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1. (WO2018141615) FRONTAL AIRBAG
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Frontal-Gassack

Die Erfindung betrifft einen Frontal-Gassack für Fahrzeuginsassen, insbesondere einen Beifahrergassack, mit einer dem Fahrzeuginsassen in aufgeblasenem Zustand zugewandten Kontaktwand mit einem oberen, einem unteren Rand sowie zwei Seitenrändern, wobei im Gassackinneren an der Kontaktwand, bezogen auf den aufgeblasenen, eingebauten Zustand des Gassacks, horizontal nebeneinander und beabstandet voneinander Zugmittel angebracht sind, die die Kontaktwand in aufgeblasenem Zustand des Gassacks abschnittsweise zurückhalten, wobei zwischen horizontal beabstandeten Zugmitteln vertikal verlaufende, streifenförmige Kontaktwandabschnitte gebildet sind.

Ein solcher Gassack ist aus der DE 10 2015 004 956 A1 bekannt. Bei diesem Gassack sind die durch die Einbuchtungen gebildeten Wülste unterschiedlich groß, so erstrecken sich die Seitenwülste näher zum Insassen als Mittenwülste, um den Fahrzeuginsassen bei einem Schrägaufprall zu halten.

Aufgabe der Erfindung ist es, den bekannten Frontal-Gassack so zu verbessern, dass er einerseits relativ einfach herstellbar ist und andererseits sehr gute Rückhaltewerte bei einem Schrägaufprall liefert.

Die Aufgabe wird durch einen Frontal-Gassack der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass zumindest an einem, vorzugsweise an mehreren streifenförmigen Kontaktwandabschnitten eine längliche, im Wesentlichen vertikal verlaufende, zum Gassackinneren offene Tasche vorgesehen ist, die zusammen mit dem zugeordneten, streifenartigen Kontaktwandabschnitt im aufgeblasenen

Zustand einen vertikal verlaufenden, wulstartigen, zum Insassen hin geformten Vorsprung bildet.

Durch die zumindest eine Tasche steht ein zusätzliches Material an der Kontaktwand zur Verfügung, welches eine seitliche Bewegung des Kontaktwandabschnitts, mit dem der Insasse bei einem Schrägaufprall in Kontakt kommt, zulässt. Damit wird vermieden, dass der Kopf des Insassen gedreht wird, wenn er mit dem Gesicht auf die Kontaktwand trifft und diese keine seitliche Bewegung mitmacht.

Die Tasche ist als solche nur im nicht aufgeblasenen Zustand des Gassacks zu identifizieren, denn im aufgeblasenen Zustand des Gassacks klafft die Tasche komplett auf und geht ansatzlos in den angrenzenden Teil des streifenartigen Kontaktwandabschnitts über. Durch das Material der Tasche wird das Volumen des wulstartigen Vorsprungs (im Folgenden verkürzt auch „Wulst" genannt) vergrößert, verglichen mit einem Gassack, bei dem der streifenförmige Kontaktwandabschnitt die gleichen Abmessungen aber keine integrierte Tasche besitzt.

Die Zugmittel sind insbesondere vertikal und linienförmig am Kontaktwandabschnitt befestigt. Die Angaben„vertikal" und„horizontal" werden stets auf den eingebauten, aufgeblasenen Zustand des Gassacks bezogen. Durch die linienförmige Befestigung verlaufen die wulstartigen Vorsprünge sehr gleichmäßig, z.B. ähnlich tonnenförmigen Abschnitten.

Die vertikale Länge einer Befestigungslinie an der Kontaktwand kann mindestens 60 %, insbesondere mindestens 75% der vertikalen Höhe der Kontaktwand vom oberen bis zum unteren Rand im Bereich der Befestigungslinie betragen, um die vertikale Länge der Vorsprünge zu maximieren.

