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1. (WO2018188874) SEALING COMPONENT, IN PARTICULAR FOR SEALING A VAPOR CHAMBER WITH RESPECT TO THE SURROUNDINGS OR TWO VAPOR CHAMBERS HAVING DIFFERENT PRESSURES, AND USE THEREOF
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Dichtungskomponente, insbesondere zur Abdichtung eines Dampf-raumes gegenüber der Umgebung oder zweier Dampfräume mit unterschiedlichen Drücken sowie Verwendung einer solchen

Die Erfindung betrifft eine Dichtungskomponente, insbesondere zur Abdichtung eines Dampfraumes gegenüber der Umgebung oder zweier Dampfräume mit unterschiedlichen Drücken sowie die Verwendung einer solchen.

Der Anmelderin ist bekannt, dass zur Abdichtung von Dampfräumen mit unterschiedlichen Drücken oder auch zur Abdichtung eines Dampfraumes gegenüber der Umgebung Metallringe mit U-förmigem, nach innen hin offenen Querschnitt zum Einsatz kom-men. Die Figur 1 zeigt exemplarisch einen Teilschnitt durch ein Ventil mit einem Ventilgehäuse 1, das von einem Deckel 2 verschlossen ist, wobei in einem zwischen dem Gehäuse 1 und dem Deckel 2 gebildeten ringförmigen Zwischenraum ein solcher Metallring 3 eingesetzt ist, um eine Abdichtung des Innen-raums des Ventilgehäuses 1 gegenüber der Umgebung zu erzielen .

Mit derartigen U-Ringen sind vergleichsweise hohen Fertigungskosten und lange Beschaffungszeiten verbunden, die mit-unter die Länge der Revisionszeiten überschreiten. Dies insbesondere, da für die U-Ringe ausschließlich Schmiedeteile verwendet werden. Die langen Beschaffungszeiten führen dazu, dass die U-Ringe unabhängig von der Befundung vorzeitig geordert und vorgehalten werden müssen. Es ist ferner eine Quali-fizierung der Lieferanten erforderlich. Die U-Ringe müssen darüber hinaus in der Regel mit Aufmaß bereitgestellt und im Rahmen einer Revision individuell angepasst werden, was mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden ist. Vor allem für Ringe mit großem Durchmesser werden dabei besondere Bearbei-tungsmaschinen benötigt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die U-Ringe Kriechverformungen der Anlageufer, an denen sie mit ihren Stirnseiten anliegen, und die mitunter un- gleichmäßig sind, nicht immer folgen können, was zu lokalen Leckagen, insbesondere bei transientem Betrieb, führen kann.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine alternative Dichtungskomponente bereitzustellen, welche diese Nachteile vermeidet.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Dichtungskomponente, , insbesondere zur Abdichtung eines Dampfraumes gegenüber der Umgebung oder zweier Dampfräume mit unterschiedlichen Drücken, umfassend zumindest einen ring- oder ringsegmentförmi -gen, im Querschnitt zumindest im Wesentlichen U- förmigen Grundkörper, der zwei stirnseitige Wandungen und eine die beiden stirnseitigen Wandungen verbindende Mantelwandung auf-weist, wobei innerhalb des Grundkörpers eine Stützstruktur vorgesehen ist, welche die beiden stirnseitigen Wandungen miteinander verbindet.

Der wenigstens eine Grundkörper bildet quasi den äußeren Man-tel der Dichtungskomponente, welcher die Stützstruktur an beiden axialen Rändern und am äußeren Durchmesser umschließt und der Abgrenzung der Druckunterschiede dient. Dieser ist nach innen offen ausgebildet, entspricht also insbesondere einem Ring (segment) -förmigen Hohlkörper, der keine die innere Mantelfläche definierende Wandung aufweist. Es kann ein in

Umfangsrichtung geschlossener, also ringförmigen Grundkörper vorgesehen sein oder eine Mehrzahl von Ringsegment-förmigen Grundkörpern, die dann bevorzugt zu einem Ring zusammengesetzt eine Dichtungsanordnung bilden.

