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1. (WO2019042756) METHOD FOR WASHING LAUNDRY OF A WASH LOAD, APPARATUS, COMPUTER PROGRAM AND SYSTEM
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Verfahren zum Waschen von Wäsche einer Waschladung, Vorrichtung, Computerprogramm und

System

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen von Wäsche einer Waschladung, insbesondere in einer Waschtrommel, durchgeführt durch zumindest eine Vorrichtung. Zudem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, ein Computerprogramm, ein Speichermedium und ein System.

Verfahren zum Waschen von Wäsche einer Waschladung sind aus dem Stand der Technik bekannt. Im Fokus von Reinigungsverfahren steht häufig eine gute Reinigung der Wäsche bei einer möglichst gründlichen Entfernung von fett- und ölartigem Schmutz. Um die

Fettanschmutzungen effektiv entfernen zu können, zielen die Waschverfahren in der Regel darauf an, zumindest hydrophobe Anteile der Anschmutzungen zu entfernen. Um dann die Aufnahme der hydrophoben Anteile der Anschmutzungen in die Waschlauge zu bewirken, muss allerdings eine thermodynamisch attraktive Umgebung für diese Anschmutzungen geschaffen werden.

Dieses Ziel steht allerdings häufig in Konflikt mit einem möglichst geringen Wasserverbrauch bei gleichzeitig guter Reinigung. Insbesondere die Erwärmung der Wäsche zur Erzeugung der thermodynamisch attraktiven Umgebung bei gleichzeitig homogener Durchmengung und geringem Wasserverbrauch stellen sich als problematisch dar.

Aus dem Stand der Technik der WO 2005/003268 A1 ist ein Textilbehandlungsverfahren bekannt, bei dem verschmutzte Textilien in eine Behandlungskammer der Waschmaschine gebracht werden. Eine Reinigungsflüssigkeit wird gleichmäßig in die Behandlungskammer gebracht, wobei die Textilien bewegt werden. Anschließend werden mit einer Wasser enthaltenden Spülflüssigkeit die Textilien unter Erzeugung von freiem Wasser gespült. Zumindest ein Teil der Spülflüssigkeit wird aus der Behandlungskammer entfernt, wobei dies mit weiteren Spülflüssigkeiten wiederholt werden kann. Die Menge der Reinigungsflüssigkeit soll zwischen 25% und 200% des

Trockengewichts der Textilien betragen. Das Aufheizen der Flüssigkeit kann mittels eines Heizmittels in der Zuführung erfolgen.

Aus der WO 2012/04891 1 A1 ist ein Verfahren zum Steuern einer Waschmaschine mit einem Laugenbehälter, einer Trommel, einer Sprühvorrichtung, die zur Abgabe von Flüssigkeit in einen Innenraum der Trommel geeignet ist, und einer Abpumpvorrichtung bekannt. Es werden ein Reinigungsvorgang, bei dem Wäsche mit einer Reinigungslösung behandelt wird, und ein Spülvorgang, bei der die Reinigungslösung zumindest weitgehend aus der Wäsche entfernt wird, durchgeführt. Im Spülvorgang wird die Trommel auf eine Anlegedrehzahl, bei der die Wäsche

fliehkraftbedingt an der Trommel anliegt, angetrieben. Die Wäsche wird mit einer Spüllösung durch die Sprühvorrichtung bei gleichzeitigem Abpumpen von freier Flüssigkeit besprüht, so dass sich keine freie Flüssigkeit innerhalb der Trommel ansammelt. Eine Erwärmung der Wäsche erfolgt mit einem im Laugenbehälter angeordneten Heizstab.

Aus der DE 10 2014 202 990 A1 ist ein ein- oder mehrphasiges nicht-festes Konzentrat für den Einsatz als Textilwaschmittel bekannt, welches geeignet ist, beim Verdünnen in einer

Waschmaschine mit Kurzflottenwaschtechnik ein Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ 2 zu ergeben oder beizubehalten. Hierzu wird ein Textilwaschverfahren in einer Waschmaschine mit einem Waschzyklus mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Unterwaschzyklen verwendet. Hierbei wird ein entsprechendes Konzentrat in einen Waschmittelbevorratungsraum der

Waschmaschine gegeben und im ersten Unterwaschzyklus unter gleichzeitiger Ausbildung einer kurzen Flotte in den Wäschebehandlungsraum der Waschmaschine transportiert. Als kurze Flotte wird ein Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ 2 ausgebildet oder beibehalten, sodass eine Wechselwirkung der kurzen Flotte des Winsor Typs 2 mit dem im Wäscheposten vorhandenen Schmutz im ersten Unterwaschzyklus stattfindet. Anschließend wird in mindestens einem weiteren Unterwaschzyklus die Flotte bis zur Ausbildung einer langen Flotte weiter mit Wasser verdünnt und der Schmutz zusammen mit der langen Flotte aus dem Wäschebehandlungsraum abtransportiert. Das Aufheizen erfolgt bevorzugt im ersten Unterwaschzyklus mittels einer Heizung der Maschine.

Aus der EP 1 838 915 B1 ist ein Verfahren zum Herstellen einer hydrophoben Wirkung von Textilien in einer Haushalt-Waschmaschine mit Einrichtungen zum Heizen einer in einem

Laugenbehälter befindlichen Lauge, bei welchem Verfahren in der Lauge gelöste hydrophobe Wirkstoffe während eines einem Waschvorgang ähnlichen Behandlungsvorgangs mit den Textilen in Kontakt gebracht werden. Der Laugenbehälter wird mit einer auf eine kurze Flotte, d. h. auf ein Verhältnis von Gewicht der Menge trockenen Textils zu Gewicht der Wassermenge von größer als 1 : 8, bemessenen Menge von Wasser gefüllt. Die Flotte wird unter Benetzen der Textilien im Laugenbehälter aufgeheizt. Eine vorbestimmte Menge des hydrophoben Wirkstoffes wird mittels Wasser aus der Waschmittelvorratskammer in den Laugenbehälter eingespült und bildet mit dem Wasser gemeinsam die Lauge. Dann tritt die Textilie erstmals mit der Lauge in Kontakt. Die Lauge wird dann ohne Spülen durch Schleudern aus den Textilien und aus dem Laugenbehälter entfernt.

Aus der WO 2010/031675 A1 ist ein Verfahren zum Aufbringen einer

Ausrüstungszusammensetzung auf ein Wäschestück in einem Wäschebehandlungsgerät mit einer drehbar gelagerten Trommel bekannt. Durch Zugabe von Wasser bei einem Rotieren der Trommel wird in dem Wäschestück ein vorgegebener Restfeuchtegehalt eingestellt und die

Ausrüstungszusammensetzung wird auf das Wäschestück aufgebracht. Die

Ausrüstungszusammensetzung wird dabei in flüssiger Form oder in Form feiner Tröpfchen (Spray) auf das Wäschestück durch Aufsprühen über eine Eintragungsvorrichtung aufgebracht wird, während die Trommel bei der Anlegedrehzahl oder oberhalb davon bewegt wird.

Es hat sich herausgestellt, dass die Waschverfahren aus dem Stand der Technik weiterhin verbesserungsbedürftig sind. Insbesondere hinsichtlich einer homogenen Durchfeuchtung und Erwärmung der Wäsche bei kurzen Flotten und guten Reinigungsergebnissen besteht weiterhin Verbesserungsbedarf.

Vor dem Hintergrund des Stands der Technik stellt sich der Erfindung daher die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben, mit dem eine homogenen Durchfeuchtung und Erwärmung der Wäsche bei kurzen Flotten und guten Reinigungsergebnissen erzielt wird. Zudem soll eine Vorrichtung, ein Computerprogramm, ein Speichermedium und ein System angegeben werden, die diese Aufgabe lösen.

