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1. WO2018114560 - VERPACKUNGSANLAGE UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER VERPACKUNGSEINHEIT, SOWIE EINE VERPACKUNGSEINHEIT AUS PACKUNGSMÄNTELN UND UMVERPACKUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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Verpackungsanlage und Verfahren zur Herstellung einer Verpackungseinheit, sowie eine Verpackungseinheit aus Packungsmänteln und Umverpackung

Die Erfindung betrifft eine Verpackungsanlage zur Herstellung einer

Verpackungseinheit aus einer eine Vielzahl flachgefalteter, insbesondere aufrecht stehender, Packungsmäntel aufweisenden Packungsmantelgruppe und einer

Umverpackung. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackungseinheit aus einer eine Vielzahl flachgefalteter, insbesondere aufrecht stehender, Packungsmäntel aufweisenden Packungsmantelgruppe und einer

Umverpackung. Schließlich betrifft die Erfindung eine Verpackungseinheit mit einer eine Vielzahl flachgefalteter, insbesondere aufrecht stehender, Packungsmäntel aufweisenden Packungsmantelgruppe, wobei die Packungsmäntel jeweils an gegenüberliegenden Seiten offen sind, und einer Umverpackung.

Aus dem Gebiet der Verpackungstechnik sind zahlreiche Umverpackungen bekannt. Mit Umverpackungen werden Verpackungen bezeichnet, deren bestimmungsgemäßer Inhalt andere Packungen sind. Packungen werden daher auch als Erstverpackungen und Umverpackungen als Zweitverpackungen bezeichnet. Als Packungen bzw.

Erstverpackungen können beispielsweise auch Packungsmäntel angesehen werden. Packungsmäntel dienen als„Halbzeug" für die Herstellung von Lebensmittel- oder Getränkepackungen. Packungsmäntel werden aus flachen Zuschnitten hergestellt und können beispielsweise durch Falten des Zuschnitts und Verschweißen oder Verkleben einer Naht hergestellt werden. Ein aus dem Stand der Technik bekannter Zuschnitt ist in Fig. 1A dargestellt und Fig. 1B zeigt einen auf die beschriebene Weise hergestellten Packungsmantel.

Ein solcher Packungsmantel zeichnet sich dadurch aus, dass er an zumindest einer Längsseite verschlossen ist, jedoch an zwei gegenüberliegenden Seiten offen ist. Der Packungsmantel wird flachgefaltet gelagert und zum weiteren Transport -

beispielsweise zu einem anderen Ort zwecks Abfüllung oder Herstellung der fertigen Packung - in den bereits erwähnten Umverpackungen verpackt.

Eine Umverpackung bzw. Zweitverpackung hat somit unter anderem den Zweck, mehrere Packungsmäntel zu Einheiten zusammenzufassen, um diese einfacher auf Paletten oder dergleichen stapeln und kompakt transportieren zu können. Eine weitere Funktion von Umverpackungen liegt darin, die in der Umverpackung enthaltenen Packungsmäntel vor äußeren Einflüssen wie Stößen, Beschädigungen oder Verschmutzungen zu schützen. Die von der Umverpackung befreiten Einheiten von Packungsmänteln werden an ihrem Bestimmungsort beispielsweise unmittelbar einer Füllmaschine zugeführt.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung soll unter einer Verpackungseinheit ein System bzw. ein Verpackungssystem zu verstehen sein, welches eine Vielzahl an

Packungsmänteln und eine Umverpackung umfasst. Die Vielzahl an Packungsmänteln ist dabei regelmäßig in Form von flachgefalteten, insbesondere aufrecht stehenden, Packungsmänteln bereitgestellt. Alternativ können die Packungsmäntel auch flachgefaltet, jedoch nicht aufrecht stehend sondern aufeinander liegend organisiert bzw. gestapelt bereitgestellt sein. Die Umverpackung stellt in der Regel die

Verpackung für die Vielzahl an Packungsmänteln dar. Die Vielzahl an

Packungsmänteln wird in der Umverpackung unter anderem für Transportzwecke bereitgestellt. Dies erfolgt beispielsweise durch Einlegen der Packungsmäntel in die Umverpackung oder Umschließen der Packungsmäntel mit der Umverpackung.

Im Stand der Technik werden üblicherweise Karton oder Wellpappe als Materialien für Umverpackungen eingesetzt. Umverpackungen solcher Art werden hier unter den Begriff Umkarton zusammengefasst. Die Werkstoffe für die Materialien für die Umverpackungen sind relativ teuer. Ein weiterer Nachteil dieser Umkartons ist, dass die Umkartons am Bestimmungsort wie der Füllmaschine geöffnet, von der

Füllmaschine beseitigt und schließlich entsorgt werden müssen.

Darüber hinaus ist an einer als Umkarton ausgeführten Umverpackung problematisch, dass diese anfällig für Staub ist. Umkartons weisen eine Menge an Staub auf. Dieser sogenannte Umkartonstaub kann an die in dem Umkarton befindlichen

Packungsmäntel abgegeben werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die

Umkartons zum Entpacken der Packungsmäntel - üblicherweise am Ort der Befüllung der Lebensmittel- oder Getränkepackungen - aufgeschnitten, zum Beispiel mit einer Kreissäge geöffnet, werden.

Aufgrund der späteren Abfüllung mit empfindlichen Inhalten, wie beispielsweise Lebensmitteln, sind an die Packungsmäntel allerdings erhöhte Anforderungen bezüglich der Sterilität gestellt. Da die Packungsmäntel regelmäßig zu zwei Seiten offen sind, ist eine Umgebung mit guten Sterilbedingungen erwünscht und sollten jegliche negativen äußeren Einflüsse wie Verschmutzungen, insbesondere in Form von Staub, vermieden werden. Sollten Verschmutzungen durch die offenen Seiten in das Innere eines Packungsmantels gelangen, so müssen diese vor der Abfüllung unter hohem Aufwand wieder entfernt werden.

Ferner sind die aus Karton oder Wellpappe ausgebildeten Umkartons nicht gut gegen Feuchte oder Wasser geschützt, da das Material eine hohe Aufnahmekapazität für Wasser aufweist. Daraus kann ebenfalls ein unerwünschter Kontakt der zu

schützenden Packungsmäntel mit einem Fremdstoff in Form von Wasser resultieren. Außerdem kann dies zu einem Aufweichen des Materials der Umkartons führen, worunter auch die Resistenz der Umverpackung gegenüber äußeren Einflüssen, insbesondere in Form von Stößen und Beschädigungen, leiden kann.

Darüber hinaus sind die für die Umkartons verwendeten Materialien relativ stabil. Damit handelt es sich bei den Umkartons um relativ formstabile Verpackungen, deren äußere Erscheinungsform konstant ist, sobald der Umkarton - beispielsweise in Form eines Faltschachtelkartons - hergestellt ist. Da die in den Umkartons gelagerten Packungsmäntel jedoch regelmäßig unmittelbar nach der Herstellung in den

Umkarton verpackt werden und die Packungsmäntel dabei noch eine gegenüber der Umgebungstemperatur erhöhte Temperatur aufweisen, schrumpfen diese in einem Umkarton verpackten Packungsmäntel im Zuge ihrer Abkühlung. Durch den mit dem Schrumpfen der Packungsmäntel einhergehenden geringeren Platzbedarf der

Packungsmäntel in dem Umkarton steigt der Anteil an Luft in dem Umkarton. Somit wird einerseits mehr ungenutzter Raum in dem Umkarton verschwendet,

andererseits geht mit dem größeren Bewegungsraum für die in dem Umkarton gelagerten Packungsmäntel eine größere Gefahr für Beschädigungen durch zu starkes Bewegen, wie Wackeln oder Vibrieren, der Packungsmäntel einher.

Sollte ein eigentlich relativ stabiler Umkarton dennoch einmal beschädigt werden und beispielsweise das Material des Umkartons einknicken, so kann es zu einem

Einknicken der Seite des Umkartons in den vorgesehenen Lagerraum für die

Packungsmäntel im Umkarton kommen. Dabei können die in dem Umkarton gelagerten Packungsmäntel durch eine Knickkante des Umkartons beschädigt werden.

Des Weiteren fällt durch die Umkartons nach ihrer Verwendung ein hoher Aufwand bezüglich der Entsorgung der Umkartons am Bestimmungsort der in ihnen gelagerten Packungsmäntel an. Die Verwerter der Packungsmäntel sind mit einer großen Menge an Abfall konfrontiert. Die Entsorgung der Umkartons gestaltet sich auch deshalb als problematisch, da es sich bei den Umkartons um relativ stabile Verpackungen handelt. Der durch die Umverpackungen aus Karton anfallende Abfall weist ferner ein hohes Volumen und auch ein hohes Gewicht auf.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine

Verpackungseinheit der eingangs beschriebenen und zuvor näher erläuterten Art so auszugestalten und weiterzubilden, dass die Nachteile aus dem Stand der Technik vermieden werden. Insbesondere sollen Kosten für das Material der Umverpackungen selbst eingespart werden. Ferner soll beim Entpacken entstehender Umkartonstaub reduziert bzw. möglichst sogar verhindert werden. Schließlich ist eine Reduzierung des durch die Umverpackungen anfallenden Abfalls erwünscht.

Diese Aufgabe wird zunächst durch eine Verpackungsanlage der eingangs

beschriebenen Art dadurch gelöst, dass die Verpackungsanlage wenigstens eine erste Fördereinheit zum Fördern der Packungsmantelgruppe in eine erste Förderrichtung und wenigstens eine erste Umverpackungseinheit zum Bereitstellen eines die

Umverpackung gestaltenden ersten Bahnmaterials in einer Grundstellung aufweist und dass in der ersten Förderrichtung gesehen hinter dem ersten Bahnmaterial in der Grundstellung eine erste Siegeleinheit zum Versiegeln des die Packungsmantelgruppe umschließenden ersten Bahnmaterials vorgesehen ist.

Die zuvor beschriebene Aufgabe wird ebenfalls durch ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art gelöst, wobei das Verfahren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist: Bereitstellen der Packungsmantelgruppe, Aufspannen eines ersten Bahnmaterials in einer Grundstellung, Fördern der Packungsmantelgruppe in eine erste Förderrichtung durch das aufgespannte erste Bahnmaterial, Passieren der Packungsmantelgruppe einer in der ersten Förderrichtung gesehen hinter dem ersten Bahnmaterial in der Grundstellung angeordneten ersten Siegeleinheit, Versiegeln des ersten Bahnmaterials mittels der ersten Siegeleinheit und Trennen des versiegelten ersten Bahnmaterials in einem versiegelten Bereich.

Schließlich wird die Aufgabe auch durch eine Verpackungseinheit der eingangs beschriebenen Art gelöst, wobei die Verpackungseinheit dadurch gekennzeichnet ist, dass die Umverpackung wenigstens aus einem Bahnmaterial gestaltet ist.

Die erfindungsgemäße Verpackungsanlage, das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Verpackungseinheit zeichnen sich jeweils dadurch aus, dass eine Verpackungseinheit auf einfache Art und Weise unter Verzicht auf den üblicherweise als Umverpackung eingesetzten Umkarton hergestellt werden kann.

In einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage kann die Packungsmantelgruppe dazu mittels der ersten Fördereinheit effektiv durch die Verpackungsanlage in eine erste Förderrichtung transportiert werden. Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage wird erreicht, wenn ein Schieber als erste Fördereinheit vorgesehen ist. Der Schieber kann die Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage fördern, indem die Packungsmantelgruppe mit der Vorderseite des Schiebers in die erste Förderrichtung geschoben wird.

Alternativ kann die erste Fördereinheit auch als eine Klemmeinheit ausgebildet sein. Die Klemmeinheit packt dabei die Packungsmantelgruppe an ihrer Stirn- und

Rückseite, beispielsweise mittels eines vorderen Schiebers und eines hinteren

Schiebers, und übt einen Druck auf die Packungsmantelgruppe aus, so dass diese als Einheit durch die Verpackungsanlage transportiert werden kann. Dabei kann eine solche zweiteilige Klemmeinheit selbst für den Transport der Packungsmantelgruppe sorgen, indem die Klemmeinheit auf Schienen durch die Verpackungsanlage verfährt bzw. in Schienen verfahrbar aufgehängt ist. Alternativ sorgt die Klemmeinheit lediglich für den Zusammenhalt der Packungsmantelgruppe und stellt in Interaktion mit einem Förderband, auf dem die Packungsmantelgruppe transportiert werden kann, die erste Fördereinheit dar.

Insbesondere ist die erste Fördereinheit derart ausgebildet, dass sie in der ersten Förderrichtung gesehen die Packungsmantelgruppe an deren Rückseite nicht vollständig angreift, sondern, vorzugsweise, lediglich zentral an der Rückseite der Packungsmantelgruppe. Auf diese Weise bleiben die Seitenflächen der Rückseite der Packungsmantelgruppe frei, so dass weitere Bauteile die Packungsmantelgruppe angreifen können.

Unter der ersten Förderrichtung ist eine Richtung läng der Verpackungsanlage zu verstehen. Dabei gibt die erste Förderrichtung den bestimmungsgemäßen Weg der Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage an. Die erste Förderrichtung verläuft also regelmäßig vom Start der Verpackungsanlage, wo die Verpackungsanlage mit den zu verpackenden Packungsmänteln bestückt wird, bis zum Ausgang der Verpackungsanlage, wo die herzustellende Verpackungseinheit entnommen werden kann.