Im gefalteten Zustand ist die zumindest eine Tasche vorzugsweise in das Innere des Gassacks eingestülpt. Beim Aufblasen wird die Tasche dann nach außen gedrückt. Durch das Einstülpen ist die Lage des Gassackmaterials der Kontaktwand im gefalteten Zustand sehr genau vordefiniert. Dies wiederum ist vorteilhaft für ein in engen Grenzen reproduzierbares, vorbestimmbares Entfaltungsverhalten.

Die langgestreckte Tasche weist bezogen auf den ausgebreiteten Zustand der Kontaktwand von ihren Längsenden ausgehend eine zunehmende Tiefe auf. Im ausgebreiteten Zustand der Kontaktwand wird diese an einer ebenen Fläche ausgebreitet und glattgezogen, ohne dass die Tasche aufklafft. Dies ist vergleichbar mit einem Glattbügeln der Kontaktwand, so dass die Tasche wie bei einer Bundfalte einer Hose eingeschlagen ist.

Die zumindest eine Tasche kann im ausgebreiteten Zustand der Kontaktwand quer zu ihrer Längserstreckung gesehen eine bogenförmige Kontur haben. Damit steht in der vertikalen Mitte des Gassacks etwas mehr Wandmaterial zur Verfügung als am oberen und am unteren Rand, um die seitlichen Bewegungsmöglichkeiten der Kontaktwand in diesem Bereich zu vergrößern.

Die Kontaktwand ist vorzugsweise aus mehreren miteinander verbundenen Zuschnittsteilen zusammengesetzt, um die Formgebung des aufgeblasenen Gassacks im Bereich der Kontaktwand und damit die Herstellbarkeit zu erleichtern.

Zumindest einige, vorzugsweise die mittleren Zuschnittsteile sollten, bezogen auf den eingebauten und aufgeblasenen Zustand des Gassacks, vertikal länger als breit sein. Damit ist es möglich, entlang der Seitenränder der Zuschnittsteile zusätzliches Material zur Verfügung zu stellen, um die Tasche oder Taschen zu erzeugen.

Um die Fertigung des Gassacks zu vereinfachen und möglichst wenige Nähte vorzusehen, erstrecken sich einige, vorzugsweise alle Zuschnittsteile durchgehend vom oberen bis zum unteren Rand des Gassacks. Zu betonen ist in diesem Zusammenhang, dass natürlich der obere und der untere Rand sowie die Seitenränder der Kontaktwand nicht als kantiges Ende des Gassacks im Bereich der Kontaktwand definiert werden können, denn die Ränder gehen in Rundungen in eine Rückwand über, mit der die Kontaktwand verbunden ist. Der obere und der untere Rand sowie die Seitenränder beziehen sich immer auf den eingebauten, aufgeblasenen Zustand aus der Sicht des zugeordneten Insassen.

Zumindest einige, vorzugsweise jedoch alle Zuschnittsteile sollten im Bereich des oberen und unteren Randes an einer Rückwand befestigt sein. Die Zuschnittsteile bilden damit gemeinsam die Kontaktwand aus, wogegen sie nicht die Rückwand ausbilden müssen. Damit lassen sich die Kontaktwand und die Rückwand sehr unabhängig voneinander geometrisch ausbilden.

Zumindest einige, vorzugsweise alle Zuschnittsteile besitzen eine längliche Form. Ein oberes und ein unteres Ende werden durch einen dazwischenliegenden Mittelbereich verbunden, wobei die Enden jeweils horizontal schmäler als der zwischen den Enden liegende Mittelbereich sind.

Zumindest einige, vorzugsweise alle Zuschnittsteile, bauchen im Mittelbereich seitlich nach außen aus, haben also Ausbauchungen, um Material für die Tasche oder Taschen zu bilden. Die zumindest eine Tasche wird durch zumindest eine Ausbauchung, vorzugsweise jedoch durch gegenüberliegende Ausbauchungen von gegenüberliegenden Zuschnittsteilen, gebildet.

Benachbarte Zuschnittsteile sind an den die Ausbauchung in begrenzenden Seitenrändern miteinander vernäht, um die Tasche zu bilden.