Die Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, dass das Verfahren umfasst:

Erzeugen von Dampf und Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit dem Dampf; Erzeugen einer Mikroemulsion mittels einer Waschmittelzusammensetzung; und

Waschen der Wäsche der Waschladung mit einer ersten Waschflotte basierend auf der Mikroemulsion.

Es hat sich herausgestellt, dass mittels des Dampfes eine besonders homogene Durchfeuchtung bei gleichzeitig homogener Erwärmung der Wäsche möglich ist. Gleichzeitig wird durch die Verwendung von Dampf ein Waschen mittels einer Mikroemulsion bei besonders kurzen Flotten, das heißt geringem Wasserverbrauch, realisierbar. Im Ergebnis wird also ein Warmwaschen trotz kurzer Flotten ermöglicht und gleichzeitig ein gutes Waschergebnis erreicht.

Das Verfahren eignet sich daher insbesondere zum Warmwaschen. Beispielsweise wird die Wäsche im Rahmen des Verfahrens, insbesondere während des Waschens mit der ersten Waschflotte, zumindest zeitweise bei einer Temperatur von mindestens 15°C, vorzugswiese mindestens 30°C gewaschen.

Der Dampf ist vorzugsweise Wasserdampf. Unter Dampf wird insbesondere der gasförmige Zustand des Ausgangsstoffes verstanden. Anders als beispielsweise bei der Verwendung von Aerosolen oder warmer Luft, wird durch den Dampf gleichzeitig sowohl die Feuchte zur

Ermöglichung eines Kurzflottenwaschprozesses als auch die thermische Energie (inklusiver der zurückgewonnenen Kondensationsenthalpie) eingebracht. Im Ergebnis ergibt sich eine sehr gleichmäßige Durchfeuchtung und Erwärmung der Wäsche der Waschladung.

Zur Erzeugung des Dampfs wird beispielsweise Wasser mittels einer Pumpe einem Dampferzeuger zugeführt. Der erzeugte Dampf kann dann insbesondere über eine oder mehrere Düsen der Waschtrommel zugeführt werden.

Die Waschtrommel ist insbesondere eine um eine horizontale Achse rotierende Waschtrommel, beispielsweise diejenige einer als Frontloader ausgebildeten Waschmaschine.

Unter einer Mikroemulsion wird vorliegend eine thermodynamisch stabile Mischung aus Wasser, Öl(en) und Amphiphil(en) verstanden. Die Mikrostruktur kann wie bei Emulsionen üblich O/W oder W/O sein. Bei Mikroemulsionen findet man darüber hinaus auch bikontinuierliche Strukturen.

Meistens sind Mikroemulsionen klar, da ihre Tröpfchengröße im nm-Bereich deutlich unterhalb der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes liegt. Die Klarheit wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch als Indikator für das Vorliegen einer Mikroemulsion in einer Wasser/Öl/ Amphiphilmischung gewertet. Allerdings sind mehrphasige und/oder trübe Mikroemulsionen ebenfalls möglich. Nach Winsor können Mikroemulsionssysteme bestehend aus einer Wasserkomponente, einer

Ölkomponente und einem Amphiphil gemäß ihrer Phasengleichgewichte in 4 Typen unterteilt werden, welche in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können.

Bei einem Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ I ist das Tensid vor allem in Wasser und in einer O/W-Mikroemulsionsform löslich. Es besteht aus einer tensidreichen wässerigen Phase (O/W-Mikroemulsion) und einer überschüssigen, aber tensidarmen Ölphase.

Bei einem Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ II ist das Tensid vor allem in einer Ölphase und in einer W/O-Mikroemulsionsform löslich. Sie besteht aus einer tensidreichen Ölphase (W/O-Mikroemulsion) und einer überschüssigen, aber tensidarmen wässerigen Phase.

Ein Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ III stellt eine häufig bikontinuierliche Mikroemulsion dar, die auch Mittelphasen-Mikroemulsion genannt wird, aus einer tensidreichen mittleren Phase, welche mit einer tensidarmen wässerigen Phase wie auch einer tensidarmen Ölphase koexistiert.

Ein Mikroemulsionssystem vom Winsor Typ IV ist eine einphasige homogene Mischung und stellt im Gegensatz zu den Winsor Typen I bis III, die aus 2 oder 3 Phasen bestehen, von denen nur eine Phase eine Mikroemulsion darstellt, insgesamt eine Mikroemulsion dar. Es bedarf in der Regel hoher Tensidkonzentrationen, um diese Einphasigkeit zu erlangen, während bei

Mikroemulsionssystemen vom Winsor Typ I und Typ II deutlich geringere Tensidkonzentrationen erforderlich sind, um zu einem stabilen Phasengleichgewicht zu kommen.

Waschmittelzusammensetzungen, die unter den beschriebenen Bedingungen eine einphasige Mikroemulsion (Winsor IV) bilden können, sind im Rahmen der Erfindung bevorzugte

Ausführungsformen.

Die Waschmittelzusammensetzung ist insofern zumindest geeignet, eine Mikroemulsion zu bilden.

Vorzugsweise umfasst die Waschmittelzusammensetzung:

(1 ) ein Tensidsystem mit einem Fischschwanzpunkt im Bereich von 0,01 Gew.-% bis 50 Gew.- %, bevorzugt 0,1 Gew.-% bis 35 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 Gew.-% bis 25 Gew.- %, enthaltend mindestens ein Tensid, das ausgewählt wird aus anionischen, kationischen, amphoteren, nichtionischen Tensiden und Kombinationen davon; und

(2) mindestens ein Enzym.

Unter„Fischschwanzpunkt", wie hierin verwendet, ist die maximale Ausdehnung des einphasigen, optisch isotropen Mikroemulsionsbereiches hin zu minimalen Tensidkonzentrationen zu verstehen, an welchem sich die obere und unter Phasengrenze schneiden, die selbiges Einphasengebiet begrenzen.„Obere Phasengrenze" und„untere Phasengrenze" beschreiben dabei vorzugsweise die Übergänge zwischen Mikroemulsionsphase (einphasige Mikroemulsionen vom Winsor IV Typ) und ausgeschiedenen Exzessphasen (zweiphasige Mikroemulsionen vom Winsor I oder II Typ) oder anderen strukturierten Phasen.

Durch die Tensidsysteme mit den beschriebenen Fischschwanzpunkten lassen sich

Mikroemulsionen bilden und diese daher beim Einsatz in Waschmittelzusammensetzungen zur Reinigung von textilen Substraten in vorteilhafter Weise mit im Vergleich zu herkömmlichen Mitteln verringertem Wasser- und Stromverbrauch sowie gleichen oder verringerten Tensidmengen zu einer verbesserten Entfernung von insbesondere fett- und ölartigen Anschmutzungen führen. Insbesondere in Kombination mit dem Erzeugen von Dampf und Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit dem Dampf wird eine gute Reinigung mit geringem Wasserverbrauch ermöglicht.

Unter einem zur Bildung einer Mikroemulsion fähigen Tensidsystem wird vorliegend insbesondere ein wässriges Tensidsystem verstanden, das eine größere Menge an Öl zu solubilisieren vermag, ohne dass Trübungen erkennbar sind. Ein solches System ist imstande, mehr als 0,25 Gew.-%, bevorzugt mehr als 1 Gew.-%, besonders bevorzugt mehr als 5 Gew.-% eines Öls klar zu solubilisieren. Üblicherweise zeichnen sich solche Systeme durch eine besonders niedrige Grenzflächenspannung gegenüber dem betreffenden Öl aus. Bevorzugt sind

Grenzflächenspannungen < 5 mN/m, besonders bevorzugt < 0,5 mN/m und ganz besonders bevorzugt < 0,05 mN/m. Dementsprechend bedeutet„geeignet eine Mikroemulsion zu bilden", wie hier verwendet, dass diese Zusammensetzungen ein Tensidsystem mit den beschriebenen

Eigenschaften sowie mindestens ein Enzym umfassen und unter den im Folgenden beschriebenen Testbedingungen, d.h. einer Temperatur im Bereich von 0 bis 80°C, vorzugsweise 1 bis 60°C, besonders bevorzugt 5 bis 40°C, am meisten bevorzugt bei 40°C, und einem Wasser:ÖI-System mit einem Massenverhältnis von Wasser:ÖI von 99: 1 bis 9:1 , wobei das Öl beispielsweise ein Dialkylether, wie insbesondere Dioctylether ist, eine Mikroemulsion vom Winsor Typ IV bilden können.

