siebvorgang und vor dem neuerlichen Befüllen des Komposters muss zuerst beim Komposter die Klappe geschlossen bzw. das Wandelement wieder eingesetzt werden. Erst dann kann das restliche Kompostgut wird Hilfe der Schaufel wieder in den Komposter eingefüllt werden.

Diese Tätigkeiten müssen in einem Rhythmus von 4 bis 6 Wochen vorgenommen werden, wenn man einen hochwertigen Kompost erhalten möchte. Erfahrungsgemäß sind diese Tätigkeiten unbeliebt, weil sie nicht nur einen manuellen Kraftaufwand erfordern, sondern den Benutzer auch einer Belästigung durch Gerüche oder durch zahlreiche, im Kompostgut anwesende Kleinstlebewesen aussetzen können. Wird das Kompostgut länger nicht umgesetzt, kann sogar Krankheitsgefahr entstehen, weil sich im organischen Material unter verschiedenen Bedingungen Spaltpilze bilden können, die bei Personen mit reduziertem Immunsystem zu Krankheiten führen können. Ein zu häufiges Umsetzen wiederum stört vor allem die fortgeschrittene Kompostierung und führt zu einer verminderten Qualität des entstehenden Kompostes.

Aus der EP 1 118 604 A2 ist ein Komposter in der Form eines rechteckigen Kastens bekannt, der drei übereinander angeordnete, gleich große Kammern enthält, die durch aus dem Kasten herausziehbare Schiebeböden getrennt sind. Der Kasten ist oben durch einen Klappdeckel abgeschlossen. Die unter dem Klappdeckel angeordnete, obere Kammer ist nach oben offen. Zwischen ihr und der mittleren Kammer ist ein oberer Schiebeboden angeordnet. Zwischen der mittleren Kammer und der unteren Kammer ist ein unterer Schiebeboden angeordnet. Die Abfälle werden in die obere Kammer eingegeben. Beim Herausziehen des oberen Schiebebodens fallen die Abfälle in die darunter liegende mittlere Kammer. Beim Herausziehen des unteren Schiebebodens fallen die Abfälle in die darunter liegende untere Kammer. Der Kasten ist im Bereich der unteren Kammer mit einer Klappe versehen, durch die der Kompost aus der unteren Kammer des Kastens entnommen wird. Bei diesem Komposter werden die in den Seitenwänden des Kastens angeordneten Führungen für die Schiebeböden durch die Abfälle verklebt. Dadurch können die Schiebeböden nach einiger Zeit nicht mehr oder nur mehr sehr schwer bewegt werden. Bei diesem Komposter wird nur ein Teil des Volumens für die Kompostierung genutzt, weil die drei Kammern gleich groß sind, während das Volumen des Kompostgutes dem Fortschritt der Kompostierung entsprechend ständig kleiner wird, weil Feuchtigkeit aus dem Kompostgut abgeschieden wird und beim Vererdungsprozess eine weitere deutliche Volumsreduktion eintritt. Von dem in die obere Kammer eingefüllten Abfällen sind in der mittleren Kammer nur mehr ca. 60 % des Ursprungsvolumens enthalten und in der unteren Kammer gar nur mehr ca. 30 % des Ursprungs volumens. Dadurch ist ein unverhältnismä-ßig großer Anteil des Volumens des Komposters ungenutzt.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Komposter zu schaffen, der die oben genannten Nachteile vermeidet und mit geringem Arbeitsaufwand eine rasche und intensive Kompostierung erlaubt. Als Lösung wird ein neuer Komposter vorgeschlagen.

Der neue Komposter besitzt zumindest eine verschließbare Einfüllöffnung an der Oberseite und drei übereinander angeordnete Kammern in seinem Inneren, ferner einen oberen Zwischenboden zwischen der oberen Kammer und der mittleren Kammer, einen unteren Zwischenboden zwischen der mittleren Kammer und der unteren Kammer und schließlich zumindest eine verschließbare, seitliche Entnahmeöffnung im Bereich der unteren Kammer. Der neue Komposter ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Zwischenboden zumindest eine durch eine drehbare Blende verschließbare Übergabeöffnung für das Kompostgut vorgesehen ist, dass im unteren Zwischenboden zumindest eine durch eine drehbare Blende verschließbare Übergabeöffnung für das Kompostgut vorgesehen ist, und dass in der mittleren Kammer zumindest ein oberhalb des unteren Zwischenbodens angeordneter, zum Austragen des Kompostgutes über den unteren Zwischenboden bewegbarer Abstreifer vorgesehen ist.