Die Kontaktwand kann an den seitlichen Enden durch jeweils ein seitliches Zuschnittsteil definiert sein. Zwischen diesen seitlichen Zuschnittsteilen liegen mehrere mittlere Zuschnittsteile. Zumindest eines der mittleren Zuschnittsteile, vorzugsweise alle mittleren Zuschnittsteile, besitzen im nicht vernähten Zustand Ecken. Diese Ecken werden durch einen Übergang vom oberen und unteren Rand zu den Seitenrändern im Mittelbereich gebildet. Obere und untere Ecken liegen paarweise einander gegenüber und sind dadurch einander zugeordnet. Vorzugsweise verlaufen virtuelle Verbindungslinien zwischen einander zugeordneten oberen und unteren Ecken im ausgebreiteten Zustand des Zuschnittsteils parallel zueinander. Damit werden im Wesentlichen vertikale Wülste des Gassacks definiert, die parallel zueinander verlaufen. Die virtuellen Verbindungslinien begrenzen beim fertig genähten Gassack die streifenartigen Kontaktwandabschnitte von der in die Kontaktwandabschnitte übergehenden Tasche.

Die Kontaktwand ist an den seitlichen Enden durch jeweils ein seitliches Zuschnittsteil definiert, das einen im Wesentlichen halbmondförmigen Zuschnitt besitzt. Die kurze Seite des Halbmonds erstreckt sich vorzugsweise konvex etwas nach au ßen, jedoch nicht so konvex wie die große, bogenförmige Seite des Halbmonds.

Bei zumindest einem Zuschnittsteil ist das Zugmittel im Bereich entfernt von den Seitenrändern des Zuschnittsteils angebracht.

Insbesondere wird dabei das Zugmittel entlang einer vertikal verlaufenden Mittellinie am Zuschnittsteil befestigt.

Die Rückwand kann als einstückiges Zuschnittsteil ausgebildet sein.

Eine bevorzugte Form der Rückwand besteht darin, dass diese zwei im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen verlaufende, lineare Ränder hat. Diese Ränder können einen Winkel von 150° bis 180° miteinander einschließen, wobei dies nicht einschränkend zu verstehen ist. An den entfernten Enden dieser linearen Ränder gehen sie in einen geschwungenen Randabschnitt über. Der geschwungene Randabschnitt verbindet die entfernten Enden der linearen Ränder miteinander. Vorzugsweise kann der geschwungene Randabschnitt aus drei konvexen Bereichen bestehen, wobei benachbarte konvexe Bereiche durch einen konkaven Bereich miteinander verbunden sind. Der geschwungene Randabschnitt hat vorzugsweise keine abrupten Sprünge oder Absätze. Vielmehr besteht der geschwungene Randabschnitt aus einer kontinuierlich geschwungenen Bahn.

Die Verbindungsnaht von benachbarten Zuschnittsteilen verläuft insbesondere im eingebauten und aufgeblasenen Zustand des Gassacks längs des sich am nächsten zum Insassen hin erstreckenden Abschnitts des wulstartigen Vorsprungs, d.h. längs des Gipfelkamms" des wulstartigen Vorsprungs.

Vorzugsweise sind wenigstens vier wulstartige Vorsprünge vorgesehen.

Die Kontaktwand weist insbesondere mehrere Taschen auf, wobei die zum benachbarten Fahrzeuginsassen nächstliegende Tasche eine größere maximale Tiefe aufweisen kann als die andere oder die anderen Taschen.

Die Zugmittel sind gemäß der bevorzugten Ausführungsform Fangbänder. Diese Fangbänder können an der Rückwand befestigt sein oder an einer Verstärkungslage im Bereich des Einblasmundes oder der Befestigung des Gassacks am Modul oder am Gasgenerator.

Die Fangbänder verlaufen beispielsweise im aufgeblasenen, eingebauten Zustand vertikal, werden allerdings um 90° bis zur Befestigung an der Rückwand gedreht.