Eine leichte und günstige Umverpackung für die Packungsmantelgruppe kann dadurch erreicht werden, dass ein erstes Bahnmaterial durch eine erste

Umverpackungseinheit bereitgestellt wird. Als erstes Bahnmaterial bzw. allgemein als Bahnmaterial können Materialien angesehen werden, die bahnförmig bereitgestellt und, insbesondere auf Rollen, aufgewickelt werden können. Als Beispiel sind hier übliche aus dem Stand der Technik bekannte Folien wie Kunststofffolien oder auch Papier bzw. eine Kombination aus diesen Materialien zu nennen. Bahnmaterial zeichnet sich im Unterschied zu dem im Stand der Technik bisher als

Umverpackungsmaterial verwendeten Karton insbesondere durch ein leichteres Gewicht und eine bessere Verformbarkeit aus.

Dies spart unter anderem Transportkosten ein. Darüber hinaus fällt der nachteilige Umkartonstaub nicht mehr an, beispielsweise wenn die aus Bahnmaterial bestehende Umverpackung später geöffnet wird. Außerdem wird eine Gewichts- und

Volumenreduzierung des durch die Umverpackungen anfallenden Abfalls erreicht, sowie den hohen Anforderungen an die Sterilität der Packungsmäntel aufgrund der späteren Abfüllung mit Lebensmitteln Rechnung getragen. Ferner werden die

Packungsmantel durch das Umverpacken mit dem an ihnen anliegenden Bahnmaterial zusammengedrückt. Dadurch wird der in der Umverpackung vorhandene

Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Packungsmänteln gegenüber dem im Stand der Technik bezüglich Umkartons beschriebenen Fall reduziert. Somit passen mehr Packungsmäntel in eine Umverpackung und - letzten Endes zum

Weitertransport - auf eine Palette und in ein Transportmittel wie einen LKW.

Das erste Bahnmaterial gestaltet letztendlich zumindest einen Teil der Umverpackung für die Packungsmäntel und wird dazu zunächst in einer Grundstellung bereitgestellt. Die Grundstellung des ersten Bahnmaterials ist derart, dass das Bahnmaterial in der ersten Förderrichtung gesehen im Transportweg der Packungsmantelgruppe liegt. Beispielsweise kann das erste Bahnmaterial in einer in der ersten Förderrichtung gesehen in dem Förderweg der Packungsmantelgruppe liegenden Ebene aufgespannt

sein. Das erste Bahnmaterial liegt in der Grundstellung höchstens an der Packungsmantelgruppe an, die Ausrichtung des ersten Bahnmaterials wird aber in der Grundstellung nicht durch die Packungsmantelgruppe beeinflusst. Insbesondere ist das erste Bahnmaterial in der Grundstellung noch nicht durch die

Packungsmantelgruppe verschoben. Die Umverpackung kann dann auf einfache Art und Weise hergestellt werden, indem die Packungsmantelgruppe in die erste

Förderrichtung durch das erste Bahnmaterial transportiert wird. Auf diese Weise wird die Packungsmantelgruppe mit dem ersten Bahnmaterial umwickelt bzw.

ummantelt.

Nach erfolgtem Umwickeln der Packungsmantelgruppe mit dem ersten Bahnmaterial kann die erste Siegeleinheit das erste Bahnmaterial versiegeln und somit für einen Abschluss einer ersten Lage der Umverpackung um die Packungsmantelgruppe sorgen. Auf diese Weise ist die Packungsmantelgruppe von vier Seiten der sechs Seiten von dem ersten Bahnmaterial ganz oder teilweise ummantelt. Unter einer abgeschlossenen, ersten Lage einer Umverpackung bzw. einer Lage einer

Umverpackung im Allgemeinen ist eine Schicht oder ein Überzug zu verstehen, wodurch die Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial einmal umgeben bzw. umschlossen und somit bedeckt wird.

Dabei kann die Packungsmantelgruppe auf ihrer gesamten Höhe, also insbesondere über die Höhe eines aufrecht stehenden Packungsmantels, mit einem ersten

Bahnmaterial umwickelt bzw. ummantelt sein. Alternativ ist es auch möglich, lediglich einen auf die Höhe der Packungsmantelgruppe bezogen eingeschränkten,

beispielsweise mittleren, Bereich der Packungsmantelgruppe mit einem ersten Bahnmaterial zu umwickeln bzw. ummanteln. Auf die zweitgenannte Weise kann unter anderem eine Art Banderole um die Packungsmantelgruppe ausgebildet werden. Es wird eine mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe erzielt.

Durch die Ummantelung der in der Packungsmantelgruppe organisierten, einzelnen Packungsmäntel wird eine Umverpackung erreicht, die die Packungsmäntel vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise Schmutz oder Feuchtigkeit schützen kann. Die erfindungsgemäße Verpackungsanlage sorgt somit für eine einfache Herstellung einer Verpackungseinheit, bei der im Vergleich zum aus dem Stand der Technik bekannten Umkarton Gewicht sowie Volumen eingespart, ein kostengünstigerer Transport von Packungsmänteln ermöglicht, die Problematik des Umkartonstaubs verbessert und eine Reduzierung des durch die Umverpackungen anfallenden Abfalls erreicht werden kann.

Analog zur vorstehenden Beschreibung der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage, wird durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Umverpackung für eine

Packungsmantelgruppe erreicht, die gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Umkartons ein geringeres Gewicht und eine Kosteneinsparung sowie geringeres Volumen aufweist. Dadurch können Transportkosten reduziert werden. Ferner fällt der durch die Umkartons hervorgerufene Umkartonstaub nicht mehr an, so dass die Forderung nach einer verbesserten Sterilität der Packungsmäntel erfüllt ist. Das Volumen sowie das Gewicht des durch die Umverpackung anfallenden Abfalls sind im Vergleich zur Verwendung von Umkartons als Umverpackung ebenfalls erheblich reduziert. Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren mit einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage der zuvor beschriebenen Art ausgeführt. Damit gehen ebenfalls die bereits im Rahmen der Ausgestaltungen der

Verpackungsanlage beschriebenen Vorteile einher.

Entsprechendes gilt für die erfindungsgemäße Verpackungseinheit, bei der das Gewicht sowie das Volumen der Umverpackung im Vergleich zu den bisher

eingesetzten Umkartons erheblich reduziert werden kann. Ferner wird der

Umkartonstaub vermieden, sowie der durch die Umverpackung anfallende Abfall reduziert. Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Verpackungseinheit nach einem erfindungsgemäßen Verfahren der zuvor beschriebenen Art und besonders bevorzugt mit einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage der zuvor beschriebenen Art

hergestellt. Damit gehen ebenfalls die bereits im Rahmen der Ausgestaltungen der Verpackungsanlage bzw. des Verfahrens beschriebenen Vorteile einher.

Bei einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen

Verpackungsanlage ist die erste Siegeleinheit durch ein erstes Paar gegeneinander verfahrbar eingerichteter Siegelbacken ausgebildet. Die beiden Siegelbacken des Paars Siegelbacken können dabei im Wesentlichen ebene, sich gegenüberstehende Außenflächen aufweisen. Alternativ kann die erste Siegeleinheit durch ein erstes Paar gegeneinander verfahrbar eingerichteter Arbeitsrollen ausgebildet sein. Ein Paar Arbeitsrollen ist regelmäßig dadurch gekennzeichnet, dass seine Arbeitsrollen im Wesentlichen parallel verlaufende Achsen aufweisen.

Bei einer Ausgestaltung der Siegelbacken als Arbeitsrollen kann es bevorzugt sein, wenn die Arbeitsrollen darüber hinaus im Wesentlichen senkrecht zur ersten

Förderrichtung verlaufende Achsen aufweisen. Auf diese Weise können die

Arbeitsrollen beim Transport der Packungsmantelgruppe durch das erste

Bahnmaterial als Führung für das erste Bahnmaterial dienen.

Die Packungsmantelgruppe wird bei der Herstellung einer Packungseinheit zwischen den Siegelbacken bzw. den Arbeitsrollen der ersten Siegeleinheit hindurch und durch das aufgespannte erste Bahnmaterial bis in der ersten Förderrichtung gesehen hinter die erste Siegeleinheit gefördert. Auf diese Weise wird das erste Bahnmaterial während des Förderns der Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage um die Packungsmantelgruppe herum gelegt. Somit wird die Packungsmantelgruppe zur Ausbildung der Umverpackung auf ihrer Stirnseite in der ersten Förderrichtung gesehen sowie auf ihren beiden parallel zur ersten Förderrichtung verlaufenden Seiten von dem ersten Bahnmaterial umschlossen.

Die Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen sind gegeneinander verfahrbar eingerichtet, so dass die Ausbildung einer ersten Lage der Umverpackung aus dem ersten

Bahnmaterial auf einfach und automatisierte Art und Weise abgeschlossen werden

kann. Dazu können die Siegelbacken oder Arbeitsrollen, nachdem diese von der Packungsmantelgruppe in der ersten Förderrichtung passiert worden sind, aufeinander zu fahren. Damit kann das erste Bahnmaterial, welches bereits drei Seiten der Packungsmantelgruppe umschließt, noch um die vierte Seite der sechs Seiten der Packungsmantelgruppe gelegt werden. Durch ein anschließendes Versiegeln des ersten Bahnmaterials kann eine erste Lage der Umverpackung um die

Packungsmantelgruppe abgeschlossen werden. Somit kann das erste Bahnmaterial auf konstruktiv einfache Weise durch die erste Siegel einheit effektiv versiegelt werden. Ferner kann das Bahnmaterial durch das Aufeinander Zu Fahren der

Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen eingeklemmt werden.

Die Verfahrbarkeit der Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen kann einerseits derart ausgeführt sein, dass jeweils zwei, sich gegenüberliegend angeordnete, Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen verfahrbar, also aufeinander zu beweglich, ausgeführt sind. Der auf die einzelnen Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen bezogene, zurückzulegende Weg ist somit minimal. Andererseits kann auch nur jeweils eine der beiden Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen verfahrbar eingerichtet sein, so dass die verfahrbar eingerichtete Siegelbacke bzw. Arbeitsrolle auf die jeweils andere zu und wieder von dieser weg bewegen kann. Auf diese Weise muss nur eine der Siegelbacken bzw. Arbeitsrollen verfahrbar eingerichtet und die jeweils andere nicht zwingend verfahrbar eingerichtet sein.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es alternativ oder zusätzlich bevorzugt, wenn die Verpackungsanlage eine zweite Fördereinheit aufweist. Die zweite Fördereinheit kann derart eingerichtet sein, dass die mit dem ersten

Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe in eine der ersten Förderrichtung im Wesentlichen entgegengesetzte, zweite Förderrichtung transportierbar ist. Alternativ kann die zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe in eine im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung verlaufende, zweite Förderrichtung transportierbar sein. Dadurch kann eine auf verschiedene Herstellungsschritte angepasste, flexible Verpackungsanlage erreicht werden. Die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe kann einerseits mittels der zweiten Fördereinheit zurück in die Ausgangslage befördert werden.

Andererseits kann die zweite Fördereinheit zur Durchführung weiterer

Herstellungsschritte eingesetzt werden. Eine konstruktiv einfache Ausgestaltung der Verpackungsanlage wird erreicht, wenn ein Schieber oder eine Klemmeinheit als zweite Fördereinheit vorgesehen ist, wobei die zweite Fördereinheit im Allgemeinen analog zur bereits beschriebenen ersten Fördereinheit ausgebildet sein kann.

Die erfindungsgemäße Verpackungsanlage kann zusätzlich eine zweite

Umverpackungseinheit zum Bereitstellen eines die Umverpackung gestaltenden zweiten Bahnmaterials in einer Grundstellung aufweisen. Dabei kann in der zweiten Förderrichtung gesehen hinter dem zweiten Bahnmaterial in der Grundstellung eine zweite Siegeleinheit vorgesehen sein, wobei die zweite Siegeleinheit zum Versiegeln des die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe umschließenden, zweiten Bahnmaterials eingerichtet ist. Dadurch kann eine gegen äußere Einflüsse besser geschützte Verpackungseinheit hergestellt und die Geschwindigkeit der Herstellung der Verpackungseinheit erhöht werden. Eine weitere Lage in Form des zweiten Bahnmaterials kann zur

Ausgestaltung der Umverpackung um die Packungsmantelgruppe ausgebildet werden, nachdem die Packungsmantelgruppe zumindest teilweise bereits mit dem ersten Bahnmaterial umschlossen ist. Das Umwickeln bzw. Ummanteln sowie das Versiegeln der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe kann dabei analog zu der zuvor in Bezug auf das erste Bahnmaterial beschriebenen Weise erfolgen.

Wenn die zweite Siegeleinheit gemäß einer weiteren Lehre der Erfindung zusätzlich durch ein zweites Paar gegeneinander verfahrbar eingerichteter Siegelbacken oder durch ein zweites Paar gegeneinander verfahrbar eingerichteter Arbeitsrollen ausgebildet ist, kann die Herstellung einer Verpackungseinheit flexibel erfolgen. Die zweite Siegeleinheit kann wie die erste Siegeleinheit eine Lage eines ersten oder zweiten Bahnmaterials versiegeln und somit diese Lage zur Ausbildung der

Umverpackung um die Packungsmantelgruppe abschließen.

Die Ausbildung der zweiten Siegeleinheit durch Siegelbacken oder Arbeitsrollen bringt die zuvor in Bezug auf die erste Siegeleinheit bereits beschriebenen Vorteile mit sich. Zur Ausbildung einer weiteren Lage einer Umverpackung wird die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe in eine der ersten Förderrichtung entgegengesetzt verlaufende zweite Förderrichtung oder in eine im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung verlaufende, zweite Förderrichtung gefördert. Die Siegelbacken oder Arbeitsrollen der zweiten

Siegeleinheit können gegeneinander verfahrbar eingerichtet sein, so dass - analog zur zuvor im Zuge der ersten Siegeleinheit beschriebenen Verfahrbarkeit - die Ausbildung einer Lage der Umverpackung aus dem ersten oder zweiten Bahnmaterial auf einfach Art und Weise abgeschlossen werden kann.