Diese Ausbildung erlaubt einen einfachen, dem Anfall der Abfälle und dem Fortschritt der Kompostierung angepassten Transport des Kompostgutes durch den Kompos-ter.

Bei leerem Komposter sind die in den beiden Zwischenböden angeordneten und jeweils durch eine drehbare Blende verschließbaren Übergabeöffnungen verschlossen. Die nach und nach anfallenden, zu kompostierenden, organischen Abfälle werden über die Einfüllöffnung des Komposters in die leere obere Kammer eingebracht. Wenn die obere Kammer voll ist, wird die obere Kammer geleert. Dazu wird bei jeder im oberen Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung die drehbare Blende verdreht und die Übergabeöffnung geöffnet. Das auf der drehbaren Blende liegende Kompostgut fallt durch die Übergabeöffhung hindurch in die mittlere Kammer und bleibt auf dem unteren Zwischenboden liegen. Je nach Anzahl und Größe der im oberen Zwischenboden angeordne-ten Übergabeöffnungen kann etwas Kompostgut am oberen Zwischenboden liegen bleiben. Dieses Kompostgut kann, falls erforderlich, von Hand aus oder mit Hilfe eines über die geöffnete Einfüllöffnung des Komposters in die obere Kammer eingebrachten Hilfsmittels in die jeweilige Übergabeöffnung verschoben werden, damit es durch diese hindurch in die mittlere Kammer gelangt. Nach dem Leeren der oberen Kammer wird zuerst der obere Zwischenboden verschlossen. Dazu wird bei jeder im oberen Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung die drehbare Blende verdreht und die Übergabeöffnung geschlossen. Anschließend werden die weiterhin nach und nach anfallenden, zu kompostierenden, organischen Abfälle über die Einfüllöffnung des Komposters in die leere obere Kammer eingebracht. Wenn die obere Kammer das nächste Mal voll ist, wird zuerst die mittlere Kammer geleert. Dazu wird bei jeder im unteren Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung die drehbare Blende verdreht und die Übergabeöffnung geöffnet. Das auf der drehbaren Blende liegende Kompostgut fällt durch die Übergabeöffnung hindurch in die untere Kammer und bleibt auf dem unter dem Komposter angeordneten Erdboden liegen. Ab-hängig von der Anzahl und Größe der im unteren Zwischenboden angeordneten Überga- beöfFnungen bleibt etwas Kompostgut auf dem unteren Zwischenboden liegen. Dieses Kompostgut wird mit Hilfe des über den unteren Zwischenboden bewegbaren Abstreifers in die jeweilige Übergabeöffnung verschoben, damit es durch diese hindurch in die untere Kammer gelangt. Nach dem Leeren der mittleren Kammer wird zuerst der untere Zwischenboden verschlossen. Dazu wird bei jeder im unteren Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung die drehbare Blende verdreht und die Übergabeöffnung geschlossen. Anschließend wird die noch volle obere Kammer, wie oben beschrieben, geleert. Nach dem Leeren der oberen Kammer wird wieder der obere Zwischenboden verschlossen. Anschließend wer-den die weiterhin nach und nach anfallenden, zu kompostierenden, organischen Abfälle wieder über die Einfüllöffnung des Komposters in die jetzt wieder leere obere Kammer eingebracht.