Die tragenden Eigenschaften des Dichtungselementes übernimmt die in dem wenigstens einen Grundkörper erfindungsgemäß angeordnete Stützstruktur. Der Grundkörper kann sich daher durch deutlich geringere Wandungsstärken auszeichnen als die der Anmelderin bekannten U-Ringe ohne Stützstruktur und die stirnseitigen Wandungen des Grundkörpers können deutlich flexibler auch großen Kriechverformungen und/oder lokal variierenden Kriechverformungen im Bereich der Anlageufer folgen.

Die Stützstruktur kann ferner im Betrieb aufgrund des Betriebsdruckes aufgeweitet werden und so einen zusätzlichen Dichteffekt bedingen.

Die erfindungsgemäß innerhalb des wenigstens einen ring- oder ringsegmentförmigen Grundkörpers angeordnete Stützstruktur kann beispielsweise waben- oder gitterförmig ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Stützstruktur eine Vielzahl von insbesondere parallelen zylinderförmigen Stütz-elementen und/oder rohrförmigen Stützelementen umfassen. Dann weist die Stützstruktur eine Mehrzahl von Elementen auf, die sich durch eine zylinderförmige Außenkontur auszeichnen und entweder als Voll- oder Hohlkörper ausgebildet sind. Weist die Stützstruktur zylinderförmige und/oder rohrförmige Stütz -elemente auf, ist insbesondere vorgesehen, dass das eine axiale Ende jedes zylinder- oder rohrförmigen Stützelementes mit der einen stirnseitigen Wandung und das andere axiale Ende des zylinder- oder rohrförmigen Stützelementes mit der anderen stirnseitigen Wandung des Grundkörpers bevorzugt integral verbunden ist. In besonders bevorzugter Ausgestaltung erstreckt sich zumindest ein Teil der rohrförmigen und/oder zylinderförmigen Stützelemente, erstrecken sich insbesondere alle rohrförmigen und/oder zylinderförmigen Stützelemente zumindest im Wesentlichen in axialer Richtung des ring- oder ringsegmentförmigen Grundkörpers.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass sämtliche zylinder- oder rohrförmigen Stützelemente den gleichen Durchmesser und/oder die gleiche Länge und/oder - im Falle rohrförmiger Stützele-mente - die gleiche Wandstärke aufweisen.

Bei dem erfindungsgemäßen Dichtungselement werden Steifigkeit und insbesondere Vorspannung der bekannten U-Ringe von der im Inneren des Grundkörpers angeordneten Stützstruktur übernom-men. Die Stützstruktur kann beim Zusammenbau vorgespannt werden, wodurch ein zusätzlicher Dichteffekt bedingt wird. Die Kompression der Stützstruktur stellt dabei eine neuartige Möglichkeit der Vorspannung dar. Eine solche kann über ein Stauchen des erfindungsgemäßen Dichtungselementes, insbesondere durch Aufbringung axialer Kräfte von außen auf die beiden stirnseitigen Wandungen des Grundkörpers erreicht werden. Die Kompressionsfähigkeit der Stützstruktur kann beispiels-weise über den Winkel beziehungsweise die Wandungsstärke von Elementen in der Stützstruktur, beispielsweise von die Waben oder Gitter definierenden Wandungen beziehungsweise den rohrund/oder zylinderförmigen Stützelementen gesteuert werden. Je nach Einsatzbereich der erfindungsgemäßen Dichtungskomponen-ten kann auch eine Stützstruktur vorgesehen werden, die sich durch eine Steifigkeit auszeichnet, die eine für den Einsatzbereich zu große Vorspannung begrenzt.