In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage sind alternativ oder zusätzlich die erste Siegeleinheit und/oder die zweite Siegeleinheit als Siegel- und Schneideinrichtung ausgebildet. Dabei weist die Siegel- und

Schneideinrichtung Siegelflächen und eine Schneidvorrichtung auf. Dadurch kann ein effektiver Abschluss einer Lage einer Umverpackung gewährleistet werden.

Die Siegelflächen sorgen dabei für ein Zusammenfügen zweier Bahnmaterialteile bzw. zweier Teile des ersten und/oder zweiten Bahnmaterials. Dieses Fügen kann allgemein mittels Schweißen oder auch Kleben erfolgen. Die Schneidvorrichtung wiederum trägt dafür Sorge, dass das versiegelte Bahnmaterial wieder getrennt werden kann. Dies geschieht vorzugsweise in einem versiegelten Bereich des versiegelten ersten und/oder zweiten Bahnmaterials. Somit kann eine Lage einer Umverpackung abgeschlossen werden und die resultierende, fertig gestellte

Verpackungseinheit oder die resultierende, mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe von dem verbleibenden ersten oder zweiten Bahnmaterial getrennt werden.

Die Schneidvorrichtung kann durch ein Messer ausgebildet sein, das sich zwischen den Siegelflächen der Siegeleinheit befindet und nach außen erstreckt bzw. nach außen ausfahrbar und wieder zurück zwischen die Siegelflächen hinein fahrbar ist. Im Falle der Ausbildung der Siegeleinheit als Arbeitsrollen kann es sich bei der

Schneidvorrichtung um ein radial ausgerichtetes, sich längs der Mantelfläche der Arbeitsrollen erstreckendes Messer handeln, das ebenfalls verfahrbar ausgestaltet sein kann. Dadurch wird eine konstruktiv einfache Möglichkeit zur Ausbildung einer Schneidvorrichtung gewährleistet. Alternativ kann auch ein beheizbarer Draht als Schneidvorrichtung vorgesehen sein, wobei der Draht im beheizten Zustand als heißer Draht das versiegelte Bahnmaterial trennen kann.

Ferner können sowohl Mittel zum Erfassen der Temperatur zum Versiegeln des Bahnmaterials als auch Mittel zum Abkühlen des zusammengefügten Bahnmaterials, insbesondere eine Einheit zum Einführen von Pressluft, vorgesehen sein. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass, einerseits, eine ausreichend hohe Temperatur zum erfolgreichen Versiegeln des Bahnmaterials erzielt wird, sowie dass,

andererseits, das versiegelte Bahnmaterial ausreichend abgekühlt ist, ehe es durch die Schneidvorrichtung getrennt wird.

Zusätzlich können die Siegelflächen nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einen Schweißabschnitt in einer Kontaktzone der Siegel- und Schneideinrichtung bereitstellen. Auf diese Weise kann der Abschluss einer Lage eines Bahnmaterials auf konstruktiv einfache Weise bewirkt werden, da die Siegelflächen der Siegel- und Schneideinrichtung in ihrer Kontaktzone lediglich nahe genug aneinander fahren müssen.

Besonders bevorzugt ist der Schweißabschnitt in Form eines heizbaren Abschnitts, bevorzugt in Form von Heiz- oder Schweißbändern bereitgestellt, so dass ein schnelles Fügen des Bahnmaterials mit geringem Aufwand erfolgen kann. Dabei können die Heiz- oder Schweißbänder nach einem Aufeinander Zu Fahren der Siegel-und Schneideinrichtung und nach einem Einklemmen des Bahnmaterials durch die

geschlossene Siegel- und Schneideinrichtung erhitzt werden. Im Falle der Ausbildung der Siegeleinheit als Arbeitsrollen kann der heizbare Abschnitt durch über einen Teilumfang heizbare Rollen ausgebildet sein.

Ein kompakte, stabile Verpackungseinheit kann erzielt werden, indem die

erfindungsgemäße Verpackungsanlage zusätzlich oder alternativ wenigstens eine Bahnmaterialbremse zum Festhalten des ersten Bahnmaterials und/oder des zweiten Bahnmaterials aufweist, wobei die Bahnmaterialbremse in der ersten Förderrichtung gesehen vor der ersten Siegeleinheit und/oder in der zweiten Förderrichtung gesehen vor der zweiten Siegeleinheit angeordnet ist. Die Bahnmaterialbremse kann dazu das Bahnmaterial einklemmen, beispielsweise zwischen zwei aufeinander zu bewegbaren Bremsbacken. Wird das Bahnmaterial festgehalten, wenn die Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial gefördert wird, so wird das Bahnmaterial durch den

Transport der Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial gedehnt bzw. gestreckt und unter Spannung gesetzt. Nach erfolgtem Abschluss der Lage der Umverpackung aus dem Bahnmaterial legt sich das unter Spannung gesetzte Bahnmaterial eng um die Packungsmantelgruppe. Auf diese Weise kann eine kompakte Anordnung der

Packungsmäntel in der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe bzw. in der letztendlichen Verpackungseinheit erreicht werden.

Weiter kann die erfindungsgemäße Verpackungsanlage zusätzlich oder alternativ eine Auflage zum Bereitstellen der Packungsmantelgruppe und zum wenigstens teilweise Führen der Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage aufweisen. Dadurch kann ein sicheres Fördern der Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage erfolgen. Dabei ist unter der Packungsmantelgruppe allgemein und im Folgenden die noch vollständig unverpackte Packungsmantelgruppe aus Packungsmänteln, ebenso wie die bereits mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe, sowie die bereits fertig ummantelte Packungsmantelgruppe -also die fertig gestellte Verpackungseinheit - zu verstehen.

Bei der Auflage kann es sich um einen Arbeitstisch handeln. Dies stellt eine

konstruktiv einfache Ausgestaltung einer Auflage dar. Die Auflage ist somit zumindest ein passiver Bestandteil des Fördersystems der Verpackungsanlage, wobei die Auflage auch als Förderband ausgebildet sein kann. Dadurch kann die Auflage auch ein aktiver Bestandteil des Fördersystems werden und alternativ zur oder interagierend mit der ersten und/oder zweiten Fördereinheit den Transport der Packungsmantelgruppe durch die Verpackungsanlage gewährleisten.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Verpackungsanlage alternativ oder zusätzlich wenigstens zwei Haltebacken zum Festhalten der

Packungsmantelgruppe in einer durch das erste Bahnmaterial und/oder durch das zweite Bahnmaterial bis hinter die erste Siegeleinheit und/oder hinter die zweite Siegeleinheit geförderten Position aufweisen. Dabei sind die Haltebacken

gegeneinander verfahrbar und in der ersten Förderrichtung gesehen hinter der ersten Siegeleinheit und/oder in der zweiten Förderrichtung gesehen hinter der zweiten Siegeleinheit angeordnet. Auf diese Weise kann die Spannung aus dem zu

versiegelnden Bereich des Bahnmaterials genommen werden, bevor das Bahnmaterial - beispielsweise durch Schweißen - versiegelt wird. Ein spannungsfreies Versiegeln wird somit ermöglicht. Auch hier ist unter der Packungsmantelgruppe allgemein ebenso eine bereits zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe zu verstehen.

Eine Spannung in dem Bahnmaterial entsteht zuvor dadurch, dass die

Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial gefördert wird und dieses somit streckt bzw. dehnt. Diese Spannung könnte für das Versiegeln bzw. Fügen des

Bahnmaterials jedoch hinderlich sein, was durch die Haltebacken verhindert werden kann. Im schlimmsten Fall könnte die Spannung bei den weiteren

Verarbeitungsschritten wie dem Versiegeln bzw. Fügen zu einem Reißen des

Bahnmaterials führen. Die Haltebacken können derart gestaltet sein, dass jeweils zwei Haltebacken aufeinander zu fahren und das Bahnmaterial jeweils zwischen einer Haltebacke und der durch das Bahnmaterial geförderten Packungsmantelgruppe

festgeklemmt wird. Diese Funktion kann allgemein jedoch auch durch die Arbeitsrollen der Siegeleinheit übernommen werden, die ebenfalls das Bahnmaterial zwischen sich und der Packungsmantelgruppe festklemmen können.

Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass die erste Umverpackungseinheit und/oder die zweite Umverpackungseinheit durch ein Paar Vorratsrollen mit dem aufgewickelten ersten Bahnmaterial und/oder zweiten Bahnmaterial ausgebildet sind. Dabei können die Vorratsrollen des Paars Vorratsrollen auf zwei, bezogen auf die Packungsmantelgruppe gegenüberliegenden Seiten angeordnet sein. Das die

Umverpackung gestaltende Bahnmaterial kann auf den Vorratsrollen aufgewickelt sein. So kann ein Bahnmaterial in einer zwischen dem Paar Vorratsrollen

angeordneten Ebene aufgespannt sein. Auch hier ist unter der Packungsmantelgruppe allgemein ebenso eine bereits zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe zu verstehen.

Alternativ kann das Bahnmaterial nach Abwicklung von einer Vorratsrolle auch zunächst umgeleitet werden, so dass eine Ebene des Bahnmaterials für das Gestalten der Umverpackung an einer beliebigen Stelle der Verpackungsanlage aufgespannt sein kann. Ein Paar Vorratsrollen ist regelmäßig dadurch gekennzeichnet, dass zwei Vorratsrollen im Wesentlich parallel verlaufende Achsen aufweisen. Das Paar

Vorratsrollen kann dabei so angeordnet sein, dass die beiden Vorratsrollen auf gegenüberliegenden Seiten der Packungsmantelgruppe angeordnet sind, was zu einer platzsparenden Ausgestaltung der Verpackungsanlage führt.

Zusätzlich kann eine Bremse in die Vorratsrollen integriert sein, so dass bei Betätigen dieser Bremse und gleichzeitigem Fördern der Packungsmantelgruppe durch das aufgespannte Bahnmaterial das Bahnmaterial unter Spannung gesetzt werden kann. Dies bringt die bereits zuvor im Zuge der Bahnmaterialbremse beschriebenen Vorteile mit sich.

Schließlich sind nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung alternativ oder zusätzlich das erste Bahnmaterial und/oder zweite Bahnmaterial ausgehend von der Grundstellung aus dem Förderweg der Packungsmantelgruppe heraus und wieder zurück in die Grundstellung versetzbar. Auf diese Weise wird eine Verpackungsanlage bereitgestellt, die flexibel einsetzbar ist und an verschiedene Herstellungsschritte angepasst werden kann. Auch hier ist unter der Packungsmantelgruppe allgemein ebenso eine bereits zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe zu verstehen. So kann dasjenige Bahnmaterial, welches für einen aktuellen

Herstellungsschritt nicht benötigt wird, aus dem Förderweg der

Packungsmantelgruppe heraus verschoben werden. Damit stört das Bahnmaterial nicht die Herstellung der Verpackungseinheit beim Fördern der

Packungsmantelgruppe in die erste oder die zweite Förderrichtung. Es kann somit eine schnellere Herstellung einer Verpackungseinheit erreicht werden. Besonders bevorzugt ist, wenn das Paar Vorratsrollen aus dem Förderweg der

Packungsmantelgruppe heraus und wieder zurück verschiebbar, vorzugsweise von der Auflage gesehen nach oben weg und zurück nach unten in Richtung der Auflage verfahrbar, ist. Auf diese Weise kann ein automatisierter und somit zügiger Ablauf bei der Herstellung einer Verpackungseinheit gewährleistet werden.

Nach einer ersten bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Verfahren durch die weiteren Schritte gekennzeichnet sein: Aufspannen eines zweiten Bahnmaterials in einer Grundstellung, Fördern der mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe in eine der ersten Förderrichtung entgegengesetzte, zweite Förderrichtung oder in eine im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung verlaufende, zweite

Förderrichtung durch das aufgespannte zweite Bahnmaterial, Passieren der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe der ersten Siegeleinheit oder einer in der zweiten Förderrichtung gesehen hinter dem zweiten Bahnmaterial in der Grundstellung angeordneten, zweiten Siegeleinheit, Versiegeln des zweiten Bahnmaterials mittels der ersten Siegeleinheit oder mittels der zweiten Siegeleinheit und Trennen des versiegelten zweiten Bahnmaterials in einem versiegelten Bereich.

Auf diese Weise kann, nachdem bereits eine erste Lage eines Bahnmaterials als Umverpackung um die Packungsmantelgruppe ausgebildet wurde, die zweite Lage einfach durch ein Fördern der mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe in die entgegensetzte bzw. in eine weitere Richtung durch ein zweites Bahnmaterial ausgebildet werden. Dazu wird zunächst ein neues, zweites Bahnmaterial in einer Grundstellung aufgespannt. Dies führt zu einer Beschleunigung des Herstellungsverfahrens im Vergleich dazu, wenn die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe zunächst wieder zurück in die Ausgangsposition gebracht werden müsste, um dann erneut in die erste Förderrichtung durch ein Bahnmaterial gefördert zu werden.

Im Allgemeinen kann das zweite Bahnmaterial auch an gleicher Stelle wie das erste Bahnmaterial vorgesehen sein und die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe einfach in entgegengesetzter Richtung durch dieses zweite Bahnmaterial gefördert werden.

Wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung alternativ oder zusätzlich das Fördern der Packungsmantelgruppe in die erste Förderrichtung mittels einer ersten Fördereinheit und/oder das Fördern der zumindest teilweise ummantelten

Packungsmantelgruppe in die zweite Förderrichtung mittels einer zweiten

Fördereinheit erfolgt, kann die Packungsmantelgruppe auf einfache Weise gefördert und somit ein schnelles Herstellungsverfahren einer Verpackungseinheit zur

Verfügung gestellt werden. Dies gilt für die Packungsmantelgruppe und die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe gleichermaßen. Bevorzugt ist dabei die Fördereinheit als Schieber oder Klemmeinheit der zuvor bezüglich der Verpackungsanlage beschriebenen Art ausgebildet, womit die zuvor beschriebenen Vorteile einhergehen.