Der fertige Kompost wird aus der unteren Kammer über die seitliche Entnahmeöffnung des Komposters entnommen. Wenn alle drei Kammern des Komposters gefüllt sind, muss zuerst der fertige Kompost aus der unteren Kammer entnommen und die untere Kammer geleert werden. Danach kann der Inhalt mittleren Kammer in die jetzt leere untere Kammer transferiert werden. Anschließend kann der Inhalt der oberen Kammer in die jetzt leere mittlere Kammer transferiert werden. Nach dem Verschließen des oberen Zwischenbodens können wieder die zu kompostierenden, organischen Abfälle in die jetzt leere obere Kammer eingebracht werden.

Die Handhaben zum Betätigen der drehbaren Blenden können an der Außenseite des Komposters angeordnet sein.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein um eine vertikale Drehach-se verdrehbares Drehelement vorgesehen sein, das sich von der Oberseite des Komposters bis in die mittlere Kammer erstreckt, an seinem oberen Ende mit einem Bedienelement versehen ist und in der mittleren Kammer zumindest eine Blende zum Verschließen einer im unteren Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung trägt.

Bei dieser Ausbildung ist die Handhabe zum Betätigen einer dem unteren Zwischen-boden zugeordneten, drehbaren Blende an der Oberseite des Komposters angeordnet.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Drehelement in der mittleren Kammer zumindest zwei von ihm diametral abstehende Blenden tragen, die jeweils zumindest einer im unteren Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung zugeordnet sind. Diese Ausbildung erlaubt es, zwei drehbare Blenden, die zwei im unteren Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnungen zugeordnet sind, von der Oberseite des Komposters her zu betätigen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein um eine vertikale Drehachse verdrehbares Drehelement vorgesehen sein, das sich von der Oberseite des Komposters bis in die mittlere Kammer erstreckt, an seinem oberen Ende mit einem Bedienelement versehen ist und in der mittleren Kammer zumindest einen, zum Austragen des Kompostgutes über den unteren Zwischenboden bewegbaren Abstreifer trägt.

Diese Ausbildung erlaubt es, den über den unteren Zwischenboden bewegbaren Abstreifer von der Oberseite des Komposters her zu betätigen. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein um eine vertikale Drehachse verdrehbares Drehelement vorgesehen sein, das sich von der Oberseite des Komposters bis in die mittlere Kammer erstreckt, an seinem oberen Ende mit einem Bedienelement versehen ist und in der mittleren Kammer zumindest ein durch die mittlere Kammer bewegbares Egalisierungselement trägt. Diese Ausbildung sieht ein durch die mittlere Kammer bewegbares Egalisierungselement vor, das von der Oberseite des Komposters her zu betätigen ist, um das Kompostgut in der mittleren Kammer etwas zu verteilen.

Erfindungsgemäß kann das sich von der Oberseite des Komposters bis in die mittlere Kammer erstreckende Drehelement zumindest einen in der oberen Kammer angeordneten und dort zum Austragen des Kompost gutes über den oberen Zwischenboden bewegbaren Abstreifer tragen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein um eine vertikale Drehachse verdrehbares Drehelement vorgesehen sein, das sich von der Oberseite des Komposters bis in die obere Kammer erstreckt, an seinem oberen Ende mit einem Bedienelement ver-sehen ist und in der oberen Kammer zumindest eine Blende zum Verschließen einer im oberen Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung trägt.

Bei dieser Ausbildung ist die Handhabe zum Betätigen einer dem oberen Zwischenboden zugeordneten, drehbaren Blende an der Oberseite des Komposters angeordnet.

Erfindungsgemäß kann das Drehelement in der oberen Kammer zumindest zwei von ihm diametral abstehende Blenden tragen, die jeweils zumindest einer im oberen Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnung zugeordnet sind.