Bevorzugt wird die erfindungsgemäße Dichtungskomponente der-art verwendet, dass im Inneren des Grundkörpers, also dort wo die Stützstruktur angeordnet ist, ein höherer Druck vorherrscht als außenseitig des Grundkörpers. Im Betrieb wird dann insbesondere ein "Aufblähen" des Grundkörpers verursacht und die Dichtungswirkung noch begünstigt.

In besonders bevorzugter Ausgestaltung wird das erfindungsgemäße Dichtungselement gedruckt. Darunter ist zu verstehen, dass ein generatives bzw. additives Herstellungsverfahren, beispielsweises selektives Laserschmelzen (englisch: Selecti-ve Laser Melting - SLM) für die Herstellung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente zum Einsatz kommt. Als ganz besonders geeignet hat es sich erwiesen, wenn die erfindungsgemäße Dichtungskomponente durch selektives Laserschmelzen aus dem Pulverbett gefertigt wird.

Wird die erfindungsgemäße Dichtungskomponente gedruckt, also durch ein generatives Herstellungsverfahren gefertigt, ist sie insbesondere für einen Revisionsfall schnell verfügbar. Es müssen keine konventionellen U-Ringe beschafft beziehungs-weise gelagert werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die erfindungsgemäße Dichtungskomponente gezielt an die jeweiligen Kammermaße angepasst werden kann, so dass ein Übermaß nicht erforderlich ist und eine damit einhergehende Anpassungsbearbeitung entfällt. Ein weiterer Vorteil der generativen Herstellung besteht darin, dass Druckausgleichsbohrungen flexibel in den Grundkörper und/oder in die Stütz -struktur beim Druckprozess implementiert werden können. Dies kann besonders bei Verwendung von Nimonic-Werkstoffen die Bearbeitungszeit reduzieren.

Die erfindungsgemäße Dichtungskomponente kann als vollständiger Ring mit einem geschlossen ringförmigen Grundkörper und darin angeordneter Stützstruktur, oder in Form von einer

Mehrzahl von zusammenzusetzenden Ringsegmenten, die jeweils einen ringsegmentförmigen Grundkörper mit darin angeordneter Stützstruktur umfassen, gedruckt werden. Eine Herstellung eines nicht geschlossenen Ringes sondern einer Vielzahl von Ringsegmenten kann einerseits zweckmäßig sein, wenn die gewünschte, beziehungsweise erforderliche Dimensionierung des (gesamten) Ringes den zur Verfügung stehenden Druck- beziehungsweise Bearbeitungsraum für das generative Herstellen überschreitet. Unabhängig von der Herstellung durch ein gene-ratives Verfahren kann eine Segmentierung auch aus Montagegründen zweckmäßig sein.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente zeichnet sich dadurch aus, dass die Stützstruktur integral mit den beiden stirnseitigen Wandungen ausgebildet ist. Dies kann insbesondere erreicht werden, indem ein generatives Herstellungsverfahren, beispielsweise selektives Laserschmelzen, zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente zum Einsatz kommt.

Die Stützstruktur kann weiterhin rotationssymmetrisch in Bezug auf die Rotationsachse des wenigstens einen ring- oder ringsegmentförmigen Grundkörpers sein.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Stützstruktur derart ausgebildet ist, dass ihre Steifigkeit in axialer Richtung variiert. Insbesondere kann die Steifigkeit zumindest abschnittsweise von einer stirnseitigen Wandung aus gesehen in Richtung der anderen stirnseitigen Wandung zunehmen. Alternativ oder zusätzlich kann die Stütz -struktur auch derart ausgebildet sein, dass ihre Steifigkeit in Umfangsrichtung des Grundkörpers variiert und/oder dass ihre Steifigkeit in radialer Richtung variiert. Beispielsweise kann die Steifigkeit zumindest abschnittsweise in Umfangs-richtung und/oder radialer Richtung zu- oder abnehmen.

Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Dichtungskom-ponente liegt darin, dass deren Bewegungsfreiheit über eine in eine oder mehrere Richtungen variierende Steifigkeit der Stützstruktur flexibel insbesondere an das Verformungsverhalten der Anlageufer angepasst werden kann. In Bereichen, in denen große Verformungen der Anlageufer zu erwarten sind, be-ziehungsweise erfahrungsgemäß stattfinden, und ein konventioneller U-Ring dem damit verbundenen lokalen Versatz nicht folgen kann, ist es bei der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente möglich, diese gezielt in den betroffenen Bereichen flexibler, verformbarer auszulegen. Durch die flexible Ge-staltung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente wird das Risiko von Leckagen auch bei langer Betriebszeit reduziert, was vor allem in Anbetracht immer längerer Revisionsintervalle von großem Vorteil ist. Eine insbesondere lokal begrenzte bessere Verformbarkeit kann mit einer lokal begrenzten gerin-geren Steifigkeit der Stützstruktur erzielt werden.

In Weiterbildung kann ferner vorgesehen sein, dass wenigstens eine stirnseitige Wandung des Grundkörpers eben ausgebildet ist, bevorzugt beide stirnseitigen Wandungen eben ausgebildet sind.

Alternativ oder zusätzlich dazu, dass in den Grundkörper der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente eine Stützstruktur angeordnet ist, kann ferner vorgesehen sein, dass die Wandstär-ke wenigstens einer stirnseitigen Wandung des Grundkörpers in radialer Richtung und/oder in Umfangsrichtung des Grundkörpers variiert. Über eine variable Wandungsstärke kann alternativ oder zusätzlich eine besonders zuverlässige Dichtwir- kung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente erzielt werden, da die stirnseitige (n) Wandung (en) bei Nennbetrieb und Druck einer größeren Uferverschiebung folgen können.

Als Materialien für den Grundkörper und - sofern vorhanden -die Stützstruktur haben sich nickelbasierte Stahllegierungen, insbesondere nickelbasierte Hochtemperaturstahllegierungen oder hochlegierte Stähle mit Chrom und Nickel bewährt. Als Beispiel für eine Nickel-basierte Hochtemperatur-Superlegierungen seien diejenigen genannt, die unter dem Markennamen Nimonic bekannt sind und als Beispiel für einen hochlegierten Stahl mit Chrom und Nickel Xi2CrNii8_8. Generell sind insbesondere je nach Einsatztemperatur auch andere Werkstoffe denkbar.

Was die Wandstärken von den stirnseitigen Wandungen und/oder der Mantelwandung angeht, liegen diese bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 7 mm, besonders bevorzugt im Bereich 0,1 mm bis 5 mm. Andere Werte sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Was die Wandstärke bzw. Wandstärken der Stützstruktur angeht, beispielsweise von zylinderrohrförmigen Stützelementen dieser und/oder von Wandungen einer waben- oder gitterförmigen

Stützstruktur, kann sich diese insbesondere im Bereich von 0,1 bis 3 mm bewegen.

Insbesondere für den Fall, dass eine erfindungsgemäße Dichtungskomponente in einer Dampf -Turbine zum Einsatz kommt, hat es sich, was die Dimensionierung des Grundkörpers angeht als zweckmäßig erwiesen, wenn dessen Außendurchmesser bis zu etwa 1800 mm und/oder dessen axiale Ausdehnung, also dessen Breite bis zu etwa 50 mm und/oder dessen Höhe, die - bei eben ausgebildeten Mantelwandung und radialer Orientierung der stirnseitigen Wandungen - mit der Länge der stirnseitigen Wandun-gen im Querschnitt zusammenfällt, bis etwa 100 mm beträgt. Diese Dimensionierungen sind beispielhaft zu verstehen und andere Werte somit nicht ausgeschlossen.

Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dichtungs-komponente zeichnet sich dadurch aus, dass in wenigstens einer der beiden stirnseitigen Wandungen und/oder in der Mantelwandung zumindest eine Durchgangsbohrung vorgesehen ist. Die Durchgangsbohrung (en) dient/dienen dann insbesondere als Druckausgleichsbohrung (en) .

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich die Mantelwandung durch einen wel-lenförmigen Querschnitt auszeichnet. Eine wellige Oberflächenstruktur der Mantelwandung bietet insbesondere bei einer Vorspannung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente eine größere Deformationsfreiheit als eine glatte (steifere) Oberfläche. Unabhängig von dem Fall der Vorspannung wird auch der Dichteffekt in axialer Richtung in Betrieb dadurch erhöht, dass eine größere Flexibilität der Mantelwandung bereitsteht, da sich die stirnseitigen Wandungen mehr bewegen und somit besser auch größeren Verformungen der Anlageufer folgen können .

In Weiterbildung kann ferner vorgesehen sein, dass an wenigstens einer, bevorzugt an beiden stirnseitigen Wandungen außenseitig eine sich in Umfangsrichtung und insbesondere über den gesamten Umfang des Grundkörpers erstreckende Dichtlippe vorgesehen ist. Durch eine beziehungsweise zwei stirnseitige Dichtlippen kann die Dichtungswirkung der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente noch weiter begünstigt werden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung wenigstens einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente zur Abdichtung eines Dampfraumes, in dem ein Dampfdruck vorherrscht, gegenüber einem weiteren Dampfräum, in dem ein von dem Dampfdruck verschiedener weiterer Dampfdruck vorherrscht, oder gegenüber einem Raum mit Umgebungsdruck. Rein beispielhaft seien Ventile, Dampfturbinen, Kessel und Druckbehälter als Einsatzorte genannt, in denen mit einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente zwei Dampfräume gegeneinander bzw. ein Dampfräum gegenüber der Umgebung abgedichtet werden können. Andere Einsatzorte sind jedoch nicht ausgeschlossen .

Die erfindungsgemäße Verwendung ist bevorzugt derart, dass die außenseitigen Flächen des Grundkörpers dem kleineren und die innenseitigen Flächen des Grundkörpers dem größeren Druck der beiden Räume ausgesetzt sind. Erfolgt die Verwendung auf diese Weise, wird der Grundkörper, durch den innenliegend größeren Druck "aufgebläht" und es kann eine besonderes gute Dichtwirkung erhalten werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung dreier Ausführungs-formen der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung deutlich. Darin sind

Figur 1 ein Teilschnitt durch ein mittels eines konventionellen U-Ringes abgedichteten Ventils;

Figur 2 eine perspektivische Ansicht einer ersten Aus-führungsform einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente mit einer Stützstruktur mit rohrförmigen Stützelementen;

Figur 3 eine vergrößerte perspektivische Teilansicht der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente aus Figur 2, wobei die vordere stirnseitige Wandung transparent dargestellt ist;

Figur 4 eine weitere vergrößerte perspektivische Teilansicht der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente aus Figur 2,

Figur 5 einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße

Dichtungskomponente aus Figur 2 in schematischer Darstellung;

Figur 6 einen Querschnitt durch eine zweite Ausfüh-rungsform einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente, die eine gitterförmige Stützstruktur aufweist; und

Figur 7 einen Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente, die eine wabenförmige Stützstruktur aufweist.

Die eingangs bereits erwähnte Figur 1 zeigt einen Metallring 3 mit U- förmigem Querschnitt, der in der Anmelderin bekannter Weise z.B. zum Abdichten des Innenraums eines von einem Deckel 2 verschlossenen Ventilgehäuses 1 gegenüber der Umgebung zum Einsatz kommt. Er zeichnet sich durch eine Wandstärke von etwa 5 mm aus.