Unter Wäsche wird die Gesamtheit der waschbaren Textilien verstanden. Unter einer Textilie werden etwa Kleidungsstücke, Gardinen oder Bettzeug verstanden. Kleidungsstücke und Bettzeug umfassen beispielsweise Hemden, T Shirts, Kleider, Jacken, Pullover, Hosen, Decken,

Abdeckungen und Bezüge. Die Textilien können verschiedene Materialien umfassen,

beispielsweise Naturfasern, Chemiefasern oder auch weitere Materialien.

Die im Rahmen des Verfahrens verwendete Waschmittelzusammensetzung wird beispielsweise durch ein automatisches Dosiersystem bereitgestellt. Beispielsweise wird die

Waschmittelzusammensetzung durch eine oder mehrere Behälter (Tanks oder Kartuschen) bereitgestellt. Beispielsweise sind zumindest zwei Behälter vorgesehen, wobei sich der Inhalt der jeweiligen Behälter zumindest in einer Komponente unterscheidet. Auf diese Weise können zum einen unterschiedliche Waschmittelzusammensetzung je nach Bedarf erzeugt werden. Zum anderen hat dies insbesondere in Zusammenhang mit dem hier beschriebenen Verfahren den Vorteil, dass ein Teil der Waschmittelzusammensetzung zusammen mit dem Dampf auf die Wäsche aufgebracht werden kann, während ein anderer Teil der Waschmittelzusammensetzung (welcher insbesondere hitzeempfindliche Komponenten umfassen kann) separat vom Dampf auf die Wäsche aufgebracht werden kann.

Beim Waschen der Wäsche der Waschladung mit der ersten Waschflotte basierend auf der Mikroemulsion stellt sich bevorzugt eine erste Temperatur Tx ein, welche vorzugsweise mindestens 10°C, und vorzugsweise höchstens 60°C beträgt.

Beim Waschen der Wäsche der Waschladung mit der ersten Waschflotte ist vorzugsweise im Wesentlichen keine freie Flotte vorhanden, was ein besonders wassersparendes Waschen ermöglicht. Das Waschen der Wäsche der Waschladung mit der ersten Waschflotte kann als erster Unterwaschzyklus bezeichnet werden.

Dass die erste Waschflotte auf der Mikroemulsion basiert, kann insbesondere heißen, dass die erste Waschflotte aus der ersten Mikroemulsion besteht. Allerdings ist es ebenfalls möglich, dass weiteres Waschmittelkomponenten und/oder Wasser hinzugefügt wird, um die erste Waschflotte zu bilden.

Das Verfahren kann beispielsweise durch eine Waschmaschine, insbesondere eine Haushalts-Waschmaschine durchgeführt werden. Allerdings kann ein Steuern oder Auslösen einzelner oder aller Verfahrensschritte auch durch eine oder mehrere von der Waschmaschine getrennte Vorrichtungen, insbesondere eine oder mehrere Datenverarbeitungsvorrichtungen (beispielsweise ein Server, ein Smartphone, ein Tablet und/oder eine Smartwatch) erfolgen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird die Mikroemulsion durch die Waschmittelzusammensetzung und die Feuchtigkeit des Dampfs erzeugt. Es wird also bevorzugt kein weiteres Wasser benötigt. Vielmehr kann bereits alleine aufgrund der durch den Dampf eingebrachten Feuchtigkeit eine Mikroemulsion gebildet werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird die

Waschmittelzusammensetzung oder ein Teil hiervon in den Dampf eingebracht und gemeinsam mit dem Dampf auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht. Die Waschmittelzusammensetzung oder ein Teil hiervon wird also insbesondere nach der Dampferzeugung aber vor dem einbringen des Dampfes in die Waschtrommel in den Dampf eingebracht. Dies ermöglicht insbesondere eine sofortige Aktivierung der Waschmittelzusammensetzung auf der Wäsche der Waschladung. Zudem wird eine Spotbildung, das heißt eine lokale Überkonzentration des Waschmittels vermieden. Alternativ oder zusätzlich ist ebenfalls möglich, dass die Waschmittelzusammensetzung oder ein Teil hiervon bereits vor der Dampferzeugung in das hierzu verwendete Wasser eingebracht wird.

In einem Beispiel wird die Mikroemulsion bereits durch Einbringen der

Waschmittelzusammensetzung (oder eines Teils hiervon) in den Dampf und/oder des zur

Dampferzeugung verwendeten Wassers gebildet. Dann kann die Mikroemulsion direkt mit dem Dampf auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden.

Es ist aber ebenfalls denkbar, dass ein Teil der Komponenten der Waschmittelzusammensetzung nicht mit dem Dampf auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden. Dies ist besonders bevorzugt, wenn die Waschmittelzusammensetzung hitzeempfindliche Komponenten (etwa Enzyme) enthält.

Es ist insbesondere möglich, dass die Mikroemulsion erst auf der Wäsche der Waschladung gebildet wird. Beispielsweise wird nur ein Teil der für die Bildung der Mikroemulsion erforderlichen Komponenten der Waschmittelzusammensetzung mit dem Dampf auf die Wäsche gebracht. Eine oder mehrere weitere (insbesondere zur Bildung der Mikroemulsion erforderliche) Komponenten werden beispielsweise nicht mit dem Dampf auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst dieses weiterhin:

Ermitteln einer zur Bildung der Mikroemulsion zu dosierenden Menge der

Waschmittelzusammensetzung, insbesondere zumindest basierend auf der Menge der Wäsche der Waschladung, einer zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu

verwendenden Wassermenge und/oder einer Wassereigenschaft des zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu verwendenden Wassers.

Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass sich, insbesondere bei unterschiedlichen Wäschemengen, Wassermengen und/oder Wassereigenschaften, prozesssicher, insbesondere zwanghaft eine Mikroemulsion für die erste Waschflotte ausbildet. Dabei wird vorzugsweise eine möglichst geringe Menge der Waschmittelzusammensetzung verwendet, welche eine

Mikroemulsion bildet oder bilden kann.

Beispielsweise wird die zu dosierende Menge der Waschmittelzusammensetzung basierend auf dem Gewicht und/oder dem Volumen der Wäsche der Waschladung ermittelt. Vorzugsweise erfolgt hierzu ein wasserfreies Bestimmen des Gewichts der Wäsche der Waschladung.

Beispielsweise wird die zu dosierende Menge der Waschmittelzusammensetzung basierend auf dem Gewicht und/oder dem Volumen der zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu verwendenden Wassermenge ermittelt. Beispielsweise erfolgt hierzu ein Messen der

Durchflussmenge des Wassers. Dabei wird eine Wassermenge verwendet, die zur Erzeugung des gewünschten Flottenverhältnisses führt, was im Folgenden noch näher beschrieben wird.

Eine Wassereigenschaft des zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu verwendenden Wassers ist beispielsweise die Härte des Wassers. Hierzu kann beispielsweise eine Größe bestimmt werden, welche repräsentativ für die Härte des Wassers ist. Beispielsweise wird eine Leitfähigkeitsmessung durchgeführt. Dies ermöglicht insbesondere eine minimale Dosierung der Waschmittelzusammensetzung, ohne eine Unterdosierung zu riskieren.