Diese Ausbildung erlaubt es, zwei drehbare Blenden, die zwei im oberen Zwischenboden angeordneten Übergabeöffnungen zugeordnet sind, von der Oberseite des Komposters her zu betätigen. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein um eine vertikale Drehachse verdrehbares Drehelement vorgesehen sein, das sich von der Oberseite des Komposters bis in die obere Kammer erstreckt, an seinem oberen Ende mit einem Bedienelement versehen ist und in der oberen Kammer zumindest einen, zum Austragen des Kompostgutes über den oberen Zwischenboden bewegbaren Abstreifer trägt. Diese Ausbildung erlaubt es, den über den oberen Zwischenboden bewegbaren Abstreifer von der Oberseite des Komposters her zu betätigen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der obere Zwischenboden des Komposters und jede einer Übergabeöffnung des oberen Zwischenbodens zugeordnete, drehbare Blende sowie der die obere Kammer begrenzende Abschnitt des Komposter-mantels frei von Belüftungsdurchbrüchen sein, während der die mittlere Kammer und die untere Kammer begrenzende Abschnitt des Kompostermantels und der untere Zwischenboden sowie jede einer Übergabeöfϊhung des unteren Zwischenbodens zugeordnete, drehbare Blende mit Belüftungsdurchbrüchen versehen ist.

Diese Ausbildung erlaubt es, die obere Kammer unbelüftet zu belassen und nach au-ßen abzuschließen Bei der üblichen Haushaltskompostierung fallen täglich nur geringe

Mengen an Abfallen an . Diese können nach dem Einbringen in den Komposter wegen der geringen Mengen keine Erwärmung des Kompostmaterials erzeugen. Wenn die obere

Kammer nicht belüftet ist, kann die täglich eingebrachte Abfallmenge weder Feuchtigkeit abgeben noch nennenswert kompostieren. Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass eine Be-Siedlung der Abfälle mit Insekten fast völlig verhindert wird.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Komposter einen sich nach unten erweiternden Mantel besitzen, wobei das Volumen der oberen Kammer kleiner ist als das Volumen der mittleren Kammer und das Volumen der mittleren Kammer kleiner ist als das Volumen der unteren Kammer. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das Volumen der mittleren Kammer das Dreifache des Volumens der oberen Kammer und dass das Volumen der unteren Kammer das Doppelte des Volumens der mittleren Kammer betragen.

Diese Ausbildung erlaubt es, die obere Kammer nacheinander dreimal in die mittlere Kammer zu entleeren, bevor diese in die untere Kammer entleert wird. Und die mittlere Kammer kann nacheinander zweimal in die untere Kammer entleert werden, bevor aus dieser fertiger Kompost entnommen wird.

Erfindungsgemäß kann ein die obere Kammer enthaltender oberer Komposterab-schnitt, ein die mittlere Kammer enthaltender mittlere Komposterabschnitt und ein die untere Kammer enthaltender unterer Komposterabschnitt vorgesehen sein. Diese Ausbildung erlaubt eine Vereinfachung bei der Herstellung und beim Transportes des Komposters.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann zu Transportzwecken der mittlere Komposterabschnitt in den unteren Komposterabschnitt und der obere Komposterabschnitt in den mittleren Komposterabschnitt einsetzbar sein. Diese Ausbildung erlaubt es, das Transportvolumen des Komposters gegenüber einer einstückigen Ausbildung des Komposters deutlich zu verringern.

Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen In den Zeichnungen zeigen: Fig. 1 schematisch einen erfindungsgemäßen Komposter in Seitenansicht, Fig. 2 den Komposter der Fig. 1 von oben, Fig. 3 einen Ausschnitt des Komposters mit einem Teil der oberen und der mittleren

Kammer,

Fig. 4 eine Ausführungsform des oberen Zwischenbodens in Draufsicht, Fig. 5 eine drehbare Blende für den oberen Zwischenboden, Fig. 6 eine Ausfuhrungsform des unteren Zwischenbodens in Draufsicht, Fig. 7 eine drehbare Blende für den unteren Zwischenboden, Fig. 8 einen aus drei Abschnitten bestehenden Komposter, und Fig. 9 einen Komposter im transportfertigen Zustand

Beschreibung von Ausführungsbeispielen

Der Komposter weist drei Kammern 1, 2, 3 auf. Die äußere Form des Komposters ist ein sich nach unten erweiternder Konus. Das Volumen der oberen Kammer 1 ist kleiner als das Volumen der mittleren Kammer 2, deren Volumen kleiner als das Volumen der unteren Kammer 3 ist.