Der geschmiedete U-Ring 3 hat eine vergleichsweise lange Lieferzeit und muss über qualifizierte Lieferanten beschafft werden. Er wurde mit Übermaß bereitgestellt und durch nach-trägliche mechanische Bearbeitung in seinen Außenmaßen an den zwischen dem Ventilgehäuse 1 und Deckel 2 definierten Zwischenraum für dessen Aufnahme angepasst. Mit diesem können ferner lokale Leckagen im Bereich von nicht gleichmäßig über den Umfang des Metallrings 3 auftretenden Kriechverformungen der Anlageufer 4, 5 an Deckel 2 und Gehäuse 1 verbunden sein.

Mit der erfindungsgemäßen Dichtungskomponente 6 werden diese Nachteile zuverlässig vermieden. Eine erste Ausführungsform einer solchen ist perspektivisch in Figur 2 dargestellt. Die Figuren 3 und 4 zeigen vergrößerte perspektivische Teilansichten dieser Dichtungskomponente 6 und in der Figur 5 ist ein Querschnitt durch diese schematisch dargestellt. Die Dichtungskomponente 6 umfasst einen ringförmigen und im Querschnitt im Wesentlichen U- förmigen Grundkörper 7, der zwei stirnseitige Wandungen 8 und eine die beiden stirnseitigen Wandungen 8 verbindende Mantelwandung 9 umfasst. Die

Querschnittsform des Grundkörpers 7 kann insbesondere der Figur 5 entnommen werden, die einen Querschnitt durch den

Grundkörper 7 im Bereich einer Hälfte der Dichtungskomponente 6 zeigt.

Der Außendurchmesser des ringförmigen Grundkörpers 7 beträgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 250 mm und der Innendurchmesser etwa 190 mm. Die axiale Ausdehnung des Grundkörpers, also dessen Breite beläuft sich auf etwa 20 mm und die radiale Ausdehnung im Querschnitt, also die Höhe auf etwa 30 mm. Die beiden stirnseitigen Wandungen 8 sind eben ausgebildet und haben eine gleichbleibende Wandstärke von etwa 1 mm. Wie insbesondere der Figur 5 entnommen werden kann, ist die Mantelwandung 9 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Querschnitt wellenförmig ausgebildet. Die Wandstärke der gewellten Mantelwandung 9 beläuft sich ebenfalls auf etwa 1 mm. Andere Werte sind natürlich nicht ausgeschlossen.

Innerhalb des von den beiden stirnseitigen Wandungen 8 und der Mantelwandung 9 gebildeten Grundkörpers 7 ist erfindungsgemäß eine Stützstruktur 10 vorgesehen.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Stützstruktur 10 durch eine Vielzahl von in dem Grundkörper 7 angeordneten, sich in axialer Richtung und parallel zueinander erstreckenden rohrförmigen Stützelementen 11 gebildet. Unter axialer Richtung ist dabei eine mit der Rotationsachse 12 des ringförmigen Grundkörpers 7 zusammenfallende Richtung zu verstehen. Die Wandstärke der rohrförmigen Stützelemente 11 beläuft sich vorliegend auf etwa 0,7 mm.

Wie in den Figuren erkennbar, ist das eine axiale Ende jedes Stützelementes 11 mit der einen stirnseitigen Wandung 8 und das jeweils andere axiale Ende mit der anderen stirnseitigen Wandung 8 des Grundkörpers 7 verbunden. Dabei sind die Verbindungen von Stützelementen 11 und stirnseitigen Wandungen 8 integral. Das bedeutet, der Grundkörper 7 und die darin vorgesehene Stützstruktur 10 bilden eine einteilige Komponente.

Die Stützstruktur kann individuell anhand der Wandstärke und/oder des Neigungswinkels angepasst werden. Der Neigungs-winkel ist durch die Orientierung der Stützelemente 11 und die stirnseitigen Wandungen 8 definiert. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stützelemente 11, wie in den Figuren erkennbar, orthogonal zu den beiden parallelen stirn- seitigen Wandungen 8 orientiert. Alternativ hierzu können die Stützelemente auch schräg durch den Grundkörper 7 verlaufen, also nicht orthogonal zu den beiden stirnseitigen Wandungen 8 orientiert sein. Über eine Variation des Winkels der Stütz-elemente 11 kann ebenfalls die Steifigkeit beeinflusst werden .