Das Versiegeln des ersten Bahnmaterials und/oder das Versiegeln des zweiten Bahnmaterials können nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung mittels

Fügen erfolgen. Bevorzugt handelt es sich bei dem Fügen um Schweißen oder Kleben.

Auf diese Weise wird die Ausbildung einer Lage eines Bahnmaterials als Umverpackung zügig zum Abschluss gebracht. Der erreichte Verbund ist stabil, so dass die Packungsmantelgruppe sicher vor äußeren Einflüssen geschützt ist.

Wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zum Versiegeln des ersten

Bahnmaterials und/oder des zweiten Bahnmaterials Siegelbacken oder Arbeitsrollen der ersten Siegeleinheit und/oder der zweiten Siegeleinheit aufeinander zu fahren, kann das Versiegeln des Bahnmaterials auf einfache Weise schnell erfolgen. Die Siegelbacken oder Arbeitsrollen können zudem das Bahnmaterial führen und somit zwei zu versiegelnde bzw. zu fügende Teile des Bahnmaterials zusammenführen und zwischen sich einklemmen.

Zusätzlich können Siegelflächen der Siegelbacken oder der Arbeitsrollen das erste Bahnmaterial und/oder das zweite Bahnmaterial versiegeln. Dies erfolgt

insbesondere mittels Erhitzen, bevorzugt eines heizbaren Abschnitts, vorzugsweise in Form von Heiz- oder Schweißbändern. Auf diese Weise kann ein einfaches und schnelles Fügen der zu versiegelnden Bahnmaterialteile erreicht werden. Das Bahnmaterial kann somit zusammengeschweißt werden.

Für einen einfachen Abschluss der Herstellung der Verpackungseinheit oder einer Lage eines Bahnmaterials um die Packungsmantelgruppe, kann nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung das versiegelte erste Bahnmaterial und/oder das versiegelte zweite Bahnmaterial getrennt werden. Somit kann die Ausbildung einer Lage aus einem Bahnmaterial als Umverpackung abgeschlossen werden. Dazu wird das versiegelte Bahnmaterial in einem versiegelten Bereich getrennt. Dieser versiegelte Bereich kann beispielsweise geklebt oder geschweißt sein.

Dadurch dass das Bahnmaterial in dem versiegelten Bereich getrennt wird, wird einerseits die mit zumindest einer Lage eines Bahnmaterials ummantelte

Packungsmantelgruppe freigestellt. Andererseits wird ein neues Bahnmaterial, beispielsweise erneut ein erstes oder das zweite Bahnmaterial, für die Ausbildung einer weiteren Lage einer Umverpackung zur Verfügung gestellt. Bevorzugt kann dies mittels einer in der ersten Siegeleinheit und/oder in der zweiten Siegeleinheit ausgebildeten Schneidvorrichtung erfolgen, so dass nur wenige Einheiten zu einer effektiven Durchführung des Verfahrens erforderlich sind.

Zusätzlich können gemäß der vorliegenden Erfindung die Siegelbacken oder die Arbeitsrollen nach dem Versiegeln des ersten Bahnmaterials und/oder des zweiten Bahnmaterials oder nach dem Trennen des versiegelten ersten Bahnmaterials und/oder des versiegelten zweiten Bahnmaterials wieder voneinander weg fahren. Bevorzugt können die Siegelbacken oder Arbeitsrollen wieder zurück in ihre

Ausgangspositionen fahren. Dies ist unproblematisch, da nach dem Versiegeln des Bahnmaterials die Funktion des Führens des Bahnmaterials durch die Siegelbacken oder die Arbeitsrollen, sowie die Funktion eines Haltens der Packungsmantelgruppe in der aktuellen Position nicht mehr notwendig ist.

Zudem können auch zusätzliche Halteeinheiten vorgesehen sein, die ein noch früheres Voneinander Weg Fahren der Siegelbacken ermöglichen, indem die Halteeinheiten die bereits zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe in ihrer Position halten. Auf diese Weise kann das Voneinander Weg Fahren der Siegelbacken Platz für weitere Verarbeitungsschritte schaffen. Insbesondere kann die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe wieder freigestellt werden, wenn die

Siegelbacken voneinander weg fahren. Somit wird erneut eine umfangreiche

Angriffsfläche der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe für weitere Arbeitsschritte gewährleitstet, beispielsweise zum Angreifen einer

Fördereinheit zum Fördern der zumindest teilweise ummantelten

Packungsmantelgruppe.

Eine besonders kompakte und stabile Verpackungseinheit kann alternativ oder zusätzlich dadurch erreicht werden, dass das erste Bahnmaterial und/oder das zweite Bahnmaterial nach einem vorbestimmten Förderweg der Packungsmantelgruppe durch das erste Bahnmaterial und/oder durch das zweite Bahnmaterial, insbesondere mittels einer Bahnmaterialbremse, abgebremst, bevorzugt festgehalten, wird. Je früher die Bahnmaterialbremse betätigt wird, also je geringer der durch die

Packungsmantelgruppe bereits zurückgelegte Förderweg ist, desto größer wird die dem Bahnmaterial aufgeprägte Spannung bzw. die Dehnung des Bahnmaterials beim Fördern der Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial. Somit ist die

erwünschte Dehnung des Bahnmaterials über den Vorschub der

Packungsmantelgruppe sowie die Bahnmaterialbremse einstellbar. Dies gilt sowohl für die Packungsmantelgruppe als auch für die mit dem ersten Bahnmaterial zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe.

Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht alternativ oder zusätzlich vor, dass die Packungsmantelgruppe in einer durch das erste Bahnmaterial und/oder durch das zweite Bahnmaterial bis hinter die erste Siegeleinheit und/oder hinter die zweite Siegeleinheit geförderten Position vor dem Versiegeln des ersten Bahnmaterials und/oder des zweiten Bahnmaterials festgehalten wird. Auf diese

Weise wird ein spannungsfreies Versiegeln des Bahnmaterials ermöglicht, da die dem Bahnmaterial zuvor aufgeprägte Spannung aus dem zu versiegelnden Bereich des Bahnmaterials wieder herausgenommen wird. Vorzugsweise erfolgt das Festhalten mittels Haltebacken, bevorzugt durch Aufeinander Zu Fahren der in der ersten Förderrichtung gesehen hinter der ersten Siegeleinheit und/oder in der zweiten

Förderrichtung gesehen hinter der zweiten Siegeleinheit angeordneten Haltebacken.

Nach einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der erfmdungsgemäßen

Verpackungseinheit wird schließlich vorgeschlagen, dass das Bahnmaterial als eine Folie ausgebildet ist. Insbesondere eignet sich eine Polyethylen-(PE-)Folie als

Bahnmaterial für die Umverpackung, da PE ein günstiger und gleichzeitig leichter Werkstoff für den Einsatz als Bahnmaterial ist. Dadurch dass die im Vergleich zur PE-Folie schwereren Umkartons, die im Stand der Technik als Umverpackung zum Einsatz kommen, vermieden werden, wird eine leichtere und auch weniger voluminöse Verpackungseinheit erzielt. Ferner bringt dies Vorteile bezüglich der Verarbeitbarkeit des Bahnmaterials mit sich und reduziert die Kosten für das Material für die Umverpackung.

Besonders bevorzugt handelt es sich dabei um eine Stretchfolie oder Schrumpffolie aus PE. Stretchfolien haben den Vorteil, dass sie stark dehnbar sind und somit große Spannungen aushalten können. Somit kann das Bahnmaterial die durch das Fördern der Packungsmantelgruppe durch das Bahnmaterial entstehende Dehnung ohne Schaden aushalten. Eine Verpackungseinheit aus Packungsmänteln und Stretchfolie zeichnet sich somit durch einen starken Zusammenhalt aus, da die Stretchfolie, nachdem eine Lage um die Packungsmantelgruppe ausgebildet wurde, einen Druck auf die Packungsmantelgruppe ausübt und somit für eine kompakte, stabile Einheit sorgt.

Allgemein kann zwischen zwei Typen von Stretchfolien unterschieden werden. Zum einen gibt es Stretchfolien, die klebbar jedoch nicht schweißbar sind. Zum anderen gibt es Stretchfolien, die nicht klebbar dafür jedoch schweißbar sind, wobei diese zweitgenannten, schweißbaren Stretchfolien bevorzugt verwendet werden.

Schrumpffolien dagegen können nach der Verarbeitung weiter schrumpfen. Unter Verwendung einer, insbesondere schweißbaren, Stretchfolie oder auch einer

Schrumpffolie kann eine Verpackungseinheit, die eine Einheit aus Packungsmänteln und Schrumpffolie darstellt, besonders kompakt ausgeführt werden.

Auf die beschriebenen Arten kann der durch die Verpackungseinheit in Anspruch genommene Platz - beispielsweise beim Transport - reduziert werden. Die

Packungsmäntel werden durch das Bahnmaterial zusammengedrückt, wodurch der Zwischenraum zwischen zwei in der Umverpackung befindlichen, benachbarten Packungsmänteln reduziert wird. Es passen somit mehr Packungsmäntel in eine Umverpackung und - letzten Endes zum Weitertransport - auf eine Palette und in ein Transportmittel wie einen LKW. Ferner wird eine Verpackungseinheit erzielt, die durch die eng aneinander anliegenden Packungsmäntel eine hohe Stabilität aufweist.

Ein weiterer Vorteil der Verwendung einer schweißbaren Stretchfolie oder

Schrumpffolie aus PE ist, dass die Stretchfolie oder Schrumpffolie unter Spannung verschweißbar ist. Auf diese Weise wird eine einfache Verarbeitbarkeit der

Stretchfolie oder Schrumpffolie und somit eine vorteilhafte Herstellung einer

Verpackungseinheit gewährleistet.

Darüber hinaus kann die für die Umverpackung verwendete Folie nicht ganz luftdicht oder perforiert ausgeführt sein. Dadurch kann die beim Schrumpfen der direkt nach der Herstellung verpackten, noch warmen Packungsmäntel entstehende

überschüssige Luft aus der Umverpackung entweder durch die nicht luftdichte Folie oder durch die in der Folie vorgesehenen Perforationen entweichen.

Außerdem wird die Gefahr einer Beschädigung der umverpackten Packungsmäntel durch einen beispielsweise aus Karton oder Wellpappe gebildeten, eingeknickten Umkarton vermieden, da die Gefahr eines Einknickens bei einer Umverpackung aus Bahnmaterial bzw. Folie nicht mehr besteht.

Die vorstehend im Zusammenhang jeweils mit der erfindungsgemäßen

Verpackungsanlage, dem erfindungsgemäßen Verfahren oder der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit beschriebenen Vorteile sind nicht auf die jeweilige

Ausführungsform der Erfindung beschränkt. Auch wenn die Vorteile explizit nur im Zusammenhang mit einer der Ausführungen beschrieben sind, gehen sie ebenfalls mit den jeweils anderen Ausführungen der vorliegenden Erfindung einher.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer lediglich bevorzugte

Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

einen aus dem Stand der Technik bekannten Zuschnitt zum Falten eines Packungsmantels,

Fig. 1B einen aus dem Stand der Technik bekannten Packungsmantel, der aus dem in Fig. 1A dargestellten Zuschnitt gebildet ist, im flachgefalteten Zustand,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage, in schematischer Seitenansicht,

Fig. 3A die Detailansicht III der Verpackungsanlage aus Fig. 2,

Fig. 3B die Detailansicht aus Fig. 3A in einem an den in Fig. 3A dargestellten

Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer

Verpackungseinheit,

die Detailansicht IV der Verpackungsanlage aus Fig. 2,

die Detailansicht aus Fig. 4A in einem an den in Fig. 4A dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer

Verpackungseinheit,

Fig. 5A die Verpackungsanlage aus Fig. 2 in Draufsicht auf den Bereich IV mit einer Packungsmantelgruppe in einem ersten Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

Fig. 5B die Verpackungsanlage aus Fig. 5A in einem an den in Fig. 5A

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer

Verpackungseinheit,

Fig. 5C die Verpackungsanlage aus Fig. 5A in einem an den in Fig. 5B

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

eine Siegeleinheit der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage aus Fig. 2 in Draufsicht in einem ersten Schritt beim Versiegeln des

Bahnmaterials,

die Siegeleinheit aus Fig. 6A in einem an den in Fig. 6A dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Versiegeln des Bahnmaterials,

die Siegeleinheit aus Fig. 6A in einem an den in Fig. 6B dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Versiegeln des Bahnmaterials,

die Verpackungsanlage aus Fig. 2 in Draufsicht auf den Bereich VII,

ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Verpackungsanlage in

Draufsicht mit einer Packungsmantelgruppe in einem ersten Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einem an den in Fig. 8A

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einem an den in Fig. 8B

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einem an den in Fig. 8C

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einem an den in Fig. 8D

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit sowie eine Siegeleinheit in einer Detailansicht, die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einer Seitenansicht in Richtung des Pfeils IX in Fig. 8E,

Fig. 10 die Verpackungsanlage aus Fig. 8A in einem an den in Fig. 8E

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Verpackungsanlage mit einer Packungsmantelgruppe in einem ersten Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

die Verpackungsanlage aus Fig. IIA in einem an den in Fig. IIA dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit,

Fig. HC die Verpackungsanlage aus Fig. HA in einem an den in Fig. IIB

dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit, und

Fig. 12 eine Palette mit einer Vielzahl an erfindungsgemäßen

Verpackungseinheiten.

