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1. (EP1527867) Method of manufacturing a fan rotor and rotor manufactured according to that method
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Beschreibung


[0001]  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrades, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002]  Axial- oder Mantel-Lüfter für Lastkraftwagen werden herkömmlicher Weise auf Grund der mechanischen und thermischen Belastungen aus PA6 mit Glasfasern als Füllstoff hergestellt. Ein Nachteil von PA6 ist, dass es Wasser aufnimmt, welches eine starke Änderung mechanischer Kennwerte mit sich bringt, das heißt, die Lüfterräder müssen immer auf den Bereich der maximalen Wasseraufnahme ausgelegt werden, wodurch es zu Überdimensionierungen kommen kann. Ferner weist PA6 eine relativ hohe Dichte auf, so dass die Lüfterräder relativ schwer sind, was unter anderem zu Nachteilen bei der Wuchtgüte und für die Beschleunigung des jeweiligen Lüfterrades im Fahrbetrieb führt. Derartige Lüfterräder werden üblicherweise spritzgegossen, wofür die Gussmasse über mehrere Anschnittspunkte eingespritzt wird.

[0003]  Aus der JP2003094494ist ein Spritzgießverfahren zur Herstellung eines Lüfters bekannt. Der Lüfter weist einen ringförmigen Außenteil und eine Radnabe im Inneren auf. Der Lüfter weist eine Mehrzahl von Flügeln auf, die mit dem Ringteil und der Radnabe verbunden sind. Die Verbindung von benachbarten Flügelteilen weist am ringförmigen Außenteil einen Bereich mit einem vergrößerten Querschnitt auf.

[0004]  Aus dem Artikel " praktische Erfahrungen beim Spritzgießen glasfaserverstärkter Thermoplaste"(Kunststoffe, Band 63, 1973, Heft 6) ist ein Spritzgießverfahren von glasfaserverstärkten thermoplastischen Formmassen bekannt.

[0005]  Aus dem Artikel " steel strengthens nylon truck fan" (Machine desion, penton, Inc. Cleveland, USA, Band 63, Nr. 1, 10, Januar 1991, Seite 56) ist ein Spritzgießverfahren zur Herstellung eines Nkw-Lüfters mit Glasfasern bekannt.

[0006]  In Fig. 2 ist ein herkömmliches Lüfterrad 1 (Düsen-Mantel-Lüfter) dargestellt. Zur Herstellung desselben wird über mehrere Anschnittspunkte Kunststoff in die Form eingespritzt. Die Kunststoffmasse füllt zuerst den inneren Ring 3, anschließend die Lüfterradflügel 2 und zum Schluss den äußeren Ring. Zur optimierten Füllung der Lüfterradflügel 2 ist jedem Lüfterradflügel 2 ein Anschnittspunkt zugeordnet, wodurch sich am inneren Ring 3, wie auch am äußeren Ring Bindenähte zwischen den einzelnen Lüfterradflügeln 2 ergeben.

[0007]  Ein nach diesem bekannten Verfahren hergestelltes Lüfterrad lässt, insbesondere in Hinblick auf die Festigkeit, noch Wünsche offen.

[0008]  Es ist Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrades zur Verfügung zu stellen.

[0009]  Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrades mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0010]  Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung eines Lüfterrades, insbesondere ein Axial- oder Düsenmantel-Lüfter für ein Kraftfahrzeug, vorgesehen, wobei das Lüfterrad mittels Spritzgießens eines mit Glasfasern versehenen Kunststoffes hergestellt und dabei die Gussmasse über einen Ring-oder Schirmanguss eingegossen wird. Auf Grund des Ring- oder Schirmangusses erfolgt ein gleichmäßiges Einströmen der Gussmasse über den gesamten Umfang des Lüfterrades ohne die Ausbildung von Bindenähten am inneren Ring, wodurch sich die Festigkeit vergrößert.