Fangbänder können auch an ihrem rückseitigen Befestigungsende miteinander gekoppelt sein, sodass von oben gesehen ein V-förmiger Fangbandverlauf erzeugt wird.

Die wulstartigen Vorsprünge können, bezogen auf den eingebauten und aufgeblasenen Zustand, unterschiedlich breit sein, insbesondere können die seitlichen Zuschnittsteile zu breiteren Wülsten führen als die mittleren Zuschnittsteile.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen zeigen:

Figur 1 eine vereinfachte schematische Draufsicht auf einen horizontal geschnittenen, erfindungsgemäßen Frontal-Gassack in eingebautem und aufgeblasenem Zustand,

Figur 2 eine schematische isometrische Draufsicht, teils als transparente Ansicht, auf einen Frontal-Gassack ähnlich dem nach Figur 1 mit gestreckt dargestellter Kontaktwand und rückseitig noch nicht befestigten Zugmitteln, wobei die Kontaktwand nicht die konvexe Geometrie hat, die sie im aufgeblasenen Zustand aufweist,

Figur 3 eine schematische perspektivische Frontalansicht des Frontal- Gassacks nach Figur 2 ohne Rückwand mit gestreckt dargestellter Kontaktwand,

Figur 4 eine schematische perspektivische Ansicht von schräg hinten des Frontal-Gassacks nach Figur 2 ohne Rückwand mitgestreckt dargestellter Kontaktwand,

Figur 5 Zuschnittsteile der Kontaktwand und der Rückwand des erfindungsgemäßen Gassacks nach Figur 2, und

Figur 6 eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Gassacks nach Figur 2 in aufgeblasenem Zustand.

In Figur 1 ist ein Frontal-Gassack 10, genauer gesagt ein Front-Beifahrergassack dargestellt. Der Gassack 10 ist im eingebauten, vollständig aufgeblasenen Zustand in einem Horizontalschnitt von oben dargestellt. Die Fahrzeuglängsrichtung, in Fahrtrichtung, trägt die Koordinate x und die Fahrzeugquerrichtung, in horizontaler Richtung, die Koordinate y. Die vertikale Richtung ist die Richtung mit Koordinate z.

Der Insasse 12 ist mit seinem Kopf 14 und dem Oberkörper 16 dargestellt.

Der Gassack 10 ist Teil eines Gassackmoduls 18, welches in oder unterhalb der Armaturentafel eingebaut ist und aus dieser heraustritt. Das Modulgehäuse trägt das Bezugszeichen 22. Im Modulgehäuse ist ein Gasgenerator 24 untergebracht, mittels dem der Gassack 10 aufgeblasen wird.

Im gefalteten Zustand ist der Gassack 10 im Modulgehäuse 22 komplett untergebracht.

Zu betonen ist, dass der Gasgenerator 24 ein einstufiger oder mehrstufiger Gasgenerator mit einem oder mehreren voneinander beabstandeten Ausströmöffnungen sein kann. Alternativ sind auch mehrere Gasgeneratoren 24 möglich.

Der Gassack 10 hat eine Au ßenwand mit mehreren Abschnitten und Bereichen, wobei der Bereich, der dem Fahrzeuginsassen 12 zugewandt ist, als Kontaktwand 26 bezeichnet wird. Eine der Kontaktwand 26 entgegengesetzte Wand ist die Rückwand 28. Diese Rückwand 28 ist der Armaturentafel und der Frontscheibe zugewandt.

Die Rückwand 28 ist diejenige Wand, die gassackmodulseitig befestigt ist und über die der Gassack 10 im aufgeblasenen Zustand am Fahrzeug arretiert ist.