In Fig. 1A ist ein aus dem Stand der Technik bekannter Zuschnitt Z dargestellt, aus dem ein Packungsmantel gebildet werden kann. Der Zuschnitt Z kann mehrere Lagen unterschiedlicher Materialien umfassen, beispielsweise Papier, Pappe, Kunststoff oder Metall, insbesondere Aluminium, und ist in der Regel laminiert. Der Zuschnitt Z weist mehrere Faltlinien auf, die das Falten des Zuschnitts erleichtern sollen und den Zuschnitt in mehrere Flächen aufteilen. Aus dem Zuschnitt Z kann ein Packungsmantel gebildet werden, indem der Zuschnitt Z derart gefaltet wird, dass eine an der rechten Seite des Zuschnitts Z zu erkennende Siegelfläche S mit dem linken Rand des

Zuschnitts Z verbunden, insbesondere verschweißt, werden kann.

In Fig. 1B ist ein aus dem Stand der Technik bekannter und auf die oben beschriebene Art und Weise gefalteter und verbundener Packungsmantel P in einem flachgefalteten Zustand dargestellt. In dem flachgefalteten Zustand können mehrerer

Packungsmäntel P besonders platzsparend zu einer Einheit zusammengefasst, insbesondere gestapelt oder aneinander gereiht aufgestellt, werden. Daher werden die Packungsmäntel P beispielsweise an dem Ort der Herstellung gestapelt und stapelweise zu ihrem Bestimmungsort, wie dem Ort der Befüllung, transportiert. Dort können die Packungsmäntel P abgestapelt und aufgefaltet werden, um mit Inhalten, beispielsweise mit Lebensmitteln, befüllt werden zu können. Die zu stapelnden und weiter zu transportierenden Packungsmäntel P sind auf zwei gegenüberliegenden Seiten - in der Darstellung gemäß Fig. 1B oben und unten - offen.

Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage. Einzelne Packungsmäntel P werden zunächst der Verpackungsanlage zugeführt und in einem Magazin 1 gestapelt. In einer in dem Bereich III angedeuteten - und in Fig. 3A und Fig. 3B detaillierter dargestellten -Entnahmeeinheit wird eine Gruppe von Packungsmänteln P aus dem Magazin 1 entnommen und in einer Packungsmantelgruppe 2 angeordnet. Diese

Packungsmantelgruppe 2 wird auf einer Auflage 3 bereitgestellt und dem Bereich IV der Verpackungsanlage, welche detaillierter in Fig. 4A und Fig. 4B dargestellt ist, zugeführt. In dem Bereich IV der Verpackungsanlage fördert eine erste Fördereinheit 4 die Packungsmantelgruppe 2 durch ein erstes Bahnmaterial 5. Das erste

Bahnmaterial 5 wird von der ersten Umverpackungseinheit 6 zunächst in einer Grundstellung bereitgestellt. Beim Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch das erste Bahnmaterial 5 wird das erste Bahnmaterial 5 um die Packungsmantelgruppe 2 gelegt, wobei das erste Bahnmaterial nicht mehr in der Grundstellung vorliegt.

Schließlich entsteht dabei eine mit dem ersten Bahnmaterial 5 zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7. Diese zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 wird daraufhin in den Bereich VII der Verpackungsanlage weitergeleitet, welcher detaillierter in Fig. 7 dargestellt ist. In diesem letzten

Abschnitt der Verpackungsanlage wird die zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 einer zweiten Umverpackungseinheit 8 zugeführt, wobei die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 mittels einer zweiten Fördereinheit 9 durch ein zweites Bahnmaterial 10 gefördert wird. Dabei entsteht eine sowohl mit dem ersten Bahnmaterial 5 als auch mit dem zweiten Bahnmaterial 10 umwickelte bzw. ummantelte Verpackungseinheit 11.

Bei dieser herzustellenden Verpackungseinheit 11 handelt es sich somit um ein

System bzw. ein Verpackungssystem umfassend eine Vielzahl an Packungsmänteln P, wie einer beispielhaft in Fig. 1B dargestellt ist, und eine Umverpackung aus dem ersten Bahnmaterial 5 und dem zweiten Bahnmaterial 10. In einer

Verpackungseinheit 11 sind eine Vielzahl an Packungsmänteln P in einem

flachgefalteten Zustand aufrecht stehend angeordnet. Die diese Vielzahl an

Packungsmänteln P umgebende Umverpackung dient dem Schutz der Packungsmäntel P vor äußeren Einflüssen wie Stößen, Beschädigungen oder Verschmutzungen.

Fig. 3A zeigt die zuvor im Bereich III der Fig. 2 angedeutete Entnahmeeinheit zur Entnahme einer Gruppe von Packungsmänteln P aus dem Magazin 1. Dazu greift ein erstes Halteelement 12 sowie ein zweites Halteelement 13 in das mit

Packungsmänteln P bestückte Magazin 1 ein, so dass eine vorbestimmte Anzahl an Packungsmänteln P zwischen den Halteelementen 12, 13 eingeklemmt wird. Dazu ist das zweite Halteelement 13 verfahrbar ausgeführt - wie durch den beim zweiten Halteelement 13 dargestellten Doppelpfeil angedeutet ist. Die Entnahmeeinheit umfasst ferner eine Abstützung 14, um die Packungsmäntel P bei der Entnahme aus dem Magazin 1 seitlich abzustützen. Die gesamte Anordnung aus Haltelementen 12, 13 und Abstützung 14 ist auf einem Schlitten 15 - wie durch den gebogenen

Doppelpfeil dargestellt - schwenkbar angeordnet. Ferner ist der Schlitten 15 auf einer Schiene 16 verfahrbar ausgestaltet. In der Darstellung gemäß Fig. 3A sind die

Packungsmäntel P in einer aus ihrer in dem Magazin 1 flach liegenden Position und vertikalen Ausrichtung als Gruppe von Packungsmänteln P um ein gewisses Maß weggeschwenkt in Richtung einer aufrecht stehenden Position und horizontalen Ausrichtung als Gruppe von Packungsmänteln P dargestellt.

In der Fig. 3B liegen die Packungsmäntel P im Vergleich zur Darstellung gemäß Fig. 3A in einer bereits vollständig aus dem Magazin 1 entfernten Position vor. Dabei sind die Packungsmäntel P aufrecht stehend ausgerichtet und sind in der horizontal ausgerichteten Packungsmantelgruppe 2 organisiert. In dieser Ausrichtung kann die Packungsmantelgruppe 2 an weitere Stationen der Verpackungsanlage übergeben werden. Gleiche Bezugszeichen sind hierbei für die gleichen und zuvor bereits erläuterten Merkmale der Entnahmeeinheit verwendet.

Fig. 4A zeigt den Bereich IV der Verpackungsanlage aus Fig. 2 in einer detaillierteren Ansicht. Die Packungsmantelgruppe 2 wird von der ersten Fördereinheit 4 auf der Auflage 3 gehalten. Die erste Fördereinheit 4 umfasst einen vorderen Schieber 17 und einen hinteren Schieber 18, die beide verfahrbar an einer Schiene 19 aufgehängt sind. Dabei packt der vordere Schieber 17 in der ersten Förderrichtung gesehen die Packungsmantelgruppe 2 an der Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 an, während der hintere Schieber 18 die Packungsmantelgruppe 2 an ihrer Stirnseite stützt. Der hintere Schieber 18 ist dabei in der ersten Förderrichtung gesehen hinter dem ersten Bahnmaterial 5 in der Schiene 19 aufgehängt. Das erste Bahnmaterial 5 ist in seiner Grundstellung angeordnet. Der hintere Schieber 18 stützt die Packungsmantelgruppe 2 mit zwei sich oberhalb und unterhalb des ersten Bahnmaterials 5 in der

Grundstellung erstreckenden Haltearmen, dem oberen Haltearm 20 und dem unteren Haltearm 21. Die erste Umverpackungseinheit 6 weist ein Paar Vorratsrollen 22, 23 auf. Dabei ist die Vorratsrolle 22 oberhalb und die Vorratsrolle 23 unterhalb der Auflage 3 und unterhalb der Packungsmantelgruppe 2 angeordnet.

In Fig. 4B ist ein an den in Fig. 4A dargestellten Schritt anschließender Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 dargestellt. Dabei ist die

Packungsmantelgruppe 2 durch die erste Fördereinheit 4, d.h. mittels des vorderen Schiebers 17 und des hinteren Schiebers 18, bereits ein Stück durch das aufgespannte erste Bahnmaterial 5 gefördert. Das erste Bahnmaterial 5 ist somit nicht mehr in seiner Grundstellung bereitgestellt, sondern legt sich vielmehr um die Seitenflächen der Packungsmantelgruppe 2. Es bildet sich dabei eine Art Banderole um die

Packungsmantelgruppe 2 aus. Somit wird die Packungsmantelgruppe 2 zumindest teilweise mit dem ersten Bahnmaterial 5 umwickelt. Während die

Packungsmantelgruppe 2 durch das erste Bahnmaterial 5 gefördert wird, wird das erste Bahnmaterial 5 von den Vorratsrollen 22, 23 der ersten Umverpackungseinheit 6, wie durch die beiden Pfeile angedeutet, abgewickelt.

Fig. 5A zeigt die Verpackungsanlage aus Fig. 2 in Draufsicht auf den Bereich IV mit der Packungsmantelgruppe 2 in einem an den in Fig. 4B dargestellten Schritt

anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11. Dabei hat die erste Fördereinheit 4 mittels des vorderen Schiebers 17, des hinteren Schiebers 18 und der Schiene 19 die Packungsmantelgruppe 2 noch weiter als in der Darstellung gemäß Fig. 4B durch die Verpackungsanlage und somit noch weiter durch das erste Bahnmaterial 5 gefördert. Damit ist das erste Bahnmaterial 5 bereits vollständig um die beiden Seitenflächen der Packungsmantelgruppe 2 gelegt. Der vordere Schieber 17 der ersten Fördereinheit 4 packt die Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 in der ersten Förderrichtung gesehen zentral an. Ferner ist der vordere Schieber 17 lediglich so breit ausgeführt, dass an den Seiten der Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 noch Platz zum Angreifen weiterer Bauteile vorhanden ist. Die erste

Umverpackungseinheit 6 ist derart angeordnet, dass die Vorratsrollen 22, 23 auf jeweils gegenüberliegenden Seiten seitlich der Auflage 3 und der

Packungsmantelgruppe 2 angeordnet sind.

Das zunächst von oben nach unten von den Vorratsrollen 22, 23 abgewickelte, also vertikal verlaufende, erste Bahnmaterial 5 wird von dieser vertikal verlaufenden Ausrichtung in eine horizontal verlaufende Ausrichtung umgelenkt. In der Darstellung gemäß Fig. 5A bedeutet dies, dass das erste Bahnmaterial 5 von der oben

dargestellten, unterhalb der Auflage 3 angeordneten Vorratsrolle 23 zunächst vertikal nach oben, also aus der Zeichenebene heraus, abgewickelt wird. Daraufhin wird das erste Bahnmaterial 5 um 90°, beispielsweise mittels einer nicht dargestellten, schräg ausgerichteten Umlenkrolle, umgelenkt. Sodann verläuft das erste Bahnmaterial 5 horizontal in Richtung der Mitte der Verpackungsanlage, also in der Darstellung gemäß Fig. 5A von oben nach unten. Von der weiteren, unten dargestellten und oberhalb der Auflage 3 angeordneten Vorratsrolle 22 wird das erste Bahnmaterial 5 entsprechend zunächst von oben vertikal nach unten, also in die Zeichenebene hinein, abgewickelt. Sodann wird das erste Bahnmaterial 5 ebenso um 90° umgelenkt und verläuft horizontal in Richtung Mitte der Verpackungsanlage, sprich in der Darstellung gemäß Fig. 5A von unten nach oben. Auf diese Weise kann das erste Bahnmaterial 5 in seiner - in Fig. 5A nicht dargestellten - Grundstellung bereitgestellt werden bzw. im Allgemeinen im Förderweg der Packungsmantelgruppe 2 angeordnet werden.

Die Verpackungsanlage weist ferner Bahnmaterialbremsen 24 auf, die das erste Bahnmaterial 5 festklemmen bzw. freigeben können. Auf diese Weise kann das erste Bahnmaterial 5 beim Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch das erste

Bahnmaterial 5 gestreckt bzw. gedehnt werden, so dass dem ersten Bahnmaterial 5 eine Spannung auferlegt wird. Dieser Zustand ist in Fig. 5A dargestellt, wobei die Bahnmaterialbremsen 24 geschlossen sind. Dadurch ist das erste Bahnmaterial 5 festgeklemmt, während die Packungsmantelgruppe 2 durch das erste Bahnmaterial 5 gefördert ist. Ferner weist die Verpackungsanlage Umlenkrollen 25 auf, welche das erste Bahnmaterial 5 beim Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch das erste Bahnmaterial 5 umlenken bzw. führen können.

In der ersten Förderrichtung gesehen hinter den Umlenkrollen 25 befindet sich eine erste Siegeleinheit 26. Die erste Siegeleinheit 26 ist in der ersten Förderrichtung gesehen hinter dem ersten Bahnmaterial 5 in der - in Fig. 5A nicht dargestellten -Grundstellung angeordnet. Die erste Siegeleinheit 26 weist zwei gegenüberliegende Siegelbacken 27 auf, welche gegeneinander verfahrbar eingerichtet sind. Die

Funktionsweise der ersten Siegeleinheit 26 ist in Fig. 6A bis Fig. 6B detaillierter dargestellt. Die Packungsmantelgruppe 2 ist in der Darstellung gemäß Fig. 5A in einer in der ersten Förderrichtung gesehen bis hinter die erste Siegeleinheit 26 geförderten Position angeordnet.

Die Verpackungsanlage weist ferner zwei Haltebacken 28 auf, die zum Festhalten der Packungsmantelgruppe 2 in der dargestellten, durch das erste Bahnmaterial 5 bis hinter die erste Siegeleinheit 26 geförderten Position eingerichtet ist. In dieser Position hat der vordere Schieber 17 die Packungsmantelgruppe 2 in der ersten Förderrichtung gesehen bis hinter den Teil der Haltebacken 28 gefördert, der zum Festhalten der Packungsmantelgruppe 2 eingerichtet ist. Die Haltebacken 28 sind gegeneinander verfahrbar ausgebildet. In Fig. 5A sind die Haltebacken 28 in einer auseinander gefahrenen Position dargestellt, so dass die Packungsmantelgruppe 2 durch die Haltebacken 28 nicht festgehalten wird.

Fig. 5B zeigt die Verpackungsanlage in einem an den in Fig. 5A dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11. Bei der

Darstellung gemäß Fig. 5B wurde der Übersichtlichkeit halber die erste

Umverpackungseinheit 6 in Form der Vorratsrollen 22, 23 sowie die erste

Fördereinheit 4 in Form des vorderen Schiebers 17, des hinteren Schiebers 18 und der Schiene 19 weggelassen.

Im Unterschied zu dem in Fig. 5A dargestellten Zustand der Verpackungsanlage liegen die Bahnmaterialbremsen 24 in Fig. 5B in einer geöffneten Stellung vor. Dazu ist jeweils die vordere Bremsbacke 29 und die hintere Bremsbacke 30 der

Bahnmaterialbremsen 24 auseinander gefahren, so dass das erste Bahnmaterial 5 nicht mehr festgeklemmt ist. Ferner ist erste Siegeleinheit 26 in einer geschlossenen Stellung dargestellt, wobei die Siegelbacken 27 gegeneinander gefahren sind. Dabei wird das erste Bahnmaterial 5 zwischen den Siegelbacken 27 festgeklemmt.

Des Weiteren sind die Haltebacken 28 in einer eingefahrenen Position angeordnet. Auf diese Weise umschließen die Haltebacken 28 die von dem ersten Bahnmaterial 5 umwickelte Packungsmantelgruppe 2 an den in der ersten Förderrichtung gesehen

hinteren Ecken an der Rückseite der Packungsmantelgruppe 2. Somit wird die Packungsmantelgruppe 2 alleine von den Haltebacken 28 in der dargestellten Position gehalten. Zur Herstellung einer Verpackungseinheit 11 werden die Haltbacken 28 zunächst eingefahren, um die Packungsmantelgruppe 2, wie dargestellt, festzuhalten, so dass dann anschließend der - nicht dargestellte - vordere Schieber 17 wegfahren, insbesondere in seine Ausgangsposition zurückfahren, kann. Dies ist möglich, da die Haltebacken 28 die Funktion des Haltens der Packungsmantelgruppe 2 von dem vorderen Schieber 17 übernehmen. Die Haltebacken 28 können dabei in die dargestellte eingefahrene Position gebracht werden, während der vordere Schieber 17 an der Packungsmantelgruppe 2 anliegt, da der vordere Schieber 17, wie zuvor erläutert, weniger breit als die Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 ausgestaltet ist. Nach einem Einfahren der Haltebacken 28 können sowohl die

Bahnmaterialbremsen 24 geöffnet als auch die erste Siegeleinheit 26 geschlossen werden.

Die erste Siegeleinheit 26 weist auch eine Schneidvorrichtung 31 auf. Die

Schneidvorrichtung 31 ist dazu eingerichtet das erste Bahnmaterial 5 zu schneiden und ist verfahrbar ausgebildet. Die Schneidvorrichtung 31 ist lediglich in einer der beiden Siegelbacken 27 vorgesehen, während in der anderen, gegenüberliegenden Siegelbacke 27 ein Gegenstück zur Schneidvorrichtung 31 angeordnet ist. Die

Schneidvorrichtung 31 ist trotz der in Fig. 5B dargestellten, gegeneinander gefahrenen Siegelbacken 27 noch von dem ersten Bahnmaterial 5 beabstandet, so dass noch kein Schneiden des ersten Bahnmaterials 5 stattfindet.

In Fig. 5C ist die Verpackungsanlage in einem an den in Fig. 5B gezeigten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 dargestellt. Der einzige Unterschied zur Darstellung gemäß Fig. 5B ist, dass die Schneidvorrichtung 31 in einem ausgefahrenen Zustand angeordnet ist. Dadurch ist die Schneidvorrichtung 31 in dem in der anderen Siegelbacke 27 angeordneten Gegenstück eingefahren. Die Schneidvorrichtung 31 durchtrennt auf diese Weise das erste Bahnmaterial 5 an einer zusammengefügten Stelle. Dabei ist das erste Bahnmaterial 5 dazu zwischen beiden Siegelbacken 27 der ersten Siegeleinheit 26 festgeklemmt und vor dem Durchtrennen - auf die in Fig. 6A bis Fig. 6C näher dargestellten Weise - versiegelt worden.

Im Anschluss an das Trennen des ersten Bahnmaterials 5 mittels Schneiden der Schneidvorrichtung 31 liegt die zuvor von dem ersten Bahnmaterial 5 lediglich umwickelte Packungsmantelgruppe 2 als zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 vor. Diese zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 ist entweder als Verpackungseinheit 11 für den Transport der verpackten Packungsmäntel P oder für weitere Bearbeitungsschritte freigestellt, da sie von dem restlichen, auf der ersten Umverpackungseinheit 6 aufgewickelten ersten Bahnmaterial 5 getrennt ist. Somit wird auch nach dem Trennen erneut ein erstes Bahnmaterial 5 in der Grundstellung bereitgestellt für das Umschließen weiterer Packungsmantelgruppen 2 oder zumindest teilweise ummantelter

Packungsmantelgruppen 7.

Fig. 6A zeigt eine Siegeleinheit 26 der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage in einem ersten Schritt beim Versiegeln des Bahnmaterials 5, 10. Mit dem Bahnmaterial 5, 10 kann zum einen das erste Bahnmaterial 5 oder das zweite Bahnmaterial 10 gemeint sein, da das Versiegeln und Trennen des ersten Bahnmaterials 5 und des zweiten Bahnmaterials 10 auf dieselbe Weise erfolgt. Eine eventuell vorgesehene zweite Siegeleinheit funktioniert somit entsprechend der dargestellten ersten Siegeleinheit 26. Die Siegeleinheit 26 ist als Siegel- und Schneideinrichtung ausgebildet.

Die Siegelbacken 27 der ersten Siegeleinheit 26 weisen äußere Klemmbacken 32 auf, welche in dem dargestellten, zusammengefahrenen Zustand der Siegelbacken 27 das Bahnmaterial 5, 10 festklemmen. In einer der Siegelbacken 27 ist die

Schneidvorrichtung 31 in Form eines verfahrbaren Messers und in der anderen, gegenüberliegenden Siegelbacke 27 das Gegenstück 33 zur Schneidvorrichtung 31 in Form einer Aufnahme für das Messer angeordnet. Ferner sind in den Siegelbacken 27 zwischen den Klemmbacken 32 Siegelflächen 34 vorgesehen, welche ebenfalls

verfahrbar ausgestaltet sind. Somit können die zwischen den Siegelflächen

angeordnete Schneidvorrichtung 31 und das zwischen den Siegelflächen 34

angeordnete Gegenstück 33 durch Aufeinander Zu Fahren der Siegelflächen ebenfalls aufeinander zu bewegt werden. In der Darstellung gemäß Fig. 6A sind die

Siegelflächen 34 in einer auseinander gefahrenen Position angeordnet. Die

Siegelflächen 34 können allgemein einen Schweißabschnitt wie einen heizbaren Abschnitt, insbesondere in Form von Heiz- oder Schweißbändern, in der Kontaktzone der Siegelflächen 34 bereitstellen.

In Fig. 6B ist die Siegeleinheit 26 in einem an den in Fig. 6A gezeigten Schritt anschließenden Schritt beim Versiegeln des Bahnmaterials 5, 10 dargestellt. Im Unterschied zur Darstellung in Fig. 6A sind die Siegelflächen 34 zusammengefahren angeordnet, so dass sich das Bahnmaterial 5, 10 zwischen den Siegelflächen 34 in der Kontaktzone der Siegel- und Schneideinrichtung befindet. Ferner ist beispielsweise durch Erhitzen des heizbaren Abschnitts in der Kontaktzone der Siegelflächen 34 ein versiegelter Bereich 35 des Bahnmaterials 5, 10 ausgebildet worden. Die beiden Teile des Bahnmaterials 5, 10 sind somit in dem versiegelten Bereich 35 zusammengefügt. Die Schneidvorrichtung 31 ist in einem nicht ausgefahrenen Zustand, d.h. in einem nicht in das Gegenstück 33 eingefahrenen Zustand, angeordnet.

Fig. 6C zeigt die Siegeleinheit 26 in einem an den in Fig. 6B dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Versiegeln des Bahnmaterials 5, 10. Im Unterschied zur Darstellung gemäß Fig. 6B ist die Schneidvorrichtung 31 in einer ausgefahrenen Position angeordnet. Die Schneidvorrichtung 31 ist dazu in das in der

gegenüberliegenden Siegelbacke 27 angeordnete Gegenstück 33 eingefahren. Dabei ist das Bahnmaterial 5, 10 durchtrennt worden und zwar in dem versiegelten Bereich 35 bzw. zwischen den beiden versiegelten Bereichen 35 des Bahnmaterials 5, 10.

Nach erfolgtem Versiegeln sowie Trennen des Bahnmaterials 5, 10 kann sowohl die Schneidvorrichtung 31 wieder zurück zwischen die Siegelflächen 34 fahren, als auch die Siegelflächen 34 wieder auseinander fahren. Ferner können auch die gesamten Siegelbacken 27 wieder auseinander fahren, so dass die Ausgangsposition der ersten Siegeleinheit 26 erneut erreicht wird. Auf diese Weise wird einerseits die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 freigestellt, andererseits auch ein neues Bahnmaterial 5, 10 in der Grundstellung bereitgestellt.

In Fig. 7 ist die Verpackungsanlage aus Fig. 2 in Draufsicht auf den Bereich VII dargestellt. Die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 hat die Station der Verpackungsanlage mit der ersten Umverpackungseinheit 6 und der ersten Siegeleinheit 26 bereits passiert und ist am Ende der Auflage 2 angelangt. Von dieser Auflage 2 wird die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 seitlich versetzt auf eine weitere Auflage 36A transportiert.

Damit wird auch der - nicht dargestellte - hintere Schieber 18 wieder freigestellt, so dass dieser über die Schiene 19 wieder zurück in seine Ausgangsposition gefahren werden kann und die erste Fördereinheit 4 wieder vollständig in der

Ausgangsposition bereitgestellt ist. Da die zumindest teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 durch die Ummantelung mit dem ersten Bahnmaterial 5 bereits genügend Eigenstabilität aufweist, ist das Einklemmen der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 zwischen dem vorderen Schieber 17 und dem hinteren Schieber 18 nicht mehr notwendig.

Zum Umleiten der teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 von der Auflage 2 auf die Auflage 36A ist eine Umleitungsführung 36B vorgesehen. Diese

Umleitungsführung 36B ist im dargestellten Ausführungsbeispiel verschwenkbar ausgeführt, was durch den gebogenen Doppelpfeil angedeutet ist. Wenn die

Umleitungsführung 36B in den - nicht dargestellten - verschwenkten Zustand gebracht wird, ist die Umleitungsführung 36B im Wesentlichen parallel zur Auflage 2 ausgerichtet. Dadurch kann die teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 auch anstatt seitlich versetzt zu der Auflage 36A weitertransportiert zu werden weiter entlang der ersten Förderrichtung transportiert werden. Dadurch gelangt die teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 zu einem Kontrollförderband 36C,

welches zur Qualitätskontrolle einzelne, teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppen 7 aus dem vorgesehenen Produktionsweg ausschleusen kann.

Bei einer Ausschleusung einer teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 zur Qualitätskontrolle werden dann einzelne Packungsmäntel P aus der teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 entnommen und einer Überprüfung unterzogen. Sodann kann die ausgeschleuste, teilweise ummantelte

Packungsmantelgruppe 7 erneut über das Kontrollförderband 36C dem ursprünglich vorgesehenen Produktionsweg zugeführt werden. Dazu ist das Kontrollförderband 36C in zwei entgegengesetzte Richtungen verfahrbar ausgeführt, was in Fig. 7 durch den Doppelpfeil angedeutet ist. Die kontrollierte und darauf wieder zurückgeführte, teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 wird dann der Auflage 36A zugeführt.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist im Rahmen der beschriebenen

Qualitätskontrolle ferner ein Überwachungssystem in Form einer Kamera 36D vorgesehen. Diese Kamera 36D ist seitlich der Auflage 2 und in der ersten

Förderrichtung gesehen vor der beschriebenen Möglichkeit zur Ausschleusung einer teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 angeordnet. Ebenso könnte die Kamera 36D oberhalb der Auflage 2 vorgesehen sein. Die Kamera 36D bietet die Möglichkeit, die teilweise ummantelten Packungsmantelgruppen 7 optisch zu kontrollieren und somit den Qualitätsanforderungen nicht entsprechende, teilweise ummantelte Packungsmantelgruppen 7 gezielt auszuschleusen.