[0011]  Bevorzugt wird Polypropylen als Gussmasse verwendet, jedoch kann auch PA6 oder ein anderer Kunststoff verwendet werden. Bei Verwendung des üblicherweise verwendeten Werkstoffs PA6 kann die zulässige Nenndrehzahl erhöht werden, um einen größeren Massenluftstrom und somit eine größere Kühlleistung zu erreichen, so dass die erforderliche Überdimensionierungen auf Grund der Wasseraufnahme etwas ausgeglichen werden kann.

[0012]  Alternativ können auch Mischungen verschiedener Kunststoffe verwendet werden, wie insbesondere PPE/PA (Polyphenylenoxyd/Polyamid) oder PPO/PP (Polyphenylenether/Polypropylen) gefertigt ist.

[0013]  Die Gussmasse weist bevorzugt Füllstoffe, insbesondere Glasfasern, bevorzugt mit Längen von über 1 mm, auf. Diese richten sich beim Spritzgießen mit deutlicher Tangentialorientierung im inneren Ringbereich aus.

[0014]  Im Falle einer Direktcompoundierung ist eine sehr schonende Einbringung von Faserlängen über 1 mm problemlos möglich, so dass weitere Festigkeitssteigerungen möglich sind, insbesondere bei der Verwendung von Polypropylen mit Glasfasern als Füllstoff. Prinzipiell kann auch Langfaser-Granulat im Spritzgießprozess verarbeitet werden, jedoch ist eine Direktcompoundierung zu bevorzugen.

[0015]  Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig.
1 ein Lüfterrad gemäß dem Ausführungsbeispiel, und
Fig. 2
ein herkömmliches Lüfterrad.


[0016]  Fig. 1 zeigt ein Lüfterrad 1, vorliegend ein Düsen-Mantel-Lüfter (DML), das einen umspritzten, metallischen Flanschring (nicht sichtbar in Fig. 1, vgl. aber Fig. 2) aufweist, der die Momente aufnimmt. Ein daran anschließender, geschlossener Kunststoffring, im Folgenden auch als innerer Ring 3 bezeichnet, an dem sich Lüfterflügel 2 anschließen, dient dazu, das Lüfterrad 1 insbesondere gegen Bersten zu stabilisieren. Die Herstellung erfolgt mittels Spritzgießens, wobei ein Ring- oder Schirmanguss vorgesehen ist, so dass die Gussmasse über den gesamten Umfang gleichmäßig und gleichzeitig einströmt, ohne dass sich Bindenähte bilden (siehe Fig. 1), wie sie bei auf herkömmliche Weise hergestellten Lüfterrädern auftreten. Nach erfolgtem Spritzgießen wird der Ring- oder Schirmanguss entfernt.

[0017]  Der erfindungsgemäß vorgesehene Ring- oder Schirmanguss hat zum Einen den Vorteil, dass Bindenähte im inneren Kunststoffring 3 verhindert werden und dieser dadurch erheblich gestärkt wird, und zum Anderen den Vorteil, dass durch den Schirmanguss eine deutliche Tangentialorientierung sowohl der Schmelze als auch der in der Schmelze enthaltenen Füllstoffe erfolgt, so dass ein zusätzlicher Verstärkungseffekt vorliegt. Da die Schmelze beim Eintritt in die Lüfterflügel 2 ihre Strömungsrichtung ändert, entsteht gleichzeitig eine Umorientierung der Schmelze und der Füllstoffe in Zugrichtung der anschließenden Lüfterflügel und damit eine weitere beanspruchungsgerechte Festigkeitssteigerung des gesamten Lüfterrades 1.

[0018]  Als Werkstoff wird Polypropylen mit langen Glasfasern (insbesondere mit einer Länge von mehr als 1 mm) als Füllstoff verwendet, so dass die Werkstoffkosten gesenkt werden können. Auf Grund der geringeren Dichte von Polypropylen gegenüber dem üblicherweise verwendeten PA6 wird auch das Gesamtgewicht des Lüfterrades 1 verringert.