Im Inneren des Gassacks 10 sind mehrere Zugmittel 30 in Form von Fangbändern vorhanden. Diese Zugmittel 30 sind an einem Ende an der Rückwand 28 oder auch am Modulgehäuse 22 oder an einem damit verbundenen Teil befestigt. Das entgegengesetzte Ende jedes Zugmittels 30 ist an der Kontaktwand 26 befestigt und sorgt dafür, dass in dem befestigten Bereich die Kontaktwand 26 nicht ungehindert in Richtung Insassen 12 beim Aufblasen bewegt werden kann. Über die Zugmittel 30 ergeben sich mehrere Einbuchtungen 32 und zwischen den Einbuchtungen 32 gebildete konvexe, zum Insassen gewandte, wulstartige Vorsprünge, im Folgenden Wülste 34 genannt. Diese Wülste 34 verlaufen im Wesentlichen bezogen auf den eingebauten, aufgeblasenen Zustand vertikal.

Abhängig vom zur Verfügung stehenden Gassackmaterial zwischen benachbarten Einbuchtungen 32 kann sich der in Figur 1 dargestellte, im Querschnitt bogenförmige Verlauf für die Wülste 34 ergeben. Ist mehr oder weniger Gassackmaterial vorhanden, so können die Wülste 34 auch stärker bzw. weniger stark gewölbt sein.

Ein größerer Wulst ist hier der linke Wulst, der auch der zum links sitzenden Fahrer abschließende Wulst 34 des Gassacks 10 ist. Optional, dies ist nicht zwingend nötig, kann dieser linke Wulst, genauer gesagt der Wulst 34 zum benachbarten Fahrzeuginsassen, etwas weiter in x-Richtung verlaufen als die Nachbarwülste, um eine zusätzliche Barriere gegen seitliches Abrutschen zu bieten. Dies ist, wie gesagt, nur eine Option. Dasselbe gilt für den in Figur 1 rechten Wulst 34.

Wie ferner aus Figur 1 zu entnehmen ist, verlaufen die Zugmittel 30 teilweise zu ihrem modulseitigen Ende aufeinander zu und können hier optional auch gemeinsam befestigt sein. Damit ergibt sich von oben gesehen ein V-förmiger Verlauf von Zugmitteln zueinander.

Wie in Figur 1 zu erkennen ist, ist die Kontaktwand 26 aus mehreren miteinander verbundenen Zuschnittsteilen 42, 44 zusammengesetzt, die entfernt von den Einbuchtungen 32 und insbesondere an den in Draufsicht„höchsten" Stellen der Wülste 34 über Verbindungsmittel 40, hier linear und vertikal verlaufende Verbindungsnähte, aneinander befestigt sind.

Die Ausführungsform nach den Figuren 2-6 entspricht bis auf einen Unterschied der Ausführungsform nach Figur 1 . Bei der Ausführungsform nach Figur 1 gibt es vier Fangbänder 30, die paarweise V-förmig aufeinander zu laufen, wogegen bei der anderen Ausführungsform drei Fangbänder 30 im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Damit ist auch eine Tasche 71 und entsprechend ein Kontaktwandabschnitt 75 weniger vorhanden als bei der Ausführungsform nach Figur 1 . Da jedoch der Rest der Konstruktion gleich bleibt, können die leicht variierenden Ausführungsformen gemeinsam beschrieben werden, und eine Verwendung von Begriffen und Bezugszeichen richtet sich auf beide Ausführungsformen, so das zwischen Ausführungsformen nicht unterschieden wird.

Figur 6 zeigt den in den Figuren 2-5 dargestellten Gassack in aufgeblasenem Zustand mit Blick auf die Kontaktwand 26. Die vertikal verlaufenden, tonnenförmigen Wülste 34, deren Fläche abschnittsweise nur durch die Taschen 71 gebildet werden, werden durch die vertikal verlaufenden, linienförmigen Einbuchtungen 32 unterbrochen, deren tiefste Stelle durch eine Anbindungsnaht definiert ist, die die Befestigungslinie 73 bildet und die die Kontaktwand 26 an dem dahinterliegenden Fangband 30 fixiert. Die Kontaktwandabschnitte 75 sind folglich die Abschnitte zwischen benachbarten Befestigungslinien 73.

Die vertikale Länge der Befestigungsende 73 beträgt mindestens 60 %, vorzugsweise wenigstens 75 % der vertikalen Höhe der Kontaktwand 26 vom oberen bis zum unteren Rand 146,148 im Bereich der Befestigungslinie 73. Diese Längen werden im straff ausgebreiteten Zustand der Kontaktwand 26 gemessen, d.h. nicht in aufgeblasenem Zustand des Gassacks.

Figur 6 zeigt auch die linear und vertikal verlaufenden Verbindungsmittel 40, über welche die Zuschnittsteile der Kontaktwand 26 aneinander befestigt werden.

Die Zuschnittsteile der Kontaktwand 26 sind in Figur 5 dargestellt und umfassen mittlere Zuschnittsteile 42 sowie zwei seitliche Zuschnittsteile 44. Die Zuschnittsteile 42, 44 sind in Figur 5 so flach ausgebreitet und in noch nicht miteinander verbundenem Zustand dargestellt, dass ihre oberen Ränder 46 nach vorne oder oben ausgerichtet sind und die unteren Ränder 48 in die entgegengesetzte Richtung. Die oberen Ränder 46 sind im zusammengesetzten Zustand des Gassacks diejenigen Ränder, die auch den oberen Rand 146 (siehe Figur 3) des Gassacks bilden. Die unteren Ränder 48 bilden dann den unteren Rand 148 des Gassacks und der Kontaktwand 26. Darüber hinaus bilden die seitlichen Zuschnittsteile 44 mit ihren Seitenrändern 50 im zusammengesetzten Zustand die Seitenränder 150 des Gassacks.

Sämtliche Zuschnittsteile 42 sind vertikal länger als breit. Am oberen Rand 46 und am unteren Rand 48 sowie an den Seitenrändern 50 ist die Kontaktwand 26 mit der Rückwand 28, deren Zuschnitt ebenfalls in Figur 5 gezeigt ist, vernäht.

Die seitlichen Zuschnittsteile 44 besitzen einen im Wesentlichen halbmondförmigen Zuschnitt.

Wie in Figur 5 zu sehen ist, sind die mittleren Zuschnittsteile 42 an ihren oberen und unteren Enden, die hier durch die oberen und unteren Ränder 46 bzw. 48 gebildet sind, schmäler als ein sogenannter Mittelbereich 54 zwischen den Enden. In diesem Mittelbereich 54 bauchen die Zuschnittsteile 42 seitlich nach außen aus, um sogenannte Ausbauchungen 55 zu bilden.

Der Mittelbereich 54 ist durch kontinuierlich gekrümmte Seitenränder 57 begrenzt.

Die oberen und unteren Ränder 46, 48 der mittleren Zuschnittsteile 42 enden in oberen Ecken 60, 62 und unteren Ecken 64, 66, die den Übergang zu den seitlichen Rändern 56 bilden. Virtuelle Verbindungslinien 68 von jeweils vertikal gegenüberliegenden Ecken 60 und 64 bzw. 62 und 66 verlaufen einerseits innerhalb jedes Zuschnittsteils 42 und andererseits vorzugsweise auch von Zuschnittsteil zu Zuschnittsteil parallel zueinander. Ferner können auch Verbindungslinien 70 von Ecken der seitlichen Zuschnittsteile 44 parallel zu den Verbindungslinien 68 verlaufen.

Falls Verbindungslinien 68, 70 gezogen werden können, so müssen diese nicht zwingend parallel zueinander verlaufen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel verlaufen die Ausbauchungen 55 zwischen den Verbindungslinien 68,70 und den angrenzenden Seitenrändern 57.

In Figur 5 ist ferner an den Zuschnittsteilen 42 eine vertikal verlaufende Linie dargestellt, die die Befestigungslinie 73 bildet, längs der das Zugmittel 30 am Zuschnittsteil 42 befestigt ist. Die Befestigungslinien 73 erstrecken sich entfernt von den Seitenrändern 57. Bei den zwei in Figur 5 linken Zuschnittsteilen 42 verlaufen die Befestigungslinien 73 entlang einer sich vertikal erstreckenden Mittellinie des Zuschnittsteils 42.

In Figur 3 ist zu erkennen, dass sich die Befestigungslinien 73 über annähernd die gesamte vertikale Höhe der Kontaktwand 26 erstrecken. Zumindest erstrecken sich die Befestigungslinien über 60 % der vertikalen Höhe der Kontaktwand vom oberen bis zum unteren Rand 146,148 im Bereich der jeweiligen Befestigungslinie 73.

Die aneinandergrenzenden Zuschnittsteile 42, 44 werden an den einander zugewandten Seitenrändern 57 miteinander vernäht. Durch die Ausbauchungen der Zuschnittsteile 42, 44 seitlich der Verbindungslinien 68, 70, ergeben sich in vernähtem Zustand Taschen 71 .

In den Figuren 2 und 3 ist die Lage der Taschen 71 gut zu erkennen. Die Taschen 71 verlaufen nämlich zwischen und neben den Befestigungslinien 73. Zwischen den benachbarten Befestigungslinien 73 ergeben sich streifenförmige, vertikal verlaufende Kontaktwandabschnitte 75. Diese streifenförmigen Kontaktwandabschnitte 75 bilden dann jeweils mit einer zugeordneten Tasche 71 einen Wulst 34, wenn der Gassack vollständig aufgeblasen ist. Das bedeutet, jeder Wulst 34 ist durch zwei Abschnitte, nämlich jeweils einen Abschnitt von zwei benachbarten Zuschnittsteilen 42, 44 und die Tasche 71 definiert.

Ferner sind auch Taschen 71 zwischen den Seitenrändern 150 und der jeweils nächsten Befestigungslinie 73 vorgesehen, die die Wülste 34 mit definieren.

Die Tasche ist als solche nur im nicht aufgeblasenen Zustand des Gassacks zu identifizieren, denn im aufgeblasenen Zustand des Gassacks klafft die Tasche komplett auf und geht ansatzlos in den angrenzenden Teil des streifenartigen Kontaktwandabschnitts über. Durch das Material der Tasche wird das Volumen des wulstartigen Vorsprungs (im Folgenden verkürzt auch „Wulst" genannt) vergrößert, verglichen mit einem Gassack, bei dem der Streifen förmige Kontaktwandabschnitt die gleichen Abmessungen aber keine integrierte Tasche besitzt.

Die Taschen 71 , die in den Figuren 2-4 noch im nicht aufgeblasenen Zustand dargestellt sind, klaffen in aufgeblasenen Zustand des Gassacks dann vollständig auf und geht ansatzlos in den angrenzenden Teil des streifenartigen Kontaktwandabschnitts 75 über, um den Wulst 34 zu vergrößern. Dieses Aufklaffen der Taschen 71 ist in Figur 2 mit Pfeilen symbolisiert. Mit

unterbrochenen Linien ist dann der Verlauf der Au ßenkontur der Kontaktwand 26 im Bereich der vertikalen Mitte der Kontaktwand 26 angedeutet, in der keine Tasche 71 mehr erkennbar wäre. Mit strichpunktierten Linien ist die Kontur der Kontaktwand 26 in vertikaler Richtung grob angedeutet.

In den Figuren 2-4 ist die Kontaktwand bei noch bestehenden Reißnähten 80 in einer Ebene leicht gestrafft dargestellt, wobei die Straffung so leicht ist, dass die Tasche 84 noch nicht aufklafft. Dieser Zustand soll die ausgebreitete Kontaktwand 26 in nach der Herstellung zeigen.

Die Taschen 71 sind zum Gassackinneren hin offen.

In Figuren 2 und 3 ist zu erkennen, dass die Taschen im ausgebreiteten Zustand der Kontaktwand 26 von ihren vertikalen Enten ausgehend eine zunehmende Tiefe und in Seitenansicht eine bogenförmige Kontur haben.

Die dem benachbarten Fahrzeuginsassen nächstliegende Tasche 71 , in Figur 3 die linke Tasche 71 , kann eine größere Tiefe in x-Richtung gesehen haben als die anderen Taschen 71 . Diese größere Tiefe der Tasche lässt auch bei den Zuschnitten gemäß Figur 5 bereits erkennen. Hier wird die Tasche 71 durch die beiden großen, aufeinander zu gewandten Ausbauchungen der beiden rechten Zuschnittsteile 42, 44 gebildet.

Im noch nicht aufgeblasenen Zustand sind die Taschen 71 jedoch nicht bereits nach au ßen gedrückt, vielmehr erstrecken sie sich in das Gassackinnere, wie in Figur 4 dargestellt ist. Dieser Zustand ergibt sich auch unmittelbar nach dem Zusammennähen der Zuschnittsteile 42, 44. In diesem Zustand wir der Gassack auch gefaltet. Beim Aufblasen werden die Taschen 71 aufgrund des Gassackinnendrucks nach au ßen gedrückt, um schließlich gegenüber dem Rest der Kontaktwand 26 und den Wüsten 34 vorzustehen. Die Verbindungsmittel 40, üblicherweise Verbindungsnähte, von benachbarten Zuschnittsteilen 42, 44 verlaufen somit längs der sich am nächsten zum Insassen hin erstreckenden Abschnitte benachbarter Zuschnittsteile 42, 44.

Da die Verbindungsnähte in Figur 3 im Inneren der Taschen 71 liegen, längs der Außenkante 99 verlaufen, sind sie in dieser Ansicht nicht zu sehen.

Der zum benachbarten Fahrzeuginsassen weisende, in Figur 1 linke Wulst 34 ist durch zwei Zuschnittsteile 42, 44 definiert.

Die Rückwand 28 hat im Bereich der Einblasöffnung 90 eine Verstärkungslage 92, die an der Rückwand angenäht ist. Zugmittel 30 können an diese Verstärkungslage 92 angenäht sein.

Zu betonen ist, dass die Befestigung der rückseitigen Enden der Zugmittel 30 in den Figuren 2 bis 4 noch nicht dargestellt ist, in diesem Bereich sind die einzelnen Teile noch nicht miteinander verbunden.

Die Zugmittel 30 verlaufen optional vom Ende, mit dem sie an der Kontaktwand 26 angebracht sind, unter einer 90°- Verdrillung in Richtung zur Rückwand 28. Figur 4 zeigt darüber hinaus, dass die Zugmittel auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden können. Beispielsweise sind Bänder 95 längs ihrer Mittellinie, die dann die Befestigungslinie 73 bildet, an dem jeweiligen Zuschnittsteil 42 angenähert und umgeschlagen. Zwischen den ungeschlagenen Enden wiederum sitzt ein trapezförmiges Biegeteil 97, welches mit den jeweiligen Band 95 vernäht ist.

Wie in den Figuren 1 und 6 zu erkennen ist, sind vorliegend fünf (Figur 1 ) bzw. vier (Figuren 2 bis 6) wulstartige Vorsprünge, d.h. Wülste 34, ausgebildet, die vertikal und parallel zueinander verlaufen.

Die Rückwand 28 ist in ihrem Zuschnitt in Figur 5 unten dargestellt. Die Rückwand 28 wird durch zwei im Wesentlichen in entgegengesetzte Richtungen unter einem Winkel von 150° bis 180° verlaufende lineare Ränder 96, 98 sowie einen die äu ßeren Enden dieser linearen Ränder 98 verbindenden, geschwungenen Randabschnitt 100 begrenzt. Der geschwungene Randabschnitt 100 umfasst drei konvexe Bereiche 102 sowie diese konvexen Bereiche 102 verbindende konkave Bereiche 104.