Symmetrisch zu einem Durchmesser der oberen Fläche, die an der Oberseite der oberen Kammer 1 angeordnet ist, erstreckt sich ein an der Oberseite des Komposters angeordneter Steg 16, an dem über parallele Scharniere Deckel 13, 14 für die Einfüllöffnungen des Komposters angelenkt sind. Die untere Kammer 3 weist eine seitliche Entnahmeöffnung auf, die mit einer Entnahmeklappe 12 verschlossen ist. Die untere Kammer 3 ist unten offen, damit das in ihr enthaltene Kompostgut in Kontakt mit Bodenbakterien und im Erdboden 15 enthaltenen 35 Kleinstlebewesen kommen kann, die die Kompostierung vorantreiben.

Der Mantel des Komposters, der die mittlere Kammer 2 und die untere Kammer 3 umschließt, ist mit Belüftungsdurchbrüchen 17 versehen. Ebenso der untere Zwischenboden 8 des Komposters und die untere, drehbare Blende 9, die zwischen der mittleren Kammer 2 und der unteren Kammer 3 angeordnet ist.

Der Mantel des Komposters hingegen, der die obere Kammer 1 umgibt, ist ohne Belüftungsdurchbrüche ausgestaltet. Ebenso der obere Zwischenboden 4 des Komposters und die obere, drehbare Blende 7, die zwischen der oberen Kammer 1 und der mittleren Kammer 2 angeordnet ist. Bei geschlossenen Deckeln 13, 14 und bei in Schließstellung befindlicher, oberer Blende 7 findet keine Durchlüftung der oberen Kammer 1 statt.

Konzentrisch zur vertikalen Längsmittelachse des Komposters ist eine vertikale Hohlwelle 6 angeordnet. Diese ist im Bereich des oberen Zwischenbodens 4 mit der obe-ren, drehbaren Blende 7 verbunden, die knapp über dem oberen Zwischenboden 4 angeordnet ist und zum Öffnen und Schließen der im oberen Zwischenboden 4 angeordneten Übergabeöffnung gegenüber dem oberen Zwischenboden 4 verdrehbar ist.

In der vertikalen Hohlwelle 6 ist eine vertikale Drehwelle 10 angeordnet. Die Drehwelle 10 ist im Bereich des unteren Zwischenbodens 8 mit der unteren, drehbaren Blende 9 verbunden, knapp über dem unteren Zwischenboden 8 angeordnet ist und zum Öffnen und Schließen der im unteren Zwischenboden 8 angeordneten Übergabeöffnung gegenüber dem unteren Zwischenboden 8 verdrehbar ist.

Drehwelle 10 und Hohlwelle 6 durchsetzen den an der Oberseite des Komposters angeordneten Steg 16 und sind an ihren oberen Endbereichen mit Hebeln 5 bzw. 11 verse-hen. Über den Hebel 5 kann die Hohlwelle 6 damit die obere, drehbare Blende 7 verdreht werden. Über den Hebel 11 kann die Drehwelle 10 und damit die untere, drehbare Blende 9 verdreht werden.

In Fig. 1 sind die drehbaren Blenden 7, 9 in der Übergabestellung dargestellt, in der sie die Übergabeöffnungen im oberen Zwischenboden 4 bzw. unteren Zwischenboden 8 freigeben. In dieser Stellung der drehbaren Blenden 7, 9 sind die Hebel 5 und 11 quer zum Steg 16 angeordnet.

In Fig. 2 sind die Hebel 5 und 11 parallel zum Steg 16 ausgerichtet. Diese Ausrichtung der Hebel 5 und 11 weist darauf hin, dass sich die in Inneren des Komposters befindenden, drehbaren Blenden 7, 9 sich in ihrer Schließstellung befinden und die Übergabe-Öffnungen im oberen Zwischenboden 4 bzw. unteren Zwischenboden 8 verschließen.