Auf der Auflage 36A, welche beispielsweise ein einfaches Förderband sein kann, angeordnet, wird die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 der zweiten Umverpackungseinheit 8 zugeführt. Die zweite Umverpackungseinheit 8 kann analog zur ersten Umverpackungseinheit 6 ausgestaltet sein, so dass die zweite Umverpackungseinheit 8 ebenfalls Vorratsrollen 37 aufweist. Diese Vorratsrollen sind oberhalb und unterhalb der Auflage 36A angeordnet und spannen eine Ebene des

zweiten Bahnmaterials 10 in der Grundstellung zwischen sich auf. In der Darstellung gemäß Fig. 7 ist nur die obere Vorratsrolle 37 zu erkennen.

Die zweite Umverpackungseinheit 8 ist derart angeordnet, dass die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 in eine zweite Förderrichtung, welche im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung verläuft, durch das von der zweiten Umverpackungseinheit 8 aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 transportiert werden kann. Dazu ist eine zweite Fördereinheit 9 vorgesehen, welche die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 in die zweite Förderrichtung schieben kann. Auf diese Weise wird erreicht, dass die zuvor noch nicht ummantelte Ober- und Unterseite der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 mit dem zweiten Bahnmaterial 10 umwickelt bzw. ummantelt werden kann. Die einzelnen Schritte des Umwickeins, Versiegeins und Trennens des zweiten Bahnmaterials 10 in Bezug auf die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 kann in analoger Weise zum Umwickeln, Versiegeln und Trennen des ersten Bahnmaterials in Bezug auf die Packungsmantelgruppe 2 erfolgen. Es wird eine Verpackungseinheit 11 erreicht, welche von allen Seiten mit dem Bahnmaterial 5, 10 ummantelt und somit gegenüber äußeren Einflüssen geschützt ist.

In Fig. 8A bis Fig. 8E ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage zur Herstellung einer Verpackungseinheit 11 in verschiedenen Herstellungsschritten, jeweils in einer Draufsicht, gezeigt. Gleiche Bezugszeichen sind hierbei für die gleichen Merkmale der erfindungsgemäßen Verpackungsanlage verwendet.

In Fig. 8A ist die Verpackungsanlage in einem ersten Herstellungsschritt einer

Verpackungseinheit 11 dargestellt. Dazu ist die Vielzahl flachgefalteter, aufrecht stehender Packungsmäntel P in einer Packungsmantelgruppe 2 organisiert. Die Packungsmantelgruppe 2 liegt auf einer Auflage 38 in Form eines Arbeitstisches auf. Die Verpackungsanlage weist zum Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch die Verpackungsanlage eine erste Fördereinheit 39 in Form eines Schiebers auf. Diese

erste Fördereinheit 39 ist dazu ausgebildet, die Packungsmantelgruppe 2 über die Auflage 38 des Arbeitstisches zu schieben. Dabei fördert die erste Fördereinheit 39 die Packungsmantelgruppe 2 in eine erste Förderrichtung - in der Darstellung gemäß Fig. 8A von oben nach unten. Zu diesem Zweck ist auf dem Arbeitstisch eine Längsführung 40 vorgesehen, beispielsweise in Form von in den Arbeitstisch eingelassenen

Schienen, in welchen die erste Fördereinheit 39 verfahren werden kann. Die erste Fördereinheit 39 packt die Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 in der ersten Förderrichtung gesehen zentral an. Ferner ist die erste Fördereinheit 39 lediglich so breit ausgeführt, dass an den Seiten der Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 noch Platz zum Angreifen weiterer Bauteile vorhanden ist.

Zur Ausbildung einer Umverpackung um die Packungsmantelgruppe 2 weist die Verpackungsanlage ein erstes Bahnmaterial 5 auf. Aus diesem ersten Bahnmaterial 5 soll eine erste Lage einer Umverpackung um die Packungsmantelgruppe 2 herum ausgebildet werden. Das erste Bahnmaterial 5 ist durch eine erste

Umverpackungseinheit 41 bereitgestellt und befindet sich in der Darstellung gemäß Fig. 8A in seiner Grundstellung. Dazu ist das erste Bahnmaterial 5 auf einem Paar Vorratsrollen 42, 43 aufgewickelt, so dass zwischen den Vorratsrollen 42, 43 eine Ebene des ersten Bahnmaterials 5 aufgespannt ist.

Die Vorratsrollen 42, 43 sind auf gegenüberliegenden Seiten der

Packungsmantelgruppe 2 angeordnet. Die Achsen der Vorratsrollen 42, 43 sind dabei im Wesentlichen parallel. Ferner verlaufen die Achsen im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung, so dass das aufgespannte erste Bahnmaterial 5 in der

Grundstellung in einer Ebene aufgespannt ist, die ebenfalls im Wesentlichen senkrecht zur ersten Förderrichtung verläuft. Somit ist das aufgespannte erste Bahnmaterial 5 in der Grundstellung im Wesentlichen parallel zur Stirnseite der Packungsmantelgruppe 2, d.h. in der Darstellung gemäß Fig. 8A parallel zur unteren Seite der

Packungsmantelgruppe 2, angeordnet. Die Packungsmantelgruppe 2 liegt dadurch in dem dargestellten Herstellungsschritt an dem aufgespannten ersten Bahnmaterial 5 in der Grundstellung an, und zwar in der ersten Förderrichtung gesehen mit der

Stirnseite der Packungsmantelgruppe 2.

Die Verpackungsanlage weist ferner eine erste Siegeleinheit 44 auf. Die Siegeleinheit 44 ist durch ein Paar Arbeitsrollen 45, 46 bereitgestellt. Die Achsen der Arbeitsrollen 45, 46 sind dabei im Wesentlichen parallel. Darüber hinaus verlaufen die Achsen der Arbeitsrollen 45, 46 im Wesentlichen parallel zu den Achsen der Vorratsrollen 42, 43 der ersten Umverpackungseinheit 41. Ferner sind die Arbeitsrollen 45, 46 verfahrbar eingerichtet. Dadurch können die Arbeitsrollen quer zur ersten Förderrichtung, d.h. in der Darstellung gemäß Fig. 8A von links nach rechts, verfahren werden. Hierzu ist eine Querführung 47 auf der Auflage 38 vorgesehen, beispielswiese in Form von in den Arbeitstisch eingelassenen Schienen, in welchen die Arbeitsrollen 45, 46, wie durch die Doppelpfeile angedeutet, verschiebbar sind. Beide Arbeitsrollen 45, 46 können dabei unabhängig voneinander verfahren werden.

In Fig. 8B ist die Verpackungsanlage in einem an den in Fig. 8A gezeigten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 dargestellt. Die Fördereinheit 39 fördert die Packungsmantelgruppe 2 in die erste Förderrichtung durch die Verpackungsanlage. Dabei wird die Packungsmantelgruppe 2 durch das aufgespannte erste Bahnmaterial 5 hindurch gefördert. Dadurch legt sich das erste Bahnmaterial um die senkrecht zur ersten Förderrichtung angeordnete Stirnseite der Packungsmantelgruppe 2, sowie um die beiden links und rechts der Stirnseite parallel zu ersten Förderrichtung verlaufenden Seitenflächen der Packungsmantelgruppe 2. Das erste Bahnmaterial 5 befindet sich in der Darstellung gemäß Fig. 8B also nicht mehr in der Grundstellung.

Die Arbeitsrollen 45, 46 der erste Siegeleinheit 44 dienen dabei als Führung für das erste Bahnmaterial 5, das die Packungsmantelgruppe 1 umwickelt bzw. ummantelt. Dazu sind die Arbeitsrollen 45, 46 so weit in der Querführung 47 auseinander gefahren, dass sie beim Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch die

Verpackungsanlage das erste Bahnmaterial 5 an die beiden Seitenflächen der

Packungsmantelgruppe 2 anlegen. Durch das Fördern der ersten

Packungsmantelgruppe 2 durch die Verpackungsanlage durch das aufgespannte erste Bahnmaterial 5 hindurch wird das erste Bahnmaterial 5 von den Vorratsrollen 42, 43 der ersten Umverpackungseinheit 41 abgewickelt, was durch die beiden Pfeile in den Vorratsrollen 42, 43 angedeutet ist.

Es ist auch möglich, dass in der ersten Umverpackungseinheit 42, beispielsweise in den Vorratsrollen 42, 43, eine Bremse vorgesehen ist, so dass das Abwickeln des ersten Bahnmaterials 5 von den Vorratsrollen 42, 43 beim Fördern der

Packungsmantelgruppe 2 durch das erste Bahnmaterial 5 gestoppt wird. Auf diese Weise kann das erste Bahnmaterial 5 durch Strecken bzw. Dehnen unter eine vorbestimmte Spannung gesetzt werden, wie im Rahmen des anderen

Ausführungsbeispiels bereits in Bezug auf die Bahnmaterialbremsen 24 erläutert worden ist.

Fig. 8C zeigt den an den in Fig. 8B dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11. Die Packungsmantelgruppe 2 ist durch die Verpackungsanlage, in der ersten Förderrichtung gesehen, bis hinter die erste

Siegeleinheit 44 gefördert. Die Arbeitsrollen 45, 46 können somit in der Querführung 47 aufeinander zu, d.h. nach innen, fahren, so dass die Arbeitsrollen 45, 46 entlang der - in der Darstellung gemäß Fig. 8C oben liegenden - Rückseite der

Packungsmantelgruppe 2 verfahren können. Auf diese Weise wird auch die

Packungsmantelgruppe 2 durch die nach innen gefahrenen Arbeitsrollen 45, 46 in ihrer Position am Ende des Förderwegs gemäß der ersten Förderrichtung gehalten. Ferner wird das erste Bahnmaterial 5 dadurch zwischen der teilweise umwickelten Packungsmantelgruppe 2 und den Arbeitsrollen 45, 6 festgeklemmt. Auf diese Weise kann eine unter Umständen zuvor dem ersten Bahnmaterial 5 aufgeprägte Spannung in dem zu versiegelnden Bereich aus dem ersten Bahnmaterial 5 herausgenommen werden. Schließlich muss die Packungsmantelgruppe 2 nicht mehr durch die erste Fördereinheit 39 in ihrer Lage gehalten werden, so dass die erste Fördereinheit 39 wieder zurück entlang der Längsführung 40 - in der Darstellung gemäß Fig. 2C nach oben - beispielsweise in ihre Ausgangsposition fahren kann.

In Fig. 8D ist die Verpackungsanlage in einem an den in Fig. SC gezeigten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 dargestellt. Die erste Fördereinheit 39 ist in dem dargestellten Zustand der Verpackungsanlage im Vergleich zur Position der Fördereinheit 39 gemäß Fig. 8C bereits ein gewisses Maß zurück gefahren. Dabei bewegt sich die erste Fördereinheit 39 in eine der ersten Förderrichtung entgegengesetzte zweite Förderrichtung. Die Packungsmantelgruppe 2 ist bereits an der Stirnseite sowie an den beiden Seitenflächen mit einer Lage des ersten Bahnmaterials 5 umwickelt. Die Arbeitsrollen 45, 46 der ersten Siegeleinheit 44 fahren weiterhin aufeinander zu, so dass auch eine Lage des ersten Bahnmaterials 5 um die Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 gelegt wird. Die

Packungsmantelgruppe 2 kann an ihrem bereits mit dem ersten Bahnmaterial 5 umschlossenen Ende [in Fig. 8D unten) gegen einen (nicht dargestellten) Anschlag gepresst werden, um eine kompakte und stabile Form einzunehmen. Die erste

Fördereinheit 39 ist mindestens so weit zurück entlang der zweiten Förderrichtung gefahren, dass die Arbeitsrollen 45, 46 der ersten Siegeleinheit 44 beim Aufeinander Zu Fahren nicht mit der ersten Fördereinheit 39 kollidieren können.

Fig. 8E zeigt den an den in Fig. 8D dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11. Die erste Fördereinheit 39 befindet sich in der dargestellten Position wieder in ihrer Ausgangsposition. Die Arbeitsrollen 45, 46 der ersten Siegeleinheit 44 sind so weit aufeinander zu gefahren, dass eine Lage des ersten Bahnmaterials 5 um die Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 ebenfalls im Wesentlichen abgeschlossen ist. Dazu berühren sich zwei Teile des ersten

Bahnmaterials 5 in einer Kontaktzone der Arbeitsrollen 45, 46. Dies ist anhand der Detailansicht der ersten Siegeleinheit 44 oben rechts in der Darstellung gemäß Fig. 2E zu erkennen. Die erste Siegeleinheit ist als Siegel- und Schneideinrichtung ausgebildet, wobei die Siegel- und Schneideinrichtung, wie in der vergrößerten Detailansicht der Arbeitsrollen 45, 46 dargestellt, die Siegelflächen 48 und die Schneidvorrichtung 49 aufweisen.

Die Siegelflächen 48 der Siegel- und Schneideinrichtung können einen

Schweißabschnitt in ihrer Kontaktzone bereitstellen. Dazu können die Arbeitsrollen 45, 46 auf einem Teilumfang ihrer Mantelflächen beheizbar ausgebildet sein. Auf diese Weise werden die in der Kontaktzone der Arbeitsrollen 45, 46 befindlichen beiden Teile des ersten Bahnmaterials 5, welche zusammengefügt werden sollen, erhitzt und somit zusammengeschweißt. Die Schneidvorrichtung 49 kann die zusammengefügten Teile des ersten Bahnmaterials 5 dann erneut trennen, und zwar bevorzugt in einem versiegelten, d.h. verschweißten, Bereich 50 des ersten Bahnmaterials 5. Dazu kann die Schneidvorrichtung 10 als sich längs der Mantelfläche der Arbeitsrolle 46 erstreckendes Messer ausgebildet sein. Eine Schneidvorrichtung könnte jedoch ebenso in der Arbeitsrolle 45 vorgesehen sein.