Beispielsweise wird die zur Bildung der Mikroemulsion zu dosierende Menge der

Waschmittelzusammensetzung auf Basis von (in der Waschmaschine oder einer anderen

Vorrichtung) hinterlegten Datensätzen (etwa einer Matrix, Lookup-Tabelle) ermittelt. Ebenfalls ist denkbar, dass die zur Bildung der Mikroemulsion zu dosierende Menge der

Waschmittelzusammensetzung algebraisch ermittelt wird.

Um eine besonders gleichmäßige Durchfeuchtung der Wäsche der Waschladung zu erhalten, erfolgt gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens das Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit dem Dampf mittels zumindest einer Düse. Sofern die

Waschmittelzusammensetzung oder ein Teil hiervon in den Dampf eingebracht wurde, erfolgt gleichzeitig auch das Aufbringen der Waschmittelzusammensetzung oder eines Teils hiervon auf die Wäsche der Waschladung, was zu einer gleichmäßigen Verteilung führt. Zudem kann die zumindest eine Düse auch dazu verwendet werden, Wasser (beispielsweise als Aerosol) und/oder die Waschmittelzusammensetzung (oder Teile hiervon) ohne die Verwendung von Dampf auf die Wäsche aufzubringen.

Für ein besonders wirtschaftliches Verfahren insbesondere hinsichtlich des Wasserverbrauchs ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens die erste Waschflotte eine im Wesentlichen vollständig gebundene Flotte. Unter einer im Wesentlichen vollständig gebundenen Flotte wird verstanden, dass im Wesentlichen keine freie Flotte vorhanden ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens ist das Flottenverhältnis der ersten Waschflotte niedriger als 1 : 1 ,5, vorzugsweise niedriger als 1 : 1 , weiter bevorzugt niedriger als 1 : 0,5, besonders bevorzugt niedriger als 1 : 0,25. Unter dem Flottenverhältnis wird (in der Textilindustrie oft als FV abgekürzt) ist das Verhältnis von Menge (Gewicht in kg) der Wäsche der Waschladung zur Menge (in L) der Flotte verstanden. Je niedriger das Flottenverhältnis, desto niedriger ist die Menge der Flotte. Bei niedrigen Flottenverhältnissen (beispielsweise 1 : 4 oder niedriger) spricht man auch von kurzer Flotte. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere mittels der beschriebenen Dampfbeaufschlagung außerordentlich kurze Waschflotten zu realisieren sind. Hierdurch wird die Wirkstoffkonzentration erhöht und der Behandlungsschritt effizienter.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens erfolgt das Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit Dampf und insbesondere ein Aufbringen der Mikroemulsion zumindest zeitweise unter Rotieren der Waschtrommel mit einer (ersten) Rotationsgeschwindigkeit. Vorzugsweise ist die erste Rotationsgeschwindigkeit (wi ) so gewählt, dass die Wäsche der Waschladung locker und nicht gepresst an der Waschtrommelwand anliegt. Die erste

Rotationsgeschwindigkeit liegt beispielsweise bei mindestens 10 U/min, vorzugsweise mindestens 40 U/min und/oder bei höchstens 100 U/min, vorzugsweise bei höchstens 80 U/min.

Zur Verbesserung des Waschergebnisses mit der Mikroemulsion erfolgt gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens das Waschen der Wäsche der Waschladung mit der ersten Waschflotte zumindest zeitweise unter Rotieren der Waschtrommel mit einer (zweiten) Rotationsgeschwindigkeit, welche insbesondere geringer ist als die erste

Rotationsgeschwindigkeit. Vorzugsweise ist die zweite Rotationsgeschwindigkeit (W2) so gewählt, dass die Wäsche der Waschladung am oberen Totpunkt (etwa 1 1 bis 12h) herabfallen kann. Die zweite Rotationsgeschwindigkeit liegt beispielsweise bei mindestens 10 U/min, vorzugsweise mindestens 30 U/min und/oder bei höchstens 100 U/min, vorzugsweise bei höchstens 60 U/min.

Das Waschen mit der ersten Waschflotte erfolgt beispielsweise für eine Zeit (twi) von mindestens 3 min, vorzugsweise mindestens 5 min, und/oder von höchstens 180 min, vorzugsweise höchstens 60 min.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst das Verfahren weiterhin:

Aufbringen zumindest einer Waschmittelkomponente auf die Wäsche der Waschladung getrennt von dem Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit Dampf.

Ein vom Dampf getrenntes Aufbringen hat den Vorteil, dass insbesondere hitzeempfindliche Waschmittelkomponenten nicht zusammen mit dem Dampf aufgebracht werden müssen, was die Wirksamkeit der Waschmittelkomponente oder sogar der gesamten

Waschmittelzusammensetzung gefährden kann. Die zumindest eine Waschmittelkomponente kann ein Teil der Waschmittelzusammensetzung sein. Das Waschen der Wäsche der Waschladung kann somit (zudem) auf Basis der zumindest einen auf diese Weise aufgebrachten

Waschmittelkomponente erfolgen. Die zumindest eine Waschmittelkomponente kann dabei beispielsweise zeitlich nach der Beaufschlagung der Wäsche der Waschladung mit dem Dampf erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann die zumindest eine Waschmittelkomponente mittels zumindest einer von der zumindest einen Düse, welche für die Beaufschlagung mit Dampf vorgesehen ist, verschiedenen Düse erfolgen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst das Verfahren weiterhin:

Aufbringen von Wasser auf die Wäsche der Waschladung, insbesondere mittels zumindest einer Düse, zur Erzeugung einer zweiten Waschflotte, wobei insbesondere das

Flottenverhältnis der zweiten Waschflotte höher ist als das Flottenverhältnis der ersten Waschflotte; und

Waschen der Wäsche der Waschladung mit der zweiten Waschflotte.

Das Wasser kann beispielsweise als Aerosol über zumindest eine Düse auf die Wäsche aufgebracht werden. Alternativ kann das Wasser jedoch auch schwallartig auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden. Vorzugsweise rotiert die Waschtrommel während des

Aufbringens des Wassers zumindest zeitweise mit einer (dritten) Rotationsgeschwindigkeit, welche vorzugsweise größer ist als die zweite Rotationsgeschwindigkeit. Vorzugsweise ist die dritte Rotationsgeschwindigkeit (W3) so gewählt, dass die Wäsche der Waschladung locker und nicht gepresst an der Waschtrommelwand anliegt. Die dritte Rotationsgeschwindigkeit liegt

beispielsweise bei mindestens 10 U/min, vorzugsweise mindestens 40 U/min und/oder bei höchstens 100 U/min, vorzugsweise bei höchstens 80 U/min.

Durch das Aufbringen von Wasser wird eine zweite Waschflotte erzeugt. Das Waschen der Wäsche der Waschladung mit der zweiten Waschflotte kann als zweiter Unterwaschzyklus bezeichnet werden. Das Flottenverhältnis ist bevorzugt höher als 1 : 1. Vorzugsweise wird das zweite Flottenverhältnis so eingestellt, dass eine freie Flotte vorhanden ist. Bei der zweiten Waschflotte stellt sich eine zweite Temperatur Ty (Nachwaschtemperatur) ein, welche

vorzugsweise geringer ist also die erste Temperatur Tx. Bevorzugt beträgt die zweite Temperatur Ty mindestens 10°C und/oder höchstens 40°C.