Über die Stellung der beiden Hebel 5 und 11 an der Oberseite des Komposters lässt sich die Stellung der drehbaren Blenden 7, 9 im Inneren des Komposters einfach überwachen. Zusätzlich verhindert die Querstellung der Hebel 5 und 11 ein Öffnen der die Einfuhröffnungen des Komposters verschließenden Deckel 13, 14. Dadurch wird das Ein-werfen von frischem Abfall in die obere Kammer 1 verhindert, wenn die Übergabeöffnungen im oberen Zwischenboden 4 bzw. unteren Zwischenboden 8 geöffnet sind.

Fig. 3 zeigt die obere Kammer 1 und die mittlere Kammer 2 als zwei getrennte Bauteile, die aufeinander gesetzt sind. Zwischen der oberen Kammer 1 und der mittleren Kammer 2 ist der obere Zwischenboden 4 des Komposters angeordnet. In diesem Zwi-schenboden 4 sind Übergabeöffnungen 21 vorgesehen, die von Abschnitten der oberen, drehbaren Blende 7 abgedeckt sind. Die obere, drehbare Blende 7 ist mit der Hohlwelle 6 verbunden. Diese ist mit einer Verlängerung nach unten versehen, die sich in die untere Kammer 2 erstreckt. In der unteren Kammer 2 ist an der Hohlwelle 6 ein fingerförmiges Egalisierungselement 24 befestigt, das durch Drehen der Hohlwelle 6 durch die untere Kammer 2 bewegt werden kann. Mit dem Egalisierungselement 24 kann das sich unter den Übergabeöffnungen 21 anhäufende Kompostgut über die untere Kammer 2 verteilt werden. Die Drehwelle 10 erstreckt sich durch die Hohlwelle 6 hindurch nach unten und reicht bis zur unteren, drehbaren Blende 9. Beim Drehen der Hohlwelle 6 dreht sich die obere, drehbare Blende 7 in der linken Zeichnungshälfte aus der Papierebene heraus und in der rechten Zeichnungsebene in die Papierebene hinein. In der rechten Zeichnungshälfte ist der in Drehrichtung der oberen, drehbaren Blende 7 hinter der Übergabeöffnung 21 liegende Abstreifer 18 zu sehen, den die Hohlwelle 6 durchsetzt. Zwischen dem oberen Zwischenboden 4 und dem Abstreifer 18 ist ein Spalt, von z.B. 2 cm vorgesehen, durch den sich die obere, drehbare Blende 7 drehen kann. Der Abstreifer 18 hat beispielsweise eine Höhe von 5 cm. Beim Verdrehen der oberen, drehbaren Blende 7 schiebt der Abstreifer 18 das auf der Blende 7 liegende Kompostgut in die Übergabeöffnung 21. Um durch große harte Bestandteile im Kompost keine Beschädigungen am Komposter zu verursachen, ist der Abstreifer 18 federnd im Komposter befestigt, sodass er solchen Bestandteilen gegen die Kraft der Feder ausweichen kann. Im dem die mittlere Kammer 2 umgebenden Mantel 20 des Komposters sind Belüftungsdurchbrüche 17 vorgesehen. Der die obere Kammer 1 umgebende Mantel 19 des Komposters hingegen ist vollkommen geschlossen.

Fig. 4 zeigt den als kreisförmige Scheibe ausgebildeten oberen Zwischenboden 4, der zwei einander diametral gegenüberliegende, etwa vierteilkreisförmige Übergabeöffnun-gen 21 aufweist. In der Mitte des oberen Zwischenbodens 4 ist eine Durchtrittsöffnung 24 für den Durchtritt der Dreh welle 10 vorgesehen.

Fig. 5 zeigt die obere, drehbare Blende 7, die zwei einander diametral gegenüberliegende, kreissektorfÖrmige Abschnitte 23 aufweist, die in der Schließstellung der oberen, drehbaren Blende 7 die beiden etwa vierteilkreisförmige Übergabeöffnungen 21 im obe-ren Zwischenboden 4 abdecken. In der Mitte der drehbaren Blende 7 ist die Hohlwelle 6 befestigt. Der obere Zwischenboden 4 und die obere, drehbare Blende 7 sind nicht perforiert, d.h. sie weisen keine Belüftungsdurchbrüche auf. Gleiches gilt für den die obere Kammer 1 umgebende Mantel 19 des Komposters und auch für die Deckel 13, 14, die die Einfüllöffnungen des Komposters verschließen. Die obere Kammer 1 ist daher von Bau-teilen begrenzt, die alle keine Belüftungsdurchbrüche aufweisen. Die obere Kammer 1 des Komposters ist daher nicht belüftet.