Auf die beschriebene Art und Weise wird eine dann auf vier der sechs Seiten mit dem ersten Bahnmaterial 5 zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 erreicht. Somit ist eine durch das erste Bahnmaterial 5 ausgebildete, erste Lage einer Umverpackung um die zuvor nicht ummantelte Packungsmantelgruppe 2

abgeschlossen. Die Trennung des ersten Bahnmaterials 5 in dem versiegelten Bereich 50 erfolgt derart, dass eine leicht überstehende Schweißnaht entsteht. Eine solche Schweißnaht 51 ist auch an dem unteren Ende der Packungsmantelgruppe 2 gemäß der Darstellung in Fig. 8E zu erkennen, wobei die dargestellte Schweißnaht 51 aus der Herstellung vorheriger Verpackungseinheiten resultiert.

Durch die Trennung des ersten Bahnmaterials 5 in dem versiegelten Bereich 50 wird erreicht, dass weiterhin ein aufgespanntes Bahnmaterial bereitgestellt ist, das auf den Vorratsrollen 42, 43 der ersten Umverpackungseinheit 41 aufgewickelt ist. Dieses aufgespannte Bahnmaterial ist in Fig. 8E als zweites Bahnmaterial 10 gekennzeichnet. Das zweite Bahnmaterial 10 kann für neue bzw. weitere Arbeitsschritte,

beispielsweise für das Umwickeln bzw. Ummanteln weiterer Packungsmantelgruppen

2 oder zumindest teilweise ummantelter Packungsmantelgruppen 7 mit einer weiteren Lage eines Bahnmaterials, genutzt werden.

Bei der Darstellung nach Fig. 9 handelt es sich um die Vorderansicht IX auf die Verpackungsanlage aus Fig. 8E. Die Achsen 52, 53 der Vorratsrollen 42, 43 der ersten Umverpackungseinheit 41 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Im

Vordergrund ist zu erkennen, wie das erste Bahnmaterial 5 mitsamt der Schweißnaht 51 die Stirnseite der durch das erste Bahnmaterial 5 zumindest teilweise

ummantelten- und demnach verdeckten -Packungsmantelgruppe 7 abdeckt. Im Hintergrund ist bereits das zweite Bahnmaterial 10 zu erkennen, welches durch die Vorratsrollen 42, 43 für weitere Bearbeitungsschritte in seiner Grundstellung bereitgestellt und aufgespannt ist.

Fig. 10 zeigt einen solchen weiteren Bearbeitungsschritt in Form eines an den in Fig. 8E dargestellten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer

Verpackungseinheit 11. Eine mit dem ersten Bahnmaterial 5 zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 ist auf der Auflage 38 bereitgestellt. Zur Ausbildung einer weiteren Lage eines Bahnmaterials auf den beiden verbleibenden, bisher nicht ummantelten Seiten der Packungsmantelgruppe 7 wurde die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 zunächst gedreht. Dazu kann die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 um im Wesentlichen 90° um eine in der ersten Förderrichtung verlaufende Drehachse geschwenkt werden.

In dem in Fig. 10 dargestellten Zustand der Verpackungsanlage ist dieses Schwenken bereits erfolgt. Ferner befindet sich die verschwenkte, zumindest teilweise

ummantelte Packungsmantelgruppe 7 erneut in der Ausgangsposition zum Herstellen einer Verpackungseinheit 11, d.h. die erste Fördereinheit 39 liegt an der - in der Darstellung gemäß Fig. 10 oben dargestellten - Rückseite der zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 an. Die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 kann in dem dargestellten Zustand erneut mittels der ersten Fördereinheit 39 in die erste Förderrichtung durch die Verpackungsanlage gefördert werden, so dass sich eine weitere Lage in Form des zweiten Bahnmaterials 10 als Umverpackung um die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 ausbildet. Dabei finden die Herstellungsschritte analog zur zuvor im Zuge der Fig. 8A bis Fig. 8E beschriebenen Weise statt. Der wesentliche Unterschied liegt in der neu ausgerichteten zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7, die nun durch das aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 hindurch gefördert und mit einer Lage des zweiten Bahnmaterials 10 umwickelt bzw. ummantelt wird.

In Fig. IIA ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Verpackungsanlage dargestellt. Es ist - analog zum in Fig. 8A dargestellten ersten Herstellungsschritt gemäß der zuvor beschriebenen Ausführungsform der

Verpackungsanlage - auch hier die Packungsmantelgruppe 2 in einem ersten Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 gezeigt. Merkmale, die auf analoge Weise im Vergleich zur zuvor beschriebenen Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Verpackungsanlage zusammenwirken, sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Der wesentliche Unterschied der in Fig. IIA dargestellten Konfiguration der

Verpackungsanlage besteht darin, dass die Verpackungsanlage eine zweite

Umverpackungseinheit 54 aufweist. Die zweite Umverpackungseinheit 54 umfasst ebenfalls ein Paar Vorratsrollen 55, 56. Die zweite Umverpackungseinheit 54 ist in der ersten Förderrichtung gesehen hinter der ersten Siegeleinheit 44, d.h. hinter den Arbeitsrollen 45, 46, angeordnet. Durch die Vorratsrollen 55, 56 der zweiten

Umverpackungseinheit 54 wird das zweite Bahnmaterial 10 aufgespannt und bereitgestellt - analog zum Aufspannen und Bereitstellen des ersten Bahnmaterials 5 durch die erste Umverpackungseinheit 41. In der Darstellung gemäß Fig. IIA ist das aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 folglich unmittelbar unterhalb der Arbeitsrollen 45, 46 der ersten Siegeleinheit 44 angeordnet.

Dabei befindet sich das aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 jedoch nicht in dem Förderweg der Packungsmantelgruppe 2, welcher in der ersten Förderrichtung

gesehen hinter dem ersten Bahnmaterial 5 liegt - in der Darstellung gemäß Fig. IIA unterhalb des ersten Bahnmaterials 5. Die Vorratsrollen 55, 56 sind vielmehr aus dem Förderweg der Packungsmantelgruppe 2 heraus verschoben, in der Darstellung gemäß Fig. 5A aus der Zeichenebene heraus, sprich von der Auflage 38 weg gehoben, was durch die gestrichelte Darstellung der Linien angedeutet ist. Dadurch kann eine Ausbildung einer ersten Lage des ersten Bahnmaterials 5 als Umverpackung analog zu der zuvor beschriebenen Weise um die Packungsmantelgruppe 2 erfolgen, ohne dass das zweite Bahnmaterial 10 das Fördern der Packungsmantelgruppe 2 durch die Verpackungsanlage stören würde.

Ferner weist die Verpackungsanlage eine zweite Fördereinheit 57 auf. Diese ist wie die erste Fördereinheit 39 in der Längsführung 40 verfahrbar vorgesehen und dazu eingerichtet, die Packungsmantelgruppe 2 bzw. eine nicht dargestellte, zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 in die der ersten Förderrichtung entgegengesetzte zweite Förderrichtung - d.h. in der Darstellung gemäß Fig. 5A von unten nach oben - zu fördern. Dazu kann die zweite Fördereinheit 57 ebenfalls als Schieber ausgebildet sein, welcher die Packungsmantelgruppe 2 über den Arbeitstisch schiebt. Die zweite Fördereinheit 57 ist dabei derart ausgestaltet, dass sie die

Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 bzw. der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 in der zweiten Förderrichtung gesehen zentral anpacken kann. Ferner ist die zweite Fördereinheit 39 lediglich so breit ausgeführt, dass an den Seiten der Rückseite der Packungsmantelgruppe 2 bzw. der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 noch Platz zum Angreifen weiterer Bauteile vorhanden ist.

Fig. IIB zeigt die Verpackungsanlage gemäß Fig. IIA in einem anschließenden Herstellungsschritt der Verpackungseinheit 11. Die Packungsmantelgruppe 2 ist dabei in einer bereits einmal in die erste Förderrichtung durch die Verpackungsanlage geförderten Position dargestellt. Dadurch ist das erste Bahnmaterial 5 bereits einmal, zumindest auf vier der sechs Seiten, um die Packungsmantelgruppe 2 gelegt. Die

Packungsmantelgruppe 2 ist also mit dem ersten Bahnmaterial 5 umwickelt. Ferner

liegt die Packungsmantelgruppe 2 an der zweiten Fördereinheit 57 an. Die Ausbildung der ersten Lage aus dem ersten Bahnmaterial 5 als Umverpackung um die

Packungsmantelgruppe 2 wird in zuvor beschriebener Weise durch Versiegeln des ersten Bahnmaterials 5 und Trennen des ersten Bahnmaterial 5 in dem versiegelten Bereich abgeschlossen. Daraus resultiert eine nicht dargestellte zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7.

In Fig. HC ist die Verpackungsanlage in einem an den in Fig. HB gezeigten Schritt anschließenden Schritt beim Herstellen einer Verpackungseinheit 11 dargestellt. Die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7, welche in einem mit einer ersten Lage des ersten Bahnmaterials 5 ummantelten Zustand vorliegt, ist in einer im Vergleich zur Darstellung gemäß Fig. HB einmal um im Wesentlichen 90° um eine in der ersten Förderrichtung verlaufende Drehachse verschwenkten Position

angeordnet. Dieses Schwenken kann automatisiert, beispielweise mittels Greifern erfolgen, die die bereits mit einer Lage des ersten Bahnmaterials 5 ummantelte Packungsmantelgruppe 7 in der in Fig. 5B dargestellten Position der

Packungsmantelgruppe 2 erfassen und diese derart drehen, dass sie in die in Fig. 5C dargestellte Position der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7 gebracht wird.

Die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 liegt auf der einen Seite an der zweiten Fördereinheit 57an (in der Darstellung gemäß Fig. HC auf der unteren Seite der Packungsmantelgruppe 7). Auf der anderen Seite liegt die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 an dem zweiten Bahnmaterial 10 an, die in der Grundstellung zwischen den Vorratsrollen 55, 56 aufgespannt ist (in der Darstellung gemäß Fig. HC auf der oberen Seite der Packungsmantelgruppe 7). Dazu sind die Vorratsrollen 55, 56 der zweiten Umverpackungseinheit 54 in einer auf die Auflage 38 verschobenen Stellung bereitgestellt. Somit ist das durch die Vorratsrollen 55, 56 aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 in dem in der zweiten Förderrichtung verlaufenden Förderweg der zumindest teilweise ummantelten

Packungsmantelgruppe 7 angeordnet.

Im Gegensatz dazu sind die Vorratsrollen 42, 43 der ersten Umverpackungseinheit 41 aus dem Förderweg heraus, weg von der Auflage 38, verschoben, was durch die gestrichelt dargestellten Linien angedeutet ist. Auf diese Weise befindet sich das zwischen den Vorratsrollen 42, 43 aufgespannte Bahnmaterial nicht in dem

Förderweg der zumindest teilweise ummantelten Packungsmantelgruppe 7. Damit kann die zumindest teilweise ummantelte Packungsmantelgruppe 7 mittels der zweiten Fördereinheit 57 in die zweite Förderrichtung durch das aufgespannte zweite Bahnmaterial 10 hindurch ohne Behinderung gefördert werden. Somit wird die dargestellte Packungsmantelgruppe 7 auf analoge Weise wie zuvor beschrieben erneut auf vier der sechs Seiten, unter anderem auch den zwei verbleibenden, noch nicht ummantelten Seiten, mit dem zweiten Bahnmaterial 10 umwickelt bzw.

ummantelt. Auf diese Weise wird eine Verpackungseinheit 11 hergestellt.

Nach den zuvor im Rahmen der unterschiedlichen Ausführungsformen der

Verpackungsanlage beschriebenen Herstellungsschritten liegt eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit 11 vor, die vorzugsweise auf allen, die Packungsmäntel P umgebenden Seiten mit dem Bahnmaterial 5, 10 umschlossen ist. Auf diese Weise sind die einzelnen Packungsmäntel P vor äußeren Einflüssen wie Stößen, Beschädigungen oder Verschmutzungen effektiv geschützt. Bedarfsweise können die beschriebenen Herstellungsschritte auch in beliebiger Reihenfolge wiederholt, aneinandergereiht bzw. kombiniert werden, so dass eine Umverpackung ausgebildet wird, die durch mehrere Lagen aus einem Bahnmaterial gekennzeichnet ist.

Fig. 12 zeigt eine übliche, aus dem Stand der Technik bekannte Palette 58, welche mit einer Vielzahl an erfindungsgemäßen Verpackungseinheiten 11 beladen ist. Dazu sind die einzelnen Verpackungseinheiten 11, die aus einer eine Vielzahl von

Packungsmänteln P aufweisenden Packungsmantelgruppe 2 sowie einer aus einem Bahnmaterial 5, 10 gestalteten Umverpackung ausgebildet sind, auf der Palette 58 gestapelt. Solche mit den erfindungsgemäßen Verpackungseinheiten 11 beladenen Paletten 58 sind für den Weitertransport der Packungsmäntel P, beispielsweise zum bestimmungsgemäßen Ort zwecks Abfüllung und Herstellung der fertigen Packungen, vorgesehen.

Ein in Fig. 12 beispielhaft dargestelltes System weist gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Systemen, beispielsweise den Verpackungseinheiten aus in einem Umkarton als Umverpackung gepackten Packungsmänteln, verschiedene Vorteile auf. Hier ist zunächst die deutlich kostengünstigere Umverpackung aus Bahnmaterial, insbesondere aus Folie, zu nennen. Des Weiteren kann das Gewicht im Gegensatz zu den Lösungen im Stand der Technik reduziert sein. Ferner kann auch der durch die Umverpackung anfallende Abfall reduziert und auch eine besser vor Verschmutzungen - beispielsweise in Form von Umkartonstaub - geschützte

Verpackungseinheit 11 erreicht werden.