Vorzugsweise rotiert die Waschtrommel während des Waschens der Wäsche der Waschladung mit der zweiten Waschflotte zumindest zeitweise mit einer (vierten) Rotationsgeschwindigkeit, welche vorzugsweise geringer ist als die dritte Rotationsgeschwindigkeit. Vorzugsweise ist die vierte Rotationsgeschwindigkeit (W4) so gewählt, dass die Wäsche der Waschladung am oberen Totpunkt (etwa 1 1 bis 12h) herabfallen kann. Die vierte Rotationsgeschwindigkeit liegt beispielsweise bei mindestens 10 U/min, vorzugsweise mindestens 30 U/min und/oder bei höchstens 100 U/min, vorzugsweise bei höchstens 60 U/min. Optional kann ein (insbesondere wiederholtes) Erhöhen der Rotationsgeschwindigkeit auf W3 und Herabsetzen auf W4 erfolgen. Das Waschen mit der zweiten Waschflotte erfolgt beispielsweise für eine Zeit (tW2) von mindestens 3 min, vorzugsweise mindestens 5 min, und/oder von höchstens 180 min, vorzugsweise höchstens 60 min. Zusätzlich oder alternativ kann das Waschen mit der zweiten Waschflotte in Abhängigkeit von einer

Eigenschaft (insbesondere einem optischen Kennwert und/oder einem elektrischen Kennwert) der zweiten Waschflotte beendet werden. Weicht der aktuelle optische Kennwert und/oder elektrische Kennwert beispielsweise zu weit von einem jeweiligen Referenzwert ab oder steigt, kann das Waschen mit der zweiten Waschflotte fortgesetzt werden. Ist die Differenz des aktuellen optischen Kennwerts und/oder elektrischen Kennwerts zu einem jeweiligen Referenzwert beispielsweise klein genug, kann das Waschen mit der zweiten Waschflotte beendet werden.

Nach dem Beenden des Waschens mit der zweiten Waschflotte, erfolgt gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens bevorzugt ein Austreiben der zweiten Waschflotte. Hierzu rotiert die Waschtrommel zumindest zeitweise mit einer (fünften) Rotationsgeschwindigkeit (ws), welche vorzugsweise größer ist als die vierte Rotationsgeschwindigkeit W4. Vorzugsweise ist die fünfte Rotationsgeschwindigkeit (ws) so gewählt, dass die Wäsche der Waschladung fest an der Waschtrommelwand anliegt. Die dritte Rotationsgeschwindigkeit liegt beispielsweise bei mindestens 400 U/min, vorzugsweise mindestens 600 U/min und/oder bei höchstens 2000 U/min, vorzugsweise bei höchstens 1600 U/min. Die hierdurch aus der Wäsche der Waschladung ausgetriebene zweite Waschflotte wird vorzugsweise gleichzeitig abgepumpt. Das Austreiben der zweiten Waschflotte erfolgt vorzugsweise für eine Zeit tsi von mindestens 1 min, vorzugsweise mindestens 3 min und/oder höchstens 60 min, vorzugsweise höchstens 20 min. Das Austreiben

der zweiten Waschflotte wird zudem vorzugsweise beendet, wenn festgestellt wird, dass ein Messwert der Pumpe zum Abpumpen des Wassers (beispielsweise die Stromaufnahme) unter einem Schwellwert liegt.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst das Verfahren weiterhin:

Aufbringen von Wasser auf die Wäsche der Waschladung zur Erzeugung einer Spülflotte; und

Durchspülen der Wäsche der Waschladung mit der Spülflotte.

Das Wasser kann beispielsweise als Aerosol über zumindest eine Düse auf die Wäsche aufgebracht werden. Alternativ kann das Wasser jedoch auch schwallartig auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden. Vorzugsweise rotiert die Waschtrommel während des

Aufbringens des Wassers und/oder während des Durchspülens zumindest zeitweise mit der bereits beschriebenen (fünften) Rotationsgeschwindigkeit ws. Durch das Aufbringen von Wasser wird eine Spülflotte erzeugt. Das Spülen der Wäsche der Waschladung mit der Spülflotte kann als

Spülzyklus bezeichnet werden. Das Durchspülen erfolgt vorzugsweise für eine Zeit tS2 von mindestens 1 min, vorzugsweise mindestens 3 min und/oder höchstens 60 min, vorzugsweise höchstens 20 min. Das Durchspülen mit der Spülflotte wird vorzugsweise in Abhängigkeit von einer Eigenschaft (insbesondere einem optischen Kennwert und/oder einem elektrischen Kennwert) der Spülflotte beendet. Weicht der aktuelle Kennwert beispielsweise zu weit von einem jeweiligen Referenzwert ab, kann das Spülen mit der Spülflotte vorgesetzt werden oder wiederholt werden. Ist die Differenz des aktuellen Kennwerts zu einem jeweiligen Referenzwert beispielsweise klein genug, kann das Spülen mit der Spülflotte beendet werden.

Anschließend rotiert die Waschtrommel vorzugswiese zumindest zeitweise mit einer (sechsten) Rotationsgeschwindigkeit (wmax). Die sechste Rotationsgeschwindigkeit liegt beispielsweise bei mindestens 400 U/min, vorzugsweise mindestens 600 U/min und/oder bei höchstens 2000 U/min, vorzugsweise bei höchstens 1600 U/min

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst das Verfahren weiterhin:

Bestimmen eines oder mehrerer optischer Kennwerte und/oder elektrischer Kennwerte der Mikroemulsion, der ersten Waschflotte, der zweiten Waschflotte und/oder der Spülflotte.

Das Bestimmen kann insbesondere ein wiederholtes Bestimmen sein. Die bestimmten Werte können insbesondere die Steuerung des Verfahrens, insbesondere die Länge oder

Wiederholungsanzahl einzelner Verfahrensabschnitte beeinflussen, wie bereits beschrieben.

Ein optischer Kennwert ist beispielsweise ein Trübungswert oder Streuwert. Ein solcher Wert kann beispielsweise bestimmt werden, indem die Lichtdurchlässigkeit, die Streuung, die Reflektion und/oder die Absorption von Licht in dem jeweiligen Medium (Mikroemulsion, erste Waschflotte, zweite Waschflotte, Spülflotte) bestimmt werden. Hierzu können entsprechende Sensoren vorgesehen sein.

Ein Beispiel für einen elektrischen Kennwert ist die Leitfähigkeit oder der Leitwert. Dieser kann beispielhaft dadurch bestimmt werden, dass eine Spannung U an zwei Elektroden mit einer Fläche A und einer sich einstellenden Stromstärke I angelegt wird. Die Stromstärke I ergibt sich aus dem Durchtritt einer Menge positiver und negativer Ionen durch die Kontrollfläche A (die Elektroden) pro Zeiteinheit (z.B. Sekunde). Der Leitwert eines solchen lonenleiters ergibt sich zu C = l/U und kann als Kehrwert des elektrischen Widerstandes des Systems berechnet werden (1/R = l/U).

Insbesondere in dem zweiten Unterwaschzyklus mit der zweiten Waschflotte oder während des Durspülens mit der Spülflotte kann ein derartiger Wert zuverlässig bestimmt werden, da hier typischerweise eine freie Flotte vorhanden ist. Ist der ermittelte Wert beispielsweise größer als ein Referenzwert (beispielsweise größer als ein festgelegter Wert oder als ein optischer bzw.

elektrischer Kennwert der Mikroemulsion oder der ersten Waschflotte) oder steigt der ermittelte Wert, kann der entsprechende Verfahrensabschnitt (beispielsweise der zweite Unterwaschzyklus oder das Durchspülen) verlängert oder wiederholt werden. Ein Steigen von optischen Kennwerten, wie dem Trübungswert oder dem Streuungswert kann nämlich ein Zeichen für das weitere Auswaschen von Schmutz. Ein Steigen eines elektrischen Kennwerts, wie dem Leitwert kann ein Zeichen für einen noch laufenden Phasenumkehrprozess sein.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens umfasst das Verfahren weiterhin: Abfragen und/oder Erhalten von Informationen repräsentativ für die Effektivität eines Waschergebnisses hinsichtlich der gewaschenen Wäsche der Waschladung. Das Erhalten von Information kann beispielsweise automatisiert (beispielsweise durch die Waschmaschine) erfolgen. Dies kann beispielsweise mittels Sensoren erfolgen (beispielsweise mit optischen Sensoren zur Erfassung der Wäsche oder mit Sensoren, mit deren Hilfe der Verschmutzungsgrad des

Spülwassers eines (des letztens) Spülgangs ermittelt werden kann). Alternativ oder zusätzlich kann diese Information auch beispielsweise beim Benutzer (beispielsweise durch eine

Datenverarbeitungsanlage wie ein Smartphone) nach dem Waschen abgefragt werden und daraufhin erhalten werden. In einem Beispiel können die Informationen repräsentativ für die Effektivität der Behandlung in ein Nutzerprofil aufgenommen werden.