Die integrale Ausbildung von Grundkörper 7 und Stützstruktur 10 ist darauf zurückzuführen, dass die erfindungsgemäße Diehtungskomponente 7 durch selektives Laserschmelzen aus dem

Pulverbett hergestellt wurde. Dabei wurden der Grundkörper 7 und die Stützstruktur 10 gemeinsam in Schichten aufgebaut. Das Pulverbett umfasste dabei ein Metallpulver aus einem hochlegierten Stahl mit Chrom und Nickel, konkret Xi2CrNii8_8 oder auch aus einem anderen geeigneten Werkstoff. Entsprechend bestehen sowohl der Grundkörper 7, also die stirnseitigen Wandungen 8 und die wellige Mantelwandung 9 als auch sämtliche die Stützstruktur 10 bildende rohrförmige Stützelemente 11 aus dieser Legierung.

An beiden stirnseitigen Wandungen 8 ist ferner außenseitig eine umlaufende, sich über den gesamten Umfang des Grundkörpers 7 erstreckende Dichtlippe 13 vorgesehen, die ebenfalls im Rahmen des selektiven Laserschmelzens aus dem Pulverbett zur Herstellung der Dichtungskomponente 7 gebildet wurde. Die Dichtlippen 13 sind nur in der Figur 4 dargestellt, wobei nur diejenige Dichtlippe 13 zu erkennen ist, die sich auf der in der Figur 4 nach vorne weisenden stirnseitigen Wandung 8 erstreckt. An der anderen, in Figur 4 nach hinten weisenden stirnseitigen Wandung 8 des Grundkörpers 7 ist eine identische Dichtlippe 13 vorgesehen. Die beiden Dichtlippen 13 erstrecken sich, wie in der Figur 4 erkennbar, nahe des Innen-umfangs der stirnseitigen Wandungen 8, weisen also einen Durchmesser auf, der dessen Innendurchmesser nur geringfügig überschreitet.

Da die Dichtungskomponente 6 erfindungsgemäß eine in dem Grundkörper 7 angeordnete Stützstruktur 10 aufweist, welche die tragenden Eigenschaften des Dichtungselementes 6 übernimmt, können die stirnseitigen Wandungen 8 und die Mantel -wandung 9 eine deutlich geringere Wandungsstärke aufweisen als der U-Ring 3 aus Figur 1. Wird anstelle des U-Rings 3 die erfindungsgemäße Dichtungskomponente 6 wie in Figur 1 dargestellt in einem Ventil eingesetzt, um den Innenraum des Gehäuses 1 gegenüber der Umgebung mit geringerem Druck abzudichten, können die stirnseitigen Wandungen 8 des Grundkörpers 7 daher viel flexibler auch großen Kriechverformungen im Bereich der Anlageufer 4, 5 an Deckel 2 und Gehäuse 1 folgen. Da im Betrieb der vergleichsweise dünnwandige Grundkörper 7 innenseitig einem größeren Druck ausgesetzt ist als außenseitig, "bläht" er sich auf, wodurch eine besonders zuverlässige Dichtungswirkung erzielt wird. Die wellenförmige Ausgestal-tung der Mantelwandung 9 begünstigt dabei eine Verformung aufgrund des innen höheren Druckes, da die Wellenform eine größere Deformationsfreiheit als eine glatte, steifere Wandung bietet.