Fig. 6 zeigt den unteren Zwischenboden 8, der zwischen der mittleren Kammer 2 und der unteren Kammer 3 angeordnet ist. Der untere Zwischenboden 8 weist zwei einander diametral gegenüberliegende, kreissektorfÖrmige Übergabeöffnungen 21 auf. Der untere er Zwischenboden 8 besteht aus perforiertem Material, d.h. er weist Belüftungsdurchbrüche 17 auf.

Fig. 7 zeigt die untere, drehbare Blende 9, die zwischen der mittleren Kammer 2 und der unteren Kammer 3 angeordnet ist. Die untere, drehbare Blende 9 weist zwei einander diametral gegenüberliegende, kreissektorfÖrmige Abschnitte 23 auf, die in der Schließ-Stellung der unteren, drehbaren Blende 9 die beiden kreissektorförmigen Übergabeöffnungen 21 im unteren Zwischenboden 8 abdecken. Die untere, drehbare Blende 9 besteht ebenfalls aus perforiertem Material, d.h. sie weist Belüftungsdurchbrüche 17 auf. Gleiches gilt für den die mittlere Kammer 2 und die untere Kammer 3 umgebende Mantel 20 des Komposters. Die mittlere Kammer 2 und die untere Kammer 3 sind von Bauteilen begrenzt, die alle Belüftungsdurchbrüche aufweisen. Die mittlere Kammer 2 und die untere Kammer 3 sind daher ständig belüftet und die Kompostierung in den beiden Kammern wird durch die Belüftung gefördert.

Beim Gebrauch des Komposters wird frischer Abfall nach Öffnen eines der Deckel 13, 14 in die obere Kammer 1 geworfen. Da die Deckel nur geöffnet werden können, wenn die Hebel 5, 11 parallel zum Steg 16 stehen, ist sichergestellt, dass der frische Abfall nicht aus der oberen Kammer 1 in die mittlere Kammer 2 gelangen kann. Da die obere Kammer 1 nicht belüftet ist, können die täglich eingebrachten Abfallmengen weder Feuchtigkeit abgeben noch nennenswert kompostieren, wodurch der Insektenbefall gering gehalten wird. Erst wenn die obere Kammer 1 annähernd gefüllt ist, z.B. nach 2 bis 3 Wochen, wird durch Drehung der Hohlwelle 6 über den Hebel 5 die obere, drehbare Blende 7 in die Übergabestellung gedreht, sodass der Inhalt der oberen Kammer 1 durch die Übergabeöffhung 21 im oberen Zwischenboden 4 in die mittlere Kammer 2 fallen kann. Durch die Drehung der oberen, drehbaren Blende 7 wird das Kompostgut vermischt und belüftet. Ein an der Hohlwelle 6 befestigtes Egalisierungselement 24 dreht sich mit der Hohlwelle 6 mit und verteilt das unterhalb der Übergabeöffnung 21 angehäufte Kompostgut gleichmäßig über die mittlere Kammer 2. Der Abstreifer 18 schiebt das auf den kreissektorförmigen Abschnitten 23 der oberen, drehbaren Blende 7 liegende Kompostgut in die Übergabeöffnung 21. Schließlich wird die obere, drehbare Blende 7 wieder in Schließstellung gedreht und es kann erneut in der oberen Kammer 1 frischer Abfall ge-sammelt werden, während in der mittleren Kammer 2 das zuvor durchgefallene Kompostgut in Ruhe kompostieren kann ohne, dass Gefahr besteht, dass frischer Abfall in die mittlere Kammer 2 gerät.

Durch die Belüftungsdurchbrüche 17, die in dem die mittlere Kammer 2 umgebenden Mantel 20, im unteren Zwischenboden 8 und in der unteren drehbaren Blende 9 vor-handen sind, gelangt nun Sauerstoff an das Kompostgut in der mittleren Kammer 2. In dem Kompostgut setzt eine rege Kompostierung ein, wobei die relativ große Menge an Kompostgut sich in den ersten Tage kräftig erwärmt und dadurch ein Großteil der Feuchtigkeit über die Belüftungsdurchbrüche 17 aus dem Komposter ausgeschieden wird, während gleichzeitig durch die starke Erwärmung eine Hygienisierung des Kompostgutes mit dem Vernichten von Unkrautsamen erreicht wird. Die Abgabe von Feuchtigkeit führt zu einer kräftigen Volumsreduktion, sodass bis zum nächsten Entleeren der oberen Kammer 1 das Volumen in der mittleren Kammer 2 auf ungefähr 60 % reduziert wird. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Volumen der mittleren Kammer 2 etwa das Dreifache des Volumens der oberen Kammer 1 ist. Erst wenn die mittlere Kammer 2 voll ist, z.B. nach 2 bis 3 Monaten, wird durch Drehen der Drehwelle 10 über den Hebel 1 1 die untere, drehbare Blende 9 verdreht und die Übergabeöffnungen 21 im unteren Zwischenboden 8 freigegeben, sodass der in der Zwischenzeit abgekühlte, fortgeschritten kompostierte Abfall in die untere Kammer 3 fallt. Bei der Drehung kommt es erneut zur Vermischung und zusätzlicher Belüftung des Kompostgutes. Ein Abstreifer 18 über der unteren, drehbaren Blende 9 schiebt wiederum das auf der Blende 9 liegende Kompostgut in die Übergabeöffnung 21. An einem in die untere Kammer 3 hineinragenden Ende der Drehwelle 10 kann ebenfalls ein Egalisierungselement zur gleichmäßigen Verteilung des in der unteren Kammer 3 unterhalb der Übergabeöffnung 21 angehäuften Kompostmaterials befestigt sein. Danach wird die unte-re, drehbare Blende 9 wieder in Schließstellung gebracht, damit Kompostgut, das von der oberen Kammer 1 in die mittlere Kammer 2 übergeben wird, nicht in die untere Kammer 3 fallen kann.

Der die untere Kammer 3 umgebende Mantel 20 des Komposters weist ebenfalls Be-lüftungsöffnungen 17 auf und die untere Kammer 3 hat keinen Boden. Das Kompostgut in der unteren Kammer 3 wird gut durchlüftet und kommt mit dem Gartenboden 15 und - I I -den darin befindlichen Bodenbakterien und Kleinstlebewesen in Kontakt, die die Kompostierung vollenden. Hier zeigt sich ganz deutlich der Vorteil, dass das Kompostgut in der mittleren Kammer 2 durch die plötzliche Luftzufuhr bereits weitgehend seine thermische Energie abgegeben hat, sodass die nun für die weitere Kompostierung verantwortli-chen, wärmeempfindlich Bakterien und Tiere das bereits abgekühlte Kompostgut besser verwerten können.

Aus der unteren Kammer 3 kann nach mehreren Monaten durch die seitliche Entnahmeklappe 12 Rohkompost ohne untergemischtem frischen Abfall, wie es bei herkömmlichen Kompostern vorkommt, entnommen werden. Durch das in der mittleren Kammer 2 und in der unteren Kammer 3 für längere Zeitabschnitte ungestörte Ruhen und Reifen des Kompostes, findet eine qualitativ hochstehende Kompostierung statt, die bisherigen Kompostern überlegen ist.

Fig. 8 zeigt einen aus einem oberen Abschnitt 25 einem mittleren Abschnitt 26 und einem unteren Abschnitt 27 bestehenden Komposter im aufgestellten Zustand. Fig. 9 zeigt den Komposter von Fig. 8 im transportfertigen Zustand, wobei die drei Abschnitte 25, 26, 27 auf den Kopf gestellt und ineinander geschachtelt sind.