Auf Basis der erhaltenen Informationen repräsentativ für die Effektivität des Waschergebnisses und/oder durch Erfassen weiterer hierin beschriebener Waschparameter (beispielsweise die zu dosierende Menge der Waschmittelzusammensetzung, das Flottenverhältnis, die Temperatur, die Zeitdauer, die Wassermenge, die Rotationsgeschwindigkeit etc.) kann bevorzugt eine Optimierung des Waschvorgangs erfolgen.

Ebenfalls ist es möglich, dass die Optimierung des Waschvorgangs ein maschinelles Lernen umfasst oder hierauf basiert, insbesondere bei der Verwendung von Informationen repräsentativ für die Effektivität eines Waschergebnisses. Unter einem maschinellen Lernen wird verstanden, dass ein künstliches System (zum Beispiel eine Vorrichtung gemäß dem zweiten Aspekt oder ein System gemäß dem dritten Aspekt) aus Beispielen lernt und diese nach Beendigung der

Lernphase verallgemeinern kann. Das heißt, es werden nicht einfach die Beispiele auswendig gelernt, sondern es werden Muster und Gesetzmäßigkeiten in den Lerndaten erkannt. Hierzu können unterschiedliche Ansätze verfolgt werden. Beispielsweise kann ein überwachtes Lernen, ein teilüberwachtes Lernen, ein unüberwachtes Lernen, ein bestärktes Lernen und/oder ein aktives Lernen eingesetzt werden, insbesondere in Verbindung mit deep learning-Verfahren. Ein überwachtes Lernen kann beispielsweise mittels eines künstlichen neuronalen Netzes (etwa einem rekurrenten neuronalen Netz) oder mittels einer Support Vector Machine erfolgen. Auch ein unüberwachtes Lernen kann beispielsweise mittels eines künstlichen neuronales Netzes

(beispielsweis eines Autoencoders) erfolgen. Als Lerndaten dienen dann beispielsweise insbesondere die (mehrmalig) erhaltenen Informationen repräsentativ für die Effektivität eines Waschergebnisses und/oder die erfassten Waschparameter.

Die eingangs genannte Aufgabe wird bei einer Vorrichtung dadurch gelöst, dass die Vorrichtung dazu eingerichtet ist oder entsprechende Mittel umfasst, ein erfindungsgemäßes Verfahren durchzuführen und/oder zu steuern.

Eine beispielhafte Vorrichtung umfasst zumindest einen Prozessor und zumindest einen Speicher mit Computerprogrammcode, wobei der zumindest eine Speicher und der Computerprogrammcode dazu eingerichtet sind, mit dem zumindest einen Prozessor, zumindest ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen und/oder zu steuern. Unter einem Prozessor soll zum Beispiel eine Kontrolleinheit, ein Mikroprozessor, eine Mikrokontrolleinheit wie ein Mikrocontroller, ein digitaler Signalprozessor (DSP), eine anwendungsspezifische Integrierte Schaltung (ASIC) oder ein Field Programmable Gate Arrays (FPGA) verstanden werden.

Zum Beispiel umfasst eine beispielhafte Vorrichtung ferner Mittel zum Speichern von Informationen wie einen Programmspeicher und/oder einen Hauptspeicher. Zum Beispiel umfasst eine beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtung ferner jeweils Mittel zum Empfangen und/oder

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senden von Informationen über ein Netzwerk wie eine Netzwerkschnittstelle. Zum Beispiel sind beispielhafte erfindungsgemäße Vorrichtungen über ein oder mehrere Netzwerke miteinander verbunden und/oder verbindbar.

Eine beispielhafte Vorrichtung ist oder umfasst etwa eine Waschmaschine oder eine

Datenverarbeitungsanlage, die softwaremäßig und/oder hardwaremäßig eingerichtet ist, um die jeweiligen Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens ausführen zu können. Beispiele für eine Datenverarbeitungsanlage sind ein Computer, ein Desktop-Computer, ein Server, ein Thinclient und/oder ein tragbarer Computer (Mobilgerät), wie etwa ein Laptop-Computer, ein Tablet-Computer, ein Wearable, ein persönlicher digitaler Assistent oder ein Smartphone.

Einzelne Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens, welche beispielswiese nicht unbedingt mit der Waschmaschine durchgeführt werden müssen, können von einer weiteren Vorrichtung vorgenommen werden, welche insbesondere über ein Kommunikationssystem mit der Waschmaschine in Verbindung steht. Derartige Verfahrensschritte sind beispielsweise das Ermitteln einer zur Bildung der Mikroemulsion zu dosierenden Menge der

Waschmittelzusammensetzung und/oder das Steuern/Auslösen von durch die Waschmaschine durchgeführten Verfahrensschritten (beispielsweise das Aufbringen zumindest einer

Waschmittelkomponente, das Aufbringen von Wasser, das Waschen der Wäsche und/oder das Durchspülen der Wäsche). Mit anderen Worten können die beschriebenen Verfahrensschritte oder die Steuerung hiervon (sofern dies nicht zwingend in der das Waschen der Wäsche

durchführenden Vorrichtung (Waschmaschine) selbst erfolgen muss) also nicht nur lokal in der oder durch die Waschmaschine durchgeführt werden, sondern auch durch eine separate

Vorrichtung des Benutzers (etwa eine der beschriebenen Datenverarbeitungsanlagen des Benutzers, wie etwa ein Smartphone, Tablet etc.) oder durch eine Vorrichtung wie ein entfernter Server („remote") durchgeführt werden.

Es können neben der Waschmaschine also weitere Vorrichtungen vorgesehen sein, beispielswiese ein Server und/oder beispielsweise ein Teil bzw. eine Komponente einer sogenannten Computer Cloud, welche Datenverarbeitungsressourcen dynamisch für verschiedene Nutzer in einem Kommunikationssystem bereitstellt. Unter einer Computer Cloud wird insbesondere eine

Datenverarbeitungs-Infrastruktur gemäß der Definition des„National Institute for Standards and Technology" (NIST) für den englischen Begriff„Cloud Computing" verstanden. Ein Beispiel einer Computer Cloud ist eine Microsoft Windows Azure Platform.

Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein Computerprogramm gelöst, das

Programmanweisungen umfasst, die einen Prozessor zur Ausführung und/oder Steuerung eines erfindungsgemäßen Verfahrens veranlassen, wenn das Computerprogramm auf dem Prozessor

läuft. Ein beispielhaftes Programm gemäß der Erfindung kann in oder auf einem computerlesbaren Speichermedium gespeichert sein, welches eines oder mehrere Programme enthält.

Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin durch ein computerlesbares Speichermedium gelöst, welches ein erfindungsgemäßes Computerprogramm enthält. Ein computerlesbares Speichermedium kann z.B. als magnetisches, elektrisches, elektro-magnetisches, optisches und/oder andersartiges Speichermedium ausgebildet sein. Ein solches computerlesbares Speichermedium ist vorzugsweise gegenständlich (also„berührbar"), zum Beispiel ist es als Datenträgervorrichtung ausgebildet. Eine solche Datenträgervorrichtung ist beispielsweise tragbar oder in einer Vorrichtung fest installiert. Beispiele für eine solche Datenträgervorrichtung sind flüchtige oder nicht-flüchtige Speicher mit wahlfreiem-Zugriff (RAM) wie z.B. NOR-Flash-Speicher oder mit sequentiellen-Zugriff wie NAND-Flash-Speicher und/oder Speicher mit Nur-Lese-Zugriff (ROM) oder Schreib-Lese-Zugriff. Computerlesbar soll zum Beispiel so verstanden werden, dass das Speichermedium von einem Computer bzw. einer Datenverarbeitungsanlage (aus)gelesen und/oder beschrieben werden kann, beispielsweise von einem Prozessor.

Die eingangsgenannte Aufgabe wird schließlich durch ein System, umfassend eine

Waschmaschine und eine Datenverarbeitungsanlage, welche gemeinsam dazu eingerichtet sind, ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen und/oder zu steuern. Die

Datenverarbeitungsanlage ist beispielsweise ein mobiles Gerät oder einen Server zur

Durchführung zumindest eines Teils des Verfahrens.

Die zuvor in dieser Beschreibung beschriebenen beispielhaften Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sollen auch in allen Kombinationen miteinander offenbart verstanden werden.

Insbesondere sollen beispielhafte Ausgestaltungen in Bezug auf die unterschiedlichen

Gegenstände offenbart verstanden werden.

Insbesondere sollen durch die vorherige oder folgende Beschreibung von Verfahrensschritten gemäß bevorzugter Ausführungsformen eines Verfahrens auch entsprechende Mittel zur Durchführung der Verfahrensschritte durch bevorzugte Ausführungsformen einer Vorrichtung offenbart sein. Ebenfalls soll durch die Offenbarung von Mitteln einer Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrensschrittes auch der entsprechende Verfahrensschritt offenbart sein.

Weitere vorteilhafte beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden detaillierten Beschreibung einiger beispielhafter Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, insbesondere in Verbindung mit den Figuren, zu entnehmen. Die Figuren sollen jedoch nur dem Zwecke der Verdeutlichung, nicht aber zur Bestimmung des Schutzbereiches der Erfindung dienen. Die Figuren sind nicht maßstabsgetreu und sollen lediglich das allgemeine Konzept der vorliegenden Erfindung beispielhaft widerspiegeln. Insbesondere sollen Merkmale, die in den Figuren enthalten sind, keineswegs als notwendiger Bestandteil der vorliegenden Erfindung erachtet werden.

Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Veranschaulichen eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens;

Fig. 2 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

Fig. 3 unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Speichermedien.

Fig. 1 zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels einer

erfindungsgemäßen Vorrichtung 100, welche hier als Waschmaschine ausgebildet ist, zur Veranschaulichen eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

In den als Waschtrommel B2 ausgebildeten Behälter B2 wird eine Waschladung (nicht dargestellt) eingeführt. Mittels eines wasserfreien Verfahrens wird über Sensor W das Gewicht der Wäsche der Waschladung bestimmt.

Der Vorrichtung 100 wird über das Ventil V1 Wasser zugeführt. Mittels des Flügelrad-Durchflussmesssers F1 kann die Menge des Wassers ermittelt werden, welche in verschiedenen Verfahrensabschnitten (beispielsweise zur Dampferzeugung) verwendet wird. Mittels des Sensors C1 kann zudem die Leitfähigkeit als ein elektrischer Kennwert des Wassers ermittelt werden.

Über die Pumpe P1 wird Wasser dem Dampferzeuger WT1 zugeführt, welche Dampf erzeugt. Über Ventil V2 kann der Dampf der Waschtrommel B2 zugeführt werden, sodass die darin befindliche Wäscher einer Waschladung über die Düse D1 mit Dampf beaufschlagt werden kann. Die Düse D1 sorgt dabei für eine gleichmäßige Verteilung des Dampfes in der Waschtrommel B2.

Die der Waschtrommel B2 hinzugefügte Feuchtigkeit wird dabei so gewählt, dass das

Flottenverhältnis der zu erzeugenden ersten Waschflotte niedriger als 1 : 1 ,5 ist. Durch die Verwendung von Dampf kann sogar ein Flottenverhältnis von 1 : 0,25 erreicht werden.

Auf Basis der Menge der Wäsche der Waschladung, der zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu verwendenden Wassermenge und einer Wassereigenschaft (hier die über Sensor C1 gemessene Leitfähigkeit) des zur Erzeugung der ersten Waschflotte verwendeten oder zu verwendenden Wassers wird eine zur Bildung einer Mikroemulsion zu dosierende Menge einer Waschmittelzusammensetzung ermittelt.

Die Waschmittelzusammensetzung oder bestimmte Komponenten hiervon sind dabei in Behälter B1 gelagert. Über Pumpe P2 kann zudem die Waschmittelzusammensetzung (oder bestimmte Komponenten hiervon) aus Behälter B1 in den Dampf eingebracht werden und gemeinsam mit dem Dampf auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden. Hierdurch kann bereits im Dampf oder jedenfalls auf der Wäsche der Waschladung eine Mikroemulsion erzeugt werden. Es ist dabei jedoch denkbar, dass noch weitere Komponenten der Waschmittelzusammensetzung oder weiteres Wasser über andere Wege auf die Wäsche der Waschladung aufgebracht werden. Ein Aufbringen zumindest einer Waschmittelkomponente auf die Wäsche der Waschladung getrennt von dem Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit Dampf ist insbesondere vorteilhaft, wenn es sich um hitzeempfindliche Komponenten handelt.

Das Beaufschlagen der Wäsche der Waschladung mit Dampf und insbesondere ein Aufbringen der Mikroemulsion erfolgt zumindest zeitweise unter Rotieren der Waschtrommel B2 mittels Motor M mit einer ersten Rotationsgeschwindigkeit. Dabei kann über Sensor I die Stromaufnahme des Motors und über Sensor S die Drehzahl der Waschtrommel ermittelt und überwacht werden.

Anschließend kann die Wäsche der Waschladung mit einer ersten Waschflotte basierend auf der erzeugten Mikroemulsion gewaschen werden. Die erste Waschflotte ist dabei eine im Wesentlichen vollständig gebundene Flotte und es ist im Wesentlichen keine freie Flotte vorhanden. Das Waschen der Wäsche der Waschladung mit der ersten Waschflotte erfolgt zumindest zeitweise unter Rotieren der Waschtrommel B2 mit einer zweiten Rotationsgeschwindigkeit, welche geringer ist als die erste Rotationsgeschwindigkeit.

Die Sensoren P und T dienen der Überwachung von Druck und Temperatur in der Waschtrommel B2.

Über die Pumpe P3 und die zweite Düse D2 kann Wasser unabhängig von dem Dampferzeuger WT1 der Waschtrommel B2 zugeführt werden. So wird Wasser auf die Wäsche der Waschladung mittels der Düse D2 zur Erzeugung einer zweiten Waschflotte aufgebracht. Das Flottenverhältnis der zweiten Waschflotte ist dabei höher als das Flottenverhältnis der ersten Waschflotte. Die Wäsche der Waschladung wird dann mit der zweiten Waschflotte gewaschen. Dabei kann über den Kreislauf Z1 die zweite Waschflotte im Kreis gepumpt werden.

Ebenfalls kann ein Nachdosieren der Waschmittelzusammensetzung über Pumpe P2 erfolgen. Bei Bedarf erfolgt dies mit einer weiteren Wasserzugabe über die Pumpe P1 , bei Bedarf jedoch ohne den Betrieb des Dampferzeugers WT1 , sodass die Düse D1 beispielsweise ein Aerosol abgibt. Durch die Düse D1 wird auch das nachdosierte Waschmittel gleichmäßig verteilt.

Das Waschen mit der zweiten Waschflotte wird in Abhängigkeit von einer Eigenschaft, wie einem optischen Kennwert (etwa dem Trübungswert) und/oder einem elektrischen Kennwert (wie etwa der Leitfähigkeit oder dem Leitwert) der zweiten Waschflotte fortgesetzt oder beendet. Diese Werte werden über Sensoreinheit A (welche auch repräsentativ für mehrere Sensoren sein kann) gemessen.

Anschließend wird Wasser auf die Wäsche der Waschladung zur Erzeugung einer Spülflotte aufgebracht. Dies kann insbesondere über Pumpe P3 erfolgen. Die Wäsche der Waschladung wird sodann mit der Spülflotte durchspült. Auch in diesem Fall kann das Spülen mit der Spülflotte in Abhängigkeit von einer Eigenschaft, wie einem optischen Kennwert (etwa dem Trübungswert) und/oder einem elektrischen Kennwert (wie etwa der Leitfähigkeit oder dem Leitwert) der Spülflotte fortgesetzt oder beendet werden. Diese Werte können ebenfalls über Sensoreinheit A gemessen werden.

Freie Flotte, wie beispielsweise die zweite Waschflotte oder die Spülflotte, können über Ventil V4 und Pumpe P4 aus Waschtrommel B2 abgeführt werden.

Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung 200, welche insbesondere ein beispielhaftes Verfahren gemäß dem ersten Aspekt steuern kann. Die

Vorrichtung 200 kann beispielsweise Teil der Vorrichtung 100 sein, oder eine hiervon separate Vorrichtung.

So kann die Vorrichtung 200 insbesondere ein Computer, ein Desktop-Computer, ein Server, ein Thinclient oder ein tragbarer Computer (Mobilgerät), wie etwa ein Laptop-Computer, ein Tablet-Computer, ein persönlicher digitaler Assistent (PDA) oder ein Smartphone sein. Die Vorrichtung kann beispielsweise die Funktion eines Servers oder eines Clients erfüllen.

Prozessor 210 der Vorrichtung 200 ist insbesondere als Mikroprozessor, Mikrokontrolleinheit, Mikrocontroller, digitaler Signalprozessor (DSP), Anwendungsspezifische Integrierte Schaltung (ASIC) oder Field Programmable Gate Array (FPGA) ausgebildet.

Prozessor 210 führt Programmanweisungen aus, die in Programmspeicher 212 gespeichert sind, und speichert beispielsweise Zwischenergebnisse oder ähnliches in Arbeits- oder Hauptspeicher 21 1. Zum Beispiel ist Programmspeicher 212 ein nicht-flüchtiger Speicher wie ein Flash-Speicher, ein Magnetspeicher, ein EEPROM-Speicher (elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher) und/oder ein optischer Speicher. Hauptspeicher 21 1 ist zum Beispiel ein flüchtiger oder nicht-flüchtiger Speicher, insbesondere ein Speicher mit wahlfreiem-Zugriff (RAM) wie ein

statischer RAM-Speicher (SRAM), ein dynamischer RAM-Speicher (DRAM), ein ferroelektrischer RAM-Speicher (FeRAM) und/oder ein magnetischer RAM-Speicher (MRAM).

Programmspeicher 212 ist vorzugsweise ein lokaler mit der Vorrichtung 200 fest verbundener Datenträger. Mit der Vorrichtung 200 fest verbundene Datenträger sind beispielsweise Festplatten, die in die Vorrichtung 200 eingebaut sind. Alternativ kann der Datenträger beispielsweise auch ein mit der Vorrichtung 200 trennbar verbindbarer Datenträger sein wie ein Speicher-Stick, ein Wechseldatenträger, eine tragbare Festplatte, eine CD, eine DVD und/oder eine Diskette.

Programmspeicher 212 enthält beispielsweise das Betriebssystem von der Vorrichtung 200, das beim Starten der Vorrichtung 200 zumindest teilweise in Hauptspeicher 21 1 geladen und vom Prozessor 210 ausgeführt wird. Insbesondere wird beim Starten von Vorrichtung 200 zumindest ein Teil des Kerns des Betriebssystems in den Hauptspeicher 21 1 geladen und von Prozessor 210 ausgeführt. Das Betriebssystem von Vorrichtung 400 ist beispielsweise ein Windows -, UNIX-, Linux-, Android-, Apple iOS- und/oder MAC-Betriebssystem.

Das Betriebssystem ermöglicht insbesondere die Verwendung der Vorrichtung 200 zur

Datenverarbeitung. Es verwaltet beispielsweise Betriebsmittel wie Hauptspeicher 21 1 und Programmspeicher 212, Netzwerkschnittstelle 213, Ein- und Ausgabegerät 214, stellt unter anderem durch Programmierschnittstellen anderen Programmen grundlegende Funktionen zur Verfügung und steuert die Ausführung von Programmen.

Prozessor 210 steuert die Kommunikationsschnittstelle 213, welche beispielsweise eine

Netzwerkschnittstelle sein kann und als Netzwerkkarte, Netzwerkmodul und/oder Modem ausgebildet sein kann. Die Kommunikationsschnittstelle 213 ist insbesondere dazu eingerichtet, eine Verbindung der Vorrichtung 200 mit anderen Vorrichtungen, insbesondere über ein

(drahtloses) Kommunikationssystem, beispielsweise ein Netzwerk, herzustellen und mit diesen zu kommunizieren. Die Kommunikationsschnittstelle 213 kann beispielsweise Daten (über das Kommunikationssystem) empfangen und an Prozessor 210 weiterleiten und/oder Daten von Prozessor 210 empfangen und (über das Kommunikationssystem) senden. Beispiele für ein Kommunikationssystem sind ein lokales Netzwerk (LAN), ein großräumiges Netzwerk (WAN), ein drahtloses Netzwerk (beispielsweise gemäß dem IEEE-802.1 1-Standard, dem Bluetooth (LE)-Standard und/oder dem NFC-Standard), ein drahtgebundenes Netzwerk, ein Mobilfunknetzwerk, ein Telefonnetzwerk und/oder das Internet. Sofern Vorrichtung 200 eine von der Waschmaschine 100 verschiedene Vorrichtung ist, kann die Vorrichtung 200 über Kommunikationsschnittstelle 213 beispielsweise mit Waschmaschine 100, welche in dem Fall ebenfalls eine

Kommunikationsschnittstelle aufweist, kommunizieren.

Des Weiteren kann Prozessor 210 zumindest ein Ein-/Ausgabegerät 214 steuern. Ein-/Ausgabegerät 214 ist beispielsweise eine Tastatur, eine Maus, eine Anzeigeeinheit, ein Mikrofon, eine berührungsempfindliche Anzeigeeinheit, ein Lautsprecher, ein Lesegerät, ein Laufwerk und/oder eine Kamera. Ein-/Ausgabegerät 214 kann beispielsweise Eingaben eines Benutzers aufnehmen und an Prozessor 210 weiterleiten und/oder Informationen für den Benutzer von Prozessor 210 empfangen und ausgeben.

Fig.3 zeigt schließlich unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Speichermedien, auf denen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Computerprogrammes gespeichert sein kann. Das Speichermedium kann beispielsweise ein magnetisches, elektrisches, optisches und/oder andersartiges Speichermedium sein. Das Speichermedium kann beispielsweise Teil eines Prozessors (z.B. des Prozessor 210 der Fig. 2) sein, beispielsweise ein (nicht-flüchtiger oder flüchtiger) Programmspeicher des Prozessors oder ein Teil davon (wie Programmspeicher 212 in Fig. 2). Ausführungsbeispiele eines Speichermediums sind ein Flash-Speicher 210, eine SSD-Festplatte 21 1 , eine magnetische Festplatte 212, eine Speicherkarte 213, ein Memory Stick 214 (z.B. ein USB-Stick), eine CD-ROM oder DVD 215 oder eine Diskette 216.