Da die erfindungsgemäße Dichtungskomponente durch Drucken, konkret selektives Laserschmelzen aus dem Pulverbett gefertigt wurde, ist sie - insbesondere im Revisionsfall - schnell verfügbar und muss nicht lange vorgehalten werden. Es kann ferner direkt eine erforderliche Zielgeometrie erhalten wer-den. Eine nachträgliche mechanische Bearbeitung, wie sie bei einem geschmiedeten Teil mit Übermaß erforderlich ist, entfällt. Infolge der Herstellung durch ein generatives Verfahren besteht ferner größtmögliche Flexibilität, was die konkrete Ausgestaltung sowohl der Stützstruktur 10 als auch des Grundkörpers 7 angeht.

In den Figuren 6 und 7 sind zwei weitere Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Dichtungskomponente 6 dargestellt, wobei - wie in der Figur 5 für das erste Ausführungsbeispiel - ein Querschnitt durch die Dichtungskomponente 6 im Bereich einer Hälfte gezeigt ist. Die beiden weiteren Ausführungsformen unterscheiden sich von derjenigen aus den Figuren 1 bis 5 alleine durch eine anders ausgestaltete Stützstruktur 10. Gleiche Komponenten sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Konkret ist bei der in Figur 6 dargestellten zweiten Ausfüh-rungsform eine gitterförmige Stützstruktur 10 in dem Grundkörper 7 vorgesehen. In Umfangsrichtung ist die Stützstruktur 10 rotationssymmetrisch in Bezug auf die Rotationsachse 12 des Grundkörpers 7. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Gitterwandungen 14 der Stützstruktur 10 parallel bzw. orthogonal zu den stirnseitigen Wandungen 8 orientiert. Andere Orientierungen, die nicht parallel oder orthogonal zu den stirnseitigen Wandungen 8 und/oder zueinander verlaufende Gitterwandungen 14 umfassen, sind ebenfalls möglich.

Bei der dritten Ausführungsform gemäß Figur 7 ist eine waben-förmige, in Umfangsrichtung ebenfalls in Bezug auf die Achse 12 rotationssymmetrische Stützstruktur 10 in dem Grundkörper 7 vorgesehen. Auch hinsichtlich der Wabenwandungen 15 dieser Stützstruktur 10 gilt, dass eine andere als die dargestellte Orientierung möglich ist.

Was die Vorteile der zweiten und dritten Ausführungsform angeht, gilt das gleiche, was vorstehend für die erste, in den Figuren 1 bis 5 dargestellte Ausführungsform dargelegt wurde.

In Abweichung von den hier beschriebenen drei Ausführungsbeispielen, die sich durch Stützstrukturen 10 auszeichnen, deren lokale Steifigkeit sich weder in axialer noch in radialer noch in Umfangsrichtung ändert, kann gezielt eine in eine oder mehrere dieser Richtungen veränderliche Steifigkeit, also eine veränderliche Flexibilität vorgesehen werden. Beispielsweise kann, wenn mit einer besonders starken Kriechverformung der Anlageufer 4, 5 in deren radial weiter außen liegenden Bereichen zu rechnen ist, die Steifigkeit der Stütz-struktur 10 dort gezielt geringer und somit die Bewegungsfreiheit der stirnseitigen Wandungen 8 dort gezielt höher ausgelegt werden. Dies kann beispielsweise durch eine geringere Wandstärke der rohrförmigen Stützelemente 11 bzw. Git- terwandungen 14 bzw. Wabenwandungen 15 im radial weiter außen liegenden Bereich der jeweiligen Stützstruktur 10 erreicht werden. Auch ist es möglich, dass aiterativ zu den vorstehend beschriebenen drei Ausführungsbeispielen die Dichtungskomponente nicht einteilig ausgebildet ist sondern eine Vielzahl von Segmenten umfasst, die jeweils einen Ringsegment-förmigen Grundkörper mit darin angeordneter Stützstruktur aufweisen und insbesondere zu einem geschlossenen Ring zusammengesetzt eine Dichtungsanordnung für den Zwischenraum zwischen Ventil -gehäuse 1 und Deckel 2 bilden.

Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen .